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Verlorene Liebe im letzten Lebensdrittel...was nun?

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    Zitat von Chrysothemis Beitrag anzeigen
    Solange ich mich selbst nicht kümmern kann, ist es eine wunderbare Sache, seine "Kinder" an einem schönen Ort, mit wohlwollenden "Personen" zu wissen.
    Es ist sicher eine hilfreiche Lösung.
    Im Moment habe ich meine Kinder alle in meinem Arm in meiner Wohnung auf dem großen Sofa. Wir weinen und trösten uns und Silvester ist eher eine Störung.
    Für die kommende Woche werde ich mir einen sicheren Ort suchen, wo meinen Kindern nichts geschehen kann.

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      Zitat von Cherche Beitrag anzeigen
      Liebe Kalua,

      Ja ich kann die Gefühle benennen:
      Traurigkeit, Wut, Bedrücken, Enttäuschung

      Gefühle wegschicken...ist das nicht, wie sich dagegen wehren?
      Es ist mir noch nie gelungen, leider.
      Nein, liebe Cherche, das meinte ich nicht - nicht wegschicken, sondern dorthin schicken, wo sie hingehören.
      Denn Du fühlst doch im Moment diese Gefühle "wie damals" also auch diese Gefühle nach "damals" schicken und schauen, wie es heute ist.
      Ich meine damit, schau mal, ob das Gefühl "jetzt" gerade passt - so nach der Devise: guckt die Nachbarin jetzt wirklich wie meine Schwester damals? Muss mir das gerade "jetzt"auch so dieses Gefühl machen? Könnte es sein, dass die Nachbarin "jetzt" gerade an etwas, für sie Unangenehmes, denkt und ich es "nur" für mich interpretiere?
      Ich hoffe sehr, dass Du mit meinem Geschreibsel etwas anfangen kannst - ansonsten frag gern nach - auch gern per PN
      Alles Gute für Dich

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        Zitat von Cherche Beitrag anzeigen
        Dann denke ich immer, dass ich noch immer nicht weit genug bin. Denn sonst würde ich endlich einmal andere Menschen um mich versammeln, als Abbilder meiner Schwester.
        Solche "Abbilder" fallen dir vermutlich nur mehr auf. Ich denke nicht, daß du sie um dich versammelst.

        Zitat von Cherche Beitrag anzeigen
        Ich weiß, dass ich mich mit meiner Schwester nicht mehr verstehe, seit ich ihr nicht mehr so selbstverständlich die "Bühne" überlasse.
        Und überall dort, wo Menschen in meinem Umfeld ähnlich unterwegs sind wie sie und mit meinem eigenen Bedürfnis, gesehen zu werden nicht zurecht kommen, knirscht es und erinnert mich an sie. Dann denke ich immer, dass ich mich jetzt fühle, wie mit meiner Schwester.
        Vielleicht wäre es eine gute Idee, deiner Schwester einmal in einem Brief mitzuteilen, wie du dich in ihrer Nähe gefühlt hast und weshalb du nicht mehr bereit bist, so mit ihr weiterzumachen. Du brauchst ihn nicht abzuschicken, es ist mehr für dich.

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          Ich arbeite mit euren Anregungen, mit meinem Buch, weine dauernd und bei jeder Kleinigkeit...
          Zum Glück habe ich mir so viel Zeit für mich genommen.
          Ich weiß gar nicht, wie ich am Montag zur Arbeit gehen soll.

          Es kommt mir so hoffnungslos vor.
          So viel was da alles begraben ist.
          Ich habe den Eindruck, dass ich gar nicht weiß, was lieben ist.
          Und wie es sich anfühlt, geliebt zu werden.

          Ich wünsche euch ein gesundes, neues Jahr.

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            liebe Cherche,

            ich wünsche dir auch ein wundervolles neues jahr!

            das wird wieder!!! ich kann es dir nachfühlen, dass es gerade echt viel ist für dich. weine ruhig. das reinigt, das hilft! ich glaube, du bekommst gerade ein warmes gefühl für dich selber, und das ist doch etwas sehr sehr wertvolles! findest du nicht? es ist nie zu spät dafür. besser jetzt.

            so von toughe zu toughe: tough und stolz sind ziemliche brocken. stolpersteine. auf dem weg. aber sie sind auch wichtig. für uns. ich kann bis heute nur zuhause für mich alleine weinen. nicht jeder bekommt meine weiche seite zu sehen. und es ist jedesmal eine überwindung, die jemand zu zeigen. es hat seine gründe, warum wir sind wie wir sind. und wir sind auf jeden fall richtig so. ok?

            ich wünsch dir ein schönes wochenende. lass es dir gutgehen, ja?

            liebe grüße

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              Liebe Cherche.

              Weinen und die Zeit dafür haben, das ist doch auch was Schoenes.

              Am Montag hat Dich der Alltag wieder und prompt werden diverse Themen dem Trott und der alten Gewohnheit weichen. Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Wucht, Job & Routine sich breit machen.

              Allerdings: wenn Du Dein Leben / Dich (in Bezug auf Liebe) hoffnungslos empfindest: wie wäre es denn, Dir Hilfe zu suchen. Jemanden mit dem Du deine Gefühle und Gedanken in Ruhe durchsprechen kannst, Dir & Deinem Inneren trotz Alltagsbetrieb Raum geben kannst und so eine neue Richtung in Dein Leben holst.

              Übrigens finde ich es auch tough, wenn man vor anderen weint: weil man sich überwunden hat und zu seinen Gefühlen steht. Ist es nicht auch Stärke zur Schwäche zu stehen?
              Aber das nur am Rande.

