Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Bin ich auf dem richtigen Weg?

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Bin ich auf dem richtigen Weg?

    Hallo,
    ich bin neu hier, und deshalb will ich mich sogleich mal für eventuelle Regelverstöße entschuldigen :). Die Gründe dafür dass ich folgendes schreibe sind dass ich mir erhoffe mich etwas besser zu fühlen nachdem ich die Geschichte erzählt habe – und dass ich vielleicht einige Leute kennenlerne denen es genau so geht / mit denen man sich evtl. öfter über solche Probleme austauschen könnte…

    Ich beginne am besten ganz von vorne…
    Ich bin als jüngster Sohn in einer Familie geboren (Bruder + Schwester). Mein Bruder war bis zu meinem ~15 Lebensjahr mein größter Feind, weil er mich immer ziemlich fertig gemacht hat. Mit meiner Schwester lief es zwar besser, jedoch war auch sie sehr autoritär was mich in früheren Jahren sehr unter Druck gesetzt hatte…
    In der Grund/Hauptschule war ich (vielleicht eben weil ich sehr sensibel bin) bereits ein Außenseiter (mein Bruder hat meinen Ruf mitunter systematisch zerstört). Die ständigen Hänseleien hatten meiner Meinung bereits eine „leichte Depression“ zur folge… In der 7. Klasse habe ich damals gerade noch die Kurve gekriegt und bin auf die Realschule übergewechselt. In der Realschule lief es um einiges besser. Ich hatte wieder Freunde, fühlte mich aber unwohl da ich immer das Gefühl hatte Außenseiter zu sein (das schönste Mädchen in der Schule war eben NICHT meine Freundin, die coolsten Jungs von der Schule hingen eben NICHT ständig mit mir rum… das war für mich ein Außenseiter ?!) trotzdem lief es „annehmbar“ kurze Zeit später jedoch – bam – starb meine Mutter. Über die folgenden Jahre lässt sich nicht viel sagen… Meine Familie driftete zunehmend auseinander. Ich zog mich zurück und wurde zunehmend abhängiger von Pc - spielen (Wow usw.). Natürlich verlor ich somit komplett den Kontakt zu meinem alten Freundeskreis (mit den Freunden in der Realschule lief es noch halbwegs gut). Nach der Realschule begann ich dann eine Schreinerlehre die ich abgebrochen hatte und ging auf eine Berufsfachschule welche mir eher zusagte. In all dieser Zeit war ich ständig auf der Suche nach einer Freundin, da ich mir damit die ultimative „Heilung“ von meinen Problemen/Selbstzweifeln versprach. Jedoch schlugen alle versuche fehl... ich überstürzte aus gerade genannten Gründen jeden „Anlauf“ und setzte somit der Beziehung selbst ein Ende – natürlich zugunsten meiner Selbstzweifel… Irgendwann war es dann soweit dass aus meiner leichten Depression und aus meiner Verzweiflung etwas mehr wurde… Nach ein paar Selbstmordversuchen habe ich den Entschluss gefasst mich in Psychotherapeutische Behandlung zu begeben (Tabletten – yeah!! -> Selbstmordversuch). Irgendwie habe ich es aber trotzdem geschafft genug „Hoffnung“ aufzubringen um mich in einweisen zu lassen… Somit war ich dann 1 Monat lang in der Psychiatrie… Ich fühlte mich unter den Leuten aufgehoben und meine Depressionen waren wie durch ein Wunder (oder durch die Medikamente?!) wie weggeblasen… Meine Berufsausbildung habe ich dann auch noch ohne Unterbrechung abgeschlossen...
    Ab diesem Zeitpunkt ging es rapide aufwärts… ich beschloss die Sache mit einer Freundin bleiben zu lassen um erst einmal zu mir selbst zu finden… so weit so gut. Ich nahm mir erst einmal das höchste Ziel vor… etwas das ich stets für unerreichbar hielt. (Abi -> Lehramt). Mittlerweile bin ich in der Bos13 (mit 22) und so weit läuft es eigentlich ganz gut.
    Nur leider bin ich nach wie vor zu selbstkritisch mit mir…

