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Ich kann diesen Gedanken nachvollziehen. Aber mir kommt die Schnecke schon durch ihre Schneckenform eher dynamisch vor, auch wenn sie sich selbst nicht vom Fleck bewegt. Das hat etwas von dem, was Goethe als "Dauer im Wechsel" beschrieben hat. Dazu kommt dieses sehr frische Grün der Pflanze.Zitat von Serafin Beitrag anzeigenDieses Bild würde ich in meiner Wohnung wahrscheinlich nicht aushalten!
Diese Schnecke ist sowas von statisch, dass sie schon seit Jahrmillionen an genau diesem Ort sein könnte, um die Blicke der Betrachter anzuziehen und ins Zentrum zu lenken. 
Im übrigen finde ich das Bild auch farblich ganz toll! Vor dem Grün kommen die Brauntöne der Schnecke fast als Komplementärkontrast und damit als Rot heraus. Und der grünlich-bräunliche Hintegrund passt perfekt. Vielleicht kommt Dir das Bild eher statisch vor, weil es in sich schon fast "zu perfekt" abgestimmt wirkt?
Sei ganz lieb gegrüßt, lieber Serafin!
Deine Chaja
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Ja genau, das ist es! Das Bild ist irgendwie zu makellos, zu "glatt" für's Auge.Zitat von Chaja Beitrag anzeigenVielleicht kommt Dir das Bild eher statisch vor, weil es in sich schon fast "zu perfekt" abgestimmt wirkt?
Ich finde es spannend, dass das Bild auf mich so wirkt, denn die Schnecke selbst hat ja durchaus ihre Unregelmässigkeiten gerade im Bernsteinmuster.
Vielleicht irritiert mich auch die fehlende Tiefenunschärfe innerhalb des Schneckenhauses?! Das war keine klassische Schnecke, sondern eine mit einem relativ flachen Haus, wie sie hier manchmal zu finden sind.
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Ich musst jetzt gleich nachmessen!Zitat von Anke56 Beitrag anzeigenStimmt, das ist perfekt - ich habe jetzt nicht nachgemessen, aber ich denke, die Schnecke sitzt auch genau im Zentrum?
Die Schnecke ist ein paar mm nach links verschoben. Aber optisch wird das durch die Pflanze rechts kompensiert, so dass man das Gefühl hat, sie sei genau in der Mitte.
Das ist übrigens ein Punkt der mir immer wieder auffällt, wenn ich eine Ecke für das Copyright auswählen muss. Je nachdem wo ich das Logo platziere "verschiebt" es optisch das Bild oder gewichtet andere Teile oder Diagonalen. So trivial es scheint; es ist gar nicht immer so einfach, die beste Position dafür zu finden!
Ja ja, immer diese Perfektionisten!
Das würdest Du an der Schleimspur erkennen!Zitat von Anke56 Beitrag anzeigenWenn ich das an der Wand hätte, würde ich immer wieder hingucken, ob sie da wohl noch ist
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Hallo Serafin,
gestern habe ich das hier gelesen:
"Zwei Dinge braucht ein guter Fotograf, so glaube ich: Achtsamkeit und Demut. Ein gutes Bild will dein Staunen mit dem Betrachter teilen, ihn an deinem Augenblick teilhaben lassen. Der Betrachter möchte deine Demut mit dir fühlen, sich gleichsam mit dir verneigen vor deinem Motiv. Weshalb du es selbst tun musst. Dann wird auch dem Betrachter dein Bild gefallen."
(aus "Shaolin - Du musst nicht kämpfen, um zu siegen", Bernhard Moestl)
Da habe ich spontan an Dich gedacht
, denn für mich passt das total.
Was meinst Du dazu?
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Hallo Hobbes,
vielen Dank für dieses treffende Zitat!
Ich frage mich oft: was ist denn überhaupt ein gutes Bild?!
Die Antwort ist nicht so einfach denn darüber gibt es verschiedene Ansichten. Für viele Fotografen und Betrachter muss ein Foto etwas möglichst Eindrückliches sein! Eine spezielle Perspektive, Weitwinkel, krasse Kontraste, eine ungewöhnliche Location, perfekte Beleuchtung, usw. Im ersten Moment denken ich dann oft auch "Wow! eindrucksvolles Bild!". Aber wenn ich dem weiter nachspüre, kommt wie nichts mehr. Mir kommt das dann so vor wie ein potemkinsches Dorf. Vorne eine tolle Fassade aber dahinter gähnende Leere.
Und andere Bilder wirken auf den ersten Blick vielleicht ganz gewöhnlich und wenig spektakulär. Meistens übersieht man sie sogar, wenn sie bloss als Thumbnail vorliegen. Aber wenn man sich darauf einlässt, erschliesst sich einem nach und nach immer mehr Tiefe.
Beide Formen kann man als Fotograf perfektionieren. In der Werbung z.B. ist die erste Form gefragt mit allen Schikanen, Beauty-Retuschen, Composings, Spezialbeleuchtungen, usw.
Während ich es in der Naturfotografie mag, die Stimmung möglichst unverfälscht einzufangen und mit dem "Material" zu arbeiten, so wie ich es vorfinde. Meine Erfahrung ist, dass damit die "Seele" des Fotosujets am besten erhalten bleibt und auch als Bild weiter lebt.
Wobei ich ergänzen muss, dass ich zwischendurch auch ganz gern mal mit Photoshop herumspiele, aber zusätzliche Tiefe bringt man damit kaum ins Bild.
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Eine Wassertropfenkollision, blau und rot beleuchtet.Zitat von jule_l Beitrag anzeigenWow. Verrätst du uns noch, was du da aufgenommen hast?
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Das habe ich mich auch schon oft gefragt. Bzw. eigentlich eher: "Warum gefällt mir gerade dieses Bild?" Sowohl in der Fotografie als auch bei der Malerei. (Und eigentlich ist es bei Büchern und Musik ja auch nicht viel anders ...)Zitat von Serafin Beitrag anzeigenIch frage mich oft: was ist denn überhaupt ein gutes Bild?!
Die Seele schreibst Du. Ja, das passt für mich auch. Etwas, was mich berührt. Eine Stimmung, Gefühle, die hervorgerufen werden.
Sicher macht einen Teil davon das Handwerk aus. Und vielleicht auch das Motiv. Aber ein und derselbe Baum und 20 Fotografen - da kommen doch ganz sicher 20 verschiedene Bäume heraus. Gibt es solche Experimente? Mich würde das echt mal interessieren. Ist ja irgendwie auch ein Einblick ins Innenleben. Wie sieht der Fotograf die Welt.
Wie ist das für Dich, gibt es auch Bilder, die Du nicht öffentlich zeigen magst, weil sie zuviel von Dir preisgeben?
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