Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Ist das alles so richtig?

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Ist das alles so richtig?

    Nabend,

    ich suche keine Antwort oder Ratschläge. Sondern vielmehr möchte ich was loswerden was mich in letzter Zeit beschäftigt. Nur weiß ich selber keinen wirklich Rat und weiß auch selber nicht ob das alles so richtig ist oder ob ich mir vielleicht doch nur wieder selber im Weg stehe, oder einfach falsche Erwartungen oder Vorstellungen habe? Ich versuche mal ein wenig die Situation zu schildern.

    Richtig erwischt hat es mich am Mittwoch. Und seit dem denke ich heftiger daran als zuvor, vorher kam es nur in kleinen Schüben und ich konnte es schnell durch positive Erwartungen und Gedanken verarbeiten und es als Chance sehen. Eigentlich läuft im Hintergrund etwas ganz Banales ab. Ich suche zur Zeit eine Wg. Klingt nicht so spannend oder? Aber diese Suche, die nun schon gut 1 1/2 Monate andauert führt doch zu Gedanken die in mir aufkommen. Ist die Wg überhaupt das richtige für mich? Bin ich ein Mensch der dort hineinpasst? Würde ich mich dort wohl fühlen? Klar habe ich mir Gedanken dazu gemacht. Es sprechen auch einige gute Gründe dafür in eine Wg zu ziehen. Ich spare Geld, ich lerne neue Leute kenne, ich kann schneller in einer neuen Stadt Wurzeln fassen. Es ist immer mal einer da zum Quatschen und muss nicht erst rum telefonieren oder weg fahren. Alles in allem recht positiv. Dennoch stelle ich mir die Frage: "Wer bin ich und was strahle ich nach Außen hin aus?". Womit ich gerade zu Kämpfen habe ist folgendes. Ich bin als Informatiker tätig und wie vielleicht einige Wissen, sind Informatiker mit gewissen Vorurteilen behaftet. Diese Vorurteile sprechen ganz und gar gegen eine Wg. So sehen das anscheinend die meisten Leute. Denn ich konnte etwas interessantes beobachten, was mich beunruhigt. Ich plaudere mit den potenziellen Mitbewohnern in ruhe. Erwähne dann meinen Job und dann sieht man, und man merkt es. Wie es plötzlich klick bei denen im Kopf macht und sie Ihre Vorurteile raus kramen und durchgehen. Sie gucken ob ich da rein gehöre, passt oder nicht und würden sie sich das antuen wollen. Ganz klar, würden sie nicht. Man plaudert dann weiter und ein, zwei Tage später erfahre ich dann immer, es wurde nichts aus der Wg. Dabei stelle ich mir auch die Frage liegt es an den Vorurteilen? Ich persönlich verabscheue Vorurteile. Nur leider trifft das nur auf ca. 5% der Bevölkerung zu? So bin ich also am zweifeln. An mir......
    Diese ganzen Rückschläge waren alle noch zu verkraften. Bis auf den besagten Mittwoch vergangener Woche. Ich war Tags zuvor bei einer Besichtigung und es war echt gut. Mir hat die Wohnung gefallen und auch die Person die mit dort gewohnt hätte. Am nächsten Tag rief die Person an und sagte mir sie sei auch positiv überrascht und ich habe sehr gut Chancen. Und was sie noch sagte, was meine Beobachtungen zum Thema Vorurteile bestätigt. Sie ist die Vorurteile ebenfalls durchgegangen, kann diese an mir aber nicht entdecken. Ich habe mich gefreut, weil es doch für mich spricht. Tja, falsch gedacht. Ich habe danach einen Fehler begangen, den ich immer versuche zu vermeiden. Weil ich damit schon immer fürchterlich auf die Schnauze gefallen bin. Ich habe mich gefreut, Vorfreude tat sich auf. Denn nach dem Telefonat klang es schon so als hätte ich die Wohnung. Kurze Zeit später erhielt ich eine Sms in der Stand: "Wir haben uns für jemand anders entschieden." Und juckst in diesem Augenblick erwischte es mich. Ich war total am Boden zerstört. Traurig, voller Schmerz, wütend, stumm, lustlos. Ich habe einen richtigen Schlag ins Gesicht gespürt. Bei den Absagen zuvor auch, da bin ich aber stehen geblieben und konnte weiter machen. Diesmal schickte mich der Schlag auf die Bretter, ich war aber nicht K.o. Um mal bei der Boxer-Metapher zu bleiben. :)