    Ich nehme mir ständig jede Kleinigkeit zu Herzen, und schaffe es nach wie vor nicht Gedanken wie „der/die hat etwas gegen mich“ oder „das hätte ich nicht sagen sollen“ „das hätte ich nicht machen sollen“. Ständig diese Selbstkontrolle – ständig das Gefühl ALLES falsch zu machen und von jedem gehasst zu werden – ständig das Gefühl nicht gut genug zu sein… Das weitaus größere Problem ist allerdings dass ich es immer noch nicht geschafft habe eine ernsthafte Beziehung zu einer Frau aufzubauen… Ich schaffe es nicht Frauen für mich zu gewinnen weil ich die Hosen voll habe wieder auf die Schnauze zu fliegen, und mittlerweile zieht es mich jedes Mal total runter (wie vorhin in meinem Stammlokal). Ich verspreche mir von jeder Kleinigkeit dass es ausgerechnet mit „DER“ klappt, und überstürze wieder alles, weil ich so verzweifelt nach einer Beziehung suche. Natürlich interpretiere ich jeden Satz sofort in das Schlimmstmöglichste und ziehe mich sofort zurück -> gebe auf…. Ich kann es nicht genießen mit Freunden weg zu gehen weil ich sowieso ständig nur auf der Suche nach attraktiven Frauen bin (ich blick dann ständig von Eck zu Eck) bin dann aber zu feige eine Frau anzusprechen… Ich bekomme langsam das Gefühl dass sich bis auf meine Hobbys die ich neu angefangen habe (und in denen ich auch relativ erfolgreich bin) und meinem baldigen Abi nichts an mir verändert habe… Wo ist das Selbstbewusstsein das ich haben sollte? Warum hatte jeder Mensch in meiner Umgebung einen Partner/eine Partnerin – und warum muss ich immer noch ständig alleine zuhause rumsitzen weil ich die Einsamkeit gewöhnt bin und niemanden finde der (meiner Meinung nach) seine Zeit nicht mit mir verbringen will… Ich fühle mich nach wie vor genau so einsam und verlassen. Wie in der Zeit als ich noch Ständig allein in meinem Zimmer vorm Pc saß…

    Ach ja, mit meinem Bruder verstehe ich mich jetzt gut… (ich würde ihn sogar als Freund bezeichnen). Mit meiner Schwester läuft es ebenfalls gut. Mit meinem Vater verstehe ich mich sozusagen gar nicht mehr. Aber das stört mich nicht.

    Dadurch dass ich das hier poste geht es mir schon etwas besser. Bitte schreibt mir eure Meinung zu meinen Problemchen. (Ich hoffe ich habe nicht zu dick aufgetragen).
    Habt/hattet ihr ähnliche Probleme? Mir ist klar dass es kein Rezept dagegen gibt. Aber ich würde einfach gerne mal mein Leben genießen ohne ständig über mich nachzudenken…


    MFG Chris

    #2
    hallo jack,

    erstmal herzlich willkommen hier im forum.

    es ist leider schon sehr spät, deshalb nur ganz kurz. sei stolz auf das, was du geschafft hast. du sorgst dafür, eine gute ausbildung zu kriegen, hast das kriegsbeil zwischen deinem bruder und dir vorbildlich begraben, ein gutes verhältnis zu deiner schwester und auch mit den kumpels scheint's inzwischen gut zu klappen.

    mein sohn christian ist exakt in deinem alter und hatte bisher auch noch keine feste freundin. woran das genau liegt, weiss ich gar nicht zu sagen, aber als ich ihn danach fragte, meinte er: eines tages, wenn es zeit ist, wird mir die richtige schon über den weg laufen

    dein leben ist doch im moment so voll mit anderen interessanten dingen. geh den eingeschlagenen weg weiter und werde dir selbst zum besten freund. alles andere wird sich weisen.

    die unsicherheit, das gefühl zu haben, nicht das richtige gesagt zu haben, kennen wohl die meisten menschen. die ganz harte konsequenz daraus wäre gar nichts mehr zu sagen, was du anscheinend nicht tust und das ist gut so.

