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Mein Leben als Autist

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    Hallo NLP-Schnecke,

    es spielt keine Rolle mehr.

    Ich bin jetzt an einem Punkt, wo ich hin wollte, ihn aber nicht erzwingen konnte, sondern er musste sich entwickeln, Stück für Stück.

    Meine Gefühle kann ich in meiner inneren Welt ausleben, wohl ein Vorteil des Autismus.

    Er hat mir heute noch einen Brief geschrieben und ich habe ihm eine Antwort geschrieben. Er kann über solche Dinge nicht reden, so war ein geschriebener Text völlig in Ordnung. Am Ende meiner Antwort fühlte ich, dass es für mich genug ist. Ich möchte mich mit ihm nicht mehr so intensiv beschäftigen, wie ich es die letzten Jahre getan habe.

    Ich möchte bei mir bleiben, denn das tut mir gut.

    Condor

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      Zitat von Condor Beitrag anzeigen
      Ich schreibe hier in meinem Faden so wie ich denke und fühle und das meistens jetzt. Zwischen meinen Zeilen gibt es nichts zu lesen, der weiße Hintergrund dient lediglich als Platzhalter.
      sagst du.

      Wenn du dich über mich ärgerst, dann lies doch bitte woanders. Habe ich dir schon mal geraten, aber irgendwie scheine ich dich zu faszinieren, sonst würdest du nicht immer wieder auf mich zurückkommen, gell?
      Hier nochmal das ganze corpus delicti, nur um dir zu zeigen, dass ich sehr gut weiss, dass "ich noch manchmal rückfällig werde und mich manchmal noch verärgern lasse" - aber nicht, weil DU mich ärgern würdest."
      Zitat von Shepherd
      Ich bin wahrhaftig keiner, der sich schnell und leicht runterziehen lässt. Ich gestehe aber, dass ich mich manchmal über deine Posts ein wenig ärgere, weil ich mich durch deine Hilflosigkeit und deine vermeintliche Dickköpfigkeit (nicht abwertend gemeint) verärgert fühle. Dann sage ich mir, dass ich die Welt nicht mit deinen Augen sehen kann und der Ärger verflüchtigt sich schnell.
      Nichtsdestoweniger werde ich deine zweite "Mahnung" beherzigen und fortan deinen Fäden fern bleiben.
      Ich kann mit jedem. Offensichtlich kann nicht jeder mit mir.

      Und nein, du faszinierst mich nicht.
      Faszinierend wäre für mich, wenn ich einen Stein anschaue und der sagt völlig unerwartet:"Was glotzt du mich so an!? Noch nie einen Stein gesehen??"

      Alles Gute für dich.

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        Moin Shepherd,

        Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
        sagst du.
        Ja, weil es bei uns Aspies so ist. All die vielen Missverständnisse, die wir mit euch NTs haben, kommen meistens dadurch zustande, dass ihr in unsere Worte etwas hineininterpretiert, sprich zwischen den Zeilen liest. Aber als Aspie habe ich ein wortwörtliches Verständnis von den Wörtern, weil ich ausschließlich in Bildern denke.
        Unter anderen Aspies ist das kein Problem, die denken ja genauso, das merke ich vor allem an meinem Sohn und mir, da kommt es höchst selten zu Missverständnissen. Im Gegensatz dazu kommt es zwischen meinem Partner und unserem Sohn und zwischen meinem Partner und mir andauernd zu Missverständnissen.
        Wir Aspies untereinander haben auch einen ganz anderen Humor, den ihr NTs vermutlich (bzw. ich habe darauf schon Rückmeldungen bekommen ) als tiefschwarz, absurd und zu weilen auch sehr brutal einstufen würdet.

        Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
        Hier nochmal das ganze corpus delicti, nur um dir zu zeigen, dass ich sehr gut weiss, dass "ich noch manchmal rückfällig werde und mich manchmal noch verärgern lasse" - aber nicht, weil DU mich ärgern würdest."
        Das habe ich auch nicht vor gehabt. Und das gilt für jeden hier. Ich schreibe, weil ich mich mitteilen will und nicht, um euch zu ärgern.

        Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
        Nichtsdestoweniger werde ich deine zweite "Mahnung" beherzigen und fortan deinen Fäden fern bleiben.
        Ich kann mit jedem. Offensichtlich kann nicht jeder mit mir.
        Siehst du, so schnell kann man dazu lernen.

        Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
        Und nein, du faszinierst mich nicht.
        Das hätte ich an deiner Stelle auch geschrieben.

        Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
        Alles Gute für dich.
        Danke, vielleicht, wer weiß, eines Tages, haben wir ja doch noch mal die Möglichkeit uns persönlich kennen zu lernen.

        Sollte es in deiner Gegend mal eine Autisten Tagung oder einen Workshop zu diesem Thema geben, dann möchte ich dir ans Herz legen, dort hin zu gehen. Möglicherweise findest du dort den Stein, der dich fasziniert.

        Condor

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          Warum bin ich in manchen Dingen so dumm? So doof? Warum lerne ich nicht dazu?

          Gehört das zum Autismus? Oder zum Trauma?

