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ALLES, aber DAS nicht !

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    ALLES, aber DAS nicht !

    Wenn ich etwas definitiv und selbstbewusst erreichen, bei mir durchsetzen, in mir verändern usw. will, bspw. um "glücklich" leben zu können/wollen, wird "etwas Anderes" zwangsläufig weichen, aufhören, sich auch verändern oder verbessern oder wie auch immer "müssen", ... oder nicht ?

    Wie weit geht Ihr, um euer "inneres Glücklichsein" zu erreichen, ... was immer Ihr euch darunter vorstellt, wie immer Ihr es euch vorstellt.

    Ist das überhaupt und prinzipiell möglich, innerlich rundum glücklich zu sein ? Nicht "nur" annähernd, zufriedenstellend, oder gut oder sehr gut, sondern "total glücklich".

    Nur zwei von vielen Zweifelsfragen: "Ich bin physisch schwer oder unheilbar krank - ich bin seelisch sehr verletzt ... kann ich innerlich glücklich sein/werden?"

    Crux-Frage:
    "Gibt es etwas, was Euch so lieb und teuer ist, dass ihr selbst DAS für euer persönliches inneres Glücklichsein aufgeben würdet/könntet/dürfted/wolltet?"


    Wollt Ihr euch auf diesen Austausch einlassen?

    #2
    Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
    Crux-Frage:
    "Gibt es etwas, was Euch so lieb und teuer ist, dass ihr selbst DAS für euer persönliches inneres Glücklichsein aufgeben würdet/könntet/dürfted/wolltet?"
    Spontane Rückfrage aus meinem Inneren (ohne länger darüber nachgedacht zu haben): Wenn mir etwas lieb und teuer ist und es mir gut tut, trägt es zu meinem persönlichen inneren Glücklichsein bei. Warum sollte ich es dann aufgeben?

    *Mich-auf-innere-Bildersuche-mache-und-über-die-Antwort-noch-nachdenke...*

    LG
    Spunk

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      #3
      @ Spunk

      Vielleicht hätte ich schreiben solle "lieb und/oder teuer". Was einem lieb ist trägt - wie du schreibst - in der Regel zum Glücklichsein bei, nicht aber zwingend auch was einem teuer ist, z.B. eine sogenannte "schlechte Gewohnheit" oder eine hinderliche Lebenseinstellung", die "nur für teures Geld", bzw. "sehr schwer hergegeben" werden kann.

      p.s.: und nicht alles "was un lieb ist", ist zwingend dazu angetan unser "inneres Glücklichsein" zu fördern. (Gewohnheiten die uns lieb sind (nur weil sie uns gut tun) z.B. auch).

      Vielleicht lohnt es sich, in diesem Thema mal Haare zu spalten ...
      Zuletzt geändert von Shepherd; 22.02.2013, 12:00.

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        #4
        Okay, um bei einem ganz einfachen Beispiel zu bleiben - ich rauche, weil ich das kleine Pausensignal, die Ruhe im Hirn und den Genuß zusammen mit der Tasse Kaffee mag, weiß aber gleichzeitig, daß mich diese Gewohnheit meine Gesundheit kosten kann.

        Weil es eigentlich zu "kostspielig" ist, wäre es also für mein inneres Glücklichsein in Bezug auf die Gesundheit besser, ich ließe es.

        So in etwa?

        Falls ja: warum höre ich dann nicht sofort auf? .... Weil es ein Bedürfnis in mir befriedigt, dem ich aber nicht auf die Schliche komme (oder kommen will?)?

        LG
        Spunk

        Kommentar


          #5
          Zitat von Spunk
          Falls ja: warum höre ich dann nicht sofort auf? .... Weil es ein Bedürfnis in mir befriedigt, dem ich aber nicht auf die Schliche komme (oder kommen will?)?
          Zum Beispiel, ja.
          Wie ich schon schrieb:
          Zitat von Shepherd
          Wenn ich etwas definitiv und selbstbewusst erreichen, bei mir durchsetzen, in mir verändern usw. will, bspw. um "glücklich" leben zu können/wollen, wird "etwas Anderes" zwangsläufig weichen, aufhören, sich auch verändern oder verbessern oder wie auch immer "müssen", ... oder nicht ?
          Eines bedingt das andere und nichts wirkt nur in eine Richtung, ... oder ?

          lG

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            #6
            Ein Freund von mir hat sich mal folgendermaßen zu dem Thema geäußert, und ich kann es so auch unterschreiben:

            Glücklich sein ist etwas
            von dem ich glaube das
            es nur eben dauert
            und die, die sagen dass sie´s sind
            lügen

            Ich glaub ich könnt es bin
            und überkreuz die Finger


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              #7
              Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
              Wenn ich etwas definitiv und selbstbewusst erreichen, bei mir durchsetzen, in mir verändern usw. will, bspw. um "glücklich" leben zu können/wollen, wird "etwas Anderes" zwangsläufig weichen, aufhören, sich auch verändern oder verbessern oder wie auch immer "müssen", ... oder nicht ?

              Wer weiß, ob das Neue gut/besser für mich ist?