    Kommentar


      #3
      Hi Just me. Danke erst mal für deine Schnelle Antwort! Ich weiß ich sollte zufrieden sein... Nur leider bin ich nach wie vor mit nichts zufrieden... Ich bewundere die Einstellung deines Sohnes. Aber wie kann ich rückschläge die in einem Umfeld passieren die mir so am herzen liegen nicht wichtig nehmen? Wie gesagt - früher dachte ich eine funktionierende Beziehung wäre die Lösung all meiner Probleme. Und genau so ist es leider heute noch. Ich habe mittlerweile einfach das Gefühl dass an mir etwas nicht stimmt. (verschwendete kindheit)

      Kommentar


        #4
        lieber jack,

        wir haben eine weitere gemeinsamkeit. auch ich habe im alter von 10 jahren, den für mich wichtigsten elternteil verloren, aber bei mir war das mein vater. das war 1973. das ist sehr, sehr lange her. das darüber hinwegkommen hat aber eine ganz lange zeit in anspruch genommen. verschwendete kindheit, würde ich es heute nicht mehr nennen, aber in deinem alter, hätte ich es wohl ähnlich ausgedrückt.

        was du in deinem eingangsposting schreibst, findet meine absolute bewunderung. ein junger mann, der sovieles überwunden hat und sich auf den für ihn richtigen weg gemacht hat, das ist schon was, das mich genau aufgrund dieser eigenen erfahrungen respektvoll auf dich blicken lässt. und im grunde habe ich das gefühl, dass du viel zu sehr auf deine schwächen, statt auf dein erreichtes guckst.

        der mensch wird von dem geprägt, was er über sich selbst denkt. das weiss ich heute ganz sicher. deshalb möchte ich dich so gerne ermuntern, dem erreichten mehr beachtung zu schenken, als den dingen, an denen du noch arbeiten kannst. und auch dafür hast du, indem du dich hier im forum angemeldet hast, einen ersten lösungsschritt unternommen.

        mein sohn hatte insofern einfach das glück (eigentlich gefällt mir das wort in dem zusammenhang nicht wirklich) diese so wichtigen kinderjahre ohne grosse katastrophen hinter sich bringen zu können. klar finde ich ihn gut, so wie er ist, aber ob das bewunderung verdient?

        mich beschäftigt bei dir noch diese zeit, in der du den lebensmut völlig verloren hattest. wenn du z.b. darauf zurückblickst, musst doch auch du zugeben, dass dein eingeschlagener weg nur der richtige sein kann.

        Kommentar


          #5
          Zitat von just me Beitrag anzeigen
          dein leben ist doch im moment so voll mit anderen interessanten dingen. geh den eingeschlagenen weg weiter und werde dir selbst zum besten freund. alles andere wird sich weisen.
          Hi Chris,
          auch von mir ein ganz herzliches Willkommen!
          ich finde, genau wie Just me, dass Du schon eine Menge erreicht hast und mit Dingen fertig geworden bist (Verlust der Mutter, Sprung von der Haupt- auf die Realschule).
          Du hast Dich in profesionelle Hände begeben, dazu brauchts Mut, Du bekommst von mir den allergrößten Respekt!!!

          Das Zitat von Just me bringt es auf den Punkt, werde Dir selbst ein guter Freund!
          Wie???

          Laß es nicht zu, von Deiner inneren Stimme beschimpft zu werden.
          Setze einen positiven Gedanken dagegen,immer wenn Du merkst dieser innerere Miesmacher versucht wieder Dich runter zu ziehen, sag STOPP!
          Hier im Forum gibts viel zu diesem Thema zu lesen mit der Zeit wirst Du wissen, was Dir gut tut (die Kunst ist dann noch, sich selbst auch Gutes zu tun)
          Irgendwann wirst Du genau wissen, was Du willst und dann...
          ...wirst Du auch soviel Selbstbewußtsein ausstrahlen dass die weibliche Welt Dich beachtet und Intressant findet. Es wird Dir gelingen, mit Frauen ins Gespräch zu kommen, ohne diese zerstörrerischen Selbstzweifel.
          Hab ein bischen Geduld und fang an!

          Ich wünsche Dir viele neue Kontakte hier im Forum und hoffe, dass ich Dich mit meinen Ratschlägen nicht erschlagen habe?!

          Liebe Grüße,
          Daniela

          Kommentar


            #6
            Danke erst mal ihr beiden. Es tut gut auch einmal etwas positives zu hören!
            Ihr habt Recht. Ich sollte mich weniger an meinen verbleibenden Schwächen als an meinen gewonnenen Stärken orientieren. Ich denke das wird etwas Zeit benötigen. Vieleicht sollte ich momentan einfach nur die Situation genießen. Einfach zufrieden sein mit dem was ich im Moment habe. Leichter gesagt als getan... Vielleicht ist es Zeit mal eine kleine Pause einzulegen und auf meine erbrachten Leistungen mit Stolz zurück zu blicken bevor ich mich an die Lösung weiterer Probleme mache.
            Vielen Dank nochmal für eure Comments!