          Oder bin ich einfach nur so ein blöder, dummer Mensch, der es ständig und immer wieder anderen erlaubt mit einem so umzuspringen, wie es denen passt? Oder warum lasse ich es zu, dass mir andere meine Freude, meine Energie aussaugen?

          Was ist passiert?

          Eigentlich lief es gerade mal alles ganz gut, zumindest für das bisschen, was ich schon als gut einstufe. Mein Partner und ich kamen ganz gut klar, mit den Leuten, mit denen ich mich zum Hundespaziergang treffe, kam ich auch gut zurecht. Meiner Gesundheit geht's auch besser, eigentlich konnte ich nicht klagen.

          Dann kam mein Partner Dienstagabend nach Hause, ich hatte das Unkraut aus meinen Beeten gezupft und goss noch ein wenig Wasser drüber und er hatte eine Laune... die ist schwer zu beschreiben.

          Kennt ihr die Dementoren aus Harry Potter?
          Dementoren gehören zu den übelsten magischen Wesen, die es gibt. Sie entstehen, ohne sich zu paaren. Auf dem Nährboden des Verfalls gedeihen sie wie Pilze. Wie ihr Name sagt, entziehen sie ihren Opfern alle mentalen Empfindungen... Die großen, ganz in einen schwarzen Kapuzenmantel gehüllten Gestalten der Dementoren wirken unheimlich. Wenn sie ohne Schrittgeräusche herangleiten, verbreiten sie eine klamme Kälte um sich, und alles wird düster. Gelegentlich kommt unter dem Mantel eine ihrer fahlen, schleimigen Hände zum Vorschein. Normalerweise sind die Hände wie die Gesichter der Dementoren aber ganz vom Mantel verdeckt. Die Kapuzen der Mäntel verhüllen auch den Schlund, mit dem die Dementoren gierig rasselnd einatmen. Dabei holen sie nicht nur Luft, sondern entziehen gleichzeitig magischen und nicht-magischen Menschen in ihrer Nähe alle glücklichen Erinnerungen. Ihren Opfern bleiben dann nur schreckliche und quälende Gedanken und Erfahrungen. Sie werden depressiv, verlieren ihre Kräfte und ihren Lebensmut.
          Quelle: http://de.harry-potter.wikia.com/wiki/Dementor

          So empfinde ich diese spezielle Stimmung meines Partners, die in unregelmäßigen Abständen immer wieder auftritt.
          Jahrelang habe ich geglaubt, dass es meine Schuld sei, wenn er so ist, inzwischen weiß ich aber, dass es nichts mit mir zu tun hat, naja zumindest bin ich nicht der direkte Auslöser, vielleicht indirekt, weil es immer dann auftritt, wenn ich besonders viel positive Energie in mir habe, an der er sich dann ohne Scham bedient.
          Das geht so lange, bis ich schlapp und kraftlos bin. Dann hat er wieder gute Laune und ich freue mich, dass er gute Laune hat und meine Energiereserven füllen sich davon wieder.

          Was aber für mich so schlimm ist und weswegen ich mich für dumm halte, ist, dass ich in den guten Zeiten, die wir miteinander haben, komplett vergesse, dass er jeder Zeit wieder zum "Dementor" werden kann. Und deswegen falle ich jedes Mal aus allen Wolken, wenn er wieder diese schreckliche Laune hat. Ich begreife, was da passiert, aber ich weiß nicht, wie ich das ändern kann.

          --------------------------------

          Am Mittwoch hatte ich mich mit den Hundeleuten getroffen, mit denen ich mich oft treffe, weil die Hunde so gut untereinander harmonieren und dann miteinander spielen, laufen und toben.
          Doch an diesem Mittwoch war irgendwas anders. Die Stimmung war seltsam. Ich empfand sie als so was wie "oh nö, der schon wieder", so, als sei ich nicht willkommen.
          Ich habe das öfter, dass ich Stimmungen wahrnehme, die ich aber nicht gut deuten kann. Ich habe mir nichts anmerken lassen, aber die anderen mussten dann auch bald weg und so trennten sich unsere Wege ziemlich schnell wieder.
          Erst als ich wieder zu Hause, für mich war, konnte ich damit beginnen, diese Stimmung zu deuten. Ich hatte das Gefühl, dass sie keinen Bock auf mich hatten.

          Heute musste ich erst noch zum Zahnarzt, weil mir gestern was vom Zahn abgebrochen war und als ich dann zurück war, hab ich mich noch beeilt, um zu der Bank zu gehen, wo wir uns neuerdings wieder zum Hundi-Spielen treffen, aber dort war niemand.
          Es ist schon so, dass sie mir entgegen kommen würden, wenn sie dort gewesen wären. Nun gut, es kam keiner mehr und so ging ich mit Struppi wieder zurück. Auf dem Rückweg trafen wir noch auf einen anderen Hund, den Struppi auch gut kennt und so hat sie noch ihren Spaß gehabt.
          Ich kann dann im Tal zurück nach Hause gehen oder die Straße runter. Heute war mir mehr nach Straße und da sehe ich doch glatt auf dem kleinen Parkplatz die beiden Autos von den Leuten, mit denen ich mich sonst treffe.
          Der Mann mit dem anderen Hund kennt die beiden auch und meinte, dass er sie an der Bank gesehen hätte. Ich sagte, kann nicht sein, weil ich doch an der Bank gewesen sei und da wäre keiner, so dass er mich aufklärte, dass sie an einer anderen Bank waren, die so weit von der üblichen Stelle entfernt liegt, dass wir uns nicht hätten treffen können.