              Manchmal spürte ich, dass es an der Zeit wäre, jemanden oder etwas aufzugeben. U.a. die Angst vor Veränderung hielt mich davon ab.

              "Man steckt zwar bis zum Hals in der S. , aber dort ist es wenigstens warm und man kennt sich aus."

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                #8
                Zitat von A*star
                Glücklich sein ist etwas
                von dem ich glaube das
                es nur eben dauert
                Dem könnte ich zustimmen
                und die, die sagen dass sie´s sind
                lügen
                Das jedoch ist eine Unterstellung

                Ich glaub ich könnt es bin
                und überkreuz die Finger
                Und das ist der Ausdruck von Zweifel und Hoffnung, ... und sehr unbefriedigend, bzw. mituner sehr "unglücklich-machend"

                Zitat von Mane Beitrag anzeigen
                Wer weiß, ob das Neue gut/besser für mich ist?
                Ist "Glücklichsein" nicht von vorneherein besser als (alles) andere?
                "Man steckt zwar bis zum Hals in der S. , aber dort ist es wenigstens warm und man kennt sich aus."
                Du meinst, dass man "weiß, was man hat, aber nicht weiß, was man kriegen kann"?
                Ja, wenn man "es" nicht anstrebt, wird man "es" wohl auch kaum erreichen. Oder kommt es irgendwann von selbst?

                Du hast von "Angst vor Veränderungen geredet" ... ?

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                  #9
                  Lieber Shepherd,

                  dieses Themenfeld finde ich sehr spannend, bin aber nicht sicher, ob ich das Anliegen Deines Einstiegsbeitrags überhaupt verstehe.

                  Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                  Ist das überhaupt und prinzipiell möglich, innerlich rundum glücklich zu sein ? Nicht "nur" annähernd, zufriedenstellend, oder gut oder sehr gut, sondern "total glücklich".
                  Schon an dieser Stelle habe ich so meine Verständnisschwierigkeiten. Ich versuche es mal von meiner Warte aus: Für mich gibt es die Momente, in denen ich rundherum glücklich bin, in denen sich ganz viel Fröhlichkeit mit innerer Ausgeglichenheit mischt, ich das Gefühl habe, mit mir und der Welt im Reinen zu sein und die ganze Welt umarmen zu könnte, weil mich eine große Woge der Liebe und der Dankbarkeit durchflutet. Dieses Gefühl ist aber nichts, was ich auf Dauer anstrebe. Unter einem glücklichen Leben verstehe ich nicht eine Art Dauereuphorie, auch keinen Zustand der Erleuchtung oder dergleichen. Ein glückliches Leben beinhaltet für mich durchaus auch unglückliche Tage, die Erfahrung, dass es danach wieder aufwärts geht etc. Ich glaube, dass zu einem glücklichen Leben sehr unterschiedliche Gefühle und Erfahrungen gehören, die in dem Moment nicht immer angenehm sein müssen. Und ich glaube, dass ein gewisses Grundgefühl von Zufriedenheit und Dankbarkeit dazugehören. Insofern kann ich mit diesen Abstufungen von "annähernd" bzw. "total glücklich sein" nichts anfangen.

                  Entsprechend schwer fällt es mir auch, das Folgende zu verstehen:

                  Wie weit geht Ihr, um euer "inneres Glücklichsein" zu erreichen, ... was immer Ihr euch darunter vorstellt, wie immer Ihr es euch vorstellt.

                  Crux-Frage:
                  "Gibt es etwas, was Euch so lieb und teuer ist, dass ihr selbst DAS für euer persönliches inneres Glücklichsein aufgeben würdet/könntet/dürfted/wolltet?"
                  Etwas anderes als der mit dem Zigaretten-Beispiel angeführte "schädigende Einfluss" insbesondere im Genuss-Bereich fällt mir dafür auch gar nicht ein. Oder kannst Du das irgendwie weiter fassen bzw. mit weiteren Beispielen verdeutlichen? (Als ich die Frage las, ging es mir wie Spunk, weil ich bei dem, was mir "lieb und teuer" ist, an das denke, was mir am wichtigsten ist, meine Familie.)

                  Nur zwei von vielen Zweifelsfragen: "Ich bin physisch schwer oder unheilbar krank - ich bin seelisch sehr verletzt ... kann ich innerlich glücklich sein/werden?
                  Ich glaube, dass es auch so etwas wie eine "Begabung zum Glücklichsein" gibt. Manche Menschen sind trotz schwerer Krankheiten und starker Einschränkungen noch sehr glücksfähig und können aus dem, was ihnen geblieben ist, viel Freude, Ausgeglichenheit, Zufriedenheit schöpfen. Andere Menschen leiden dagegen ihr Lebtag unter der Unvollkommenheit der Welt.

                  Wie seht Ihr das?

                  Liebe Grüße,
                  Chaja

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                    #10
                    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die ALLES dafür gäben, glücklich zu sein, meist auch ALLES wollen; da das nicht möglich ist, sind sie von Anfang bis Ende unglücklich.

                    Kommentar


                      #11
                      Zitat von Shepherd
                      Ist "Glücklichsein" nicht von vorneherein besser als (alles) andere?

