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    #61
    Ja, diese Arbeit ist ein hervorragendes Übungsfeld um zu lernen, mich abzugrenzen! Abgrenzung, mich selbst an die erste Stelle setzen, ich als Mittelpunkt meines Lebens - das ist wohl auch mein Thema.

    Der heutige Tag war erstaunlich. Es gab keine liegengebliebenen Postberge. Mein Dienstplan für März lag ge- und unterschrieben auf dem Tisch, ohne die angekündigte Stundenkürzung , die Lohnvorbereitung hat die Kollegin in der Zentrale für mich mit erledigt obwohl ich das jetzt auch noch geschafft hätte. Krank war ich bisher noch nicht, aber wenn ich aus dem Urlaub kam, sah es immer anders aus.

    Ansonsten war ich wieder so beschäftigt, dass ich mich nur teilweise um meine Vorsätze kümmern konnte. Ich hatte einen Wunsch an die Pflege und einen an den Sozialdienst bzgl. Arbeitsverteilung. Die Pflege hat es während meiner Abwesenheit selbst erkannt und erledigt. Der Sozialdienst hat ohne mit der Wimper zu zucken gesagt, ja, machen wir in Zukunft selbst. Allein das ist für mich ein Gewinn.

    Grad kommt mein Jüngster aus der Schule und jetzt ich erstmal Kaffeezeit angesagt.

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      #62
      boah, klasse!!!!!! das freut mich total!!!

      jetzt gilts wirklich, dran zu bleiben! wo neues gutes geschieht, kommen ganz schnell die "widersacher" aufs tapet und schauen, ob die widerstandskräfte gegen die alten muster wirklich so stark sind.

      hey, so ne schöne nachricht! möge es weiter aufwärts gehen!

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        #63
        Es bedeutet mir viel, dass ihr so zahlreich geantwortet und mir wirklich gute Denkanstöße gegeben habt. Es ist mir klar geworden, dass ich mich in vielen Verhaltensweisen ändern muss, wenn ich etwas ändern will. Hab zwischendurch auch in anderen Fäden gelesen, so ganz ungewöhnlich scheint das Problem des Für-sich-sorgens und des Abgrenzens nicht zu sein. Irgendwo habe ich gelesen, dass jemand nach einer Kündigung bis zum Ausstieg plötzlich viel gelassener an seine Aufgaben herangeht. Das könnte auch bei mir so sein. Aber warum nicht diese Gelassenheit auch ohne Kündigung entwickeln? An mir und der Arbeitssituation arbeiten, gelassen eine Arbeit nach der anderen erledigen und ganz gelassen eben auch mal nein sagen... - theoretisch müsste das möglich sein. Aber das geht nicht von heute auf morgen.

        Eine wichtige Übung wäre Abschalten. Vier Stunden bin ich auf der Arbeit, dann kann ich zuhause noch ein Weilchen darüber nachdenken, was mache ich wie am besten - aber dann wäre auch Schluss, dann meine Sachen erledigen und mich mit anderen Dingen beschäftigen, das wäre auch schon ein Fortschritt.

        Also: abschalten und loslassen lernen, ein lohnenswertes Ziel. Herausfinden, was mir gut tut. Gestern war ich wieder beim Lauftreff. Das tut mir gut. Leider waren die Wege so vereist, dass ich gar nicht so schnell konnte, wie ich gewollt hätte, um meine Aggressionen (oder einfach nur Energie) loszuwerden. Trotzdem hat es gut getan. Frische Luft, ganz andere Menschen, Bewegung. Diesen Freitagstermin möchte ich gerne beibehalten. Und am besten in der Woche für mich allein noch einige Walkingtermine dazwischen schieben.

        Weniger Kaffee und am besten keine Zigaretten mehr - das wäre auch gut. Ich rauche nur drei, aber in Zeiten, in denen ich angeschlagen bin, wirken sie auf mein Nervensystem wie eine Bombe. Ich werde zittrig, fange an zu schwitzen, fühle mich schlecht - und trotzdem meine ich, auf diese drei nicht verzichten zu können. Obwohl ich mir damit nichts Gutes tue.

