Hallo,
ich bin neu hier, und deshalb will ich mich sogleich mal für eventuelle Regelverstöße entschuldigen :). Die Gründe dafür dass ich folgendes schreibe sind dass ich mir erhoffe mich etwas besser zu fühlen nachdem ich die Geschichte erzählt habe – und dass ich vielleicht einige Leute kennenlerne denen es genau so geht / mit denen man sich evtl. öfter über solche Probleme austauschen könnte…
Ich beginne am besten ganz von vorne…
Ich bin als jüngster Sohn in einer Familie geboren (Bruder + Schwester). Mein Bruder war bis zu meinem ~15 Lebensjahr mein größter Feind, weil er mich immer ziemlich fertig gemacht hat. Mit meiner Schwester lief es zwar besser, jedoch war auch sie sehr autoritär was mich in früheren Jahren sehr unter Druck gesetzt hatte…
In der Grund/Hauptschule war ich (vielleicht eben weil ich sehr sensibel bin) bereits ein Außenseiter (mein Bruder hat meinen Ruf mitunter systematisch zerstört). Die ständigen Hänseleien hatten meiner Meinung bereits eine „leichte Depression“ zur folge… In der 7. Klasse habe ich damals gerade noch die Kurve gekriegt und bin auf die Realschule übergewechselt. In der Realschule lief es um einiges besser. Ich hatte wieder Freunde, fühlte mich aber unwohl da ich immer das Gefühl hatte Außenseiter zu sein (das schönste Mädchen in der Schule war eben NICHT meine Freundin, die coolsten Jungs von der Schule hingen eben NICHT ständig mit mir rum… das war für mich ein Außenseiter ?!) trotzdem lief es „annehmbar“ kurze Zeit später jedoch – bam – starb meine Mutter. Über die folgenden Jahre lässt sich nicht viel sagen… Meine Familie driftete zunehmend auseinander. Ich zog mich zurück und wurde zunehmend abhängiger von Pc - spielen (Wow usw.). Natürlich verlor ich somit komplett den Kontakt zu meinem alten Freundeskreis (mit den Freunden in der Realschule lief es noch halbwegs gut). Nach der Realschule begann ich dann eine Schreinerlehre die ich abgebrochen hatte und ging auf eine Berufsfachschule welche mir eher zusagte. In all dieser Zeit war ich ständig auf der Suche nach einer Freundin, da ich mir damit die ultimative „Heilung“ von meinen Problemen/Selbstzweifeln versprach. Jedoch schlugen alle versuche fehl... ich überstürzte aus gerade genannten Gründen jeden „Anlauf“ und setzte somit der Beziehung selbst ein Ende – natürlich zugunsten meiner Selbstzweifel… Irgendwann war es dann soweit dass aus meiner leichten Depression und aus meiner Verzweiflung etwas mehr wurde… Nach ein paar Selbstmordversuchen habe ich den Entschluss gefasst mich in Psychotherapeutische Behandlung zu begeben (Tabletten – yeah!! -> Selbstmordversuch). Irgendwie habe ich es aber trotzdem geschafft genug „Hoffnung“ aufzubringen um mich in einweisen zu lassen… Somit war ich dann 1 Monat lang in der Psychiatrie… Ich fühlte mich unter den Leuten aufgehoben und meine Depressionen waren wie durch ein Wunder (oder durch die Medikamente?!) wie weggeblasen… Meine Berufsausbildung habe ich dann auch noch ohne Unterbrechung abgeschlossen...
Ab diesem Zeitpunkt ging es rapide aufwärts… ich beschloss die Sache mit einer Freundin bleiben zu lassen um erst einmal zu mir selbst zu finden… so weit so gut. Ich nahm mir erst einmal das höchste Ziel vor… etwas das ich stets für unerreichbar hielt. (Abi -> Lehramt). Mittlerweile bin ich in der Bos13 (mit 22) und so weit läuft es eigentlich ganz gut.