          Ich bin dann nach Hause gegangen und ja, ich war verletzt.

          Irgendwie habe ich jetzt das Gefühl, dass sie mich mehr tolerieren als mögen und dass ich ihnen ziemlich egal bin. Wenn sie mich treffen, ok und wenn nicht ist auch schön.

          Das Dumme ist, dass sie am Mittwoch noch sagten, dass wir uns Freitag wieder treffen können. Sie tun immer so freundlich und ich bin so naiv und glaube es ihnen. Jedes Mal. Immer wieder.

          Ist das dann lustig für die, wenn sie an einer ganz anderen Bank sitzen und sie wissen, dass ich auf der alten Bank sitze und auf sie warte?

          Condor

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            So, ich war fleißig und habe meine Wut, die aus der bewusst gespürten Verletzung gekommen war, in Fensterputzen umgesetzt.

            Jetzt bin ich zwar kaputt, aber richtig glücklich.

            Die Klassenlehrerin meines Sohnes hat mir heute geschrieben, dass mein Sohn 20 Minuten Dauerschwimmen geschafft hat, welches die erste Leistung mit 3 Punkten für sein Sportabzeichen Gold 2014 gebracht hat.

            Da muss ich ihn nachher noch mal für Knuddeln.

            Das ist nämlich auch typisch Autist, nix erzählen, egal ob toll oder nicht, es wird nix zu Hause erzählt. Ich war auch so.

            Jetzt mach ich mir mein kohlenhydratfreies Abendbrot und dann leg ich meine Beine hoch... bisschen Fernsehen, hab ich mir heute verdient.

            Condor

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              Zitat von Condor Beitrag anzeigen
              Warum bin ich in manchen Dingen so dumm? So doof? Warum lerne ich nicht dazu?

              Gehört das zum Autismus? Oder zum Trauma?

              Oder bin ich einfach nur so ein blöder, dummer Mensch, der es ständig und immer wieder anderen erlaubt mit einem so umzuspringen, wie es denen passt? Oder warum lasse ich es zu, dass mir andere meine Freude, meine Energie aussaugen?

              Was ist passiert?

              Eigentlich lief es gerade mal alles ganz gut, zumindest für das bisschen, was ich schon als gut einstufe. Mein Partner und ich kamen ganz gut klar, mit den Leuten, mit denen ich mich zum Hundespaziergang treffe, kam ich auch gut zurecht. Meiner Gesundheit geht's auch besser, eigentlich konnte ich nicht klagen.

              Dann kam mein Partner Dienstagabend nach Hause, ich hatte das Unkraut aus meinen Beeten gezupft und goss noch ein wenig Wasser drüber und er hatte eine Laune... die ist schwer zu beschreiben.

              Kennt ihr die Dementoren aus Harry Potter?

              Quelle: http://de.harry-potter.wikia.com/wiki/Dementor

              So empfinde ich diese spezielle Stimmung meines Partners, die in unregelmäßigen Abständen immer wieder auftritt.
              Jahrelang habe ich geglaubt, dass es meine Schuld sei, wenn er so ist, inzwischen weiß ich aber, dass es nichts mit mir zu tun hat, naja zumindest bin ich nicht der direkte Auslöser, vielleicht indirekt, weil es immer dann auftritt, wenn ich besonders viel positive Energie in mir habe, an der er sich dann ohne Scham bedient.
              Das geht so lange, bis ich schlapp und kraftlos bin. Dann hat er wieder gute Laune und ich freue mich, dass er gute Laune hat und meine Energiereserven füllen sich davon wieder.

              Was aber für mich so schlimm ist und weswegen ich mich für dumm halte, ist, dass ich in den guten Zeiten, die wir miteinander haben, komplett vergesse, dass er jeder Zeit wieder zum "Dementor" werden kann. Und deswegen falle ich jedes Mal aus allen Wolken, wenn er wieder diese schreckliche Laune hat. Ich begreife, was da passiert, aber ich weiß nicht, wie ich das ändern kann.

