Hallo,
meine Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, ein gutes gemeinsames Tempo zu finden.
Bei einigen Therapeuten ging es mir zu langsam, schien mir v.a. Smalltalk zu sein, bei anderen ging es mir manchmal zu schnell, bei wieder anderen war es möglich ein Tempo zu finden, in dem sich für mein Empfinden genug bewegte.
Welches Tempo angemessen war, hing aber auch von meiner Tagesform ab. Manchmal war ich auch zu optimistisch und dachte, daß ich stabil genug wäre, um mit etwas umzugehen - nur um dann festzustellen, daß ich doch noch nicht soweit war. Der Therapeut hat natürlich auch eine Tagesform, die Schwankungen unterliegt.
Dieses Austarieren zwischen Therapeut und Patient ist garnicht so einfach, weil es sich um eine Dynamik handelt. Ich denke, daß da viel Erfahrung, Empathie und genaues Beobachten zu gehört.
Ich neige zu Ungeduld und Leistungsdenken. Für mich war es eine seltene Erfahrung, daß ein Therapeut nachsichtig damit umgeht, wenn es mal zeitweise nicht "weitergeht".
Ich fand es gut und hilfreich, zu Beginn, während der Therapie und am Ende klar und gemeinsam zu benennen, was die Ziele sind und zu überprüfen, ob wir zusammen noch auf dem richtigen Weg sind.
Außerdem hat es mir geholfen, auch auf die Dinge zu achten, die ich schon gut beherrsche, statt nur auf die Defizite.
Manche Therapeuten waren darin erstaunlich schlecht und hatten ein sehr verzerrtes Bild, weil sie sich - wie ich auch - auf die Defizite konzentrierten. Ich war so auf Defizite fixiert, weil mir immer eingetrichtert worden war, daß Höchstleistungen selbstverstädnlich sind und der Blick immer aufs nächste Ziel zu richten sei. Defizite mußten behoben werden weil sie ein Zeichen von Nichtfunktionieren waren.
Ich bin der Auffassung, daß Vertrauen wichtig ist. Nur wenn ich ausreichend Vertrauen in die Kompetenz eines Therapeuten habe, kann ich mich öffnen und komme an bestimmte wichtige Aspekte heran. Aber ich muß meinen Therapeuten dafür nicht mögen.
Das Geschlecht von Therapeutin oder Therapeut ist für mich unwichtig, aber ich kann verstehen, daß das nicht jedem so geht.
Ich habe auch schon grenzüberschreitendes Verhalten von Ärzten, Krankengymnasten oder Psychotherapeuten (sowohl von Männern als auch von Frauen und sowohl seelisch als auch körperlich) erlebt. Menschen in solchen Berufen sind genauso fehlbar wie andere Menschen auch. Leider befinden sich ihre Patienten in einer besonders verwundbaren Lage. Deswegen müssen die Ausübenden solcher Berufe m.e. ihre Position sehr bewußt und selbstreflektiert ausüben, um Schaden weitgehend zu vermeiden (ganz wird das nie gelingen können). Ich gehe hier jetzt nicht ins Detail, aber es sollte selbstverständlich sein, daß die Rechte und Würde von Patienten gewahrt werden. Umgekehrt sollten Patienten keine Wunder erwarten.
Liebe Grüße,
Freundin der Weisheit
meine Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, ein gutes gemeinsames Tempo zu finden.
Bei einigen Therapeuten ging es mir zu langsam, schien mir v.a. Smalltalk zu sein, bei anderen ging es mir manchmal zu schnell, bei wieder anderen war es möglich ein Tempo zu finden, in dem sich für mein Empfinden genug bewegte.
Welches Tempo angemessen war, hing aber auch von meiner Tagesform ab. Manchmal war ich auch zu optimistisch und dachte, daß ich stabil genug wäre, um mit etwas umzugehen - nur um dann festzustellen, daß ich doch noch nicht soweit war. Der Therapeut hat natürlich auch eine Tagesform, die Schwankungen unterliegt.
Dieses Austarieren zwischen Therapeut und Patient ist garnicht so einfach, weil es sich um eine Dynamik handelt. Ich denke, daß da viel Erfahrung, Empathie und genaues Beobachten zu gehört.
Ich neige zu Ungeduld und Leistungsdenken. Für mich war es eine seltene Erfahrung, daß ein Therapeut nachsichtig damit umgeht, wenn es mal zeitweise nicht "weitergeht".
Ich fand es gut und hilfreich, zu Beginn, während der Therapie und am Ende klar und gemeinsam zu benennen, was die Ziele sind und zu überprüfen, ob wir zusammen noch auf dem richtigen Weg sind.
Außerdem hat es mir geholfen, auch auf die Dinge zu achten, die ich schon gut beherrsche, statt nur auf die Defizite.
Manche Therapeuten waren darin erstaunlich schlecht und hatten ein sehr verzerrtes Bild, weil sie sich - wie ich auch - auf die Defizite konzentrierten. Ich war so auf Defizite fixiert, weil mir immer eingetrichtert worden war, daß Höchstleistungen selbstverstädnlich sind und der Blick immer aufs nächste Ziel zu richten sei. Defizite mußten behoben werden weil sie ein Zeichen von Nichtfunktionieren waren.
Ich bin der Auffassung, daß Vertrauen wichtig ist. Nur wenn ich ausreichend Vertrauen in die Kompetenz eines Therapeuten habe, kann ich mich öffnen und komme an bestimmte wichtige Aspekte heran. Aber ich muß meinen Therapeuten dafür nicht mögen.
Das Geschlecht von Therapeutin oder Therapeut ist für mich unwichtig, aber ich kann verstehen, daß das nicht jedem so geht.
Ich habe auch schon grenzüberschreitendes Verhalten von Ärzten, Krankengymnasten oder Psychotherapeuten (sowohl von Männern als auch von Frauen und sowohl seelisch als auch körperlich) erlebt. Menschen in solchen Berufen sind genauso fehlbar wie andere Menschen auch. Leider befinden sich ihre Patienten in einer besonders verwundbaren Lage. Deswegen müssen die Ausübenden solcher Berufe m.e. ihre Position sehr bewußt und selbstreflektiert ausüben, um Schaden weitgehend zu vermeiden (ganz wird das nie gelingen können). Ich gehe hier jetzt nicht ins Detail, aber es sollte selbstverständlich sein, daß die Rechte und Würde von Patienten gewahrt werden. Umgekehrt sollten Patienten keine Wunder erwarten.
Liebe Grüße,
Freundin der Weisheit









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