            Kommentar


              #7
              ich klinge mich jetzt hier auch mal ein, wenn ich darf?

              Da es momentan ganz gut zu meiner Situation passt.

              Ich bin 1000 von KM weit weg gezogen, und kenne schon einige Leute hier und habe mir
              für mich gesagt, ich nehme mir jetzt einfach die Zeit (erst einmal die Zeit für 1 Jahr gesetzt) um zu wissen was will ich eigentlich noch im Leben erreichen. War in D. die ganze Zeit in der Tretmühle und habe vor einigen Jahren auch vieles zu verarbeiten gehabt.

              Jetzt bin ich momentan an dem Punkt, wie geht es weiter? Schaue mir Wohnungen an, aber jedesmal kommt bei mir das Gefühl hoch, ne das ist es nicht, wenn ich das nehme gehe ich nur falsche Kompromisse ein. Aber ich merke auch, dass ich momentan auf der Stelle trete und nicht weiter komme (da ich einerseits gerne etwas eigenes wieder zum Wohnen hätte, aber andererseits die Mietkosten ja auch wieder rein kommen müssen). Momentan mache ich Arbeit gegen wohnen und muss die nächsten Tage für ein paar Tage ausweichen in eine andere Unterkunft, und dass macht mich auch ganz kribbelig da ich noch nicht weiss wohin, Möglichkeiten gibt es mehrere und es wird sich etwas ergeben, dass weiss ich, aber trotzdem die Ungewissheit ist nicht so wirklich etwas für mich.

              Kommentar


                #8
                Hi Daggi,
                ich finde es gut dass du so konsequent bist und dir einfach ein Jahr auszeit nimmst! Wenn ich an so etwas denken würde käme mir erst einmal die Meinung anderer in den Sinn (was denken die dann über mich?!). Ungewissheit war auch bei mir lange ein Problem. (Werden die Depressionen wieder kommen, etc?!) Dieses Gefühl kann sehr erdrückend sein und einem den Schlaf rauben! Jedoch denke ich dass du durch deine Selbstständigkeit (die du wenn vorher nicht vorhanden, definitiv durch deine "Selbstfindungsphase" bekommen hast) auf jeden Fall auf die Beine kommst. ich weiß jetzt leider nicht allzuviel über deine gegenwärtige Situation...

                Kommentar


                  #9
                  hi jack,

                  freu mich sehr darüber, wie rasch du den blick von dir auf andere richten kannst.

                  und ich wage zu hoffen, dass dir unsere worte ein klitze-kleines bisschen eine andere sicht über dich selbst geben konnten. einfach schön, wenn sowas so schnell klappt.

                  Kommentar


                    #10
                    Ja, ich habe das Gefühl als hätte ich hier etwas Hoffnung getankt :)
                    Ich hoffe nur ich kann meine Vorsätze auch in die Tat umsetzen. Jedenfalls werd ich vielleicht in diesem Forum für eine Weile bleiben!

                    Kommentar


                      #11
                      klar bleibst du

                      und wenn du konkrete ziele entwickelt hast, kannst du auch an denen hier mit uns zusammen arbeiten. unsere unterstützung ist dir sicher.

                      solltest du jetzt feiern gehen, wünsche ich dir dabei viel spass

                      Kommentar


                        #12
                        Hallo Jack!
                        Ich kann mich meinen "Vorschreiberinnen" nur anschließen: "Du wirst deinen Weg gehen!"
                        Hab nur etwas Geduld! Viele Dinge im Leben brauchen Zeit zum Reifen. Ich habe auch einen 22-jährigen Sohn, der trotz seines guten Aussehens und guten Sozialverhaltens (behauptet die stolze Mutter jetzt einfach mal ), erst seit einem halben Jahr seine erste "richtige" Freundin hat.
                        Mal abgesehen davon, dass da nicht das Lebensglück davon abhängt, sollte man(n) sich Zeit für alles geben.
                        Und deine Äußerungen klingen für mich schon sehr "reif". Du erkennst viele Dinge, über die sich andere Menschen auch mit 40 oder 50 noch keine Gedanken machen. Sei froh über deine Sensibilität! Auch, wenn diese zugegebenermaßen das Leben nicht unbedingt einfacher macht.
                        Viel Glück!