    An dem Tag hatte ich keinen Bock mehr mit jemanden zu sprechen. Mich kotze die ganze Wg Suche förmlich an. Jetzt nach dem Wochenende bin ich wieder ein wenig beruhigt. Habe auch wieder auf Angebote geantwortet. Aber ich habe trotzdem ein mulmiges Gefühl im Magen. Denn so richtig motiviert was zu finden bin ich im Moment nicht mehr.
    Der Beitrag hier im Forum, wo es darum ging, das jemand anders ist und das Umfeld sich daran stört, brachte mich wieder am Ende auf diesen Beitrag. Denn diese Frage stelle ich mir auch immer wieder. Bin ich so anders? Wie sehen mich die Leute und vor allem, wie sehen mich die Leute bei der Besichtigung? Was mache ich für einen Eindruck? Anscheinend finde ich nur bei Wgs anklang wo ich mich selber Fremd gefühlt habe. Wo alles eher Business mäßig ablief und kalt und nicht sonderlich einladend. Dort wo ich mich aber wohl fühle, wo die Atmosphäre toll ist dort finde ich keinen Anklang. Das gibt mir schon zu denken, wer ich denn bin das es so Unterschiede beim Anklang gibt, in diesen beiden total unterschiedlichen Welten. Diese ganzen Gedanken werden noch gestärkt. Denn beruflich scheine ich keine großen "Probleme" zu haben. Da brauche ich nur mit dem Finger zu schnippen und ich finde sogar einen neuen Job. Wie dieses Jahr geschehen. Den alten Job habe ich verloren und keine vier Wochen später habe ich einen neuen in der Tasche. Der einfach nur super ist, wo ich mich Pudel wohl fühle und wo ich sage: "Hervorragend das es so gelaufen ist." Da frage ich mich: "Wieso klappt das Privat eigentlich nie?" Das es so gut läuft. Das es so einfach läuft. Dieses sprichwörtliche Glück. Obwohl ich daran nicht wirklich glaube. Es ist vielmehr das was wir erreichen, erreichen wir durch unser tun. Wir erarbeiten uns unser Glück. Nur weiß ich nicht wie ich das Privat anstellen soll wenn nicht mal der erste Schritt klappt. Wenn ein entscheidender Schritt nicht klappt. Was muss ich also für das "Glück" tun? Denn ich stecke schon jeden Menge große Erwartungen darin, wenn ich in einer Wg wohne. Vielleicht ist auch da das Problem. Das ich zwar bereit bin mein Glück in dei Hand zu nehmen und was dafür zu tun. Aber erst warten möchte bis ich, den für mich ersten Schritt gemacht habe und in einer Wg gelandet bin. vielleicht sollte ich vorher schon anfangen und der Rest ergibt sich dann von selber. Wie im Job. Klingt das nach einem guten Plan?

    Ich weiß. Viel Text für nichts und wieder nichts. Aber es musste wohl mal raus. Vielleicht kennt jemand eine ähnliche Situation? Jedenfalls muss ich wohl was tun. Ich muss mir selber wohl noch einige Fragen stellen. Nur habe ich im Moment keine Fragen, diese muss ich erst noch entwickeln bzw. finden. Aber ich erahne eine Richtung. Was will ich, wer bin ich und was sehen andere bei mir und wie komme ich so rüber und wo passe ich rein? Ja, wo passe ich rein?


    Text geschrieben und es ist Montag. Na dann schönen Wochenstart euch fleißigen Lesern die es bis hier hin geschafft habe. Bin ich in der Abteilung hier überhaupt richtig?

    gruß
    paule

    #2
    Zitat von derPaule Beitrag anzeigen

    Ich weiß. Viel Text für nichts und wieder nichts. Aber es musste wohl mal raus. Vielleicht kennt jemand eine ähnliche Situation?
    Ehrlich gesagt weniger, aber ich würde mir in Deiner Stelle die Wohnung einfach über einen Makler besorgen.
    Dem kannst Du dann sagen, wie Du Dir das Umfeld wünscht und wie die Wohnung sein soll.
    Ich sehe da nicht die Probleme.
    Das kostet natürlich etwas Geld, aber Du zahlst halt auch nur, wenn Du die Wohnung nimmst.

    Kommentar


      #3
      Oder du gibst selbst eine Anzeige auf, ungefähr so:

      freundlicher, aufgeschlossener Informatiker (das ist nämlich, womit sie nicht rechnen, um bei den Vorurteilen zu bleiben), sucht Zimmer in einer netten WG

      Dann wirst DU nämlich ausgesucht.

