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eine Haltung inneren Friedens

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    eine Haltung inneren Friedens

    ... Habt Ihr sowas?
    Findet Ihr sowas überhaupt erstrebenswert?
    Schafft Ihr es, Euch die zu bewahren, wenn sie erschüttert wird?
    Wie?

    #2
    Ja, habe ich... gelegentlich. Ich arbeite noch daran.

    Innerer Frieden ist für mich sehr erstrebenswert, denn er macht mich frei und liebend.

    Diesen Zustand gibt es zwar kostenlos, aber nicht umsonst, wie ich finde. Er gehört, meiner Meinung nach, zu den Gütern, um die man kämpfen und die man jeden Tag aufs Neue verteidigen muss.

    Erschüttert wird mein innerer Frieden eigentlich nicht mehr, aber ich lasse mich noch zu leicht davon ablenken, weil ich darin noch nicht sicher genug bin, aber es wird besser.

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      #3
      Ich finde eine solche Haltung für mich erstrebenswert. Und so herausfordernd. Beglückend, wenn es mal funktioniert, sie einzunehmen und zu halten, auch bzw gerade wenn sie erschüttert wird (eigentlich braucht man sie ja nur dann?).

      Wie dieser Tage, wo gewaltigtätige Akte, gewaltbereite Gedanken und zuviel Gewalt in der Hand einiger Mächtiger den Frieden bedrohen und mein ganz persönlicher Friede von Angst oder Wut gestört wird.

      Wie ist das bei Dir? Was macht Deinen inneren Frieden stark?

      Bei mir hilft z.B., dass ich mich erinnere, dass sich innerer Frieden gut anfühlt uns deshalb gerne wieder da hin möchte.

      Wenn ich z.B. heute abend zu München Kommentare im Internet von lese, wie "Licht kann Dunkelheit verdrängen" oder "please world, reunite", dann fühle ich eine Art Verbundenheit, die sich bei Meldungen, die eher meine Angst oder Wut ansprechen, sehr schnell verflüchtigen kann.

      Deshalb hier also meine Umfrage: Was macht es Dir möglich, inneren Frieden zu spüren, wenn äußerlich gerade keiner da ist?

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        #4
        Zitat von Tar Retaw Beitrag anzeigen
        Deshalb hier also meine Umfrage: Was macht es Dir möglich, inneren Frieden zu spüren, wenn äußerlich gerade keiner da ist?
        Indem ich bei mir bleibe. Denn nur in mir ist das Licht, die Liebe und der innere Friede.

        Gelingen tut es mir nicht immer, nicht immer sofort, weil manchmal die Gewalt übermächtig ist. Dann kommt mein Körper ins Spiel und sendet mir inzwischen unmissverständliche Signale, bei mir in Form von inzwischen sehr kleinen, aber sehr schmerzhaften Furunkeln. - Meistens reicht das.

        Ich hoffe eines Tages ohne die Signale meines Körpers auszukommen und permanent inneren Frieden zu spüren.

        Ich hatte das Glück in meiner Kindheit und Jugendzeit einen solchen Menschen gekannt zu haben, der von innerem Frieden erfüllt war. Er ist mein großes Vorbild, auch wenn er schon lange nicht mehr lebt.

        Condor

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          #5
          Ich kann mich Condor da nur anschließen.
          Leider vergesse ich in den angstmachenden Situationen oft, dass ich sie nur abgeben muss, damit ich wieder zum inneren Frieden zurückfinden kann.
          Ich gebe dann an Gott ab.
          Gott sei Dank findet sich meist jemand, der mich daran erinnert.

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            #6
            Eine tolle Frage, danke Tar Retaw

            Innerer Frieden – so würde ich es bei mir nicht bezeichnen… is noch zu klein.

            Aber meine Vorstellung dazu wird konkreter, das find ich schon mal sehr gut.

            Für mich bedeutet es zurzeit, dass ich mich in ‚brenzligen‘ Situationen, Kritik, o.ä, erst mal zurückziehen muss. Ich muss dann alleine sein…
            Ich nehme diese Themen mit und setzte mich ganz bewusst damit auseinander.
            Schaue mir die verschieden Seiten an, betrachte Argumente… und mache mich auf die Suche nach dem, meinem persönlichen Umgang damit.
            Ich horche in mich, fühle genau nach was es mit mir macht.

