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    Nachbarschaftshilfe

    Ich weiß, dass es in Großstädten anders läuft, aber in unserer kleinen Stadt und in unserem Viertel sind wir dazu übergegangen, uns mehr für unsere Nachbarn zu interessieren und uns gegenseitig zu helfen, ohne dass es sich unbedingt um Großprojekte handelt.
    Da wird auch nichts besprochen, sondern einfach gehandelt.
    Es ist schon normal, dass 1 Nachbar einen Schlüssel zum Haus besitzt und bei Abwesenheit (Urlaub, Krankenhaus) das Haus hütet und Blumen gießt.
    Dafür wird auch weder Entgelt noch Geschenk erwartet.
    Wir machen dann mal die Straßenrinne sauber oder das Unkraut vor Nachbars Garage weg, und wenn im Winter schon einer beim Schneeschaufeln ist, räumt er beim Nachbarn grade mit.
    Auch Mülltonnen werden mal reingefahren.
    Wie sieht das bei euch aus?
    Ist die Großstadt wirklich so anonym, oder bestünde da vielleicht auch die Möglichkeit, sich ein bisschen anzunähern?

    #2
    Hallo Mensch(in),

    ich wohne nicht in einer Großstadt, aber dennoch in einer Stadt.
    In der Siedlung in der ich wohne, ist es so, dass (fast) Jeder Jeden kennt und ich muss sagen, dass ich das nicht sehr leiden kann.
    Es wird ständig getratscht und geredet.

    Dazu kommt auch noch, dass es bei vielen "wie geleckt" aussieht. Das heißt, dass der Rasen im besten Grün grünt, im Vorgarten keinerlei Unkraut zu sehen ist und natürlich ein gewaschenes Auto in der Einfahrt steht etc. pp.

    Ich finde das schrecklich.

    Ich möchte gar nicht, dass ein Nachbar von unserem Haus ein Schlüssel hat oder unseren Schnee wegschippt oder sonstwas macht. Dementsprechend können sie sich auch nicht den Mund faserig reden, wenn sie sehen, dass es bei uns nicht so super sauber/geleckt/rein aussieht.
    Ich muss dazu sagen, dass wir hier in einer Ecke wohnen in der wir viele Ärzte, Unternehmer etc. als Nachbarn haben.
    Als wir uns das Haus damals angeschaut haben, scherzte ich noch, ob denn hier auch "normale Bürger" wohnen dürften
    Natürlich sind nicht alle "Gutverdiener" so drauf, aber so manch Einer lässt es schon gerne "raushängen".

    Wir sind hier lieber für uns. Natürlich grüßen wir auch unsere Nachbarn und/oder halten mal ein Pläuschchen auf der Straße, aber mehr muss nicht sein.

    Ich mag da lieber die Anonymität bzw. das "für-uns-bleiben" und - gott sei dank - sind unsere direkten Nachbarn auch so drauf.

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      #3
      Hallo Jummitier,

      es ist gar nicht so, dass wir "aufeinander hängen", eigentlich lebt jeder für sich und kümmert sich um seine Angelegenheiten. Mein Mann und ich lieben auch nicht diese gemeinsamen Grillabende oder das Getratsche.
      Diese "Nachbarschaftshilfe" findet mehr oder weniger so statt, wie die Heinzelmännchen von Köln gearbeitet haben.
      Sie wird auch nicht als Pflicht verstanden: Der hat jetzt das und das für mich gemacht, also muss ich...
      Hier wird nicht aufgerechnet, zumal man meistens auch gar nicht weiß, wer jetzt z.B. den Mülleimer mal reingefahren hat.
      Vielleicht haben wir auch einfach nur Glück mit unserer Nachbarschaft oder es hängt damit zusammen, dass hier etliche Leute wohnen, die schon etwas älter sind. Da ist eigentlich jeder dankbar, wenn mal ein Handgriff übernommen wird.
      Die jüngeren Leute in der Nachbarschaft bieten auch ganz allgemein ihre Hilfe an, ohne einem aber auf die Pelle zu rücken. Wenn man wirklich mal um Hilfe fragt, erhält man auch nie ein "nein".
      Einen Hausschlüssel zum "Schnüffeln" missbrauchen, das würde hier niemand tun.
      Hier herrscht der richtige Abstand , nicht zu nah und trotzdem da.

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        #4
        [quote=Mensch;58921
        Einen Hausschlüssel zum "Schnüffeln" missbrauchen, das würde hier niemand tun.[/quote]

        Einmal habe ich in dieser Beziehung Pech gehabt. Unser früherer Nachbar hat unser Vertrauen missbraucht, indem er unsere Papiere, Sparbücher usw. durchwühlt hat. Geklaut wurde nichts, er war nur neugierig. Seine Frau, die dabei war, hat es mir Jahre später erzählt. Sie sind mittlerweile geschieden.