      Kommentar


        #4
        Zitat von Vanillene Beitrag anzeigen
        Oder du gibst selbst eine Anzeige auf, ungefähr so:

        freundlicher, aufgeschlossener Informatiker
        ja, oder Du ersetzt Informatiker durch
        Systemanalytiker,
        Netzwerkspezialist
        Securitimanager
        Systemadministrator

        oder etwas aus dem Pool dieser Berufsgruppen.
        haben die vielleicht noch nie gehört und können sich nichts drunter vorstellen.

        Kommentar


          #5
          Hier ein paar Fragen für Dich... falls Du Lust hast Dich darauf einzulassen,
          bis Dir Deine eingefallen sind...

          Woher kommt denn Dein Glaube, dass wir unser Glück erarbeiten?

          Wie sollst Du es denn haben, dieses Glück, wenn Du nicht daran glaubst?

          Was müsstest Du denn alles glauben, damit Du an Dein privates Glück glaubst?

          Was glaubst Du eigentlich was Informatiker sind?

          Was glaubst Du, wie Du so bist?

          Was denkst Du, glauben die anderen wie Du bist?

          Wie kannst Du den anderen das zeigen, wie Du bist?

          Welche von den Vorurteilen deckst Du denn auch tatsächlich ab?

          Woran erkennen andere das?

          Wie stark steuert Deine Angst vor diesen Vorurteilen, was dann am Ende geschieht?

          Wie kannst Du diese negativen Erwartungen was geschehen wird, weil Du Informatiker bist, beeinflussen, bzw. positive daraus machen?

          Was müsstest Du tun um den anderen sofort zu beweisen, dass alle Vorurteile stimmen, und Du genauso bist?

          Was hindert Dich daran selber ne Wg zu gründen?

          Was für grosse Erwartungen hast Du denn an so ne Wg?

          Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass die sich nicht erfüllen?

          Was machst du wenn diese sich nicht erfüllen?

          Was kannst Du dazu beitragen, dass sich Deine Erwarungen erfüllen?

          Wie kommst Du zu einer Einstellung, Du und alle anderen finden Informatiker toll?

          Wie kommst Du zu einer Einstellung, dass Du die anderen toll findest (auch ohne Erwartungen)?

          liebe Grüses
          Keraldar

          Kommentar


            #6
            @Hubert1 und Vanillene: Ihr Lausebengel Klar könnte ich meinen Job so benennen das die nicht wissen was ich tue. Aber spätestens beim Nachfragen kommt es raus und da ich keine großen Geschichten erzähle und auch nicht will...
            Selber eine Anzeige aufgeben wäre noch was, aber ich habe fast schon die Vermutung das läuft aufs selbe hinaus oder aber in der Masse an Anzeigen geht diese unter. Eher das richtig ist die eigene Wg Gründung. Das habe ich auch schon in betracht gezogen, dafür muss ich aber noch was sparen.

            @ Keraldar: Ich bin ganz Baff von deinem Beitrag. Dir ist das doch nicht alles Spontan so eingefallen oder? Ich bin wirklich überrascht.
            Ich nehme mir mal ein wenig Zeit und versuche darauf Antworten zu finden. Ich glaube die ein oder andere harte Nuss ist dabei.

            Woher kommt denn Dein Glaube, dass wir unser Glück erarbeiten?
            Nun, ich glaube nicht an Zufälle, Schicksal oder dergleichen. Bin eher Wissenschaftlich veranlagt und es muss einen Grund dafür geben, das etwas gelingt (Glück) oder halt nicht (Unglück). Es passiert nichts durch Zufall sondern ist eine Reaktion auf eine gewisse Aktion unserer Seite. Deswegen glaube ich eher an die These: "Jeder ist seines Glückes Schmied." Jeder hats selber in der Hand. Vor allem das, was die Gesellschaft so gerne als Glück bezeichnet. Neuer Job, oder neue Möbel, oder Kern gesund oder was auch immer. Das sind halt alles Dinge die nicht unbedingt auf Schicksal zurück zu führen sind sondern belegbar. Z.B.: durch Fleiß oder eine medizinische Untersuchung und Biologische Tatsache, wenn ich mal bei Gesundheit bleibe.

