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    #31
    Deinem Post, liebe Nordwind, kann ich mich - mit Ausnahme des letzen Satzes - anschließen.
    Ich würde ihn so schreiben:
    "Dazu gehört natürlich, dass man sein Schicksal annimmt und sein Leben trotzdem aktiv gestaltet."
    Warum? Wenn ich mit mir selbst rede, will ich das so unmißverständlich wie nur möglich tun, da ich mich unbewusst nach dem richte, was ich reflektiere. (zwar und aber heben sich und die Aussage auf und geben ihr eine andere Qualität)

    Hierzu ...
    Zitat von Nordwind
    Wenn man ein gewisses Alter erreicht hat – und naturgemäß auch einige Schicksalsschläge einstecken musste – stellt man im Nachhinein fest, dass eben diese (nicht immer, aber ziemlich oft) eine Veränderung bewirkt haben.

    Man denkt über sich und sein Leben nach, es findet (hoffentlich) ein Lernprozess statt.

    So wie eine Kugel, die aus der gewohnten Bahn gelenkt wird, weil plötzlich ein Hindernis den Weg versperrt.
    ... einen meiner Lieblingssprüche vom schnautzbärtigen Friederich:
    "Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen."
    Zuletzt geändert von Shepherd; 28.02.2013, 11:01. Grund: Einfügung, Nachtrag

    Kommentar


      #32
      Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen

      Ist das überhaupt und prinzipiell möglich, innerlich rundum glücklich zu sein ? Nicht "nur" annähernd, zufriedenstellend, oder gut oder sehr gut, sondern "total glücklich".


      Wollt Ihr euch auf diesen Austausch einlassen?
      Wie definiere ich Glück?

      Eine harmonische Partnerschaft, keine größeren gesundheitlichen Probleme bei beiden, beruflich alles im Lot und das Nest = Haus und Garten - wird Zimmer- und etagenweise renoviert und den Wünschen und Bedürfnissen angepasst. Also noch genügend Pläne, die man selbst oder das Schicksal über den Haufen werfen kann….

      Glücklichsein ist keine Insel…..

      Das bedeutet für mich aber auch, dass ich mein persönliches Glück nicht (unbeschwert) genießen kann, wenn meine Familie im engen und weiteren Sinne oder mein Freundeskreis durch Krankheit oder ein Unglück betroffen wird.

      Rundherum glücklich?
      Wo man denkt – so ist es gut, so kann es bleiben.
      So habe ich mich schon einmal gefühlt und kurz darauf kam der Hammer, wo das Glück brutal und vollständig in Scherben lag…

      Und leider scheint das kein Einzelfall zu sein. Meine beste Freundin ist vor einigen Tagen zum zweiten Mal Witwe geworden – und das mit 48 Jahren!
      Vor einigen Monaten haben wir noch die wunderschöne Hochzeitsfeier der beiden mit erleben dürfen und zu Weihnachten noch Fotos ausgetauscht…
      JEDER hat den beiden ihr Glück gegönnt, sie und die 3 Töchter waren so hoffnungsvoll und voller Vorfreude...

      Es gibt Schicksale, da ist man sprach- und fassungslos.

      Irgendwie schielt man schon misstrauisch um die Ecke, wenn etwas zu glatt läuft ...

      Trotzdem oder gerade deswegen: es ist gut, dass man nicht in die Zukunft sehen kann und man muss das Glück - den Augenblick genießen wenn er da ist.

      Glück liegt auch in den kleinen Dingen - einen schöner Sonnenuntergang bewusst erleben - Musik hören die berührt usw.
      Aber das habe ich schon in meinem vorigen Beitrag angesprochen.

      Liebe Grüße von Nordwind

      Kommentar


        #33
        Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
        Wenn ich etwas definitiv und selbstbewusst erreichen, bei mir durchsetzen, in mir verändern usw. will, bspw. um "glücklich" leben zu können/wollen, wird "etwas Anderes" zwangsläufig weichen, aufhören, sich auch verändern oder verbessern oder wie auch immer "müssen", ... oder nicht ?

        Wie weit geht Ihr, um euer "inneres Glücklichsein" zu erreichen, ... was immer Ihr euch darunter vorstellt, wie immer Ihr es euch vorstellt.

        Crux-Frage:
        "Gibt es etwas, was Euch so lieb und teuer ist, dass ihr selbst DAS für euer persönliches inneres Glücklichsein aufgeben würdet/könntet/dürfted/wolltet?"