            Und dann treffe ich eine Entscheidung… wie gehe ich damit um.

            Manchmal, immer öfter, klappt das ganz gut – manchmal brauche ich Unterstützung von ‚außen‘, z.B. hier im Forum habe ich schon viele Hilfestellungen dazu bekommen.
            Wenn ich diese Entscheidung erst mal getroffen habe, kann ich sie meistens ganz gut umsetzten – bin dann voll ‚bei mir‘.

            Aber ja, gestern stieß ich auch massiv an meine Grenzen – München… ich habe es sehr genau verfolgt… im Netz… im TV… und es macht mir Angst (nicht nur München, sondern generell die Ereignisse der letzten Wochen, Monate…)…
            Angst ist kein guter Berater!

            Somit habe ich zurzeit noch keinen zufriedenstellenden Umgang für mich gefunden...

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              #7
              Hallo Condor,

              Zitat von Condor2 Beitrag anzeigen
              ... und permanent inneren Frieden zu spüren.
              Aber wenn der innere Frieden 'permanent' ist...
              ...heißt das nicht, dass ich mich mit diesen Themen nicht mehr auseinander setze?

              So nach dem Motto: ...es tut ja nicht not... betrifft mich ja nicht direkt...

              Aber führt diese Sichtweise nicht unweigerlich zur, von mir, so verachteten Oberflächlichkeit?
              **Das soll hier keine Kritik an irgendjemandem sein. Das ist eine Frage die mich wirklich beschäftigt**

              Du siehst, dieser 'Vorgang' der persönlichen Entwicklung... ist für mich wirklich noch Neuland... und mir werfen sich immer tausend neue Fragen auf...

              Kommentar


                #8
                Zitat von Cahofe Beitrag anzeigen
                Hallo Condor,



                Aber wenn der innere Frieden 'permanent' ist...
                ...heißt das nicht, dass ich mich mit diesen Themen nicht mehr auseinander setze?
                Doch, doch; du setzt dich damit auseinander, aber nicht mehr ängstlich und gelähmt, wie das Kaninchen vor der Schlange sitzend.
                Alle Emotionen sind noch da, außer der Angst, aber sie werfen dich nicht mehr um.

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                  #9
                  Ich kann inneren Frieden für mich finden, wenn es mir gelingt, für einen Moment meine Gedanken auszuschalten, nichts, wirklich nichts zu denken.

                  Dann wird mein innerer Raum ganz weit, es ist wie durchatmen.
                  Danach kann ich (meistens) meine Umgebung oder das entscheidende Thema mit Abstand und ohne große Emotionen betrachten. Was nicht heißt, dass ich dann kalt und gefühllos werde.

                  Eher im Gegenteil, ich kann Mitgefühl empfinden, wo ich vorher nur Angst, Neid, oder Ablehnung empfunden habe.

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                    #10
                    Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                    Doch, doch; du setzt dich damit auseinander, aber nicht mehr ängstlich und gelähmt, wie das Kaninchen vor der Schlange sitzend.
                    Alle Emotionen sind noch da, außer der Angst, aber sie werfen dich nicht mehr um.
                    Hallo Bonny,

                    aber wie schaffst Du das, die Angst, die Lähmung... auszukoppeln?

                    Das krieg ich einfach nicht hin...

                    Bin das o.g. Kaninchen

                    Kommentar


                      #11
                      Zitat von Cahofe Beitrag anzeigen
                      Hallo Bonny,

                      aber wie schaffst Du das, die Angst, die Lähmung... auszukoppeln?

                      Das krieg ich einfach nicht hin...

                      Bin das o.g. Kaninchen
                      Indem ich Angst und Lähmung abgegeben habe an Gott und mich dort gut aufgehoben fühle. Sie sind dann einfach weg.
                      Nenn es Gottvertrauen, das Gefühl, nicht allein zu sein.
                      Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich bin nicht im eigentlichen Sinn fromm oder gläubig im kirchlichen Sinn.
                      Aber ich glaube an einen liebenden Gott, der mich hält, mich auffängt und bei dem meine Ängste gut aufgehoben sind.
                      Ich kann dann akzeptieren, was kommt.

