Ich möchte noch ergänzen: dieses Aufwachen, was fühlst du dabei, liebe Cherche, aus was erwachst du auf?
Ankündigung
Einklappen
Keine Ankündigung bisher.
Verlorene Liebe im letzten Lebensdrittel...was nun?
Einklappen
X
-
Ich meinte, dass man oft den Schmerz über den Verlust einer Beziehung für Liebe hält.Zitat von Chrysothemis Beitrag anzeigenWeshalb sollte Trauer Liebe sein?
...
Es gibt einen Menschen, dem du blind vertrauen kannst, der immer da ist und dir Schutz und Sicherheit bietet: DU. Das sollte bei dir ankommen, dann wird das Loslassen vermutlich wesentlich leichter.
...
Ja, Du hast natürlich recht damit, dass ich mich auf mich verlassen kann.
Ich weiß nicht, warum ich dieses Bewusstsein oft nicht abrufen kann.
Kommentar
-
Die Arbeit mit meinen inneren Kindern ist wirklich oft sehr hilfreich.Zitat von Kalua Beitrag anzeigen...
und dann stell Dir vor, Du bist dieses Kind.
Tröste es (Dich) ...
Doch momentan habe ich keinen rechten Zugriff darauf.
Ich weiß nicht, welches Kind getröstet werden muss.
Meine Vermutung liegt bei meinem Baby.
Ich hatte es aufgegeben, doch es ist sicher wert, dass ich das noch öfter versuche.
Danke Kalua, dass Du mich erinnerst.
Kommentar
-
In den Situationen, in denen ich in den Interpretationen einer Situation gefangen bin, führt die Angst bei mir das Regiment. Ich habe dann Angst, jemandem mein Vertrauen geschenkt zu haben, der mich belügt und betrügt.Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigenBleibt die Frage nach dem "Sieg über die Angst". Musst du sie denn besiegen? Oder kannst du sie nicht integrieren? Jeder Mensch hat Ängste... die Frage ist, ob sie die Macht so über uns erhalten, dass wir "handlungsunfähig werden". Aber du handelst doch, was ich sehe, ist das auch völlig "normal".
Beim "Aufwachen" bin ich erschrocken über mich, wie haltlos und bedürftig ich bin, wie wenig unabhängig ich mich verhalte. Dann ist meist etwas passiert, das das Gegenteil meiner Spekulationen beweist und ich fühle mich schuldig, weil ich so misstrauisch war.
Kommentar
-
Ansonsten bin ich kein ängstlicher Mensch.
So glaube ich.
Jeder wäre und ist erschrocken und verunsichert, wenn ich, die auf alle scheinbar einen toughen Eindruck macht, selbständig im Leben stehend und alles mögliche alleine bewältigend, plötzlich ihre Ausfälle (ich bin dann häufig scheinbar verbal sehr verletzend, was mir leider gar nicht bewusst ist) bekommt.
Kommentar
-
Chrysothemis
Interessant, wie gut du das beschreiben kannst, da kann man sich richtig hinein versetzen.Zitat von Cherche Beitrag anzeigenIn den Situationen, in denen ich in den Interpretationen einer Situation gefangen bin, führt die Angst bei mir das Regiment. Ich habe dann Angst, jemandem mein Vertrauen geschenkt zu haben, der mich belügt und betrügt.
Beim "Aufwachen" bin ich erschrocken über mich, wie haltlos und bedürftig ich bin, wie wenig unabhängig ich mich verhalte. Dann ist meist etwas passiert, das das Gegenteil meiner Spekulationen beweist und ich fühle mich schuldig, weil ich so misstrauisch war.
Zunächst solltest du dir diese Angst ansehen und dir die Frage stellen, was wohl der "worst case" wäre, wenn du belogen und betrogen würdest. Dann kommt die Rückversicherung ins Spiel "ich komme damit zurecht, ich bin für mich (meine inneren Kinder) da und werde das überstehen".
Also was ist für dich daran so besonders schlimm, belogen und betrogen zu werden? Was löst es in dir aus?
Für dein inneres Baby hätte ich noch einen Tipp: Stelle es dir vor, wie es da in seinem Bettchen liegt, dann bringst du es an einen sicheren Ort, den du dir genau ausmalst und beauftragst "innere Helfer", sich um das Baby zu kümmern.