        Wollt Ihr euch auf diesen Austausch einlassen?

        Alles was im Übermaß geschieht ist Gift.
        Da könnte ich mir z.B. vorstellen, dass ungesunde Lebensweisen (rauchen, Alkohol oder falsche Ernährung) aufgegeben oder korrigiert werden, um die eigene Gesundheit zu erhalten.
        Genießen kann man auch in Maßen.

        Ebenso, dass extreme Hobbies, die zwar einen Nervenkitzel hervorrufen aber Leib und Leben gefährden, eingeschränkt werden, wenn eine Familie gegründet wird.

        Mein Sohn hat sich dann doch kein Motorrad zugelegt, nachdem er seinen Schatz gefunden hat
        War mir auch wesentlich lieber...

        Nordwind

        Kommentar


          #34
          Shepherd - Du schreibst:

          Deinem Post, liebe Nordwind, kann ich mich - mit Ausnahme des letzen Satzes - anschließen.
          Ich würde ihn so schreiben:
          "Dazu gehört natürlich, dass man sein Schicksal annimmt und sein Leben trotzdem aktiv gestaltet."
          Warum? Wenn ich mit mir selbst rede, will ich das so unmißverständlich wie nur möglich tun, da ich mich unbewusst nach dem richte, was ich reflektiere. (zwar und aber heben sich und die Aussage auf und geben ihr eine andere Qualität)


          Hallo Shepherd,

          ich gebe Dir recht - so ist der Satz aussagekräftiger.

          Für mich war - "das Schicksal annehmen" - gedanklich mit Schicksalsergeben verbunden, deshalb die Einschränkung.


          Liebe Grüße von Nordwind

          Kommentar


            #35
            Das liest sich theoretisch alles wunderbar.
            Warum gelingt es einigen Menschen nicht, trotz schwerer Erkrankung im Rahmen ihrer Möglichkeiten glücklich und zufrieden zu sein?

            Kommentar


              #36
              Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
              Das liest sich theoretisch alles wunderbar.
              Warum gelingt es einigen Menschen nicht, trotz schwerer Erkrankung im Rahmen ihrer Möglichkeiten glücklich und zufrieden zu sein?
              Hallo Bonny,
              diese Frage würde ich nicht unbedingt nur auf Menschen mit schwerer Erkrankung beziehen. Es gibt eine Menge Menschen, die theoretisch glücklich sein müßten....es aber nicht sind.

              Gruß
              Gllühwürmchen

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                #37
                Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                Das liest sich theoretisch alles wunderbar.
                Warum gelingt es einigen Menschen nicht, trotz schwerer Erkrankung im Rahmen ihrer Möglichkeiten glücklich und zufrieden zu sein?
                Weil die Menschen verschieden sind?

                Das schlimmste ist ja, wenn der ganze Lebensplan wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt, man sich von seinen Wünschen und Träumen verabschieden muss.
                Die Ziele, die man sich gesetzt und die Pläne, die gemacht wurden, sind erst mal für die Tonne.

                Und jeder hat seine ureigene und persönliche Art und Weise, mit Schicksalsschlägen umzugehen.
                Oft ist man verwundert und überrascht, dass sich die unscheinbare und zurückhaltende Person als Kämpfernatur erweist und der Typ mit der großen Klappe am Boden zerstört ist, sich aufgibt und sein Schicksal bejammert.
                Schon in gesunden Tagen sind viele nicht in der Lage, ihr kleines Glück zu genießen…
                Es ist ein Lernprozess und wie lange es dauert, bis man den Tiefschlag verdaut hat und wieder Licht am Ende des Tunnels sieht ist individuell und sehr verschieden.

                Und manchmal ist das Schicksal so grausam, dass man sich fragt, wie und woran man jemals wieder Freude finden kann....

                Liebe Grüße von Nordwind

                Kommentar


                  #38
                  Wenn die einen es schaffen und die anderen nicht und das unumstößlich so feststeht, brauchen wir uns ja auch nicht drüber zu unterhalten, oder?

                  Kommentar


                    #39
                    Zitat von Nordwind Beitrag anzeigen
                    Weil die Menschen verschieden sind?
                    Ja, sie sind von ihrem Wesen her verschieden. Jeder einzelne Mensch ist von seinem Wesen her ein Unikat.