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          #5
          Wir wohnen auf dem Land und wir haben durchaus schon mal Muelltonnen gerollt und ich den zwei Parteien nebenan tagsueber den Schnee sogar vom Parkplatz weggeschippt (weil die Vorhersage noch Unmengen Schnee fuer den Tag ankuendigte) ... der Dank: unfreundliche Zettel am Motorrad meines Freundes, z.T. keine Erwiderung der Gruesse, etc.

          Somit liebe Mensch, Du hast schlichtweg einfach Glueck mit Deinen Nachbarn ...

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            #6
            hallo liebe mensch,
            also ich wohne in einer gegend mit einfamilienhäuser. ist eher eine randsiedlung zu
            einer stadt mit 20.000 einwohnern.
            aber bei uns in der ecke wird das auch so gehandhabt wie bei euch.
            da hilft jung und alt zusammen.
            hab ich ein elektrisches problem hilft der nachbar, der keine gegenleistung erwartet.
            dafür wont gegenüber wer der mir den schlüssel fürs houssitting übergibt und
            ich erwarte und bekomme auch nichts.
            so ganz stimmt das nicht, hab ich zuviele gemüsepflanzerl bekommts der erste angeboten
            und vom 2ten bekam ich einen kleinen nähauftrag mit "großzügiger" entlohnung.
            dem einen schippen wir ab und an die ein fahrt dafür dürfen wir uns im sommer
            die tolle heckenschere ausleihen.
            und keiner von uns achtet auf einen "ausgleich" jeder das was er kann und da gibt es vieles.....

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              #7
              Haben wir beide jetzt wirklich nur Glück oder ist es nicht doch möglich, auch in größeren Städten Nachbarn zu motivieren, sich ähnlich zu verhalten, indem man es ihnen vielleicht vorlebt und/ oder sie mal anspricht?
              Ich denke, das macht eine Gesellschaft doch wirklich erst menschlich.
              Früher oder später sind wir doch alle auf Hilfe angewiesen; professionelle Hilfe ist nicht nur teuer, sondern kann auch nicht immer und zu jeder Zeit geleistet werden. Man kann doch nicht für jede Kleinigkeit, auch wenn sie einem noch so schwer fällt, jemanden bestellen.

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                #8
                Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
                ... in unserem Viertel sind wir dazu übergegangen, uns mehr für unsere Nachbarn zu interessieren und uns gegenseitig zu helfen, ohne dass es sich unbedingt um Großprojekte handelt.
                Da wird auch nichts besprochen, sondern einfach gehandelt.
                Es ist schon normal, dass 1 Nachbar einen Schlüssel zum Haus besitzt und bei Abwesenheit (Urlaub, Krankenhaus) das Haus hütet und Blumen gießt.
                Dafür wird auch weder Entgelt noch Geschenk erwartet.
                Wir machen dann mal die Straßenrinne sauber oder das Unkraut vor Nachbars Garage weg, und wenn im Winter schon einer beim Schneeschaufeln ist, räumt er beim Nachbarn grade mit.
                Auch Mülltonnen werden mal reingefahren.
                Hallo Mensch,

                meine anfangs geschilderte schlechte Erfahrung mit Nachbarschaftshilfe hat nicht dazu geführt, dass ich nun voller Misstrauen bin.

                Deine Aussagen kann ich weitgehend bestätigen. Wir wohnen ländlich und unser Hausschlüssel ist bei unseren neuen Nachbarn gut aufgehoben, nicht nur, wenn wir verreist sind. Er ist dort deponiert, falls er mal nötig ist und wir haben ebenfalls den Nachbarschlüssel.

                Meinen zur Zeit noch pflegeintensiven Garten versorgt eine liebe Freundin von mir, wenn wir weg sind. Verweiste Mülltonnen werden auf die Straße gestellt, ebenso passieren die anderen Hilfedienste, die bei Dir üblich sind.

                Es gibt jedoch einige in unmittelbarer Nachbarschaft, die nicht mitmachen, meist wegen Streitereien. Diese rufen auch schon mal die Polizei, wenn z.B. unser zweijährliches Straßenfest stattfindet, wo sie, obwohl sie immer wieder eingeladen werden, fernbleiben.