Kommentar
-
Was ich rauslese:
Die Angst, dass dein Vertrauen missbraucht wird. Die Angst, sich fallen zu lassen und die Unabhängigkeit aufzugeben? Auf alle Fälle die Fäden in der Hand halten ... Kontrolle haben. Und das auch, indem du Unterstellungen anstellst... Das ist echt schwer, da gehen alle Gefühle quer und nix ist mehr stimmig.
Nur einen Rat, wie man damit umgeht, habe ich auch nicht.
Was ich aber meine zu lesen, ist, dass du Entscheidungen gefällt hast, die zu dir passen. Und damit ist alles "richtig". Oder "gesund". Also stimmig für dich, auch wenn ganz viele Bedürfnisse auf der Strecke geblieben sind.
Ich bin gespannt auf Fortunas Vermutungen.
Ich bin hier mal gelandet, als Ralf Senftleben noch das Forum "führte". Damals habe ich das Konzept der leeren Töpfe oder so kennen gelernt.
Schau dir deine Bedürfnisse an, gib jedem einen Topf. Je nachdem, wie gut sie befriedigt sind, stelle sie dir gut gefüllt oder weniger gut gefüllt vor. Die weniger gut gefüllten Töpfe stellst du in den Vordergrund. Und du überlegst dir, was du tun müsstest, dass sie besser gefüllt sind.
Wenn jetzt die Sehnsucht nach einem zuverlössigen Partner ungestillt ist, dann spielt der Zeitfaktor eine Rolle. Wo könntest du solch einen Partner zufällig finden, beim Sport, beim Reisen, im Museum und wo würde es dir am besten gefallen, zu sein? Daraus machst du eine Schnittmenge: erstens gehst du mal raus und siehst etwas, das dir gefällt. und es ehöht die Wahrscheinlichkeit, einen netten Menschen kennenzulernen.
Oder du denkst mal an eine Partnerbörse... Schaust dir diverse Männer an. Vielleicht ist ja mal ein unverheirateter dabei, der dir gefällt und bei dem du dich fallen lassen kannst.
Kommentar
-
Ich weiß nicht, warum dies so schrecklich für mich ist. Es ist beinahe eine existentielle Angst.Zitat von Chrysothemis Beitrag anzeigenAlso was ist für dich daran so besonders schlimm, belogen und betrogen zu werden? Was löst es in dir aus?
...
Für dein inneres Baby hätte ich noch einen Tipp: Stelle es dir vor, wie es da in seinem Bettchen liegt, dann bringst du es an einen sicheren Ort, den du dir genau ausmalst und beauftragst "innere Helfer", sich um das Baby zu kümmern.
Wovor und warum - keine Ahnung.
Kognitiv kann man sich fragen: ja und? Das passiert so vielen Menschen, die meisten überleben das.
Doch ich habe keine Idee, warum es so schlimm für mich ist.
...
Bei der Vorstellung, mich um einen sicheren Ort für mein Baby zu kümmern muss ich weinen.
Es hat so wenig Beachtung in der Realität bekommen, musste hinten anstehen und war die Ursache für so viele Schuldgefühle meiner Mutter.Zuletzt geändert von Cherche; 28.12.2014, 19:58.
Kommentar
-
Liebe Sabine,
Was du herausliest ist auch alles richtig.
Deine Gedanken zum eine verbindliche Beziehung finden teile ich.
Ich habe Partnerbörsen nachdem ich es ausprobiert habe für mich ausgeschlossen und denke auch, dass es am ehesten für mich passt, wenn immerhin schon einmal Gemeinsamkeiten vorhanden sind.
Doch das ist Zukunftsmusik, denn soweit bin ich emotional mit dem Loslassen noch nicht.
Zumal ich glaube, diese Lektion sollte ich erst einmal lernen, die in dieser Situation steckt.
Cherche
Kommentar
-
Chrysothemis
Jetzt wird es ein bißchen "verwirrend"Zitat von Cherche Beitrag anzeigenIch weiß nicht, warum dies so schrecklich für mich ist. Es ist beinahe eine existentielle Angst.
Wovor und warum - keine Ahnung.
Kognitiv kann man sich fragen: ja und? Das passiert so vielen Menschen, die meisten überleben das.
Doch ich habe keine Idee, warum es so schlimm für mich ist.
...
Bei der Vorstellung, mich um einen sicheren Ort für mein Baby zu kümmern muss ich weinen.
Es hat so wenig Beachtung in der Realität bekommen, musste hinten anstehen und war die Ursache für so viele Schuldgefühle meiner Mutter.