              Warum kommt mir das so bekannt vor? Ah richtig, ich bin genauso und tappe jedes Mal wieder in diese Falle. Ich denke inzwischen, das kommt zu einem großen Teil durch meine Harmoniebedürftigkeit (die ich nicht schlecht finde, ich hab es eben lieber ohne Streß und Ärger). Kurz nach unangenehmen Vorfällen bin ich noch auf der Hut, lasse mich nicht näher ein, aber irgendwann lasse ich die Vorsicht wieder fallen und es geht erneut los. Aber - der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht. Irgendwann ist vielleicht das Maß voll, mal sehen.
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              Am Mittwoch hatte ich mich mit den Hundeleuten getroffen, mit denen ich mich oft treffe, weil die Hunde so gut untereinander harmonieren und dann miteinander spielen, laufen und toben.
              Doch an diesem Mittwoch war irgendwas anders. Die Stimmung war seltsam. Ich empfand sie als so was wie "oh nö, der schon wieder", so, als sei ich nicht willkommen.
              Ich habe das öfter, dass ich Stimmungen wahrnehme, die ich aber nicht gut deuten kann. Ich habe mir nichts anmerken lassen, aber die anderen mussten dann auch bald weg und so trennten sich unsere Wege ziemlich schnell wieder.
              Erst als ich wieder zu Hause, für mich war, konnte ich damit beginnen, diese Stimmung zu deuten. Ich hatte das Gefühl, dass sie keinen Bock auf mich hatten.
              Auch das kommt mir sehr bekannt vor. Es ist eine eigenartige Atmosphäre, vielleicht vergleichbar mit dem Betreten eines Zimmers, wenn plötzlich alle schweigen und betreten dreinschauen.
              Heute musste ich erst noch zum Zahnarzt, weil mir gestern was vom Zahn abgebrochen war und als ich dann zurück war, hab ich mich noch beeilt, um zu der Bank zu gehen, wo wir uns neuerdings wieder zum Hundi-Spielen treffen, aber dort war niemand.
              Es ist schon so, dass sie mir entgegen kommen würden, wenn sie dort gewesen wären. Nun gut, es kam keiner mehr und so ging ich mit Struppi wieder zurück. Auf dem Rückweg trafen wir noch auf einen anderen Hund, den Struppi auch gut kennt und so hat sie noch ihren Spaß gehabt.
              Ich kann dann im Tal zurück nach Hause gehen oder die Straße runter. Heute war mir mehr nach Straße und da sehe ich doch glatt auf dem kleinen Parkplatz die beiden Autos von den Leuten, mit denen ich mich sonst treffe.
              Der Mann mit dem anderen Hund kennt die beiden auch und meinte, dass er sie an der Bank gesehen hätte. Ich sagte, kann nicht sein, weil ich doch an der Bank gewesen sei und da wäre keiner, so dass er mich aufklärte, dass sie an einer anderen Bank waren, die so weit von der üblichen Stelle entfernt liegt, dass wir uns nicht hätten treffen können.

              Ich bin dann nach Hause gegangen und ja, ich war verletzt.
              Zurecht würde ich meinen. Das ist einfach keine feine Art.
              Irgendwie habe ich jetzt das Gefühl, dass sie mich mehr tolerieren als mögen und dass ich ihnen ziemlich egal bin. Wenn sie mich treffen, ok und wenn nicht ist auch schön.

              Das Dumme ist, dass sie am Mittwoch noch sagten, dass wir uns Freitag wieder treffen können. Sie tun immer so freundlich und ich bin so naiv und glaube es ihnen. Jedes Mal. Immer wieder.
              Ach ja, genau wie ich (zumindest früher). Allerdings habe ich mit solchen Leuten dann eigentlich nichts mehr zu tun, außer "Hallo", wenn man sich über den Weg läuft. Wer nicht will, der hat schon.
              Ist das dann lustig für die, wenn sie an einer ganz anderen Bank sitzen und sie wissen, dass ich auf der alten Bank sitze und auf sie warte?
              Ich würde sagen, die denken überhaupt nicht darüber nach. Hauptsache für sie selbst laufen die Dinge angenehm - was gehen sie die Gefühle anderer an. Von solchen Subjekten sollte man sich fern halten, die verletzen nur, ohne es auch nur zu ahnen. Dann lieber etwas feinfühligere Menschen.
              Condor

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                Hallo Chrysothemis,

                du hast recht, auch ich bin sehr harmoniebedürftig. Ich sehne mich sehr nach Gemeinsamkeit, Gleichheit und eben Harmonie. Das sicher ein Grund, warum ich die guten Zeiten sehr auskoste und gleichzeitig werde ich dadurch auch zum Spielball.

                Manchmal denke ich, dass mein Partner mich gefunden hat, weil ich so lebendig und gleichzeitig so naiv bin. Er ist genau das Gegenteil.

                Ich bin sozusagen leichte Beute.

                Kann ich da jemals rauskommen?

                Vielleicht hat es was mit dem Selbstwert zu tun, den hier so mancher schon angesprochen hat, vielleicht auch damit, dass ich mir oft selbst im Weg stehe.

                Wäre ich mir selbst mehr wert, dann würde ich mir so was wahrscheinlich nicht gefallen lassen.

                Aber ich sehne mich so sehr nach Anerkennung, nach Liebe und Geborgenheit, die ich hier nicht bekomme, dass ich schon zufrieden bin, wenn ich nur einen Hauch davon bekomme.

                Ja, das ist armselig.

                Zu meiner Mutter habe ich neulich gesagt, was ich denn hätte tun können, mich scheiden lassen? Davon hat sie mir immer abgeraten, weil sie nicht geahnt hat, was dieser Mensch ist. Ich habe ihr weiter gesagt, dass mein Partner nicht mal in der Lage ist, unsere Müllgebühren rechtzeitig zu überweisen, wie soll er mir dann regelmäßig Unterhalt zahlen? Der Wille ist bestimmt da, aber an der Durchführung hapert es leider extrem und meine kleine Rente reicht bei weitem nicht aus, um davon leben zu können.

                Was die Hundeleute angeht, das ist nicht so schwer, da sie zu einer Zeit gehen, wo ich eigentlich nicht gehe. Im Sommer vielleicht, weil es dann morgens noch nicht so heiß ist, aber jetzt ist mir ihre Zeit eigentlich viel zu früh.