                    Wenn wir uns jedoch den ganzen Menschen mit Seele, Geist und Körper vorstellen und dabei die Interaktivitäten beobachten, kommen wir allerdings zu dem Schluss, dass wir - wiewohl wir uns als "Wesen" alle unterscheiden - doch als "Menschen" alle gleich "funktionieren", ...
                    Ausgenommen davon sind Menschen, die von der Zeugung an(oder durch Zeugung), durch Vererbung oder äussere Einflüsse während der Schwangerschaft, körperliche, organische oder zerebrale Defekte ausweisen. Solche Menschen "funktionieren" unter Umständen anders. (Das ist jetzt nicht wertend gemeint)

                    Das schlimmste ist ja, wenn der ganze Lebensplan wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt, man sich von seinen Wünschen und Träumen verabschieden muss.
                    Einspruch e.E. Müssen tun wir nur sterben. Wieso sollte (nicht müsste) sich jemand (deinen Worten nach "zwingend") in einer solchen Lebenslage von seinen Wünschen und Träumen verabschieden "müssen". Ist das nicht genau das, was "nicht getan werden sollte", da Wünsche und Träume enorme Mobilisatoren für unser Ressourcen sind?
                    Die Ziele, die man sich gesetzt und die Pläne, die gemacht wurden, sind erst mal für die Tonne.
                    "Erstmal", klingt schon versöhnlicher, denn zweitens gibt es immer einen Weg.

                    Das Schicksal ist nicht grausam. Die Betroffenen empfinden es grausam ... und übersehen in ihrem Schmerz, dass sie selbst es sind, die dieses Schicksal (mit) heraufbeschworen haben, durch ihre Verhalten, durch ihre Selbstreflektionen, durch ....

                    lG

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                      #40
                      Zitat Shepherd:

                      "Das Schicksal ist nicht grausam. Die Betroffenen empfinden es grausam ... und übersehen in ihrem Schmerz, dass sie selbst es sind, die dieses Schicksal (mit) heraufbeschworen haben, durch ihre Verhalten, durch ihre Selbstreflektionen, durch ...."

                      Diese Erkenntnis würde es ja dann noch schlimmer machen....
                      Welch ein Glück für die Betroffenen, dass sie sie übersehen.

                      Kommentar


                        #41
                        Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                        J

                        Einspruch e.E. Müssen tun wir nur sterben. Wieso sollte (nicht müsste) sich jemand (deinen Worten nach "zwingend") in einer solchen Lebenslage von seinen Wünschen und Träumen verabschieden "müssen". Ist das nicht genau das, was "nicht getan werden sollte", da Wünsche und Träume enorme Mobilisatoren für unser Ressourcen sind?
                        "Erstmal", klingt schon versöhnlicher, denn zweitens gibt es immer einen Weg.

                        Das Schicksal ist nicht grausam. Die Betroffenen empfinden es grausam ... und übersehen in ihrem Schmerz, dass sie selbst es sind, die dieses Schicksal (mit) heraufbeschworen haben, durch ihre Verhalten, durch ihre Selbstreflektionen, durch ....

                        lG
                        Hallo Shepherd –

                        Du erhebst Einspruch – ich bleibe bei meiner Beschreibung.

                        Ich spreche von MEINEN Erfahrungen, die ich selbst gemacht oder durch meinen Freundeskreis kennen gelernt habe.
                        Für MICH stürzte der Lebensplan nach 34 Jahren Ehe mit dem plötzlichen Tod meines ersten Mannes wie ein Kartenhaus in sich zusammen.
                        Es waren UNSERE Wünsche und Träume gewesen, die wir uns gemeinsam erfüllen wollten und von denen ich mich verabschieden musste

                        Ich kann mich nur daran erinnern, dass ich gedacht habe: Das kann es nicht gewesen sein!
                        Man ist ziel- und planlos, fühlt sich halbwertig, muss lernen sich selbst neu zu definieren.
                        Aber die Wünsche und Träume, die man jetzt irgendwann wieder entwickelt hat unterscheiden sich erheblich von denen, die ich einst hatte.

                        Durch eine HP für Verwitwete habe ich viele Schicksale kennen gelernt und glaube mir – das ging nicht nur mir so.

                        Zwei junge Frauen, beide mit Mitte 30 und mit zwei kleinen bzw. halbwüchsigen Kindern den Mann verloren. Einer starb an Krebs, als Nichtraucher und in dem Alter wurde es einfach nicht richtig diagnostiziert und viel zu spät erkannt.