                        Kommentar


                          #13
                          Bin gestern früh ins Bett gegangen @justme, aber trotzdem danke :)
                          Ich bin ein bisschen im Lernstress..

                          Danke @ichwill.
                          Leider hängt mein Lebensglück davon ab :( (ob ich es mir einrede oder nicht). in den Jahren nach dem Tod meiner Mutter war ich der festen Überzeugung meinem Leben einen Sinn geben zu müssen um überhaupt am Leben zu bleiben... Mein persönlicher Sinn wurde "leider" eine Familie zu gründen, Kinder in die Welt zu setzen (das Übliche eben). Aber es lies mich hoffen und eine schwere Zeit überstehen. Jetzt wird es mir nur leider zur last..
                          Geduld ist etwas dass ich nie hatte...
                          Ich will damit nicht sagen dass ich gerne bereits verheiratet wäre oder Kinder bekommen würde.. auf keinen Fall! (finanzielle basis). Ich hätte nur gerne das Gefühl ein Beziehungsmensch zu sein...
                          Nur stelle ich immer wieder fest dass ich ein Einzelgänger bin.

                          Kommentar


                            #14
                            Lieber Jack Daniels,

                            Was du geschrieben hast, kommt mir sehr sehr bekannt vor. Ein Teil spricht mir sowas von aus der Seele, das es glatt von mir sein könnte.
                            Ich denke auch immer das die anderen schlecht über mich denken.Wenn ich was gesagt habe überlege ich sofort ob das nicht dämlich rüberkam, oder gar doof. Ich komme mir in manchen Situationen so unbeholfen vor, das ich nur oberflächliche Antworten/Gesten abgebe um ja nicht zu viel oder gar was falsches zu sagen/machen.Gegenüber Leuten die auf mich zugehen oder eine nette, ganz normale Geste zeigen bin ich sehr skeptisch, denke das die irgendeinen Hintergrund haben oder sonstiges. Ich mache mir meines Erachtens nach Allgemein viel zu viele Gedanken darüber was andere denken, und dann gehts meistens einfach um total belanglose Sachen, wo wahrscheinlich kein anderer überhaupt nur darüber nachdenken würde.
                            Es ist für mich auch total schwer meine Bedürfnisse/Gefühle vor anderen zu zeigen oder gar durchzusetzen, ich bin irgednwie "untergeordnet" habe kein Recht auf die normalsten Dinge der Welt.

                            Mit meiner Schwester ( die ebenfalls noch hier, bei meinen Eltern wohnt) habe ich seit 2 Jahren kein Wort mehr gewechselt. Früher haben wir oft was zusammen gemacht, wir sind eigentlich gar nicht so unterschiedlich. Naja wir haben uns auch oft gestritten und das auch meist wegen absolut unnötigen Dingen, so kams dann irgendwann das wir komplett aufgehört haben uns auszutauschen.
                            Da ist nicht mal mehr ein normales "Hallo" drin wenn man in die Wohnung geht. Gar nichts, wir leben nebeneinander her, als wär der andere Unsichtbar.
                            Die Situation ist wohl für uns alle nicht so toll, aber es ist halt einfacher wie sich auseinanderzu setzen.Natürlich ist es schade, und irgendwann werden wir es bestimmt bereuen, aber keiner ist wirklich dazu bereit den "ersten Schritt" zu wagen.
                            ================================================== ============
                            Zu dir und deiner Geschichte,du solltest dir keinen solchen Druck machen,meistens ist es genau der der verhindert das sich was entwickelt.Natürlich ist es leicht gesagt "locker" an die Sache ranzugehen, jedoch nicht so einfach umzusetzen. Man stellt so viele Anforderungen an sich selbst und dann hast du noch die ständigen Gedanken " was denken die anderen" im Kopf, das macht es nicht unbedingt einfacher. Jedoch finde ich hast du schon sehr viel erreicht und solltest dir das selber auch "anerkennen" und nicht nur schlecht über dich denken. Wenn du ständig in Konflikt mit dir selbst stehst, verwährst du anderen eventuell den Blick auf dein wirkliches ICH, deinem Charakter, deiner starken PERSÖNLICHKEIT, die du auf alle Fälle hast.

