Nabend,
ich suche keine Antwort oder Ratschläge. Sondern vielmehr möchte ich was loswerden was mich in letzter Zeit beschäftigt. Nur weiß ich selber keinen wirklich Rat und weiß auch selber nicht ob das alles so richtig ist oder ob ich mir vielleicht doch nur wieder selber im Weg stehe, oder einfach falsche Erwartungen oder Vorstellungen habe? Ich versuche mal ein wenig die Situation zu schildern.
Richtig erwischt hat es mich am Mittwoch. Und seit dem denke ich heftiger daran als zuvor, vorher kam es nur in kleinen Schüben und ich konnte es schnell durch positive Erwartungen und Gedanken verarbeiten und es als Chance sehen. Eigentlich läuft im Hintergrund etwas ganz Banales ab. Ich suche zur Zeit eine Wg. Klingt nicht so spannend oder?
Aber diese Suche, die nun schon gut 1 1/2 Monate andauert führt doch zu Gedanken die in mir aufkommen. Ist die Wg überhaupt das richtige für mich? Bin ich ein Mensch der dort hineinpasst? Würde ich mich dort wohl fühlen? Klar habe ich mir Gedanken dazu gemacht. Es sprechen auch einige gute Gründe dafür in eine Wg zu ziehen. Ich spare Geld, ich lerne neue Leute kenne, ich kann schneller in einer neuen Stadt Wurzeln fassen. Es ist immer mal einer da zum Quatschen und muss nicht erst rum telefonieren oder weg fahren. Alles in allem recht positiv. Dennoch stelle ich mir die Frage: "Wer bin ich und was strahle ich nach Außen hin aus?". Womit ich gerade zu Kämpfen habe ist folgendes. Ich bin als Informatiker tätig und wie vielleicht einige Wissen, sind Informatiker mit gewissen Vorurteilen behaftet. Diese Vorurteile sprechen ganz und gar gegen eine Wg. So sehen das anscheinend die meisten Leute. Denn ich konnte etwas interessantes beobachten, was mich beunruhigt. Ich plaudere mit den potenziellen Mitbewohnern in ruhe. Erwähne dann meinen Job und dann sieht man, und man merkt es. Wie es plötzlich klick bei denen im Kopf macht und sie Ihre Vorurteile raus kramen und durchgehen. Sie gucken ob ich da rein gehöre, passt oder nicht und würden sie sich das antuen wollen. Ganz klar, würden sie nicht. Man plaudert dann weiter und ein, zwei Tage später erfahre ich dann immer, es wurde nichts aus der Wg. Dabei stelle ich mir auch die Frage liegt es an den Vorurteilen? Ich persönlich verabscheue Vorurteile. Nur leider trifft das nur auf ca. 5% der Bevölkerung zu? So bin ich also am zweifeln. An mir......
Diese ganzen Rückschläge waren alle noch zu verkraften. Bis auf den besagten Mittwoch vergangener Woche. Ich war Tags zuvor bei einer Besichtigung und es war echt gut. Mir hat die Wohnung gefallen und auch die Person die mit dort gewohnt hätte. Am nächsten Tag rief die Person an und sagte mir sie sei auch positiv überrascht und ich habe sehr gut Chancen. Und was sie noch sagte, was meine Beobachtungen zum Thema Vorurteile bestätigt. Sie ist die Vorurteile ebenfalls durchgegangen, kann diese an mir aber nicht entdecken. Ich habe mich gefreut, weil es doch für mich spricht. Tja, falsch gedacht. Ich habe danach einen Fehler begangen, den ich immer versuche zu vermeiden. Weil ich damit schon immer fürchterlich auf die Schnauze gefallen bin. Ich habe mich gefreut, Vorfreude tat sich auf. Denn nach dem Telefonat klang es schon so als hätte ich die Wohnung. Kurze Zeit später erhielt ich eine Sms in der Stand: "Wir haben uns für jemand anders entschieden." Und juckst in diesem Augenblick erwischte es mich. Ich war total am Boden zerstört. Traurig, voller Schmerz, wütend, stumm, lustlos. Ich habe einen richtigen Schlag ins Gesicht gespürt. Bei den Absagen zuvor auch, da bin ich aber stehen geblieben und konnte weiter machen. Diesmal schickte mich der Schlag auf die Bretter, ich war aber nicht K.o. Um mal bei der Boxer-Metapher zu bleiben. :)
An dem Tag hatte ich keinen Bock mehr mit jemanden zu sprechen. Mich kotze die ganze Wg Suche förmlich an. Jetzt nach dem Wochenende bin ich wieder ein wenig beruhigt. Habe auch wieder auf Angebote geantwortet. Aber ich habe trotzdem ein mulmiges Gefühl im Magen. Denn so richtig motiviert was zu finden bin ich im Moment nicht mehr.
