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Wird das Leben härter?

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    #31
    Zitat von Morgenfrau Beitrag anzeigen

    Ich stimme Wilson völlig zu:

    Mit Angstmacherei ist das "dumme Volk" wunderbar zu manipulieren.
    Es ist nicht nur Angstmacherei sondern gezielte Strategie, Stichwort "Neue soziale Marktwirtschaft" deren Taktik schon Willi Brandt erkannt hat...

    Hier ein Beitrag auf youtube in der sich auch Angela Merkel dazu bekennt. Dazu die Sozialität gegen eine Sozialidierung des Kapitalismus auszutauschen.

    YouTube - Was hat die Politik mit uns vor?


    Hier ein Fernsehbericht der Sendung Plus Minus

    INSM: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft - Lobby gegen den Sozialstaat Video


    LG
    Roland
    Zuletzt geändert von connection; 04.02.2009, 22:30.

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      #32
      Eintrag wurde auf Wunsch des Autors gelöscht.

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        #33
        hallo kai,

        *seufz* mit sicherheit hast du da recht präzise einen punkt bei mir getroffen. das ist für mich gerade auch recht belastend.

        da es aber im moment mehreren leuten in meinem umfeld so geht - keine absolventen oder leute in umbruchphasen wohlgemerkt! - habe ich mich eben schon im eingangspost gefragt, ob diese wahrnehmung an meiner stimmung liegt oder insgesamt ein gesellschaftliches "gefühl" trifft, das langsam stärker wird.

        trotzdem, vielen dank für deinen post, der hat mir gezeigt, dass meine situation wohl mehr mit rein spielt als ich dachte, und hat mich auf angenehme weise ein bisschen wieder auf den boden geholt.

        liebe grüße
        zebra

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          #34
          Zitat von Zebra Beitrag anzeigen
          ...oder insgesamt ein gesellschaftliches "gefühl" trifft, das langsam stärker wird...
          Jetzt muss ich doch mal provozieren und Euch daran erinnern, das wir Deutschen als Jammerspezialisten gelten. Ich habe den Eindruck, auch in diesem Faden trifft eine optimistische oder auch nur neutrale Ansicht nicht auf Widerhall. Liegt das an den real härteren Umständen oder an den Pessimisten im Forum?

          *fix-abtauch*

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            #35
            @all

            erstmal euch allen danke für diese anregende und anspruchsvolle diskussion, die ich mir genauso gewünscht habe Ich hoffe es ist ok für euch, dass ich mich nicht auf jeden beitrag persönlich beziehe.


            unter anderem wurde angesprochen, dass es uns objektiv besser geht als je zuvor, wenn wir einen blick auf die geschichte werfen. das stimmt natürlich und daran möchte ich auch gar nicht zweifeln. mir ging es eher um die entwicklung in den letzten 10 bis 20 jahren.

            man muss dazu sagen, ich bin in der mehr oder weniger sorglosen ära kohl gross geworden und wie jemand sehr treffend schrieb, ist dies die erste mich tatsächlich betreffende finanzkrise, da für mich ja auch die jobsuche ansteht. also wieder persönliche faktoren.

            aber:einige von euch haben es ja bestätigt, im job ist durchaus was zu merken. das leben wird kälter, schneller und vor allem komplexer - das waren so die stichworte hier.

            ich glaube, das mit der immer komplexeren welt und den vielen möglichkeiten, die den einzelnen überfordern, der steigenden mobilität und der damit verbunden zunehmenden "vereinsamung" - das ist in meinen augen ein ganz entscheidender punkt, warum einem das leben von zeit zu zeit härter erscheinen kann.
            es gibt da diesen sehr treffenden begriff "multioptionsgesellschaft", ich glaube von einem soziologen stammend.

            und um euch noch mit mehr gesülz aus meinem studium zu nerven , die maslowsche bedürfnispyramide sagt für mich alles (hier mal ein auszug aus wikipedia):

            Beispiele für die 5 Stufen der Pyramide:
            1. Körperliche Existenzbedürfnisse: Freiheit, Atmung, Schlaf, Nahrung, Wärme, Gesundheit, Wohnraum, Sexualität.
            2. Sicherheit: Recht und Ordnung, Schutz vor Gefahren, fester Arbeitsplatz, Absicherung.
            3. Soziale Beziehungen (Anschlussmotiv): Familie, Freundeskreis, Partnerschaft, Liebe, Intimität, Kommunikation.
            4. Soziale Wertschätzung: Höhere Wertschätzung durch Status, Respekt, Anerkennung (Auszeichnungen, Lob), Wohlstand, Geld, Einfluss, private und berufliche Erfolge, mentale und körperliche Stärke.
            5. Selbstverwirklichung: Individualität, Talententfaltung, Perfektion, Erleuchtung

            demnach versucht ein mensch, angefangen bei stufe 1, stets die bedürfnisse der nächsthöheren stufe zu befriedigen.