                        Es war für alle schrecklich und die beiden Buben waren danach total von der Rolle, schwänzten die Schule, nahmen Drogen. Sie fanden das Leben sinnlos…

                        Bei meiner Freundin – sie war vor 13 Jahren mit ihren beiden Töchtern und ihrem Mann mit dem Auto auf dem Heimweg von der Hochzeit des Schwagers – hat ein Gewittersturm und ein einzelner umstürzender Baum ihre heile Welt zerstört, ihr den Mann und den Kindern den Vater genommen.
                        Ihr Mann hatte zu diesem Zeitpunkt gerade seine (gut bezahlte) absolute berufliches Wunschposition erreicht und sich als richtig glücklich bezeichnet…
                        Auf ihrem Lebensplan stand nicht, schon mit 35 Jahren Witwe zu werden, alleine ihre Töchter auf dem Weg zum Erwachsenwerden zu begleiten und zu versuchen, sich und ihnen das Haus zu erhalten.

                        Das Schicksal ist nicht grausam?

                        Wer ist dann dafür verantwortlich, dass sie jetzt mit 48 Jahren ihren zweiten Mann verloren hat, ihnen noch nicht einmal ein Jahr Ehe vergönnt wurde?

                        Du schreibst:

                        Die Betroffenen empfinden es grausam ... und übersehen in ihrem Schmerz, dass sie selbst es sind, die dieses Schicksal (mit) heraufbeschworen haben, durch ihre Verhalten, durch ihre Selbstreflektionen, durch ....

                        Wenn ein junger Mensch, noch keine 45 Jahre alt, eine seltene Krebserkrankung hat, diese aber von den Ärzten nicht /zu spät erkannt wird ist das dann selbstverschuldet? Akutes Nierenversagen – dank diverserer Medikamente und seiner - und dann liegt ein Kerl wie ein Bär innerhalb von einigen Wochen wohl auch dank ärztlicher Fehleinschätzung und diversen Versäumnissen erst im künstlichen Koma liegt und dann an akuten Lungeneinblutungen verstirbt – wer hat dann dieses Schicksal (mit) heraufbeschworen?
                        Soll ich dieser Frau, die in den letzten Wochen durch die Hölle gegangen ist und die wie eine Löwin um ihren Mann gekämpft hat, sagen – selber schuld?

                        MIR fällt dazu nur die Bezeichnung „grausam“ ein.

                        @ Bonny123
                        Man kann sein Schicksal nicht verstehen, man muss es einfach irgendwie akzeptieren und versuchen, immer einmal mehr aufzustehen wie hinzufallen.
                        Das dürfte das einzige „Rezept“ sein, das ich von meiner Seite aus beisteuern kann.

                        Grüße von Nordwind

                        Kommentar


                          #42
                          Zitat Nordwind:

                          "@ Bonny123
                          Man kann sein Schicksal nicht verstehen, man muss es einfach irgendwie akzeptieren und versuchen, immer einmal mehr aufzustehen wie hinzufallen."

                          Meine Schwester konnte das nicht; ich war leider auch nicht in der Lage, ihr dabei zu helfen. Sie starb so unglücklich, wie sie 6 Jahre lang seit der Diagnose gelebt hatte.

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                            #43
                            Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen

                            Dass ich das Thema eröffnete, heißt nicht zwingend, das ich definitiv und unwiderlegbar wüsste, was es heißt. bzw. wie es ist, "rundum glücklich“ zu sein, ... wiewohl ich wähne, dass ich mich zur Zeit in diesem Zustand befinde. Und deshalb (hinter)frage ich mich erneut: ist es so? Ist DAS das Glück? Und wenn ich es wüsste, würde ich es dann einsperren, verstecken, nur nicht teilen, nichts abgeben, nichts verlauten lassen? Würde ich "mein Glück" eifersüchtig für mich alleine behalten und bis zum letzten "Tropfen" auskosten wollen Wäre ich dann überhaupt "glücklich", wenn ich so täte? Fragen.