Nur leider bin ich nach wie vor zu selbstkritisch mit mir…
Ich nehme mir ständig jede Kleinigkeit zu Herzen, und schaffe es nach wie vor nicht Gedanken wie „der/die hat etwas gegen mich“ oder „das hätte ich nicht sagen sollen“ „das hätte ich nicht machen sollen“. Ständig diese Selbstkontrolle – ständig das Gefühl ALLES falsch zu machen und von jedem gehasst zu werden – ständig das Gefühl nicht gut genug zu sein… Das weitaus größere Problem ist allerdings dass ich es immer noch nicht geschafft habe eine ernsthafte Beziehung zu einer Frau aufzubauen… Ich schaffe es nicht Frauen für mich zu gewinnen weil ich die Hosen voll habe wieder auf die Schnauze zu fliegen, und mittlerweile zieht es mich jedes Mal total runter (wie vorhin in meinem Stammlokal). Ich verspreche mir von jeder Kleinigkeit dass es ausgerechnet mit „DER“ klappt, und überstürze wieder alles, weil ich so verzweifelt nach einer Beziehung suche. Natürlich interpretiere ich jeden Satz sofort in das Schlimmstmöglichste und ziehe mich sofort zurück -> gebe auf…. Ich kann es nicht genießen mit Freunden weg zu gehen weil ich sowieso ständig nur auf der Suche nach attraktiven Frauen bin (ich blick dann ständig von Eck zu Eck) bin dann aber zu feige eine Frau anzusprechen… Ich bekomme langsam das Gefühl dass sich bis auf meine Hobbys die ich neu angefangen habe (und in denen ich auch relativ erfolgreich bin) und meinem baldigen Abi nichts an mir verändert habe… Wo ist das Selbstbewusstsein das ich haben sollte? Warum hatte jeder Mensch in meiner Umgebung einen Partner/eine Partnerin – und warum muss ich immer noch ständig alleine zuhause rumsitzen weil ich die Einsamkeit gewöhnt bin und niemanden finde der (meiner Meinung nach) seine Zeit nicht mit mir verbringen will… Ich fühle mich nach wie vor genau so einsam und verlassen. Wie in der Zeit als ich noch Ständig allein in meinem Zimmer vorm Pc saß…
Ach ja, mit meinem Bruder verstehe ich mich jetzt gut… (ich würde ihn sogar als Freund bezeichnen). Mit meiner Schwester läuft es ebenfalls gut. Mit meinem Vater verstehe ich mich sozusagen gar nicht mehr. Aber das stört mich nicht.
Dadurch dass ich das hier poste geht es mir schon etwas besser. Bitte schreibt mir eure Meinung zu meinen Problemchen. (Ich hoffe ich habe nicht zu dick aufgetragen).
Habt/hattet ihr ähnliche Probleme? Mir ist klar dass es kein Rezept dagegen gibt. Aber ich würde einfach gerne mal mein Leben genießen ohne ständig über mich nachzudenken…
MFG Chris
ich bin neu hier, und deshalb will ich mich sogleich mal für eventuelle Regelverstöße entschuldigen :). Die Gründe dafür dass ich folgendes schreibe sind dass ich mir erhoffe mich etwas besser zu fühlen nachdem ich die Geschichte erzählt habe – und dass ich vielleicht einige Leute kennenlerne denen es genau so geht / mit denen man sich evtl. öfter über solche Probleme austauschen könnte…
Ich beginne am besten ganz von vorne…
Ich bin als jüngster Sohn in einer Familie geboren (Bruder + Schwester). Mein Bruder war bis zu meinem ~15 Lebensjahr mein größter Feind, weil er mich immer ziemlich fertig gemacht hat. Mit meiner Schwester lief es zwar besser, jedoch war auch sie sehr autoritär was mich in früheren Jahren sehr unter Druck gesetzt hatte…
In der Grund/Hauptschule war ich (vielleicht eben weil ich sehr sensibel bin) bereits ein Außenseiter (mein Bruder hat meinen Ruf mitunter systematisch zerstört). Die ständigen Hänseleien hatten meiner Meinung bereits eine „leichte Depression“ zur folge… In der 7. Klasse habe ich damals gerade noch die Kurve gekriegt und bin auf die Realschule übergewechselt. In der Realschule lief es um einiges besser. Ich hatte wieder Freunde, fühlte mich aber unwohl da ich immer das Gefühl hatte Außenseiter zu sein (das schönste Mädchen in der Schule war eben NICHT meine Freundin, die coolsten Jungs von der Schule hingen eben NICHT ständig mit mir rum… das war für mich ein Außenseiter ?!) trotzdem lief es „annehmbar“ kurze Zeit später jedoch – bam – starb meine Mutter. Über die folgenden Jahre lässt sich nicht viel sagen… Meine Familie driftete zunehmend auseinander. Ich zog mich zurück und wurde zunehmend abhängiger von Pc - spielen (Wow usw.). Natürlich verlor ich somit komplett den Kontakt zu meinem alten Freundeskreis (mit den Freunden in der Realschule lief es noch halbwegs gut). Nach der Realschule begann ich dann eine Schreinerlehre die ich abgebrochen hatte und ging auf eine Berufsfachschule welche mir eher zusagte. In all dieser Zeit war ich ständig auf der Suche nach einer Freundin, da ich mir damit die ultimative „Heilung“ von meinen Problemen/Selbstzweifeln versprach. Jedoch schlugen alle versuche fehl... ich überstürzte aus gerade genannten Gründen jeden „Anlauf“ und setzte somit der Beziehung selbst ein Ende – natürlich zugunsten meiner Selbstzweifel… Irgendwann war es dann soweit dass aus meiner leichten Depression und aus meiner Verzweiflung etwas mehr wurde… Nach ein paar Selbstmordversuchen habe ich den Entschluss gefasst mich in Psychotherapeutische Behandlung zu begeben (Tabletten – yeah!! -> Selbstmordversuch). Irgendwie habe ich es aber trotzdem geschafft genug „Hoffnung“ aufzubringen um mich in einweisen zu lassen… Somit war ich dann 1 Monat lang in der Psychiatrie… Ich fühlte mich unter den Leuten aufgehoben und meine Depressionen waren wie durch ein Wunder (oder durch die Medikamente?!) wie weggeblasen… Meine Berufsausbildung habe ich dann auch noch ohne Unterbrechung abgeschlossen...