        Mit ungelösten Problemen leben lernen. Nicht immer alles am besten sofort lösen wollen.

        Nicht so weit in die Zukunft denken, im Hier und Jetzt bleiben.

        Mich auf das Positive in meinem Leben konzentrieren, da gibt es viel.

        Ich freue mich total auf den Frühling und auf die Sonne. Auf Licht und Wärme und Grün.

        LG, mikie

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          #64
          Aber am schwierigsten zu lernen ist das Nein-Sagen.

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            #65
            liebe mikie,

            oder du fängst zum energie sammeln wirklich einfach mal mit dem abschalten an. alle anderen ziele finde ich auch wichtig und sie sind es sicher auch wert, weiter verfolgt zu werden. aber zuviel auf einmal würde ich mir nicht vornehmen. vielleicht ginge abschalten und "nein" sagen lernen zusammen?

            manchmal hat man zuhause ja echt mal eine tolle idee, die einem im job voran bringt. aber die stunden, die man in gedanken in der freizeit immer noch auf der arbeit ist, wägen das nicht auf. ist bei mir jedenfalls so ....... unterm strich würde dir das abschalten auch frische energie für den job bringen. hast du irgendeine idee, wie du das angehen könntest?

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              #66
              Liebe just me,

              das nehme ich jetzt einfach mal so an. Abschalten lernen und Neinsagen lernen. Wenn das gelänge, wäre viel erreicht.

              Beim Lauftreff kann ich gut abschalten. Hinterher fühle ich mich erfrischt und mehr bei mir. Heute morgen hatte ich Kreisgedanken - ich habe es gemacht, wie beim Umgang mit der Angst: ich habe sie kreisen lassen ohne sie festhalten zu wollen. Durch sie hindurchgehen.

              Weitere Ideen habe ich gerade nicht. Werde mich mal dabei beobachten, welche Tätigkeiten/Situatonen mir das Abschalten erleichtern.

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                #67
                Nachdem ich 1,5 Jahre ohne Fehltag gearbeitet habe, scheint es jetzt meine Aufgabe zu sein, das Krankmelden mich zu üben. Bin seit Mittwoch zuhause, Grippe, mit zeitweise hohem Fieber. Es ist, wie es ist, ich konnte es nicht ändern, Montag werde ich wohl wieder fit sein.

                Die Tage vorher waren in Ordnung. Die Stundenkürzung wurde doch durchgesetzt, finde ich zwar ärgerlich, hat aber bewirkt, dass ich die Arbeit die letzten Tage nicht mehr soo wichtig genommen habe.

                Ein paar Mal konnte ich merkwürdige Anliegen der Kollegen zurückweisen, ein paar Mal ist mir erst hinterher aufgefallen, dass ich zu schnell reagiert habe, immerhin.

                Die Sonne hat mir beim Abschalten geholfen. Ich freu mich auf den Frühling und auf die Arbeit im Garten.

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                  #68
                  das finde ich, liest sich alles total zuversichtlich, entspannt und zudem noch so, als ob du die letzten anderthalb jahre wirklich richtig viel gelernt hättest. ganz herzlichen glückwunsch zu diesem beachtlichen erfolg. ich finde das echt toll, dass es so aussieht, als würde dein durchhaltevermögen nun endlich belohnt.

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                    #69
                    Vorbei

                    Jetzt ist es vorbei. Heute hatte ich ein Gespräch mit beiden Vorgesetzten, eine gute Stunde. Ankgekündigt wurde es unter dem Motto "Arbeitserleichterungen schaffen". Immerhin hatte ich nach der ersten Krankschreibung offen gesagt, dass ich mit den Nerven am Ende sei, weil nicht zu schaffen. (Bei der zweiten KS eine Woche später handelte es sich um eine echte Grippe).