Der Beitrag hier im Forum, wo es darum ging, das jemand anders ist und das Umfeld sich daran stört, brachte mich wieder am Ende auf diesen Beitrag. Denn diese Frage stelle ich mir auch immer wieder. Bin ich so anders? Wie sehen mich die Leute und vor allem, wie sehen mich die Leute bei der Besichtigung? Was mache ich für einen Eindruck? Anscheinend finde ich nur bei Wgs anklang wo ich mich selber Fremd gefühlt habe. Wo alles eher Business mäßig ablief und kalt und nicht sonderlich einladend. Dort wo ich mich aber wohl fühle, wo die Atmosphäre toll ist dort finde ich keinen Anklang. Das gibt mir schon zu denken, wer ich denn bin das es so Unterschiede beim Anklang gibt, in diesen beiden total unterschiedlichen Welten. Diese ganzen Gedanken werden noch gestärkt. Denn beruflich scheine ich keine großen "Probleme" zu haben. Da brauche ich nur mit dem Finger zu schnippen und ich finde sogar einen neuen Job. Wie dieses Jahr geschehen. Den alten Job habe ich verloren und keine vier Wochen später habe ich einen neuen in der Tasche. Der einfach nur super ist, wo ich mich Pudel wohl fühle und wo ich sage: "Hervorragend das es so gelaufen ist." Da frage ich mich: "Wieso klappt das Privat eigentlich nie?" Das es so gut läuft. Das es so einfach läuft. Dieses sprichwörtliche Glück. Obwohl ich daran nicht wirklich glaube. Es ist vielmehr das was wir erreichen, erreichen wir durch unser tun. Wir erarbeiten uns unser Glück. Nur weiß ich nicht wie ich das Privat anstellen soll wenn nicht mal der erste Schritt klappt. Wenn ein entscheidender Schritt nicht klappt. Was muss ich also für das "Glück" tun? Denn ich stecke schon jeden Menge große Erwartungen darin, wenn ich in einer Wg wohne. Vielleicht ist auch da das Problem. Das ich zwar bereit bin mein Glück in dei Hand zu nehmen und was dafür zu tun. Aber erst warten möchte bis ich, den für mich ersten Schritt gemacht habe und in einer Wg gelandet bin. vielleicht sollte ich vorher schon anfangen und der Rest ergibt sich dann von selber. Wie im Job. Klingt das nach einem guten Plan?
Ich weiß. Viel Text für nichts und wieder nichts. Aber es musste wohl mal raus. Vielleicht kennt jemand eine ähnliche Situation? Jedenfalls muss ich wohl was tun. Ich muss mir selber wohl noch einige Fragen stellen. Nur habe ich im Moment keine Fragen, diese muss ich erst noch entwickeln bzw. finden. Aber ich erahne eine Richtung. Was will ich, wer bin ich und was sehen andere bei mir und wie komme ich so rüber und wo passe ich rein? Ja, wo passe ich rein?
Text geschrieben und es ist Montag.
Na dann schönen Wochenstart euch fleißigen Lesern die es bis hier hin geschafft habe. Bin ich in der Abteilung hier überhaupt richtig?
gruß
paule
ich suche keine Antwort oder Ratschläge. Sondern vielmehr möchte ich was loswerden was mich in letzter Zeit beschäftigt. Nur weiß ich selber keinen wirklich Rat und weiß auch selber nicht ob das alles so richtig ist oder ob ich mir vielleicht doch nur wieder selber im Weg stehe, oder einfach falsche Erwartungen oder Vorstellungen habe? Ich versuche mal ein wenig die Situation zu schildern.
