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Verlorene Liebe im letzten Lebensdrittel...was nun?

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    Liebe Cherche:

    Warum warst Du umgezogen? Und möchtest Du zurück? .würde da wirklich etwas ändern?

    Oder ist es so, dass eigentlich alles läuft (egal wo), bis solche dunklen Phasen kommen: und erst dann fühlst Du Dich so einsam?

    Freundschaften:
    Ich merke gerade, dass sich auch aus spontanen Kontakten eben auch sehr wertvolle Freundschaften entwickeln können.
    alles andere hängt mE auch stark von Lebensphasen ab, ob es (noch / wieder) passt.

    Es gibt immer Menschen in Deinem Umfeld, die auch gerade mehr Tiefgang suchen statt Oberfläche.
    gibt es zB jemanden, der Dir in den Sinn käme?
    Jemand, der direkt und ehrlich und herzlich ist ?
    Jemand, bei dem Du denkst: mal nen Kaffee trinken und dann stundenlang reden kannst?

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      Liebe Küstenkind,

      Ich war vor 4 Jahren zu meinem nun Ex-Freund gezogen und bin nach dem Ende hier geblieben, weil ich mich hier wohl gefühlt und neue Kontakte geknüpft habe, vor allem jedoch, weil ich nach der Trennung wieder in meinen alten Beruf zurück musste und hier mehr Hoffnungen auf eine Stelle hatte. Das mit der Stelle hat auch glücklicherweise geklappt.

      Ja, alles läuft, bis meine dunklen Stellen kommen.
      Dann fühle ich mich einsam.
      Wenn es mir nicht gut geht, sehe ich alles dunkel und glaube, bei niemandem eine Heimat zu haben. Den einzigen, der mir dazu ein anderes Gefühl vermitteln konnte, habe ich nun im Moment auch nicht mehr in meinem Leben. Mein verheirateter Freund fehlt mir.

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        Und wer fällt Dir ein, mit der Du evtl heute mal nen Aperol trineken gehen kannst oder morgen brunchen?

        Kommentar


          Ja, das ist eine große Lücke. Da haben wir wieder die Frage nach dem Anker im Leben. Wo wollen wir ankern und wie? Und: muss das an einer anderen Person sein?

          Akzeptieren wirst du erstmal müssen, dass das Bedürfnis nach zweisamkeit nicht befriedigt werden kann, dazu braucht es erstmal einen anderen Partner, der dir ins Leben gespült werden "muss".

          Und dann wäre die Frage, was dir alternativ Spaß macht. Das können andere soziale Kontakte sein, aber auch ein Kinobesuch, ein Buch, ein Theater- oder Konzertbesuch...

          Alles, was dir wirklich Spaß macht (und andere nach Möglichkeit nicht verletzt), ist erlaubt.

          Kommentar


            Wenn ihr wüsstet, wie aktiv ich bin mit meinen Hobbies Laufen, wandern und Kunst.
            Es gibt Gruppen, in denen ich meine Hobbies ausübe.
            Eine Gruppe habe ich selber gegründet und bin der Motor für die Aktivitäten.
            Was mich traurig macht ist, wie wenig trotz meines Engagements zurück kommt.
            Ich bin so viel auf andere zu gegangen, habe initiiert, organisiert und eingeladen.
            Ich wünsche mir, dass ich das hier und dort auch einmal erlebe, dass jemand mich fragt, ob ich auf die Party kommen oder mit essen oder einen Wein trinken gehen möchte.
            Um selber wieder auf andere zugehen zu können, muss ich mich noch etwas weniger bedürftig fühlen als gerade jetzt.

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              Hallo Cherche,

              ich kann dich sehr gut verstehen, mir geht es ähnlich. Was du mir aber voraus hast ist deine Aktivität und dass du deine Interessen mit anderen Leuten umsetzen kannst und das du sogar eigeninitiativ ein Gruppe gegründet hast .. das finde ich bewundernswert Da ist doch schon viel erreicht

              Das Problem, auch von anderen mal angesprochen und eingeladen zu werden kenn ich allerdings auch. Manchmal frage ich mich, ob ich eine solche Zufriedenheit ausstrahle, dass das nicht nötig zu sein scheint - oder was es sonst sein könnte.

              So wie es jetzt gerade ist, ist es bei mir aushaltbar - aber - ein bischen mehr dürfte es schon sein - auch was die bereichernde Zweisamkeit betrifft :)

              Habe ja einen Thread dazu aufgemacht: Single sein beenden als Projekt

              http://www.forum-treffpunkt-leben.de...tml#post849817

              Ist schon schwer. Bezüglich dem Wunsch nach Tiefgang ... vielleicht sollte ich einfach in nächster Zeit ein paar Museen und Kunstausstellungen unsicher machen? Habe das irgendwann unterlassen, da es immer allein nicht so schön ist, und es schwierig für mich wird, Paare zu sehen. Vielleicht können wir uns gegenseitig unterstützen?