            Was müsstest Du denn alles glauben, damit Du an Dein privates Glück glaubst?
            Bezieht sich auf die erste Frage. An Glück glauben um es dann einfach zu haben. Geht meiner Meinung nach nicht. Nichts fällt einem in den Schoss. Man muss schon was dafür tun um sein Glück zu erreichen. Nur gelingt mir das teilweise sehr gut, teilweise schlecht bis gar nicht.

            Was glaubst Du eigentlich was Informatiker sind?
            Was ich glaube? Es sind Menschen wie du und ich. Es ist ein Beruf wie jeder andere auch. Nichts anderes glaube ich.

            Was glaubst Du, wie Du so bist?
            Wenn ich das nur genau wüsste. Aber einige Dinge habe ich in meinen jungen Jahren schon heraus gefunden. Ich bin der ruhige Typ, zurück haltend, gelassen, hilfsbereit, freundlich und zuvor kommend. Ich mag Ordnung bin aber auch manchmal chaotisch. Ich hasse chronische Unpünktlichkeit und bin schwer aus der Fassung zu bekommen. Ich benötige eine gewisse Aufwärmphase zu anderen Leuten hin bevor ich genau weiß wer diese Person ist und wie ich mir ihr gegenüber verhalten kann. In dieser Zeit bin ich auch nicht vollkommen offen und erzähle alles mögliche sondern lausche eher den Worten die da kommen. Ein guter Zuhörer bin ich allemal. Ich bin eher ein Grübler und Genieße sehr gerne. Man kann sich mir anvertrauen wenn man mich mal näher kennt, denn ich kann alles für mich behalten und kann es nicht leiden anderen zu nahe zu treten oder zur Last zu fallen. Und ich kann auf andere eingehen, je nachdem wie nahe ich den Personen stehe. In geselliger Runde bin ich auch gerne, genauso wie alleine, aber ich stelle mich nicht in den Vordergrund, sondern schwimme dann mit, obwohl ich das Gesellschaftlich nicht unbedingt tue. Bin auch kein großer Geschichten Erzähler so das ich nicht unbedingt zur Belustigung oder zur Geselligkeit in der Runde groß beitrage. Mh... mehr fällt mir gerade spontan nicht, vielleicht später noch was.

            Was denkst Du, glauben die anderen wie Du bist?
            Was habe ich schon oft gehört? Ich bin wie stilles Wasser, aber sehr tief und immer wieder überraschend.
            Allerdings versuche ich seit geraumer Zeit, diesen "Eisklotz" zu brechen und nicht ganz so Still zu bleiben. Teilweise gelingt es mir auch aber vielleicht ist es doch noch zu wenig fürs fröhliche Miteinander?

            Wie kannst Du den anderen das zeigen, wie Du bist?
            Ich glaube aufgrund meiner Art und der Tatsache das ich eine gewisse Aufwärmphase brauche geht das eh nicht mal so eben. Da braucht es schon Zeit. Wenn ich an die Dinge denke die ich schon aufgeschrieben habe, habe ich damit schon eine Antwort darauf. Das geht nicht, jedenfalls nicht bei ein oder zwei Terminen. Ich brauche dann schon meine Chance, bzw. die Leute brauchen die Chance mich kennen zu lernen und zu sehen wie/wer ich bin. Auf den ersten Blick ist das unmöglich. Allerdings versuche ich auch nicht mich direkt so zu Präsentieren wie ich bin. Ich bin damit schon oft auf die Nase gefallen, wenn ich quasi mit der Tür ins Haus falle und die Leute direkt sehen wie ich bin, anstatt dies in kleinen Zügen zu sehen. Und da ich ungern auffalle und mich in den Vordergrund spiele... Wie man sieht, alles ein wenig schwierig, aber im Nachhinein sehe ich, dass im Text nicht eine Antwort auf die Frage zu finden ist. Ich glaube ich muss da weiter drüber nachdenken.

            Welche von den Vorurteilen deckst Du denn auch tatsächlich ab?
            Kaffee süchtig würde ich definitiv bejahen. Das ich vieles am Rechner mache liegt nunmal am Beruf selber. Keiner lässt nach Feierabend alles stehen und liegen schaltet komplett ab und denkt nicht weiter an die Arbeit bis er am nächsten Morgen wieder da ist. Und das weiter lernen bezahlt einem auch keiner im Beruf, das geht nunmal nur nebenbei. Keine Kontakte außerhalb des www würde ich nicht sagen, es sind halt wenige, dürfen ruhig eine Hand voll mehr werden, das reicht aber auch schon. Muss ja alles gehegt und gepflegt werden. Schüchtern? Ja das bin ich, obwohl ich immer wieder versuche daran zu arbeiten.
            Also, alles in allem nicht so Wild. Alles mit "Star" beginnend ist nicht mein Ding, lange fettige Haare und Bart habe ich auch nicht.