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                        #12
                        Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                        Indem ich Angst und Lähmung abgegeben habe an Gott und mich dort gut aufgehoben fühle. ..
                        ..Nenn es Gottvertrauen, das Gefühl, nicht allein zu sein.
                        ...Ich kann dann akzeptieren, was kommt.
                        Ich lebe auch in dem Bewusstsein, dass ich nicht alleine bin - das gibt mir sehr viel Halt.
                        Ich mache das zwar nicht an Gott fest - aber ja, vielleicht ist das eine Möglichkeit... an etwas 'Höheres' zu glauben... dem man durchaus zumuten kann, sich seiner Angst o.ä. anzunehmen.


                        Mir scheint der Gedanke 'zu' einfach – wie komme ich zu der Annahme das es für Jemanden (man möge ‚es/ihn‘ nennen wie man will) zumutbar ist. Ich kann doch nicht, mir unerträgliche Empfindungen, bei anderen abladen...


                        Oh man, das ist wieder so ein Moment in dem ich denke, dass das Leben einfach 'zu' schwierig für mich ist…

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                          #13
                          @Cahofe

                          Liebe Cahofe,

                          das ist normalerweise ein Prozess, der nicht von einem Tag auf den anderen funktioniert.
                          Zuallererst: Verurteile Dich nicht dafür, dass Du Angst hast und vor allen Dingen, versuche nicht, sie wegzudrängen.

                          Versuch mal, Deine Angst genau anzuschauen. Das kann nach einer beängstigenden Situation in der Rückschau geschehen. Z.B. abends im Bett, wo Du Dich sicher fühlst. Niemand verlangt, das Du Dir in der angstbesetzten Situation auch noch Gedanken um das Wie und Warum machst.

                          Was genau macht mir Angst in dieser Sache?
                          Ist mir genau diese Art der Angst schon mal begegnet?
                          In welchen Situationen habe ich Angst?

                          Vielleicht gibt es einen oder mehrere Auslöser, auf die Du immer wieder ansprichst. Wenn Du einen davon identifiziert hast, kannst Du Dich damit auseinandersetzen. Jetzt geht es darum, herauszufinden, wann und wie der Auslöser bei Dir zum ersten Mal gesetzt worden ist. Das kann eine einzige Situation gewesen sein oder auch viele, kleine Ereignisse hintereinander.

                          Wenn das erledigt ist, kannst Du Dich anschauen: Was für ein Mensch war ich zur Zeit des ersten Auslösers und wer bin ich heute? Ist es überhaupt noch nötig, diese Angst zu empfinden?

                          Dieser Prozess kann ziemlich schwierig sein, viele machen das nur mit einer/m Therapeutin. Wenn Du merkst, dass Du auf sehr schmerzhafte Ereignisse Deines Lebens stößt, solltest Du überlegen, Dir professionelle Hilfe zu holen. Die Krankenkasse bezahlt auch einen Psychologen.
                          Zuletzt geändert von spark; 23.07.2016, 10:08. Grund: Zusatz

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                            #14
                            Sicher kannst du das; bei Gott sowieso, aber man macht das ja auch bei einem Arzt oder einem Therapeuten oder einem guten Freund/Freundin.
                            Ich musste das allerdings auch erst lernen, weil ich lange Zeit noch an dem in der Kindheit Gelernten festhing, nur niemandem zur Last zu fallen.
                            Vielleicht hat man bei dir das gleiche Prinzip angewandt, denk mal nach.

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                              #15
                              Hallo spark,
                              Zitat von spark Beitrag anzeigen
                              ...das ist normalerweise ein Prozess, der nicht von einem Tag auf den anderen funktioniert.

                              Jepp, das merk ich auch ganz aktuell

                              Dieser Prozess kann ziemlich schwierig sein, viele machen das nur mit einer/m Therapeutin. Wenn Du merkst, dass Du auf sehr schmerzhafte Ereignisse Deines Lebens stößt, solltest Du überlegen, Dir professionelle Hilfe zu holen. Die Krankenkasse bezahlt auch einen Psychologen.
                              Ich denke nicht das es ein generelles Problem von mir ist. Auch nicht an 'kindlichen Erfahrungen' fest zu machen.

                              Es geht hier wirklich um die aktuelle lähmende Angst, die z.B. München in mir auslöst... die ist so... groß...

                              O.k., das gehört hier nicht her... geht ja eigentlich um ein anderes Thema..

                              Jedenfalls erst mal vielen Dank dür Deine Gedanken dazu spark

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