                            Wir können uns ja ab und zu mal austauschen, wenn du magst.

                            herzliche Grüße,

                            Villory

                            Kommentar


                              #15
                              Hi Villory,
                              auch dein Comment kommt mir ziemlich bekannt vor.. Vor allem der Teil mit "Bedürfnisse durchsetzen". Ich war früher sogar der Meinung dass man nur dann ein "guter" Mensch ist, wenn man seine eigenen Bedürfnisse weniger wichtig nimmt als die Bedürfnisse anderer… (Leider sehen dass die wenigsten Menschen so) Im Nachhinein bin ich klüger und sehe es heute anders. (Obwohl ich nach wie vor nicht gerade ein egoist bin... aber ich bin stolz auf diese Charaktereigenschaft!)
                              Auch diese "Unterordnung" kenne ich... Wenn ich in einem neuen Umfeld bin (neue klasse, bald ausziehen/studieren) versuch ich intuitiv immer erst Leute zu finden denen ich "nachlaufen" kann, die mir sagen was ich zu tun habe... (die mir einfach eine grobe Richtung geben). Natürlich haben diese Leute (die ja dann meistens meinen Freundeskreis ausmachen) mehr Rechte als ich. ich will es mir mit ihnen ja nicht verscherzen...
                              Weiterhin übernehme ich nur sehr ungern Verantwortung in meinem Freundeskreis. (partys organisieren, Vorschläge machen, etc...) Ich habe ständig das Gefühl ich spiele mich auf... (letztes mal habe ich einen Kinobesuch organisiert. (2012 - guter film!). Ich kam mir so blöd vor! Ich glaube das macht mich irgendwie zum Mitläufer...
                              Ist das bei dir ähnlich?!
                              Genug von mir!

                              Ich finde es nicht schlimm dass du zu deiner Schwester keinen Kontakt hast... Der Kontakt wird sich aufbauen sobald einer von euch auszieht. Und wenn nicht ist es bestimmt auch nicht schlimm für dich. Die meisten Leute begegnen einem auf diese Situation mit einem "War mit meinen Geschwistern genau so - das gibt sich mit der Zeit!". Ich habe es gehasst! (auch wenn sie recht hatten). Ich würde mir nicht einreden lassen dass du es später bereuen würdest (das erzeugt nur ein schlechtes gewissen). Es liegt doch an dir ob du mit deiner Schwester Kontakt willst oder nicht. Und wenn du ihn willst... eine Entschuldigung (wofür entschuldigen? sprich sie einfach darauf an...) kostet etwas Überwindung! (und bestimmt nicht deine würde/ehre oder sonst was).
                              Worauf ich hinaus will ist dass man sich nicht vorschreiben lassen muss was für einen gut oder schlecht ist… Wenn es Menschen gibt die für dich deiner Meinung nach schlecht sind… beende den Kontakt! (das ist doch die einzig logische Schlussfolgerung?!).

                              Morgen kommen nach dem Gedenkgottesdienst für meine Mutter (ihr Todestag war vor kurzer Zeit) die Verwandtschaft zu Besuch…
                              Ich werde nicht zuhause sein.
                              Die Vorwürfe meines Vaters/meiner Geschwister interessieren mich seit der Psychiatrie nicht mehr…
                              Also wenn du dir wünscht mit deiner Schwester in Kontakt zu treten würde ich sie einfach offen Fragen was damals schief gelaufen ist… in 2 Jahren kann viel passieren. Vielleicht versteht ihr euch jetzt besser…
                              Wenn du mit der Situation zufrieden bist. Warum solltest du etwas ändern? Wenn es für deine Schwester schlimm wäre würde sie vielleicht von sich aus zu dir kommen… Und andere Menschen haben kein Recht sich hier einzumischen.
                              Auch hier in diesem Forum werden vielleicht einige meine Denkweise nicht gutheißen… Aber ich versuche eben mich nicht von anderen Abhängig zu machen (wobei sich das mit dem was ich zuerst geschrieben habe widerspricht)
                              Hoffentlich wurdest du jetzt nicht von meinem „Bla-Bla“ erschlagen… :)

                              „Wir können uns ja ab und zu mal austauschen, wenn du magst.“
                              Gerne! :)
                              mfg Chris

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X