                Und wenn ich ehrlich bin, später kommen auch noch Hunde, mit denen Struppi spielen kann. Wenn man Glück hat, trifft man sie und wenn man Pech hat, nicht. Aber ich darf mich nicht immer wieder von Leuten abhängig machen, damit schade ich mir selbst.

                Condor

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                  So, nun habe ich mir einen Film angeschaut, den mein Partner aufgenommen hatte und wo er unbedingt wollte, dass ich ihn mir ansehe...Christian und Christiane

                  Ein Mann beschließt, für ein Jahr seine Identität zu ändern und als Frau zu leben. Er ist verheiratet, weder trans- noch intersexuell, noch möchte er sich einer Hormon- oder Sexualtherapie unterziehen. Als Motiv gibt er an, die Welt der Frauen besser verstehen zu wollen, aber auch das eigene Mann-Sein kritisch zu hinterfragen.
                  Sein Entschluss stößt in seiner nächsten Umgebung, bei seiner Frau, seinen Freunden und Freundinnen auf Skepsis, ja auf Widerstand: Was will er damit beweisen? Macht sich da jemand etwas vor? Ist über das Rollenverhalten von Mann und Frau nicht schon alles gesagt? Und lassen sich allein durch die Verwendung von Make-up und Mode Rückschlüsse auf männliches und weibliches Verhalten ziehen?
                  Das ist die Ausgangssituation der Dokumentation "Christian und Christiane", in dem der Autor Dariusch Rafiy ein Jahr lang Christian Seidel in seiner Rolle als Christiane begleitet hat. Wenn Christian Seidel als Mann so etwas wie eine graue Maus im Sakko ist, so gleicht Christiane der Inkarnation einer blonden Göttin: Gardemaß in High Heels, mit langen, schlanken Beinen unter einem knappen Minirock, wohlproportionierte Kurven, die sich unter einem engen Pullover abzeichnen, und langes, seidenweiches Haar. Eine Frau, nach der sich die Männer umdrehen. Ist da jemand seinem eigenen Idealbild von Weiblichkeit erlegen?
                  Der heute als Autor tätige Christian Seidel arbeitete viele Jahre als Fernsehproduzent, hat lange vor dem Aufkommen von TV-Casting-Shows Schönheiten wie Claudia Schiffer als Manager betreut und gilt als einer der Entdecker von Heidi Klum. Wie also erlebt Christiane die Welt aus "weiblicher" Perspektive? Und wie nimmt Christiane ihre "ehemaligen" Geschlechtsgenossen wahr? Und wie wiederum reagiert ihre Umwelt auf Christiane? Ist es nach einem Jahr problemlos möglich, wieder der Mann zu werden, der er einmal war? Und will Christiane das überhaupt noch?
                  Quelle: http://www.arte.tv/guide/de/049246-000/christian-christiane#details-description


                  Im Grunde habe ich mich durch den Film (Reportage) bestätigt gefühlt, was ich so über meinen Partner und seinen Wunsch, eine Frau sein zu wollen, denke. Ich bin auch nicht besonders intolerant, sondern reagiere, wie beinahe jeder heterosexuelle biologische Mann auch. Das hat mich sehr beruhigt.

                  Ich habe die Wandlung von Christian zu Christiane genauso empfunden, wie ich die Wandlung von meinem Partner zu seinem weiblichen Teil empfinde. Ich habe mir gesagt, ok, wenn mein Partner seine weibliche Seite im Urlaub ausleben will, ist das für mich ok.

                  Nun haben wir inzwischen über meine Wahrnehmung geredet, vor allem auch, weil ich es anders empfinde, als er es sich denkt. Das war nicht leicht, da er jeder Diskussion aus dem Weg geht oder mich anschreit. Aber ich bin ruhig geblieben und so ging es dann.

                  So langsam gewöhne ich mich daran, dass er im Urlaub seine weibliche Seite zeigen und leben will und warte jetzt erst mal die Situation ab. Unser Sohn lehnt die weibliche Seite seines Vaters nachwievor kategorisch ab und will ihn/sie im Urlaub ignorieren.

                  Heute fahre ich erst mal in mein Wochenende und am Sonntag bin ich dann hoffentlich tiefenentspannt.

                  Condor

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                    Das Wochenende in der Einsamkeit war schön und ging, wie immer, viel zu schnell vorbei.

                    Da ich nur zwei Nächte weg war, fiel mir das wieder ankommen leichter.

                    Gestern bekam ich allerdings Panik. Als Autist krieg ich schnell Panik, das sei dazu angemerkt.

                    In einem Streitgespräch mit meinem Partner hatte dieser behauptet, dass er noch andere Leute kenne, als die, die ich kennen würde und die hätten alle einstimmig gesagt, dass er kein Narzisst sei und dass er absolut transsexuell sei.

                    Nun, was soll ich davon halten? Als Narzisst kann er lügen und tut es auch oft, ohne, dass ihm das bewusst ist und ohne rot zu werden.

                    Mein Partner hatte noch nie andere Freunde, als die, die ich kenne.