            zu stufe 5:
            manchmal frage ich mich: ist diese ständige streben nach selbstverwirklichung das joch unserer zeit? klingt blöd ich weiss, nach jammer auf extrem hohem niveau. aber wir erwarten heutzzutage ungemien viel: wir wollen ja meist zB. nicht nur einen job, sondern einen, der uns erfüllt usw.
            also ich habe es manchmal satt, alles immer zu optimieren, in die hand zu nehmen, persönlichkeitszu -ent-wickeln,an mir zu arbeiten (schon wieder leisten!) usw. Ich finde dieses ewige "jeder ist seines glückes schmid" kann ganz schön zur belastung werden.

            das ist wohlgemerkt nur ein gedanke und gedankenanstoss für euch. nicht dass ihr denkt ich sitze die ganze zeit darüber grübelnd im kämmerlein denn im grossen und ganzen glaube ich, dass wir trotz der krise in sehr spannenden zeiten leben, die viele chancen bietet. nur ist das eben nicht unbedingt das thema der diskussion.

            liebe grüße
            zebra

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              #36
              hallo nomada,

              da hast du natürlich total recht mit den jammerspezialisten

              ich wollte jetzt auch keinen faden aufmachen mit dem thema "gell, wie ist das leben schlecht"
              mich hat es einfach interessiert, wie andere leute diesen aspekt wahrnehmen.
              hm...-vielleicht bedarf es eines positiven gegendarstellungsfadens?

              also nochmal bevor ein falscher eindruck entsteht: ich liebe mein leben und, ja man mag es kaum glauben, ich bin auch optimist
              für mich ist das hier auch eher so ne art gesellschaftspolitische diskussion ob sich was verändert hat als ein jammerfaden, wie blöd alles ist.

              liebe grüße
              zebra

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                #37
                Zitat von Nomada Beitrag anzeigen
                Ich habe den Eindruck, auch in diesem Faden trifft eine optimistische oder auch nur neutrale Ansicht nicht auf Widerhall.
                hm... welche konkret?

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                  #38
                  Zitat von Filu Beitrag anzeigen
                  Hallo Zebra,

                  ich glaube nicht, dass das Leben härter geworden ist. Ich denke, wir müssen nur viel früher mit dem harten Leben fertig werden.
                  hallo filu,

                  was meinst du damit? das wir jünger mit gewissen sachen konfrontiert werden?
                  hm... ist es nicht so, dass wir heutzutage länger jugendlich und ohne rechte verantwortung leben können wie je zuvor?

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                    #39
                    Zitat von Zebra Beitrag anzeigen
                    hm... welche konkret?
                    Mmmh, ich muss meinen Eindruck revidieren, nachdem ich die Beiträge nachgelesen habe. Ich habe mich anscheinend an ein paar konkreten eher negativen Beiträgen aufgehängt, die sich aufeinander bezogen haben, insgesamt ist es doch ausgewogen. Mmmh, was sagt mir das jetzt über meine Brille? Geht mir jedenfalls schon viel besser! *grübel*

                    Danke fürs Nachfragen, Zebra! Ziehe meinen letzten Beitrag zurück.

                    (wie kann ich bloß so schief liegen??? ts, ts, ts)

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                      #40
                      hallo nomada,

                      da würde ich mir keine sorgen machen

                      ich glaube, man ist das deutsche lamento halt schon so gewohnt (und ebenso überdrüssig), dass man halt schnell mal mit den augen rollt, wenn es in diese richtung geht - oder zu gehen scheint

                      oder: vielleicht jammern wir ja am liebsten darüber, dass wir zuviel jammern?
                      Zuletzt geändert von ; 06.02.2009, 17:18. Grund: tippfehler dank störrischer tastatur

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                        #41
                        Für meinen Teil finde ich es schon, dass das Leben härter geworden ist. Seit fast 10 Jahren erlebe ich in meiner Fest-Ex-Firma den rigurosen Stellenabbau. Es trifft selbst Kollegen mit kleinen Kindern, die Frau ist zu Hause, das Häuschen oder die Wohnung vor Kurzem gekauft. Es hat mich auch getroffen, allerdings habe ich die Wahl die Firma demnächst zu verlassen selbst treffen können und habe das dann auch nach einer Nacht überschlafen auch gemacht.

                        Seitdem kann ich wieder richtig durchatmen und meine Alpträume werden langsam weniger. Einen neuen Job werde ich finden.

                        Mir ist es jetzt aber erst einmal total wichtig meine in den letzten Jahren durch die ewigen Überstunden, Arbeit trotz Urlaub und Krankheit geprägte Schädigung meiner Gesundheit (chron. Kopfbeschwerden) wieder in den Griff zu bekommen.

                        Leid tun mir die Kollegen, die wegen ihrer Verpflichtungen nicht einfach so einen Aufhebungsvertrag unterschreiben konnten und können.