                            lG

                            Glück hat viele Gesichter:

                            Glück– Liebe (Partner, Kinder, Angehörige)
                            Glück – Liebe und/oder Stolz (dito + beruflicher / sportlicher Erfolg)
                            Glück – materieller Wohlstand = Geld oder Besitz – ein Gewinn?
                            Glück – ein Werk vollbracht – vollendet oder einen Sieg errungen zu haben
                            Glück – sich auf die kleinen Dinge konzentrieren, ein schönes Buch, ein gutes Essen, Musik, Natur - und die Schönheit der Schöpfung genießen
                            Glück – Erleichterung, wenn etwas gut ausgegangen ist
                            Usw.
                            (Die Liste kann gerne ergänzt werden, ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)

                            Doch, es gibt dieses „rundherum glücklich“ sein =

                            Das braucht nur ein Augenblick zu sein -
                            oder doch lieber Stunden im Sonnenschein mit einem gutes Buch oder Nichtstun verbringen )
                            (funktioniert auch im Winter mit Tee, Kerzen und Musik)
                            Ein Spaziergang durch die Natur – dem Gesang der Vögeln und dem Blätterrauschen im Wald lauschen
                            Ein Moment der Ruhe, sich Sammeln und ein toller Ausblick über eine beeindruckende Landschaft,
                            wo man merkt, dass man ein „winziges Rädchen“ ist im Weltengetriebe
                            Ein schöner Tag in der „richtigen“ Gesellschaft, ein wunderschöner Urlaub,
                            die himmelhochjauchzende Zeit mit Rosa-Brille als Frisch-Verliebte auf Wolke 7
                            der Moment, wo man sein neugeborenes Kind in den Arm gelegt bekommt und es ist gesund,
                            der Stolz, wenn das Kind seine ersten Hürden auf dem Weg ins Leben nimmt, 1. Schultag usw.
                            Stolz und Befriedigung, wenn ein Werk vollbracht ist, das für dich eine Leistung war –
                            das kann der Bau deines Hauses sein oder auch ein gelungenes Gemälde oder eine Blume, die du zum Blühen gebracht hast
                            die Nachricht, dass der Befund nicht bösartig war….
                            die Bank vor dem Haus, den Tag ausklingen lassen und die Abendsonne genießen (schönes Bild – gibt es das noch in unserer hektischen Zeit?)

                            Für mich bedeutet Glück in der Regel, dass ich es gerne mit anderen teile.
                            Ein schönes Essen mit einem Glas Wein genieße ich in netter Gesellschaft doppelt, das Konzert, der Museumsbesuch bringt mir viel mehr, wenn ich mich mit jemanden darüber austauschen kann und mich bei der Unterhaltung noch einmal an bestimmte Begebenheiten erinnere.

                            Dieses eifersüchtig für mich behalten und bis zum letzten Tropfen auskosten wollen wäre für mich persönlich nicht vorstellbar – wobei sich einige Glücksmomente oben von der Liste natürlich problemlos auch alleine verwirklichen lassen)

                            Ich glaube, der Spruch lautet so ähnlich:
                            Glück ist die einzige Währung, bei der man mehr zurückbekommt wie man gibt, wenn man es teilt.

                            Noch`n Spruch, habe ich bei Anselm Grün gelesen:
                            Es gibt keinen festen Wechselkurs zwischen Besitz und persönlichem Glück. Das Konto kann voll und die Seele leer sein.

                            Am wenigsten kann ich mich mit dem glücklich-sein anfreunden, wenn es heimlich geschieht.
                            Ich habe da den modernen Dagobert Duck vor Augen, der sein wertvolles Gemälde im Tresor deponiert aus Angst vor Dieben. Ab und zu genehmigt er sich einen Blick darauf, freut sich über seinen „Schatz“ und packt es dann wieder weg.
                            So reich und doch so arm…

                            Kommentar


                              #44
                              Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                              Zitat Nordwind:

                              "@ Bonny123
                              Man kann sein Schicksal nicht verstehen, man muss es einfach irgendwie akzeptieren und versuchen, immer einmal mehr aufzustehen wie hinzufallen."

                              Meine Schwester konnte das nicht; ich war leider auch nicht in der Lage, ihr dabei zu helfen. Sie starb so unglücklich, wie sie 6 Jahre lang seit der Diagnose gelebt hatte.
                              Liebe Bonny,
                              wer kann vorhersagen, wie man selbst auf so eine Nachricht reagieren würde?
                              Wir können und dürfen nicht darüber urteilen, aber ich persönlich bin immer traurig, weil man leider meistens die letzten Jahre, die man mit dieser Person verbracht hat, am stärksten in der Erinnerung behält.

                              Irgendwie verblassen die guten Zeiten, werden überdeckt.
                              Aber damit wird man der Person in ihrer Gesamtheit nicht mehr gerecht....

                              Vielleicht wird es für dich leichter, wenn du dich bewusst an schöne Momente erinnerst?

                              Liebe Grüße von Nordwind

                              Kommentar


                                #45
                                Nordwind, es tut mir weniger leid für mich als für sie.

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