              Tja, was tun gegen den Single-Blues? Man kann im jeweiligen Moment versuchen, sich selbst Gutes zu tun, oder was sonst noch?

              Liebe Grüße und einen schönen Abend

              Kommentar


                Das hilft Dir zwar nicht weiter: aber mir ging es auch oft so: entweder selbst Motor oder allein.

                Ich vermute, das liegt daran, daß Gruppe nicht gleich Freundeskreis ist. Aktivität nicht gleich der wöchentliche Kaffee.

                Wen Du jetzt mehr als Partyeinladungen brauchst, sind erst mal die alltäglichen Kontakte. Deine Nachbarin, mit der man mal ne Piccolo trinkt (ins Leben geholt wird und nicht einsam isi) oder Kollegin, mit der man auch mal nach der Arbeit Nagellack aussuvht und Kaffee trinkt. Diese Kleinigkeiten helfen schon viel, nicht einsam zu sein. Mehr im Leben zu sein.

                Schön sind natürlich tiefergehende Gespräche. Aber jemand zum Spaziergang oder Ausflug in eine Therme. Ohne große Planung: fällt Dir jemand ein - oder waren es immer Paare?

                .
                Um eingeladen zu werden: Interesse bekunden!
                "Sag doch mal Bescheid - das interessiert mich und ich würde gerne mal mit."

                Funktioniert
                War gerade mit einer Kollegin und ihren Bekannten in einer Komödie.

                Kommentar


                  Liebe Sheldon,

                  Ich freue mich, dass Du mich auf Deinen Faden aufmerksam machst, in dem ich nun auch gelesen habe. Vielen Dank dafür.
                  Ein schönes Projekt, das Du Dir vorgenommen hast.
                  Ich werde fleißig mitlesen und wenn ich etwas beitragen kann auch gerne mit schreiben.

                  Single-Blues, ein tatsächlich treffendes Wort.
                  Doch frage ich mich, wenn so viele ihn haben, warum treffen sich nicht all diese Menschen?
                  Ich lasse so viele Menschen an meinem Bekanntenkreis teilhaben und mitmachen.
                  Warum werde ich umgekehrt so selten mit einbezogen.
                  Ich glaube nicht, dass man nicht angesprochen wird, wenn man Zufriedenheit ausstrahlt.
                  Mein Gefühl ist, dass es eine Menge mit Neid und Eifersucht zu tun hat.

                  Vermutlich denke ich das, weil ich in meinem Leben durch meine Schwester Zurückweisung, Abwertung und Ausgrenzung erfahren habe, weil sie auf mich eifersüchtig war.
                  Es fühlt sich so ähnlich an, wie damals. Realistisch betrachtet, denken in meinem Fall vermutlich die meisten, dass ich im vergangenen Jahr so gestresst war, dass sie mich nun ein wenig in Ruhe lassen wollen.
                  Doch glaube ich trotzdem, dass auch hier und da Eifersucht mitschwingt bei den Frauen.
                  Den Männern, die ich kenne erscheine ich vielleicht zu unabhängig.

                  Kommentar


                    Liebe Küstenkind,

                    Dass ich interessiert wäre mitzugehen, wissen eigentlich alle, die mich etwas kennen.
                    Es freut mich, dass es bei Dir funktioniert.
                    Wenn ich fragen würde, ob ich mitkommen kann, würde es sich für mich so anfühlen, dass sie sich nun nicht trauen Nein zu sagen.

                    Ich habe nur Kollegen, weil Männerberuf. Mit denen privat zu verkehren ist nicht so einfach.
                    Entweder sind sie verheiratet oder zu jung oder ansonsten würde man uns gleich argwöhnisch beäugen.
                    In dem Stadtteil, in dem ich wohne finde ich keine passende Nachbarin...
                    Mir fallen entweder Freundinnen ein, die gebunden sind oder solche, die sich bis zum letzten Moment offen halten, ob sie sich tatsächlich mit mir treffen wollen und manchmal dann auch noch absagen, weil entweder plötzlich ein Freund aufgetaucht ist oder sie sich nicht mehr aufraffen können.
                    Es war auch gegen Ende des Jahres ziemlich frustrierend...

                    Aber Du hast recht: genau diese alltäglichen Kontakte sind es, die mir fehlen.