Ab diesem Zeitpunkt ging es rapide aufwärts… ich beschloss die Sache mit einer Freundin bleiben zu lassen um erst einmal zu mir selbst zu finden… so weit so gut. Ich nahm mir erst einmal das höchste Ziel vor… etwas das ich stets für unerreichbar hielt. (Abi -> Lehramt). Mittlerweile bin ich in der Bos13 (mit 22) und so weit läuft es eigentlich ganz gut.
Nur leider bin ich nach wie vor zu selbstkritisch mit mir…
Ich nehme mir ständig jede Kleinigkeit zu Herzen, und schaffe es nach wie vor nicht Gedanken wie „der/die hat etwas gegen mich“ oder „das hätte ich nicht sagen sollen“ „das hätte ich nicht machen sollen“. Ständig diese Selbstkontrolle – ständig das Gefühl ALLES falsch zu machen und von jedem gehasst zu werden – ständig das Gefühl nicht gut genug zu sein… Das weitaus größere Problem ist allerdings dass ich es immer noch nicht geschafft habe eine ernsthafte Beziehung zu einer Frau aufzubauen… Ich schaffe es nicht Frauen für mich zu gewinnen weil ich die Hosen voll habe wieder auf die Schnauze zu fliegen, und mittlerweile zieht es mich jedes Mal total runter (wie vorhin in meinem Stammlokal). Ich verspreche mir von jeder Kleinigkeit dass es ausgerechnet mit „DER“ klappt, und überstürze wieder alles, weil ich so verzweifelt nach einer Beziehung suche. Natürlich interpretiere ich jeden Satz sofort in das Schlimmstmöglichste und ziehe mich sofort zurück -> gebe auf…. Ich kann es nicht genießen mit Freunden weg zu gehen weil ich sowieso ständig nur auf der Suche nach attraktiven Frauen bin (ich blick dann ständig von Eck zu Eck) bin dann aber zu feige eine Frau anzusprechen… Ich bekomme langsam das Gefühl dass sich bis auf meine Hobbys die ich neu angefangen habe (und in denen ich auch relativ erfolgreich bin) und meinem baldigen Abi nichts an mir verändert habe… Wo ist das Selbstbewusstsein das ich haben sollte? Warum hatte jeder Mensch in meiner Umgebung einen Partner/eine Partnerin – und warum muss ich immer noch ständig alleine zuhause rumsitzen weil ich die Einsamkeit gewöhnt bin und niemanden finde der (meiner Meinung nach) seine Zeit nicht mit mir verbringen will… Ich fühle mich nach wie vor genau so einsam und verlassen. Wie in der Zeit als ich noch Ständig allein in meinem Zimmer vorm Pc saß…
Ach ja, mit meinem Bruder verstehe ich mich jetzt gut… (ich würde ihn sogar als Freund bezeichnen). Mit meiner Schwester läuft es ebenfalls gut. Mit meinem Vater verstehe ich mich sozusagen gar nicht mehr. Aber das stört mich nicht.
Dadurch dass ich das hier poste geht es mir schon etwas besser. Bitte schreibt mir eure Meinung zu meinen Problemchen. (Ich hoffe ich habe nicht zu dick aufgetragen).
Habt/hattet ihr ähnliche Probleme? Mir ist klar dass es kein Rezept dagegen gibt. Aber ich würde einfach gerne mal mein Leben genießen ohne ständig über mich nachzudenken…
MFG Chris


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