:
Eine existentielle Angst, bedeutet ggf. Todesangst und die hast du einmal reell gespürt, ohne dich an ein bestimmtes Ereignis zu erinnern. Gut möglich, daß es in früher Kindheit liegt.
Unterbewußt erwartest du, belogen und betrogen zu werden und da ist es eigentlich nicht wirklich verwunderlich, daß du dir genau die Personen suchst, die "die Voraussetzungen" dafür mitbringen - von jemandem, von dem du es nicht erwarten "könntest" belogen und betrogen zu werden, wäre wesentlich schlimmer. So ist es aber auch nicht verwunderlich, sich nicht ganz einlassen zu können, da im Hintergrund immer diese Erwartung lauert (aus der dann die Schuldgefühle entstehen, wenn du "grundlos" mißtrauisch warst).
Zum Baby: Umso hilfreicher wird der sichere Ort sein, er entlastet sowohl dich selbst, als auch deine Mutter. Dort bekommt es nämlich jetzt alles was es braucht.
Kommentar
-
ihr seid ja längst auf der spur.Zitat von Cherche Beitrag anzeigenLiebe Fortuna,
Du schreibst, Du habest einen Verdacht, man müsse viel früher ansetzen.
Ich bin neugierig, Deine Gedanken zu lesen.
es muss einen grund geben, warum du dir unterbewusst/unbewusst "diese" männer in der vergangenheit ausgesucht hast. geht es um den kampf um die erste oder zweite geige (hast du geschwister, buhltest du mit einem elternteil um das zweite)?
diese diffuse angst und die schuldgefühle - wer hat dir das eingeimpft? ich finde es normal, neuen unbekannten menschen nicht sofort blind zu vertrauen sondern erstmal zu gucken, mit wem du es eigentlich zu tun hast. es macht einen unterschied, ob du es misstrauen oder gesunder menschenverstand nennst. verschenk dein vertrauen nicht, sondern gib es dem, der es verdient hat. das macht schon sinn.In den Situationen, in denen ich in den Interpretationen einer Situation gefangen bin, führt die Angst bei mir das Regiment. Ich habe dann Angst, jemandem mein Vertrauen geschenkt zu haben, der mich belügt und betrügt.
Beim "Aufwachen" bin ich erschrocken über mich, wie haltlos und bedürftig ich bin, wie wenig unabhängig ich mich verhalte. Dann ist meist etwas passiert, das das Gegenteil meiner Spekulationen beweist und ich fühle mich schuldig, weil ich so misstrauisch war.
und mir scheint, du suchst die schuld nur bei dir? falls du dich am anfang mal "vertan" ihast, dann musst du dich dafür ja nicht verteufeln. passiert uns allen.
noch ein aspekt: liebe bringt nicht automatisch liebe hervor. wenn du respektlosigkeit mit liebe begegnest, macht das den anderen nicht "zwangsläufig" zu einem besseren menschen. er könnte auch einfach lernen, dass er es mit dir "machen" kann.
als ich vor circa 10 jahren anfing, konflikte einzugehen anstatt wegzulaufen oder sie zu ignorieren (in meinem elternhaus wurde viel gebrüllt, ohne damit jemals einen streit zu klären, deswegen bin ich in die vermeidung gegangen), erlebte ich eine ganz erstaunliche sache: es gab menschen, die mich mit meinem anliegen ERNST nahmen!!! ein beispiel: ein kollege kam mir immer zu nah (wenn einer dem anderen was am pc zeigte), ich nahm also meinen ganzen mut zusammen und meinte, bitte ein bisschen mehr abstand beim arbeiten. er war ganz bestürzt, entschuldigte sich und hielt sich ab dann daran.
aber nicht alle menschen bemühen sich. ich hab auch erlebt, dass es meinem gegenüberschnurzpiepegal ist. dass ich gefälligst so zu sein habe, wie es demjenigen bequem ist. ich hab mir ein prinzip angeeignet: jeder kriegt 3 chancen, weil beim ersten mal kann es sich um ein missverständnis handeln. beim zweiten mal auch noch. aber beim 3. mal hat es system. dann wende ich mich ab. besser ist das.