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                      Huhu

                      Bin auch Single und ich denke immer wieder: wenn die Arbeit nicht so recht Kontakte bietet, muss man doch gucken dass man seinen Interessen entsprechend raus kommt: Vereine, VHS, Sportreffs, Hunde-Runden, Bauchtanzkurs...

                      Oft komme ich mit dem Singelsein auch ganz gut zurecht, ehrlich gesagt. Also für mich ist es nicht so ein regelrechter Horror, wie für manche. Aber das man alles immer so selbst organisieren und initiieren muss, weil sonst nichts passiert, ist doch manchmal ein wenig bedrückend.

                      Immerhin teilen wir ein Boot

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                        Schönen guten Morgen Cherche,


                        Ich freue mich, dass Du mich auf Deinen Faden aufmerksam machst, in dem ich nun auch gelesen habe. Vielen Dank dafür.
                        Ein schönes Projekt, das Du Dir vorgenommen hast.
                        Ich werde fleißig mitlesen und wenn ich etwas beitragen kann auch gerne mit schreiben.
                        Gerne und freue mich im Fall des Falles von dir zu lesen :)

                        Single-Blues, ein tatsächlich treffendes Wort.
                        Doch frage ich mich, wenn so viele ihn haben, warum treffen sich nicht all diese Menschen?
                        Tja, habe ich mich auch schon oft gefragt - vielleicht sind wir die Überbleibselaus Zeiten der nicht-Elektronik und alle daten sich über entspr. Medien und chatten ("klönen") miteinander und verabreden sich ...

                        Ich selbst glaube aber auch, dass ich an auch Singles, gerne auch vorbei gehe. Darauf achten, ein Blick oder ein Lächeln aufzufangen und zu erwidern oder in einer Art und Weise darauf zu reagieren könnten ein Anfang sein ... da bin ich leider etwas oberflächlich geworden ..

                        Ich lasse so viele Menschen an meinem Bekanntenkreis teilhaben und mitmachen.
                        Warum werde ich umgekehrt so selten mit einbezogen.
                        Warum das bei mir so ist, kann ich mir schon vorstellen. Ich ziehe gerne alleine etwas durch, weil ich dadurch meinem eigenen Rhytmus und Geschwindigkeit folgen und mich so bestens auf meine Interessen besinnen kann. Mag da gar nicht so gerne abgelenkt werden ....

                        Und - ich wäre am liebsten gar nicht so abhängig von eben auch sozialen Wünschen und Bedürfnissen.

                        Evtl. interpretiere ich mehr in den Treffen und gemeinsamen Veranstaltungen anderer hinein, als dass es in Wahrheit (für mich) ist und die ahnen das vielleicht ...

                        Hm ...eingeladen werden ...eigentlich mag ich nirgends mehr erst einmal allein hin, da die meisten ihre Partner mitbringen.

                        Haben die Leute von dir denn auch oft ihren Partner dabei?


                        Ich glaube nicht, dass man nicht angesprochen wird, wenn man Zufriedenheit ausstrahlt.
                        Mein Gefühl ist, dass es eine Menge mit Neid und Eifersucht zu tun hat.
                        Den Männern, die ich kenne erscheine ich vielleicht zu unabhängig.
                        Überlegung: die Frauen, die unabhängig erscheinen, könnte den Herren, die diese Frauen präferieren ( ) für eine Affäre recht sein - aber, die Frau ist ja so unabhängig, wenn sie sich dann wieder verabschieden, wird die dann damit schon wieder klarkommen. Meinst du das? Könnte doch sein, oder??

                        Aber: muss ich erst eine gute Hausfrau werden, um einen Mann für eine feste Beziehung kennenzulernen???? Gar Ehe?


                        @Küstenkind: gute Ideen hast du, danke

                        @Maika:
                        Aber das man alles immer so selbst organisieren und initiieren muss, weil sonst nichts passiert, ist doch manchmal ein wenig bedrückend.
                        oh ja, da sagst du was!!!

                        Immerhin teilen WIR ein Boot

                        Liebe Grüße und LIEBE und einen schönen Sonntag

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                          Liebe Maika, liebe Sheldon,

                          Ja, wir teilen das Singleboot.
                          Ansonsten habe ich glaube ich ein anderes Thema, als das Singledasein.
                          Es geht um sich einlassen und Nähe zulassen im Allgemeinen.

                          Da ich nicht glaube, dass Liebesbeziehungen wesentlich anders funktionieren als Freundschaftsbeziehungen, arbeite ich momentan daran, die Ursache dafür zu ergründen und zu bearbeiten, warum ich bestimmte Menschen scheinbar anziehe.