                    Nach langem Reden, bei dem ich meine Vorschläge einbringen konnte, kam der Vorschlag ihrerseits: reduzieren auf 15 Stunden mit geändertem Vertrag und geänderter Bezahlung. Herausnahme des Arbeitsbereiches Rechnungslauf. Eine tägliche Arbeitszeit von drei Stunden, die ich, sollte ich eher fertig werden, reduzieren könne, um von meinen Überstunden herunterzukommen.

                    Der Rechnungslauf macht mir Spaß. Was dann als Schwerpunkt übrig bliebe wäre der ungliebte Bereich Personal und Lohnvorbereitung. Ungeliebt deshalb, weil u. a. Arbeitnehmerrechte mit Füßen getreten werden. (Bin desbzüglich zwar nur Schreiberling, aber es belastet mich trotzdem, wenn ich sehe, wie Kollegen über den Tisch gezogen werden). Und weil das Personal ständig wechselt.

                    Ein Schwerpunkt auf den Bereich Rechnungslauf sei nicht möglich.

                    Zuerst dachte ich, da muss ich eine Nacht drüber schlafen. Dann kam der Gedanke "Nein, das ist keine Lösung, es wird dadurch nicht besser werden. Jetzt ist die Gelegenheit einen Schlussstrich zu ziehen."

                    Und so habe ich mitgeteilt, dass der Vorschlag für mich nicht akzeptabel ist und ich kündigen werde, bzw. wenn möglich, um meine Kündigung bitte.

                    Der Verwaltungschef hat es relativ neutral hingenommen, dem Heimleiter, mit dem ich ja eigentlich nicht kann, war anzumerken, dass er sich den Ausgang anders vorgestellt hatte.

                    Hinterher war ich traurig und musste erstmal weinen. Ein Gefühl von "nicht geschafft", traurig auch, dass sich mein "Traumjob" in Luft aufgelöst hat.

                    Aber so ist es richtig.

                    mikie

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                      #70
                      o je ... O JA ...

                      ach mikie... lieber ein ende mit schrecken als ein schrecken ohne ende.

                      ich glaub, das war gar nicht so leicht... ich möchte dir gern gratulieren!!! weil du zu dir und zu deinen werten (personal..) gestanden bist!!! und zugleich würd ich dich gern virtuell in den arm nehmen, weil ich mir vorstellen kann, dass du auch ne portion trost brauchen kannst - jetzt wieder ohne job...

                      ich wünsch dir von herzen, dass du es gut verarbeiten kannst.

                      herzlich
                      Zuletzt geändert von ; 12.03.2013, 19:07.

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                        #71
                        Danke liebe Tanzende, für deinen Trost und deine herzlichen Worte.

                        mikie

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                          #72
                          Liebe Mikie,

                          du hast immer von deinem Traum-Job geschrieben, aber so traumhaft klangen deine Beschreibungen für mich gar nicht. Nun macht deine Entscheidung auch viel Platz für Neues und trotz der Unsicherheit bieten sich dir neue Chancen.

                          Mach deinen Job gut zu Ende, lass dir ein gutes Zeugnis ausstellen und widme dich deiner Zukunft. Ich wünsche dir sehr, dass dein neuer Job weniger stressig ist und du nicht mehr in solchen prekären Verhältnissen arbeiten musst.

                          Alles Liebe

                          jule

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                            #73
                            Stimmt jule_l, das war kein Traumjob. Das war hammerhart.

                            Ich hoffe, ich kriege jetzt ein gütliches Ende hin und bleibe bei allem, was passiert, auf meiner Seite.

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                              #74
                              Diese Arbeit war die totale Reizüberflutung für mich.

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                                #75
                                Eigentlich kann ich ja jetzt diesen Faden dicht machen. Der Traumjob hat sich für mich erledigt. Ich glaube nicht mehr an einen Traumjob. Vielleicht taugt ein Job wirklich nur zum Geldverdienen.

                                Mit dem Wort "muss" will ich jetzt sparsamer umgehen.

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