dein freund hat die verantwortung für eure beziehung DIR zugeschoben. wenn ich es richtig gelesen habe, ging es dir am anfang etwas zu schnell und du batest ihn lediglich, etwas tempo rauszunehmen? anstatt diesen wunsch zu respektieren (und mal im ernst, der war total harmlos), hat er dramatisiert und sich abgewandt. und jetzt kam er wieder damit ums eck, wenn du etwas anders gemacht hättest, hätte er sich einlassen können. bei dem satz krieg ich schnappatmung. wenn der nicht kriegt, was er will, dann holt er aber die ganz große schaufel, um sie dir überzuziehen. anstatt dich zu wehren, ziehst du den kopf ein und es hat den anschein, als würdest du denken, du hast diesen schlag verdient?
du schimpfst lieber auf dich, als genau hinzuschauen. du denkst, du musst es aushalten, dass da noch zwei frauen sind, wo unklar ist, wie der beziehungsstatus zu den beiden ist. fang an, deine bedürfnisse wichtiger zu nehmen als seine. du musst gar nichts aushalten. hinnehmen. akzeptieren. wenn du es willst, dann mach das. aber hör auf dein herz. wie es wirklich ist.
ich hoffe, du kannst ein bisschen mit meinen worten anfangen (buchtipp: nah und doch so fern, sokol/carter).
liebe grüße
Kommentar
-
Liebe Chrysothemis,
Todesangst habe ich als Baby wohl gespürt.
Als ich geboren wurde, lag meine Oma schwer krank darnieder.
Meine Mutter hat von allen Seiten Druck bekommen, dass sie mit mir ins KH musste.
Mein Opa und mein Vater waren mit meiner scheinbar sehr eifersüchtigen und für die Männer schwierigen Schwester alleine. Da sie nicht zurecht kamen, half die kranke Oma.
Zu allem Unglück wurde ich auch noch krank. Mit meiner Erkältung bekam ich keine Luft, wenn ich essen sollte, sodass ich beinahe gestorben wäre, wie mein Mutter mir einmal sagte.
Als die Oma 3 Monate später starb, gab mein Opa meiner Mutter die Schuld für den Tod.
Ich habe das alles erst vor ein paar Monaten so genau erfragt.
Meine Schwester war sehr extrovertiert und musste immer im Mittelpunkt stehen.
Ich habe bestimmt 35 Jahre lang immer ganz brav ihr den Boden bereitet und mich im Hintergrund aufgehalten, habe meine Schwester als meine engste und einzig richtige Freundin betrachtet. Erst als ich den Eindruck hatte, dass ich diese Rolle nicht verlassen sollte, weil sie diese für sich benutzt, ich mich auch nicht mehr in der Unscheinbaren wohlgefühlt habe, bin ich aus der Rolle ausgebrochen. Seitdem klappt es mit uns nicht mehr.
Wir haben oft jahrelange Phasen, in denen wir uns nicht sehen und bei Familientreffen aus dem Weg gehen.
Ich bin die Mittlere, habe noch einen jüngeren Bruder, war in der Familie immer die Mittlerin.
Zunehmend habe ich seit ca. 10 Jahren immer weniger Lust dies zu sein, denn ich habe gemerkt, wie sehr ich selber dabei verschwinde und mich selber nicht mehr spüre.
Das Formulieren meiner Bedürfnisse habe ich nie gelernt, deswegen kommen die Versuche vermutlich auch eher trotzig rüber. Vielleicht spürt man auch, dass ich mir manches noch nicht wirklich selber von Herzen erlaube.
Kommentar
-
Liebe Fortuna,Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen... geht es um den kampf um die erste oder zweite geige (hast du geschwister, buhltest du mit einem elternteil um das zweite)?
...
diese diffuse angst und die schuldgefühle - wer hat dir das eingeimpft? ich finde es normal, neuen unbekannten menschen nicht sofort blind zu vertrauen
...
und mir scheint, du suchst die schuld nur bei dir? falls du dich am anfang mal "vertan" ihast, dann musst du dich dafür ja nicht verteufeln. passiert uns allen.
...
wenn du respektlosigkeit mit liebe begegnest, macht das den anderen nicht "zwangsläufig" zu einem besseren menschen. er könnte auch einfach lernen, dass er es mit dir "machen" kann.
...
aber beim 3. mal hat es system. dann wende ich mich ab. besser ist das.
...
dein freund hat die verantwortung für eure beziehung DIR zugeschoben. wenn ich es richtig gelesen habe, ging es dir am anfang etwas zu schnell und du batest ihn lediglich, etwas tempo rauszunehmen?
...
du schimpfst lieber auf dich, als genau hinzuschauen.
...