            Woran erkennen andere das?
            Ich bezweifele ganz stark das das andere erkennen. Sondern Klischee mäßig einfach davon ausgehen. Wie wollen sie es auch anders feststellen wenn sie nicht die Gelegenheit haben oder bekommen oder sich die Zeit nehmen mich einfach mal näher kennen zu lernen außer in den 20min einer Besichtigung? Mir eher zweifelhaft. Allerdings denke ich, das ich bei Leuten die direkt mit Klischees ankommen und daran festhalten mich eh auf Dauer nicht wohl fühlen würde. Denn ich habe was gegen Schubladendenken, Klischees und Vorurteile.

            Wie stark steuert Deine Angst vor diesen Vorurteilen, was dann am Ende geschieht?
            Ich versuche mich nicht davon beeinflussen zu lassen. Jedenfalls nicht während einer Besichtigung. Nachher denke ich halt drüber nach, ob ich wieder diese Beobachtungen machen konnte, bezüglich Klischees. Aber Angst spüre ich dabei nicht und habe ich auch nicht.

            Wie kannst Du diese negativen Erwartungen was geschehen wird, weil Du Informatiker bist, beeinflussen, bzw. positive daraus machen?
            In dem ich so rüber komme wie ich bin. Ein normaler wie oben beschriebener Mensch, der nicht die ganzen Vorurteile mitbringt. Anders sehe ich keine Chance. Und wie letzte Woche geschehen, kann mir das auch gelingen, wenn sich die anderen darauf einlassen. Das scheint eher selten der Fall zu sein.

            Was müsstest Du tun um den anderen sofort zu beweisen, dass alle Vorurteile stimmen, und Du genauso bist?
            Daran will ich nicht denken. Dieses Thema ist für mich ausgeschlossen, dass ich mich grundlegen ändere zum Informatiker wie ihn die Klischees und Vorurteile beschreiben. Nein danke.

            Was hindert Dich daran selber ne Wg zu gründen?
            Wie oben erwähnt noch das Geld. Aber eventuell kann das noch was werden nur etwas später in diesem Jahr.

            Was für grosse Erwartungen hast Du denn an so ne Wg?
            Große Erwartungen pflege ich gänzlich bei allen zu vermeiden. Was ich aber dennoch ein wenig erwarte. Geselligkeit und gemütliche Runden beim Kochen oder einfach nur ein Plausch beim Bierchen oder Wein. So wie auch seine Ruhe haben zu können. Einfacheres kennen lernen von neuen Leuten, vielleicht ergeben sich auch Freundschaften. Wer weiß. Aber wichtig ist mir das erst genannte.

            Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass die sich nicht erfüllen?
            Na 50/50, klappt oder klappt nicht.

            Was machst du wenn diese sich nicht erfüllen?
            Aufgrund der nicht so hohen Erwartungshaltung habe ich mich schon im Vorfeld darauf eingestellt. Wenn es nicht hinhaut mit den Leuten in der Wg, dass ich mir dann eine andere Suche. Natürlich bin ich darauf aus eine Wg zu finden die mir auf Dauer zusagt, aber wenn es nicht anders geht.

            Was kannst Du dazu beitragen, dass sich Deine Erwartungen erfüllen?
            In dem ich mich entsprechend in die Wg einlebe und zum geselligen Zusammenleben beitrage. Da ich gerne und gut Esse wird fleißig gekocht. Für ein Bierchen bin ich immer zu haben so wie für einen Plausch für zwischendurch.

            Wie kommst Du zu einer Einstellung, Du und alle anderen finden Informatiker toll?
            Ich habe Probleme die Frage richtig zu deuten. Aber ich versuchs mal. Ich möchte gar nicht das ich oder wer anders Informatiker toll findet. Mit den Informatikern, die ins Klischee passen habe ich nicht viel zu tun und möchte ich auch nicht. Ich habe nichts gegen die jeweilige Person selber, aber ich kann mich mit der Gruppe nicht identifizieren geschweige denn etwas unternehmen was außer berufliche Aktivitäten angeht, da es zu unterschiedliche interessen gibt. Und wenn ich das nicht möchte versuche ich gar nicht anderen diesen Job schmackhaft zu machen. Anderen, ihre Vorurteile zu widerlegen ist sowieso eine Mamut Aufgabe und nicht mal eben so erledigt. Das benötigt Zeit und viel geduld.