              Eine Runde heissen Kakao für Dich & Deine Kinder und liebe Grüße

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                Liebe Fortuna,

                Danke für Deine Zeilen von tougher zu tougher.
                Das von Dir empfohlene Buch "nah und doch so fern" habe ich zur Hälfte durch.
                Ich bin überrascht und erschrocken, wer demnach alles in meinem Leben inclusive mir selber, Anzeichen einer Bindungsphobie hat.
                Oh je...

                Hoffentlich werde ich noch alt genug, um Anderes zu erleben

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                  Liebe Küstenkind,

                  Ja, ich bin froh dass ich mir diese Zeit genommen habe.
                  So traurig sie auch ist, ich habe das Gefühl, etwas auf der Spur zu sein.

                  Das Weinen im Büro, wo nur Männer sind (in einem Männerberuf), habe ich schon in früheren Zeiten ausgehalten. Vielleicht denkt manch einer nicht so negativ darüber, wie die Folgen des Ganzen es suggerieren. Es führte dazu, dass ich für nicht belastbar gehalten wurde.
                  Ich habe heute andere Kollegen. Es wird sich zeigen, wie sie reagieren, wenn ich es mal nicht schnell genug zur Toilette schaffe, um die Tränen rauszulassen. Das Weinen unterdrücken habe ich noch immer nicht gelernt.

                  Ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder Hilfe gesucht.
                  Momentan habe ich das Gefühl, mit euch und den Büchern, meinen inneren Kindern und der Zeit auf einem guten Weg zu sein. Und es fühlt sich erwachsener an, diesen Weg ansonsten alleine zu gehen, mich auszuweinen und mich selber so auszuhalten.

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                    Ich danke euch allen von Herzen.
                    Durch eure wertvollen und empathischen Gedanken und Anregungen und mit euren lieben und ermutigenden Worten habe ich mich sehr gestützt gefühlt in den letzten Wochen.
                    Ich werde natürlich noch weiter schreiben und bin nicht fertig, leider...
                    Doch war es mir gerade ein Bedürfnis, euch das mitzuteilen.

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                      liebe Cherche,

                      ich hatte gänsehaut bei deinen zeilen. das freut mich so!!! ich freu mich, an deiner entwicklung teilhaben zu dürfen!

                      alles gute!

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                        Zitat von Cherche Beitrag anzeigen

                        Ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder Hilfe gesucht.
                        Momentan habe ich das Gefühl, mit euch und den Büchern, meinen inneren Kindern und der Zeit auf einem guten Weg zu sein. Und es fühlt sich erwachsener an, diesen Weg ansonsten alleine zu gehen, mich auszuweinen und mich selber so auszuhalten.
                        Das hört sich sehr gut an. Wir begleiten dich gern.

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                          Das Buch "nah und doch so fern" hat mir geholfen aus meinem Gefühlssumpf aufzutauchen und mit dem Blick von außen auf die Fakten zu schauen.
                          Am Ende gibt es hilfreiche Fragen, die ich mir so klar noch nicht gestellt habe.
                          Ich weiß nun mehr über uns und vor allem über mich, meine Ängste, das daraus resultierende Verhalten und über meine erfüllten und unerfüllten Bedürfnisse.
                          Es hat gut getan, sich zu "sortieren".
                          Ich habe mir sehr viel aufgeschrieben und hoffe, im notwendigen Moment, daran zu denken zu lesen, was ich mir gedacht habe.

                          Mein erster Arbeitstag mit meinen lieben Kollegen hat mich ein paar Stunden abgelenkt.

                          Ich habe Hoffnung für die nächsten Monate.
                          Es wird nicht leicht, doch bin ich klarer und zuversichtlicher.

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                            Ohne meinen Freund merke ich erst, wie sehr ich auf ihn bezogen war.
                            Ich bin sehr viel alleine und kann mich zu vielem nicht aufraffen.
                            Den Konflikt mit meiner Freundin konnte ich im vergangenen Jahr auch nicht lösen.
                            Wir haben keinen Kontakt seit 3 Wochen.
                            Ich war im vergangenen Jahr so verplant, um Bekannte und vermeintliche Freunde zu treffen...
                            Es enttäuscht mich und ist beinahe beängstigend, dass sich nur wenige Menschen von sich aus melden.
                            Ich fühle mich seit vielen Jahren zum ersten Mal wieder einsam.
                            Und für mich bedeutet dies, mit mir stimmt wohl was nicht.

                            Meine Entwicklung stagniert nach 3 schlechten Nächten mit Albträumen.

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                              Liebe Cherche,

                              Das ist echt schwer. Kannst du nicht vielleicht jemanden ansprechen, der dir nahe ist?

                              Du bist doch echt ne tolle Frau.

                              Kopf hoch!

                              Alles Liebe

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                                Liebe Sabine,

                                Ich fühle mich heimatlos.
                                Gerade mit den beiden Menschen hatte ich das Gefühl, hier in meiner neuen Heimat Vertraute gefunden zu haben.
                                Dass es gerade so ist, dass ich mit Menschen Schwierigkeiten habe, genau in dem Moment, wo ich mich entwickle, sehe ich als einerseits gutes Zeichen. Somit sehe ich in meinem Umfeld plötzlich niemanden, der mir wirklich nahe steht.
                                Wenn ich Trost oder eine Umarmung brauche, weiß ich hier niemanden an meiner Seite.
                                Ich habe selbst in meiner alten Heimat erst seit 8 Jahren zum ersten Mal eine Freundin, mit der es möglich ist, sich in den Arm zu nehmen.

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