Hallo allerseits,
ich suche Input zu folgender Fragestellung: Weshalb rege ich mich (z. T. jahrelang) immer wieder über bestimmte Dinge auf? Was verhindert, dass ich meine Einstellung zu den Ursachen meines Ärgers ändern kann?
Das die Formulierung natürlich sehr breit gefasst ist, hier ein Beispiel: Ich fahre jeden Morgen mit dem Fahrrad in den Nachbarort zur Arbeit. Unterwegs gibt es ortsaußerhalb einen Kreisverkehr, bei dem die Beschilderung meiner Meinung nach eindeutig ist: keine Fahrradspuren auf den zu überquerenden Fahrbahnen, die Fahrradspuren haben zudem am Fahrbahnrand eine dicke, fette, durchgezogene Linie. Außerdem haben die Radfahrer ein Vorfahrt-gewähren-Schild, während die Autofahrer erst eins direkt vor dem Kreisverkehr haben. Es gibt also meiner Ansicht nach keinen Grund für die Autofahrer, dort zu halten und dem Radfahrer eine Vorfahrt zu geben, die er schlichtweg dort nicht hat.
Dass man, wenn Radfahrer in Sicht sind, vorsichtig an den Kreisel fährt - geschenkt, das tue ich auch. Aber ich als Radfahrer wiederum halte ja an der Stelle an, steige vom Rad, bleibe stehen. Und trotzdem bleibt jeden Morgen und jeden Abend mindestens ein Depp (sorry, aber schon bei dem Gedanken kriege ich schon wieder Puls...) stehen und will mir Vorfahrt geben, obwohl die Ausschilderung ganz klar eine andere ist und ich auch signalisiere, dass ich nicht über die Straße fahren will. Dann wird gewunken und gefuchtelt im Auto, manchmal sogar gehupt, warum "ich Penner denn nicht einfach fahre", während ich auf das Vorfahrt-gewähren-Schild und die weiße, durchgezogene Linie zeige. Wenn's gut läuft, bekomme ich ein Achselzucken vom Autofahrer. Oft sehe ich aber auch, dass geflucht und sich ebenfalls geärgert wird.
Das, wie gesagt, ist nur ein Beispiel dafür, worüber ich mich immer und immer und immer wieder aufregen kann. Ich wäre euch sehr dankbar, wenn wir das Beispiel selber nicht diskutieren oder analysieren könnten, denn darum geht es mir nicht.
Die Frage, die sich vielmehr daraus ergibt ist, weshalb ich es nicht schaffe, mein Mindset dahingehend zu ändern, dass mich z. B. solche verkehrsregel-unkundigen, unaufmerksamen und verkehrsbehindernden Verkehrsteilnehmer nicht mehr so, am besten sogar gar nicht mehr aufregen? Die Palette meiner Aufreg-Trigger geht ja in alle Richtungen und ich weiß auch, dass mein Ärger oft (meist) damit zu tun hat, wenn sich Menschen nicht an Regeln halten und dadurch wiederum andere Menschen behindern, aufhalten, nerven. (Denn keiner dieser Ach-so-netten-und-aufmerksamen Autofahrer im Kreisel würden diese überzogene Rücksicht an den Tag legen, wenn sie eine grüne Ampel hätten, während der Querverkehr gerade halt rot hat.)
Auch gedankenloses Verhalten wie z. B. Leute, die, sobald sie durch die Kaufhaustür rausgegangen sind, erst mal stehenbleiben, um aufs Handy zu gucken, den Autoschlüssel zu suchen oder ähnlichen. "Hallo!" möchte ich da immer rufen, "Sie sind hier nicht alleine, es möchten auch noch anderen Menschen hier rausgehen können!". Oder nehmen wir überteuerte, schlecht programmiere Software, fehlende Relevanzeinstellungen bei Apps, ständige Umpositionierung von Funktionen mit jeder neuen Handyversion des gleichen Herstellers, und und und...
Mir ist ja völlig klar, dass ich die Menschen nicht ändern kann und die meisten auch einen (zumindest in ihren Augen) guten Grund haben, sich so und nicht anders zu verhalten. Daher ist ja die einzige Möglichkeit für mich die, mich nicht mehr über so etwas aufzuregen.
Aaaaaaber...
Meine Gefühle wie Wut, Ärger, Aggression, Genervtsein (manchmal auch am liebsten Zuschlagenwollen, da bin ich ganz ehrlich) kommen ja trotzdem! Der Verstand kann noch so sehr verstehen, dass man (zumindest akut) diese Dingen nicht ändern kann. Trotzdem kommen die Gefühle in mir hoch und ich finde, wie gesagt, einfach kein Mindset, dass ich mich wirklich nicht mehr aufrege. Ich weiß, dass all der Ärger und Stress mir schadet, mich kostbare Lebenszeit kostet, all das... aber trotzdem kriege ich den Ärger nicht in den Griff.
Und inzwischen spüre ich auch körperlich, dass mir das schadet. Und daher will ich dieses Thema endlich mal mit neuen Sichtweisen angehen.
Und da würde ich mich sehr über euren Input freuen, wie ich es denn wohl angehen könnte.
Queenie
ich suche Input zu folgender Fragestellung: Weshalb rege ich mich (z. T. jahrelang) immer wieder über bestimmte Dinge auf? Was verhindert, dass ich meine Einstellung zu den Ursachen meines Ärgers ändern kann?