                    Da Narzissmus sehr schwer zu erkennen ist, bzw. man wissen muss, worauf man achten muss und da viele Menschen Narzissten sind, kann er sicher andere Menschen täuschen. Auch hier würde jeder auf ihn reinfallen, wer noch nicht mit Narzissten zu tun hatte und diese auch nicht fürchtet.

                    Es hat mich zunächst beunruhigt, denn wenn er sich Verbündete sucht, kann das eigentlich nur bedeuten, dass es bald zu einer Trennung kommen könnte oder zu einer permanenten Auslebung seiner "Frau", was für mich zu einer Trennung führen würde.

                    Zur Panik ist es eigentlich erst gekommen, als ich mit meiner Mutter telefoniert hatte und ich feststellen musste, dass mein Partner sie fast rumgekriegt hat und sie ihm seine Transsexualität abkauft. Das mag auch damit zusammenhängen, dass meine Mutter und ich zwar ein freundliches, aber kaum intimes Verhältnis zueinander haben und meine Mutter immer anderen Leuten mehr glaubt, als mir.

                    Mein Vater wird dadurch zur Schlüsselfigur. Ausgerechnet mein Vater, der mich so lange abgelehnt hat. Aber er hält von der Transsexualität meines Partners nichts, bisher. Das bedeutet, sollte mein Partner permanent in "Frau" wechseln und wir wollen meine Eltern besuchen, darf mein Partner nicht dabei sein, denn meine Eltern wohnen in einem ganz kleinen Dorf, indem sehr viel und auch böse getratscht wird. Meine Eltern sind Zugezogene und haben es von daher sowieso schwerer. Mein Vater möchte absolut nicht, dass sich die Leute das "Maul" über sie zerreißen, was ich verstehen kann. Allerdings war auch meinem Vater immer wichtiger, was die Nachbarn von ihm halten können, als wie es seinen Kindern geht.

                    Ich darf es eigentlich nicht zulassen, dass die Angst mich derart übermannt, aber ich muss meine Gefühle auch fühlen und darf sie nicht wegdrücken, sonst geht es mir noch schlechter, als gestern Abend.

                    In allen Büchern, die ich zum Thema Narzissmus gelesen habe, stand, dass man sich nicht von einem Narzissten trennt, ohne irgendeinen Beistand. Und dass man als Partner von einem Narzissten gut daran tut, sich Zeugen für die Angriffe auf einen zu suchen.
                    Leider macht mein Partner immer nur dann etwas, wenn niemand oder nur unser Sohn dabei ist, in der Hoffnung dann, dass unser Sohn sich mit ihm verbündet, wie es schon oft geschehen ist.
                    Viele Angriffe würden Außenstehende auch nicht als seelische Vergewaltigung sehen, da die meisten sprachlichen Angriffe auf mich getarnt sind oder auf Wiederholungsspuren basieren, die nur mich treffen sollen und treffen, die nur mich verletzen sollen und mich verletzen.

                    Ich habe weder einen Beistand, noch habe ich Zeugen. Der einzige Zeuge ist unser Sohn. Aber, ob er sich noch an die Zeit erinnert, da sein Vater uns immer wieder angeschrien hat und mich vor seinen Augen schlecht gemacht hat, denn bis vor 1 Jahr etwa hat unser Sohn sich noch komplett in dieses miese Spiel miteinbeziehen lassen und noch nicht verstanden, wie sein Vater wirklich ist, habe ich wohl schlechte Karten bei einer Trennung und deswegen vermeide ich diese auch. Ich stünde dann allein einem Menschen gegenüber, der sich 100% verstellen kann, der selbst Psychiater und Gerichtsvollzieher zu seinem Gunsten manipulieren kann und getan hat und für den es dann sicher auch kein Problem darstellen wird, einen Richter zu manipulieren und wenn das alles nicht funktioniert, weil ihn vielleicht doch jemand durchschaut, dann hat er ja noch seine Verbündeten, die überzeugend auf seiner Seite sein werden.

                    Angst?

                    Ja, manchmal, wenn ich alle Gefühle und Fakten an mich heran lasse, dann habe ich Angst. Und wenn die Angst zu groß wird, dann habe ich panische Angst.

                    Condor

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                      Condor, welche Art Beeinflussung durch Deinen Partner macht Dir denn Sorgen?
                      Bei einer Trennung wird heutzutag nicht mehr nach dem Schuldigen gesucht. Einzig, dass Dein Partner Dir Euren Sohn nehmen wollte, könnte Dir Sorge bereiten. Jedoch ist er ja schon so groß, wahrscheinlich sowieso selbst entscheiden zu können, mit welchem Elternteil er gehen möchte.

                      Mir scheint Du hast eher generell Angst vor einer Trennung?

                      Kommentar


                        Hallo Tamina,

                        mir scheint, dass du noch nie mit einem solchen Menschen zu tun hattest, wie mein Partner ist. Vielleicht kannst du dir auch nicht vorstellen, dass jemand so ist...

                        Mir scheint Du hast eher generell Angst vor einer Trennung?
                        Genau solche Vermutungen würden von ihm oder von jenen, die er beeinflusst, kommen, aber das ist Quatsch.