Richtig erwischt hat es mich am Mittwoch. Und seit dem denke ich heftiger daran als zuvor, vorher kam es nur in kleinen Schüben und ich konnte es schnell durch positive Erwartungen und Gedanken verarbeiten und es als Chance sehen. Eigentlich läuft im Hintergrund etwas ganz Banales ab. Ich suche zur Zeit eine Wg. Klingt nicht so spannend oder?
Aber diese Suche, die nun schon gut 1 1/2 Monate andauert führt doch zu Gedanken die in mir aufkommen. Ist die Wg überhaupt das richtige für mich? Bin ich ein Mensch der dort hineinpasst? Würde ich mich dort wohl fühlen? Klar habe ich mir Gedanken dazu gemacht. Es sprechen auch einige gute Gründe dafür in eine Wg zu ziehen. Ich spare Geld, ich lerne neue Leute kenne, ich kann schneller in einer neuen Stadt Wurzeln fassen. Es ist immer mal einer da zum Quatschen und muss nicht erst rum telefonieren oder weg fahren. Alles in allem recht positiv. Dennoch stelle ich mir die Frage: "Wer bin ich und was strahle ich nach Außen hin aus?". Womit ich gerade zu Kämpfen habe ist folgendes. Ich bin als Informatiker tätig und wie vielleicht einige Wissen, sind Informatiker mit gewissen Vorurteilen behaftet. Diese Vorurteile sprechen ganz und gar gegen eine Wg. So sehen das anscheinend die meisten Leute. Denn ich konnte etwas interessantes beobachten, was mich beunruhigt. Ich plaudere mit den potenziellen Mitbewohnern in ruhe. Erwähne dann meinen Job und dann sieht man, und man merkt es. Wie es plötzlich klick bei denen im Kopf macht und sie Ihre Vorurteile raus kramen und durchgehen. Sie gucken ob ich da rein gehöre, passt oder nicht und würden sie sich das antuen wollen. Ganz klar, würden sie nicht. Man plaudert dann weiter und ein, zwei Tage später erfahre ich dann immer, es wurde nichts aus der Wg. Dabei stelle ich mir auch die Frage liegt es an den Vorurteilen? Ich persönlich verabscheue Vorurteile. Nur leider trifft das nur auf ca. 5% der Bevölkerung zu? So bin ich also am zweifeln. An mir......Diese ganzen Rückschläge waren alle noch zu verkraften. Bis auf den besagten Mittwoch vergangener Woche. Ich war Tags zuvor bei einer Besichtigung und es war echt gut. Mir hat die Wohnung gefallen und auch die Person die mit dort gewohnt hätte. Am nächsten Tag rief die Person an und sagte mir sie sei auch positiv überrascht und ich habe sehr gut Chancen. Und was sie noch sagte, was meine Beobachtungen zum Thema Vorurteile bestätigt. Sie ist die Vorurteile ebenfalls durchgegangen, kann diese an mir aber nicht entdecken. Ich habe mich gefreut, weil es doch für mich spricht. Tja, falsch gedacht. Ich habe danach einen Fehler begangen, den ich immer versuche zu vermeiden. Weil ich damit schon immer fürchterlich auf die Schnauze gefallen bin. Ich habe mich gefreut, Vorfreude tat sich auf. Denn nach dem Telefonat klang es schon so als hätte ich die Wohnung. Kurze Zeit später erhielt ich eine Sms in der Stand: "Wir haben uns für jemand anders entschieden." Und juckst in diesem Augenblick erwischte es mich. Ich war total am Boden zerstört. Traurig, voller Schmerz, wütend, stumm, lustlos. Ich habe einen richtigen Schlag ins Gesicht gespürt. Bei den Absagen zuvor auch, da bin ich aber stehen geblieben und konnte weiter machen. Diesmal schickte mich der Schlag auf die Bretter, ich war aber nicht K.o. Um mal bei der Boxer-Metapher zu bleiben. :)
An dem Tag hatte ich keinen Bock mehr mit jemanden zu sprechen. Mich kotze die ganze Wg Suche förmlich an. Jetzt nach dem Wochenende bin ich wieder ein wenig beruhigt. Habe auch wieder auf Angebote geantwortet. Aber ich habe trotzdem ein mulmiges Gefühl im Magen. Denn so richtig motiviert was zu finden bin ich im Moment nicht mehr.