Das die Formulierung natürlich sehr breit gefasst ist, hier ein Beispiel: Ich fahre jeden Morgen mit dem Fahrrad in den Nachbarort zur Arbeit. Unterwegs gibt es ortsaußerhalb einen Kreisverkehr, bei dem die Beschilderung meiner Meinung nach eindeutig ist: keine Fahrradspuren auf den zu überquerenden Fahrbahnen, die Fahrradspuren haben zudem am Fahrbahnrand eine dicke, fette, durchgezogene Linie. Außerdem haben die Radfahrer ein Vorfahrt-gewähren-Schild, während die Autofahrer erst eins direkt vor dem Kreisverkehr haben. Es gibt also meiner Ansicht nach keinen Grund für die Autofahrer, dort zu halten und dem Radfahrer eine Vorfahrt zu geben, die er schlichtweg dort nicht hat.
Dass man, wenn Radfahrer in Sicht sind, vorsichtig an den Kreisel fährt - geschenkt, das tue ich auch. Aber ich als Radfahrer wiederum halte ja an der Stelle an, steige vom Rad, bleibe stehen. Und trotzdem bleibt jeden Morgen und jeden Abend mindestens ein Depp (sorry, aber schon bei dem Gedanken kriege ich schon wieder Puls...) stehen und will mir Vorfahrt geben, obwohl die Ausschilderung ganz klar eine andere ist und ich auch signalisiere, dass ich nicht über die Straße fahren will. Dann wird gewunken und gefuchtelt im Auto, manchmal sogar gehupt, warum "ich Penner denn nicht einfach fahre", während ich auf das Vorfahrt-gewähren-Schild und die weiße, durchgezogene Linie zeige. Wenn's gut läuft, bekomme ich ein Achselzucken vom Autofahrer. Oft sehe ich aber auch, dass geflucht und sich ebenfalls geärgert wird.
Das, wie gesagt, ist nur ein Beispiel dafür, worüber ich mich immer und immer und immer wieder aufregen kann. Ich wäre euch sehr dankbar, wenn wir das Beispiel selber nicht diskutieren oder analysieren könnten, denn darum geht es mir nicht.
Die Frage, die sich vielmehr daraus ergibt ist, weshalb ich es nicht schaffe, mein Mindset dahingehend zu ändern, dass mich z. B. solche verkehrsregel-unkundigen, unaufmerksamen und verkehrsbehindernden Verkehrsteilnehmer nicht mehr so, am besten sogar gar nicht mehr aufregen? Die Palette meiner Aufreg-Trigger geht ja in alle Richtungen und ich weiß auch, dass mein Ärger oft (meist) damit zu tun hat, wenn sich Menschen nicht an Regeln halten und dadurch wiederum andere Menschen behindern, aufhalten, nerven. (Denn keiner dieser Ach-so-netten-und-aufmerksamen Autofahrer im Kreisel würden diese überzogene Rücksicht an den Tag legen, wenn sie eine grüne Ampel hätten, während der Querverkehr gerade halt rot hat.)
Auch gedankenloses Verhalten wie z. B. Leute, die, sobald sie durch die Kaufhaustür rausgegangen sind, erst mal stehenbleiben, um aufs Handy zu gucken, den Autoschlüssel zu suchen oder ähnlichen. "Hallo!" möchte ich da immer rufen, "Sie sind hier nicht alleine, es möchten auch noch anderen Menschen hier rausgehen können!". Oder nehmen wir überteuerte, schlecht programmiere Software, fehlende Relevanzeinstellungen bei Apps, ständige Umpositionierung von Funktionen mit jeder neuen Handyversion des gleichen Herstellers, und und und...
Mir ist ja völlig klar, dass ich die Menschen nicht ändern kann und die meisten auch einen (zumindest in ihren Augen) guten Grund haben, sich so und nicht anders zu verhalten. Daher ist ja die einzige Möglichkeit für mich die, mich nicht mehr über so etwas aufzuregen.
Aaaaaaber...
Meine Gefühle wie Wut, Ärger, Aggression, Genervtsein (manchmal auch am liebsten Zuschlagenwollen, da bin ich ganz ehrlich) kommen ja trotzdem! Der Verstand kann noch so sehr verstehen, dass man (zumindest akut) diese Dingen nicht ändern kann. Trotzdem kommen die Gefühle in mir hoch und ich finde, wie gesagt, einfach kein Mindset, dass ich mich wirklich nicht mehr aufrege. Ich weiß, dass all der Ärger und Stress mir schadet, mich kostbare Lebenszeit kostet, all das... aber trotzdem kriege ich den Ärger nicht in den Griff.
Und inzwischen spüre ich auch körperlich, dass mir das schadet. Und daher will ich dieses Thema endlich mal mit neuen Sichtweisen angehen.
Und da würde ich mich sehr über euren Input freuen, wie ich es denn wohl angehen könnte.
Queenie




oder Ungerechtigkeiten oder Männer
spreche sowas auch mal bei augesuchten Personen aus, merke aber immer wieder, wie das einige betroffen macht....
um immer mehr hinzukommen, zum TUN oder LASSEN, was natürlich auch Übung ist.
, nicke freundlich und verabschiede mich dann halt so bald und so höflich es geht wieder, ohne inhaltlich groß darauf einzugehen. Im JOb rege ich mich SEHR oft auf, aber eher über andere Dinge, zum Beispeil UNgerechtigkeiten oder Respektlosigkeit. 




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