                        Alles, was ich hier oder auch anderen von ihm erzählt habe, würde er umdrehen, würde sich als Opfer darstellen und jeder hier und auch die anderen würden es glauben, weil es so gekonnt gespielt ist, wie nur ein Narzisst oder ein guter Schauspieler es spielen könnte.

                        Ich habe vor ca. 4 Jahren schon mal einen Vorgeschmack darauf bekommen, welche Show er abziehen würde, wenn ich mich von ihm trennen würde. Damals war mein Fass voll und ich wollte mich wirklich von ihm trennen und habe es ihm auch gesagt. Seine Show, die er vor mir abzog, war wirklich filmreif. Leider habe ich es damals nicht durchziehen können.

                        Vor 2 Jahren ungefähr stand in einer Zeitschrift, die immer von seinem Steuerberater kommt, dass es bei einer Zugewinngemeinschaft, wie wir es haben, nicht mehr darauf ankommt, welcher Partner wie viel Euro/DM innerhalb der Ehejahre mehr dazu verdient hat, sondern welcher Ehepartner in Prozent mehr dazu verdient hat. Und da hat er sich sehr gefreut, denn prozentual habe ich innerhalb der Ehezeit mehr dazu gewonnen, als er, obwohl er über das zehnfache im Monat an Geld mehr bekommt als ich. Da hat er dann gefeixt, dass wenn es gut für ihn läuft, und er kann sich für sein viel mehr Geld natürlich auch viel bessere und teurere Anwälte besorgen, ich ihm Unterhalt zahlen müsste.

                        Ich habe es auch nachgelesen, scheint so zu stimmen.

                        Außerdem denke ich, dass er sich um jeden Teller streiten würde.

                        Ich kann das leider nicht alles so beschreiben, wie es hier abläuft und was alles gewesen ist, aber wer sich einen Überblick über meine Ehe und die der anderen machen will, die sich in einer ähnlichen Ehe befinden, der sollte folgende Bücher lesen:
                        "Die Masken der Niedertracht" - Marie-France Hirigoyen
                        "Der Feind an Ihrer Seite" - Wendy Behary
                        "Der Soziopath von Nebenan" - Martha Stout

                        Condor

                        Übrigens: Diese WE, die ich mir nehme, bezahle ich selbst. Er hätte immer gern noch 40 Euro Spritgeld, weil er mich zu dem einen Haus hin und zurück fährt, aber die gebe ich ihm nicht, es reicht so schon kaum.

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                          Was mich bei all dem am meisten ärgert, ist, dass gerade dann, wenn ich mal wieder die Kurve gekriegt habe, bei mir zu bleiben, er das irgendwie hinkriegt, dass ich mich gezwungen fühle, dass ich mich wieder mehr mit ihm beschäftigen muss, als mit mir.

                          Heute habe ich in mein Arbeitsbuch Folgendes geschrieben und ich finde, das hat mich mal wieder etwas weiter gebracht:
                          Mein größtes Problem ist, dass ich mir selbst nicht immer glaube, dass ich meiner Wahrnehmung nicht immer traue, dadurch ins Zweifeln komme und meine Meinungen oft ändere.
                          Das ist für mich und auch für andere verwirrend und anstrengend.
                          Die Ursache dafür liegt in meiner Kindheit, wo mir meine Eltern bereits im Kleinkindalter nicht geglaubt haben und so lange auf mich eingeredet haben, bis ich ihre Wahrheit erzählt habe und somit für mich gelogen habe.

                          Irgendwann habe ich dann aufgehört, mir zu glauben und zu vertrauen.

                          Immer, wenn ich meinen Gefühlen und Intuitionen vertraut habe und danach gehandelt habe, war es immer richtig.

                          Nur wenn ich dagegen entschieden habe, war es falsch, habe ich Fehlentscheidungen getroffen.

                          Aber ich bin ein Mensch und Menschen machen Fehler und nur aus Fehlern kann man lernen. Aber Menschen machen Fehler, weil sie nicht auf ihre Intuition hören, weil sie es vergessen oder verlernt haben.

                          Und all das bedient meine größte Angst, dass mir keiner glaubt, was mein Partner mir (und meinem Sohn) antut und angetan hat.
                          Aber wie sollen mir andere glauben, wenn ich mir selbst noch nicht einmal glauben kann?

                          Ich will lernen, mir selbst zu glauben und mir selbst zu vertrauen. Ich weiß nur noch nicht so genau, wie ich das bewerkstelligen soll? (Mir kam dann selbst die Antwort.) - Antwort: Indem ich es tu.

                          Und was meinen Partner/in betrifft:
                          1 Mal schaue ich mir das ganze Thema noch mal bewusst an.
                          Ich schenke ihm/ihr noch 1 Mal Frauensachen zum Geburtstag.
                          Ich lasse ihn/sie im Urlaub auf mich wirken und fälle danach meine endgültige Entscheidung, nachdem, wie ich ihn/sie empfinde.

                          __________________________________

                          Ich habe in meinem Arbeitsbuch natürlich nicht mein Partner und mein Sohn geschrieben, sondern deren Namen, aber die haben hier nichts zu suchen.

                          Hinterher habe ich gedacht, wozu brauche ich eigentlich einen Therapeuten? Das kann ich auch alles selbst.