                      Ich bin zufrieden und verlange nicht mehr, als wie ich habe. Ist das nicht ebenso kostbar wie Glück?
                      Was nicht heißen soll, das ich nicht auch Glücksmomente habe.

                      Du meinst, dass man "weiß, was man hat, aber nicht weiß, was man kriegen kann"?
                      Ja, ich schätze das, was ich habe. Ich will keine neuen Ufer mehr erreichen, es lebt sich auch gut am alten Ufer.

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                        #12
                        Danke für eure Stellungnahmen und Fragen. Ich werde erst Montag ausführlich darauf antworten können.

                        Es ist ja auch nicht "mein", sondern ein gemeinschaftlicher Faden,...

                        ein gutes Wochenende euch allen
                        Shepherd

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                          #13
                          Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                          Crux-Frage:
                          "Gibt es etwas, was Euch so lieb und teuer ist, dass ihr selbst DAS für euer persönliches inneres Glücklichsein aufgeben würdet/könntet/dürfted/wolltet?"


                          Wollt Ihr euch auf diesen Austausch einlassen?
                          Hmm.

                          Es ist dann ja so, dass man das Beste der Rosinen haben, behalten und dazu bekommen moechte.
                          Verstaendlich.

                          Aber ich vermute, es ist letzlich so... das Gras auf der eigenen Seite ist immer irgendwo gruen.. immer, wenn man guckt, wo die Sonne hinscheint.
                          Und die Sonne wandert.
                          Somit wird sich die Beste der Rosinen veraendern. Ob man die andere beste Rosine wirklich mitnehmen kann... oder ob man sie zumindestens loslassen 'muss'... damit Raum fuer die neue Rosine kommt.
                          Ich weiss es nicht.
                          Vielleicht klappt es mit Loslassen aber tatsaechlich, dass die alte Rosine zurueck kommt, weil sie zu einem gehoert .. und man kann auch die neue Rosine geniessen.

                          Vielleicht klappt es auch nicht.
                          denn schliesslich gibt es ja den Spruch "irgendwas ist immer!"


                          dann gilt vielleicht, alles hat seine Zeit .. und die Zeit der alten Rosine war um. Aber man hatte die Zeit, wertvoll und geschaetzt. Und die Erinnerung kann im Herzen aufbewahrt werden.

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                            #14
                            Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                            und die, die sagen dass sie´s sind
                            lügen
                            Das jedoch ist eine Unterstellung
                            Jein, das kommt auf den Blickwinkel an...
                            Ich glaub ich könnt es bin
                            und überkreuz die Finger
                            Und das ist der Ausdruck von Zweifel und Hoffnung, ... und sehr unbefriedigend, bzw. mituner sehr "unglücklich-machend"
                            Vorausgesetzt ich empfinde und sehe das Leben als einen einzigen (ewigen) Augenblick - denn schließlich kann ich ausschließlich das tatsächlich erleben: immer nur diesen jetzigen Moment - dann ist das nicht unbefriedigender oder unglücklichmachender, als "herkömmliche" Denkweisen (was alles erst noch passieren muss um glücklich zu sein) auch.

                            Glücklich sein, hat vielleicht mehr mit glücklich sein wollen zu tun, als wir uns oftmals eingestehen können (und wollen).
                            Da wo ich mich von äußeren Faktoren glücklich gemacht oder am glücklich sein gehindert fühle, erfahre ich, nach meiner Auffassung kein wirkliches Glück. Ich erfahre eine gewisse wohltuende Beruhigung von dem Stress der ansonsten niederdrückenden Faktoren, was sich dann so gut anfühlt, dass ich denke, nun sei ich glücklich.

                            Wirklich glücklich bin ich oder ich bin es nicht. Einfach aus der Tatsache heraus, dass ich lebe, dass ich leben in mir spüre, dass ich Teil des großen ganzen bin. Das läßt sich tatsächlich erfahren, zum Beispiel durch Meditation, oder andere Übungen und Auszeiten, die dazu dienen, die äußeren, bedingenden Faktoren, nach und nach immer mehr, zumindest in diesen kleinen Zeiteinheiten, loslassen zu können. Diese Erfahrungen sind so bewegend, weil man dadurch erfährt, wie sich glücklich sein wirklich anfühlt.

                            Insofern ist es schon richtig, was Dein Thread-Titel besagt: Wirklich alles loslassen ist schon hilfreich, um diese Erfahrung tief und intensiv machen zu können. Dadurch "verliert" man ja nichts (oder vielleicht doch, aber das dann eher freudig), das Loslassen geschieht nämlich auf ganz andere Weise

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                              #15
                              Zitat von A*star Beitrag anzeigen
                              Ein Freund von mir hat sich mal folgendermaßen zu dem Thema geäußert, und ich kann es so auch unterschreiben:

                              Glücklich sein ist etwas
                              von dem ich glaube das
                              es nur eben dauert
                              und die, die sagen dass sie´s sind
                              lügen

                              Ich glaub ich könnt es bin
                              und überkreuz die Finger


                              OT: Glück ist flüchtig... LG Spunk

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