            Wie kommst Du zu einer Einstellung, dass Du die anderen toll findest (auch ohne Erwartungen)?
            Das lässt sich schwierig verallgemeinern. Es kommt natürlich auf die Person an und die Atmosphäre die sich bei so einer Besichtigung bildet. Positiv fällt immer ins Gewicht wenn sich gemütlich in die Küche gesetzt wird, Kaffee oder Wasser angeboten wird und ein wenig geplaudert wird. Das sagt schon einiges über die Person aus und macht diese sympathisch. Dann achte ich auf Ordentlichkeit und Sauberkeit im Haus und darauf wie ich mit der Person klar komme. Da ich jedem eine Chance gebe lege ich mich nicht sonderlich fest sondern lasse das Gespräch auf mich zukommen.

            mh... jetzt habe ich es geschafft aber es mir jetzt weiter geholfen hat? Ich werde es wohl die Tage fest stellen. Brauch ein wenig Zeit zum verarbeiten. Ich danke dir aber erst einmal für die ganzen Denkanstöße. Vieles ist schon raus und es fühlt sich schon ein wenig besser an als noch vor ein paar Tagen. Aber ich habe das Gefühl ich muss noch ein wenig grübeln. So ganz scheint das Thema noch nicht verarbeitet zu sein.

            Übrigens, am Mittwoch ist wieder eine Besichtigung. Mal abwarten was sich ergibt.

            Schon wieder soviel Text.. das liest doch keiner mehr oder?

            gruß
            paule

            Kommentar


              #7
              Zitat von derPaule Beitrag anzeigen
              Schon wieder soviel Text.. das liest doch keiner mehr oder?
              Doch.

              Kommentar


                #8
                Sogar mehrere.

                Kommentar


                  #9

                  Kommentar


                    #10
                    Hallo Paule,

                    versuche mal einen anderen Blickwinkel. Vielleicht hast Du ja ganz gewaltig Glück gehabt, daß Du die WGs bis jetzt nicht bekommen hast. Vielleicht hätten sich die auf den ersten Blick nett erscheinenden Mitbewohner hinterher doch als Nervensägen oder Großparty-Feierer entpuppt?
                    Also wenn Du einfach denkst, daß es seinen Sinn so hat und Du die richtige WG schon noch erwischen wirst?

                    Wie dringend bist Du denn auf eine WG angewiesen und wie schnell muß das gehen? Bist Du unter Druck? Wenn nicht, kannst Du es doch total entspannt sehen. Und locker weitermachen.

                    Ich finde auch, Du solltest Dich nicht verbiegen, bloß um irgendwo rein zu kommen. Vorurteile gegen Informatiker hätte ich z.B. nicht. Aber ich komme auch aus der Technik und bin von solchen Kollegen umgeben. Also such doch mal da, wo noch andere technisch denkende Menschen sind.
                    Weißt Du, wo ich Vorurteile hätte: (sorry, aber ist leider so) bei Lehrern und Extremsportlern.
                    Hoffentlich fühlt sich jetzt keiner angegriffen, aber das fällt mir jetzt spontan ein.

                    Liebe Grüße,
                    Glühwürmchen

                    Kommentar


                      #11
                      Hallo an alle fleißigen Leser.

                      Den Perspektivenwechsel habe ich gestern auch schon von einem anderen Foren Mitglied ans Herz gelegt bekommen. Ihre Idee: Es ist wie ein Vorstellungsgespräch. Und sie hatte genau so recht wie auch du Glühwürmchen. Und ich weiß das auch, weil ich normalerweise auch so denke. Nur irgendwann geht es nicht mehr und mein Kopf brennt durch. Bzw. in der Situation, wo man schon fast beglückwünscht wird einem noch ein Bremsklotz dazwischen geworfen.
                      Natürlich habe ich das ganze noch im Hinterkopf versuche es aber wieder so leicht zu nehmen wie zu Anfang der Suche. Nur sollte es schon recht zügig gehen, bald fängt das Studium an und da habe ich keine Zeit mehr für Suchen und Umzüge. Aber mal sehen, vielleicht passt es ja schon morgen. Ich werde auf jeden Fall berichten.

                      Erst einmal danke dafür das man Gehör findet. Das macht die Community so klasse.
                      Einen schönen Abend noch.

                      gruß
                      paule

                      Kommentar

                      Lädt...
                      X