                          Mit meinem Sohn habe ich auch darüber geredet, vor allem weil ich denke, dass es für ihn ganz schön verwirrend sein muss, dass ich erst die TS meines Partners ablehne, ihm dann aber doch Frauensachen zum Geburtstag schenke, es danach wieder ablehne und ihm Frauensachen zu Weihnachten schenke, um es danach wieder abzulehnen... Das nervt mich selbst auch, dass ich so was mache, sehr sogar, aber bisher scheinbar nicht so sehr, dass ich nicht in mich gegangen bin, so wie heute.

                          So sieht das dann aus, wenn ich mal konstruktiv arbeite und nicht immer nur das Forum vollheule.

                          Condor

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                            Nachdem ich Heute morgen mein Aspie-Buch (Dr. Christine Preißmann - Asperger, Leben in zwei Welten) zu Ende gelesen habe und was mir wirklich viel gebracht hat, habe ich mich wieder einem anderen Buch gewidmet, welches ich vor einiger Zeit begonnen hatte, welches man aber nicht so durchlesen kann, sondern ich halte immer mal wieder inne, reflektiere und arbeite. Das Buch ist von Luise Reddemann und heißt: Eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt. - Sehr empfehlenswert.

                            So kam ich dann mal wieder zu meinen Gedanken. Da mir schon oft gesagt worden ist, dass ich sehr negativ denke, was aufgrund meiner gemachten Erfahrungen für mich aber recht logisch ist und ich, wenn ich zurück blicke, früher viel negativer gedacht habe, komme ich nicht drum herum mich wieder mit meinen Gedanken zu beschäftigen.

                            Leider fällt es mir nicht auf, wenn ich negativ denke und es fällt mir auch nicht gleich auf, wenn ich in meine alten Verhaltensweisen, z.B. negativ zu denken und zu dramatisieren, zurück falle. Das ärgert mich, auch wenn ich weiß, dass ich Geduld mit mir haben muss.

                            Ich habe mir Heute überlegt, wie ich mir positive Gedanken zulegen kann, ohne dass ich dabei glaube, mich selbst zu belügen.

                            Beispiel:
                            Mit einem einfachen "Alles wird gut" habe ich das Gefühl, mich selbst zu belügen, denn ich kann nicht wissen, ob alles oder nur ein Teil gut wird.

                            Ich habe dann auf das geschaut, was ich alles schon geschafft habe und was ich, ohne wenn und aber, auf meinen Mut, meine Kraft und meinen Tatendrang zurückführen konnte, was ein gutes Ende genommen hat.

                            Dabei fiel mir ein, was ich alles unternommen hatte, um meinen Sohn auf diese Schule und schließlich auch in diese Klasse zu bekommen. Das ist mein Verdienst. Darauf bin ich stolz, es geschafft zu haben.

                            Dann fragte ich mich, was ich mir, aufgrund dieser Erfahrung denn sagen könnte, damit ich mich besser fühle und damit ich wieder Lebensmut bekomme?

                            Wenn ich mir sage:
                            Ich kann das!

                            Ich schaff das!

                            Und:
                            Ich muss kämpfen!

                            Dann ist das ein guter Anfang, ohne mich selbst zu belügen.

                            Condor

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                              Es verunsichert mich total, wenn hinter meinem Beitrag im Forum, stunden- oder tagelang niemand mehr was schreibt.

                              Ich denke dann gleich, dass ich was Doofes geschrieben habe und bin erst erleichtert, wenn jemand nach mir etwas schreibt.

                              Gerade im Thread "Was ist das?" ist es schon häufiger vorgekommen, dass nur bestimmte Leute mitraten. Kommt aber jemand anderes, dann raten ganz viele mit und haben enorm viel Spaß, den sie bei mir nicht haben.

                              Liegt es an mir?

                              Es ist nicht so, dass wir Autisten nichts merken, nur meistens reden wir nicht darüber...

                              Condor

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                                Ich schreibe z.B. nur etwas wenn ich meine, dass ich etwas nützliches und auch neues beitragen kann. Hat jemand vor mir schon etwas geschrieben was ich auch schreiben wollte, gibt es von mir keinen Beitrag mehr.

                                Gerade wenn du von dir selbst und deinen Fortschritten berichtest, finde ich es schwierig, überhaupt etwas dazu zu schreiben.
                                Das einzige was da bleiben würde wäre ein: "Das hast du gut gemacht."
                                Das kommt aber in einem Forum ziemlich schräg rüber, so, als würde man mit einem Kind reden.

                                Es liegt also nicht an dir. Wenn jemand ins Forum kommt und Fragen stellt oder ein Problem schildert, wird es selbstverständlich immer jemanden geben der eine Idee hat und einen Vorschlag postet. Deshalb bekommen "Neue" auch oft erst mal viel Aufmerksamkeit.
                                Du bist nun schon eine Weile hier. Und man hat sich schon Gedanken gemacht wie dir "geholfen" werden könnte. Es gibt da bei dir zur Zeit nicht sehr viel Spielraum und mit den alltäglichen kleinen Dingen kommst du prima zurecht.

                                Was genau wünschst du dir denn? Die Rückmeldung das du gelesen wirst? Ich lese dich regelmäßig, auch wenn ich mich eher selten zu Wort melde.

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