Der Beitrag hier im Forum, wo es darum ging, das jemand anders ist und das Umfeld sich daran stört, brachte mich wieder am Ende auf diesen Beitrag. Denn diese Frage stelle ich mir auch immer wieder. Bin ich so anders? Wie sehen mich die Leute und vor allem, wie sehen mich die Leute bei der Besichtigung? Was mache ich für einen Eindruck? Anscheinend finde ich nur bei Wgs anklang wo ich mich selber Fremd gefühlt habe. Wo alles eher Business mäßig ablief und kalt und nicht sonderlich einladend. Dort wo ich mich aber wohl fühle, wo die Atmosphäre toll ist dort finde ich keinen Anklang. Das gibt mir schon zu denken, wer ich denn bin das es so Unterschiede beim Anklang gibt, in diesen beiden total unterschiedlichen Welten. Diese ganzen Gedanken werden noch gestärkt. Denn beruflich scheine ich keine großen "Probleme" zu haben. Da brauche ich nur mit dem Finger zu schnippen und ich finde sogar einen neuen Job. Wie dieses Jahr geschehen. Den alten Job habe ich verloren und keine vier Wochen später habe ich einen neuen in der Tasche. Der einfach nur super ist, wo ich mich Pudel wohl fühle und wo ich sage: "Hervorragend das es so gelaufen ist." Da frage ich mich: "Wieso klappt das Privat eigentlich nie?" Das es so gut läuft. Das es so einfach läuft. Dieses sprichwörtliche Glück. Obwohl ich daran nicht wirklich glaube. Es ist vielmehr das was wir erreichen, erreichen wir durch unser tun. Wir erarbeiten uns unser Glück. Nur weiß ich nicht wie ich das Privat anstellen soll wenn nicht mal der erste Schritt klappt. Wenn ein entscheidender Schritt nicht klappt. Was muss ich also für das "Glück" tun? Denn ich stecke schon jeden Menge große Erwartungen darin, wenn ich in einer Wg wohne. Vielleicht ist auch da das Problem. Das ich zwar bereit bin mein Glück in dei Hand zu nehmen und was dafür zu tun. Aber erst warten möchte bis ich, den für mich ersten Schritt gemacht habe und in einer Wg gelandet bin. vielleicht sollte ich vorher schon anfangen und der Rest ergibt sich dann von selber. Wie im Job. Klingt das nach einem guten Plan?
Ich weiß. Viel Text für nichts und wieder nichts. Aber es musste wohl mal raus. Vielleicht kennt jemand eine ähnliche Situation? Jedenfalls muss ich wohl was tun. Ich muss mir selber wohl noch einige Fragen stellen. Nur habe ich im Moment keine Fragen, diese muss ich erst noch entwickeln bzw. finden. Aber ich erahne eine Richtung. Was will ich, wer bin ich und was sehen andere bei mir und wie komme ich so rüber und wo passe ich rein? Ja, wo passe ich rein?
Text geschrieben und es ist Montag.
Na dann schönen Wochenstart euch fleißigen Lesern die es bis hier hin geschafft habe. Bin ich in der Abteilung hier überhaupt richtig?gruß
paule

falls Du Lust hast Dich darauf einzulassen,
Klar könnte ich meinen Job so benennen das die nicht wissen was ich tue. Aber spätestens beim Nachfragen kommt es raus und da ich keine großen Geschichten erzähle und auch nicht will...
Ich glaube ich muss da weiter drüber nachdenken.
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