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                  #9
                  Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
                  Haben wir beide jetzt wirklich nur Glück oder ist es nicht doch möglich, auch in größeren Städten Nachbarn zu motivieren, sich ähnlich zu verhalten, indem man es ihnen vielleicht vorlebt und/ oder sie mal anspricht?
                  liebe mensch,
                  ich hab da so einen satz der mir so oft in den sinn kommt:
                  "..vor der eigenen haustüre kehren"
                  das ist zwar jetzt darauf gemünzt wenn man jemanden in misskritik bringen will,
                  aber es passt auch auf alles was meine eigene zufriedenheit anlangt.
                  wenn ich will, dass mich mein umfeld unterstützt, dann muss ich lediglich
                  selbst damit anfangen auf mein umfeld zu achten.
                  freilich auch hier gibts "beratungsresistente" was soviel heißt wie schnorrer und ausnutzer.
                  aber mein gott na, die entlarven sich eh schnell und dann stellen sie sich schnell
                  selbst ins abeits, siehe mane's schilderung.
                  aber ich erleb es immer wieder, wenn man selbst mit gutem beispiel vorangeht,
                  dann folgen dem auch immer welche.
                  man darf sich nur nicht mit rückschlägen aus der spur bringen lassen.

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                    #10
                    Ich lebe in einem Haus mit 17 Eigentumswohnungen, ich würde hier keinem Nachbarn meinen Schlüssel anvertrauen wollen! Leider tun die meisten hier nichts für die Allgemeineheit. Oft ist es mein Mann, der die Tonnen wieder rückt, das Gehege für die gelben Säcke wieder hinstellt, mal was aufhebt usw. Aus der Rinne sprießt das Unkraut, keinen kümmert's Seit Wochen sind auf der langen Treppe draußen (ist ein Terassenhaus) einige Stufen kaputt, außer uns scheint niemand es gemeldet zu haben, der Verwalter tut nichts! Alle wollen ihn als Verwalter behalten, wir nicht. Uns bleibt nur übrig zu klagen, schlimm, aber anders geht 's nicht.
                    Das was du schreibst, Mensch, erzählt mir meine Schwester, sie wohnt in Schweden sehr dörflich, da hat sie nette Nachbarn, die schauen auch drauf, wenn sich wer da rumtreibt, helfen sich, wenn was ist, Haus versorgen im Urlaub usw.

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                      #11
                      Wohnen da die Eigentümer oder sind die Wohnungen vermietet?

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                        #12
                        Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
                        Haben wir beide jetzt wirklich nur Glück oder ist es nicht doch möglich, auch in größeren Städten Nachbarn zu motivieren, sich ähnlich zu verhalten, indem man es ihnen vielleicht vorlebt und/ oder sie mal anspricht?
                        Ich denke, das macht eine Gesellschaft doch wirklich erst menschlich.
                        Früher oder später sind wir doch alle auf Hilfe angewiesen; professionelle Hilfe ist nicht nur teuer, sondern kann auch nicht immer und zu jeder Zeit geleistet werden. Man kann doch nicht für jede Kleinigkeit, auch wenn sie einem noch so schwer fällt, jemanden bestellen.
                        Ich kenne ja einen "Saarländer" persönlich, der wohnt nicht in meiner Nachbarschaft (ich habe Gott sei Dank nur zwei Nachbarn" aber der versucht mich ständig in seine "Nachbarschaft sprich Freundes- und Bekanntenkreis zu integrieren).
                        Der ist wirklich total nett, aber "soziales Gefüge" ist dem Saarländer sehr wichtig.
                        Dem Münsterländer im Grunde auch, aber ich erlaube mir immer da etwas "anders" zu sein.
                        Ein guter Nachbar grüßt stets über den Zaun, aber kommt nie rüber!
                        Na ja, etwas übertrieben, aber von der Tendenz her!

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                          #13
                          Wir beide (mein Mann und ich) gehören nicht zuder typischen Art von Saarländern, die abends und nächtens ständig am Schwenken oder am Zusammensitzen sind.
                          Das ist bei uns mit der Nachbarschaft eher eine Mischform: Hilfe, wo es nötig und angebracht und mitmenschlich ist, aber ansonsten genügend Abstand:
                          so wie bei den Igeln!

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                            #14
                            Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
                            Wohnen da die Eigentümer oder sind die Wohnungen vermietet?
                            Zwei sind vermietet, aber es wohnen auch nicht alle Eigentümer dauerhaft hier, kommen nur sporadisch. D.h. von 17 Wohnungen sind ca. 8-10 Wohnungen bewohnt. Diese wenigen Menschen schaffen es nicht, z.B. Altpapier vernünftig zu entsorgen, die Pappen erst dann rauszustellen wenn die Abholung kommt... Immer wieder stehen Dinge auf dem Sperrmüll, die da nicht hingehören usw.

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                              #15
                              Ich versteh das nicht.
                              Gerade als Eigentümer ist man doch eigentlich darauf bedacht, dass alles in Ordnung ist.
                              Hast du das mal auf einer Eigentümerversammlung angesprochen, und wie war die Reaktion?

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