(buchtipp: nah und doch so fern, sokol/carter)
Einige Deiner Gedanken zu Buhlen und Schuld habe ich im Beitrag darüber kommentiert.
Da ich auf dem tablet schreibe und das Zitieren kompliziert finde, habe ich die Sätze, die mich ansprechen mit ... getrennt
...
Das Vertrauen, das ich über mehr als 30 Jahre zu meiner Schwester hatte, hat mich glaube ich mehr gekostet, als ich dachte. Jemandem Vertrauen zu schenken, den ich nicht kenne und dann enttäuscht zu werden ist das Eine. Meiner Schwester habe ich blind vertraut und habe zig Jahre später erkennen müssen, dass ich von ihr benutzt wurde (ich glaube nicht, dass sie das aus Bosheit macht oder gar bewusst).
...
Ich fühle mich immer dann schuldig, wenn ich erkenne, dass die Art wie ich etwas versuche zu erbitten oder kritisieren, den anderen verletzt hat. Ich habs nicht drauf, das ohne verletzende Worte (die ich nicht als solche empfinde in dem Moment) zu sagen.
Gleichwohl glaube ich, dass es gerne benutzt wird, um von der Aussage dahinter abzulenken.
Man kann es also mit mir machen, denn ich habe viel Verständnis für andere.
...
Ich finde Deine Idee gut, sich selber eine Grenze zu stecken, wie lange man mit jemandem versucht eine Verständigung zu finden.
...
Ich habe meinem Freund damals gesagt, dass ich nicht mehr verliebt bin. Die Situation war mir zu schuldbeladen und schwer geworden, sodass ich mein Verliebtsein nicht mehr fühlen konnte. Da er ziemlich abgestürzt ist damals, kann ich verstehen, dass er meinen neu aufgeflammten Gefühlen nicht traut und Angst hat, sich erneut einzulassen.
...
Danke für den ineressanten Buchtipp
Kommentar
-
Chrysothemis
Liebe Cherche,
ein starkes Stück.
Zunächst mal, solltet ihr die Schuld zurück geben. Zuallererst war die Oma für sich selbst verantwortlich, also auch darauf, auf ihre Gesundheit zu achten. Die Unfähigkeit von zwei erwachsenen Männer, sich kurzzeitig um ein kleines Mädchen zu kümmern, kann ebenfalls niemandem angelastet werden.
Überhaupt schon wieder Schuld - das ist dein großes Thema
.
Deine Mutter ließ sich Schuld zuschieben, vielleicht wurde sie auch insgeheim dir zugeschoben (unbewußt) - was denkst du über die Schuld deiner Mutter? War sie Schuld am Tod der Oma? Oder gar du?
Du läßt dir immer wieder Schuld aufdrücken, für Dinge, die nicht in deiner Verantwortung liegen. Es ist nicht deine Lebensaufgabe, für andere das zu sein, was sie sich wünschen - die anderen können dich nehmen, wie du bist, mit Ecken und Kanten, oder sie müssen sich jemanden suchen, der besser zu ihnen paßt. Sie können nicht verlangen, daß du dich vollständig selbst verleugnest, damit sie dich "lieben" können. Und genau hier, läßt du dir immer wieder Schuld aufhalsen, die aber absolut nicht zu dir gehört. Es ist nicht deine Schuld, daß du nicht ewig warten wolltest, bis der gnädige Herr sich mal zwischen dir oder seiner Frau entscheidet.
Schuld hat mit Verantwortung zu tun. Die Frage ist, weshalb solltest du Verantwortung übernehmen, für Dinge, die nicht in deiner Macht liegen? Nicht du hattest dich zu entscheiden zwischen zwei Frauen und hattest dafür nicht den Mumm - also nicht deine Verantwortung.
Vielleicht überhaupt eine gute Idee, von jetzt an zu fragen:
Ist das meine Verantwortung oder die des anderen?
Zur Todesangst:
An sich meinte ich damit keine tatsächliche, sondern eine, die sich nur für dich in deiner Situation als Baby oder kleines Kind so anfühlte. Etwas, wo du "im Stich" gelassen wurdest, von jemandem, den du sehr geliebt hast - das würde die Angst vor dem Belogen und Betrogen werden erklären und damit auch das Mißtrauen.
Da ist es auch wenig verwunderlich, daß du dir diese Partner suchst - da weißt du, worauf du dich einläßt (sie sind dir ja bekannt als Lügner und Betrüger) und wirst nicht übermäßig überrascht.
Kommentar

Kommentar