                          Vielleicht strahle ich tatsächlich eine gewisse Unabhängigkeit aus, die suggeriert, dass ich schon klar komme. Doch geht es nicht um das Frau am Herd sein als Gegenmodell, sondern um das Zulassen von Nähe. Das bedeutet nicht, dass ich mich in eine Abhängigkeit begeben möchte, sondern mich nicht durch Unabhängigkeitsszenarien von der Möglichkeit der Beziehungsbildung abschneide.
                          Das kann ich nun nicht kurz erklären, denn ich habe jetzt dazu 2 Bücher gelesen, die deutlich mehr Text enthalten, als ich hier schreiben kann.
                          Es ist nicht so einfach und lässt sich nicht darauf reduzieren, dass ich dem anderen den Unverbindlichkeitsschwarzenpeter zuschiebe. An jeder Interaktion zwischen 2 Menschen sind beide beteiligt.
                          Ich möchte definitiv eine andere Qualität in meinen Freundschaften erleben.
                          Meine inneren Kinder wurden in der jüngeren Vergangenheit wieder von meinem Ego verdrängt, das für die Bedürfnisbefriedigung eine Menge Energie verbraucht hat. Nun benötige ich eine Weile, um die Beziehung zu ihnen wieder aufzubauen.

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                            Liebe Cherchie,

                            Du schreibst von einem Einsamkeitsgefühl. Und dass Du Dich wunderst, wie wenig Leute sich bei Dir melden.
                            Gäbe es jemanden, zu dem vielleicht DU den Kontakt wiederbeleben könntest?

                            Was für Bedürfnisse haben deine inneren Kinder? die können ja ziemlich unterschiedliche Charaktere aufweisen...

                            Kommentar


                              liebe Cherche,

                              hat sich denn in der letzten zeit etwas an deinen ansprüchen an freundschaften verändert? weil, das kenne ich von mir. als ich früher meine bedürfnisse noch tief in mir vergraben hatte, hatte ich einige freundschaften, die klar darauf basierten, dass ich für die anderen da war. zuhörte, half. als ich dann mit hilfe einer therapie dahinter kam, dass ich auch bedürfnisse habe , kamen diese freundschaften schwer ins ruckeln. genaugenonommen ist keine davon übrig geblieben, ich hab ne weile um gleichgewicht gekämpft, aber mein gegenüber war oft nicht gewillt, mir auch mal zuzuhören (darum ging es mir in erster linie, weil helfen kann ich mir auch meist selber).
                              aber ich hatte auch damals freundschaften auf "unabhängiger basis". also menschen, die ähnlich wie ich durchs leben gehen, diese freundschaften kamen mit meiner veränderungen gut klar.

                              liebe grüße

                              Kommentar


                                Zitat von ladymaryann Beitrag anzeigen
                                Gäbe es jemanden, zuf dem vielleicht DU den Kontakt wiederbeleben könntest?

                                Was für Bedürfnisse haben deine inneren Kinder? die können ja ziemlich unterschiedliche Charaktere aufweisen...
                                Liebe ladymmaryann,

                                Ich habe den Kontakt zu einer Freundin in meiner alten Heimat wiederbelebt. Wir telefonieren nun regelmäßig am Wochenende. Das finde ich sehr schön und es fühlt sich vertraut und geborgen an.
                                Jedoch haben wir so unterschiedliche Interessen, dass wir uns nicht mit etwas gemeinsam beschäftigen können, außer dass wir uns 3 bis 4mal im Jahr sehen und dann essen und quatschen. Vor allem können wir gemeinsam lachen.

                                Meine Kinder brauchen momentan alle Geborgenheit, Zugehörigkeit und Liebe.
                                Meine Ältere möchte auch mit ihrer Weiblichkeit wahrgenommen werden.
                                Das ist mit über 50 schwieriger geworden

                                Ich bin nicht ohne Kontakte momentan, habe auch an jedem Wochenende mindestens an einem Tag etwas vor. Meist mit Gruppen, zu denen ich aufgrund gemeinsamer Freizeitgestaltung gehöre. Selber melde ich mich jedoch bei niemandem.
                                Mir ist auch kaum danach, jemanden zu treffen.
                                Ehrlich gesagt fallen mir ansonsten keine Menschen ein, die ich kontaktieren möchte. Ich fühle mich nicht in der Lage, mich mit Menschen zu treffen, die mich nicht so gut kennen.
                                Da hätte ich das Gefühl, mich nicht mit meiner momentanen Trauer und Passivität zu zeigen.
                                In den Gruppen bin ich als Einzelne nicht so gefordert und kann michbin der Menge ein wenig verstecken und fallen lassen.
                                Wenn es mir etwas besser geht an manchen Tagen, genieße ich das Alleine sein sehr.

                                Kommentar

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