                        Was mir aufgefallen ist, dass in Hinsicht Arbeitsplatz das Wort Sicherheit endgültig gestrichen werden muss.

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                          #42
                          Zitat von Zebra Beitrag anzeigen
                          ...
                          hm... ist es nicht so, dass wir heutzutage länger jugendlich und ohne rechte verantwortung leben können wie je zuvor?
                          Den Eindruck habe ich nicht.

                          Das fängt mit dem Druck an, Fremdsprachen bereits im Kindergarten lernen zu sollen.
                          Das Gymnasium ist bei gleichem Inhalt auf 8 Jahre gekürzt worden.
                          10jährige haben damit schon über 30 Schulstunden pro Woche!

                          Die neuen Studiengänge (Bachelor) sind kürzer angelegt, Bafög wird deutlcih kürzer gezahlt (falls überhaupt) etc. etc.

                          Die Auslese der Firmen für Bewerber ist deutlich schärfer als zur Zeit meines Studienabschlusses.

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                            #43
                            Wird das Leben härter?

                            hallo zebra,

                            jetzt gebe ich als neuling auch noch meinen senf dazu
                            ich glaube nicht, dass das leben härter wird sondern glaube viel eher, es ist eine sache der aufmerksamkeit.

                            worauf richtest du denn deine aufmerksamkeit größten teils?
                            auf die guten oder die belastenden dinge im leben?
                            wenn dein fokus mehr auf die negativen dinge im leben gerichtet ist, fällt dir logisch mehr negatives als positives auf!

                            ich liebe diese zeit in der wir leben, noch nie zuvor gab es so viele möglichkeiten! zb alleine schon das internet! da könnte man jetzt seinen fokus auch darauf richten, was für negative auswirkungen das internet haben kann und mit sich brachte.
                            aber wer sich das alles reinzieht und seine aufmerksamkeit größten teils darauf richtet, verschließt sich selbst all den schönen und großartigen möglichkeiten gegenüber die das internet immerhin auch zu bieten hat. und ich denke mal, so ist es mit allem im leben

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                              #44
                              Hej!

                              Nomada, was das Nörgeln und den Negativismus betrifft, so habe ich in einem schwedischen Forum wo es viel um Umweltverstörung ging mal einen "positive Nachrichten-Faden" eröffnet.
                              Der ist ganz schnell totgestorben, während sein negativer Bruder sich weiterhin grösster Beliebtheit erfreute.

                              Wenn man die zunehmende "Armut" bedenkt, dann wird das Leben noch viel härter werden, denn die "goldenen Jahre" sind vorbei.
                              Je frueher man das einsieht, desto besser kann man sich darauf vorbereiten.

                              Dass das Leben härter geworden ist, sieht man schon auf der Strasse.
                              Schaut Euch an, wie die Autofahrer drauf sind, und man merkt den Stress, die Ellenbogen, die "Platz-hier-komme-ICH" Mentalität.

                              Wenn man zunehmenden Egoismus in der Gesellschaft als negativ empfindet, dann ist das Leben härter geworden.

                              Wenn man zunehmenden Kampf um Arbeitsplätze als negativ empfindet, dann ist das Leben härter geworden.

                              Auch wenn es eine sehr spannende Zeit ist, in der wir leben, denn jetzt und hier werden vielleicht zum allerersten mal in der Geschichte der Menschheit tatsächlich weltumspannende Weichen gestell fuer unsere Zukunft.

                              Leider sind wir bisher noch nicht ueber Konfliktlösung mit Gewalt herausgekommen, und leider sehe ich auch da härtere Zeiten auf uns zukommen.

                              Kap Horn
                              der die Flinte schon mit 18 in´s Korn geworfen hat....und gerade deshalb optimistisch ist.

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                                #45
                                Zitat von Kap Horn Beitrag anzeigen
                                Hej!

                                Nomada, was das Nörgeln und den Negativismus betrifft, so habe ich in einem schwedischen Forum wo es viel um Umweltverstörung ging mal einen "positive Nachrichten-Faden" eröffnet.
                                Der ist ganz schnell totgestorben, während sein negativer Bruder sich weiterhin grösster Beliebtheit erfreute....
                                Mmh, hast ja recht. Ich bin ja auch normalerweise (historisch bedingt) sehr vorsichtig mit Aussagen über "die Deutschen"... Aber da sind wir also in guter Gesellschaft.

                                Mir liegt vermutlich mein Vater arg im Magen. Er guckt/liest Nachrichten und kann dann ewig das schwärzeste prophezeien - ohne etwas zu tun. Wenn er positives prophezeien würde, denke ich manchmal, wäre es genauso haltlos. Aber die Stimmung wäre wenigstens besser.
                                Du, Kap Horn, hast ja immerhin echte Konsequenzen gezogen. Und ich will hiermit keine Aussage über Deinen Optimismus/Pessimismus oder die Fundiertheit Deiner Aussagen machen - nur Deine Konsequenz anerkennen! Bitte nicht falsch verstehen..

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