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    #76
    sskkyy: Das ist eine wunderschöne (Weihnachts-)Geschichte.... Danke!

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      #77
      Eine tolle Geschichte,

      sskkyy,

      wo man sich den wichtigen Inhalt durch die Verlagerung in die Tierwelt
      mal wieder leichter merkt,
      als wenn man das Gleiche in einem (wissenschaftlichen) Vortrag gehört hätte.

      Das gilt für alle Altersstufen, aber ganz besonders für Kinder.

      Danke !!!

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        #78
        Sooo schön

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          #79
          Die Geschichte ist ja schon da: Nicht mehr als ein Nichts

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            #80
            Wo ist er? dieser Mensch

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              #81
              Das weiß ich leider nicht, Tamina.
              Aber jeder Mensch zählt und jeder Mensch kann es sein.



              Der Samurai und der Spatz

              Es war einmal ein berühmter Samurai, der über all die Jahre für seinen Herrn schon viele Kämpfe in unzähligen Kriegen gewonnen hatte.
              Aber es kam der Tag, an dem er erstmals einen Kampf verlor.
              Gedemütigt und voller Zorn gegen sich selbst und gegen den Rest der Welt, wollte er seinem nun scheinbar unwürdigen Leben ein Ende bereiten. Er ritt die staubige Landstraße entlang und dachte darüber nach, wie er sich am grausamsten und auffälligsten umbringen könnte.

              Plötzlich sah er vor sich auf dem Weg etwas liegen. Er hielt an und erkannte, dass es ein kleiner Spatz war. Dieser lag auf dem Rücken und streckte seine winzigen Füßchen zum Himmel.
              Der Samurai, der wegen des Vogels aus seinen Gedanken gerissen worden war, schrie den Spatz an: "Geh mir aus dem Weg, du nichtsnutziges Federvieh!"
              Der Spatz aber antwortete: "Nein, lieber Samurai, das werde ich nicht tun. Ich habe eine große Aufgabe zu verrichten."

              Der Samurai war ganz überrascht und erstaunt über die selbstbewusste Antwort des Vogels. Er stieg von seinem Pferd, beugte sich zu dem Spatz hinunter und fragte: "Verrat mir, was so wichtig ist, dass du mir den Weg nicht freimachen willst?"
              "Oh", sagte der Spatz, "man hat mir gesagt, dass heute der Himmel auf die Erde fallen wird. Und deshalb liege ich nun hier. Ich werde ihn mit meinen Füßen auffangen."

              Als dies der Samurai hörte, fing er an zu lachen. Er konnte sich kaum beruhigen, so sehr schüttelte es ihn. Prustend rief er: "Was? Du kleines Federknäuelchen willst mit deinen dürren Beinchen den Himmel auffangen?"
              Der kleine Spatz erwiderte sehr ruhig und ernst: "Tja, man tut was man kann!"

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                #82
                Danke Sskkyy, das ist eine wunderschöne Geschichte, die mir heute Morgen schon ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.

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                  #83

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                    #84
                    Danke, sehr schön!

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                      #85
                      Danke, freut mich, wenn sie euch auch gefällt
                      (Hatte nach dem Lesen auch öfters das Bild des Spatzen vor mir g)


                      Die beiden Brüder, der Greis und der Vogel

                      Es waren einmal zwei Brüder - Ying und Yang.
                      Auf einem hohen Berg in der Nähe ihres Dorfes lebte ein alter Greis, von dem die Leute sagten, dass er alles wisse. Die beiden Jungen hatten sich nun in den Kopf gesetzt, dem alten Greis eine Frage zu stellen, die er nicht beantworten konnte.

                      Stundenlang saßen sie auf einer Wiese und überlegten und überlegten, welche Frage sie dem Alten stellen könnten. Ying kletterte auf einen Baum, um besser überlegen zu können. Auf einem Ast neben ihm saß ein kleiner Vogel, der leise zwitscherte. Ganz plötzlich schnappte Ying sich den Vogel und hielt ihn in seiner Hand fest.
                      Als er zu seinem Bruder Yang hinunterkam rief er: "Ich hab's! Ich weiß, was wir den Alten fragen werden." Er zeigte seinem Bruder den Vogel in seiner Hand und sagte: "Wir fragen ihn, was ich in der Hand halte!"
                      "Er wird antworten, dass du einen Vogel in der Hand hältst." erwiderte Yang wenig begeistert.
                      Ying sagte: "Ich weiß. Aber dann werde ich ihn fragen, ob der Vogel tot oder lebendig ist! Und wenn er sagt, dass der Vogel lebt, dann drücke ich meine Hände zusammen. Wenn er aber sagt, dass der Vogel tot ist, dann lasse ich ihn fliegen!"
                      Diese Idee fand auch Yang gut und so rannten sie aufgeregt den Berg hinauf zu dem alten Mann. Schon von weitem riefen sie: "Alter Mann, wir haben eine Frage für dich!"

                      Der Greis saß meditierend vor seiner Hütte. Die beiden Jungen standen atemlos vor ihm. Nach einer Weile öffnete er langsam die Augen und blickte die beiden zappeligen Jungen an.
                      "Alter Mann, wir haben eine Frage an dich!" sagte Yang.
                      "So fragt." antwortete der Greis.
                      "Alter Mann, was halte ich hier in der Hand?" fragte Ying und die Brüder starrten den Alten gespannt an.
                      Er schloss die Augen, dachte einen Augenblick nach und öffnete sie wieder. Er sagte: "Du hast einen Vogel in deiner Hand."
                      Ying guckte siegesgewiss zum Greis und fragt: "Nun denn. Weiser Mann, ist der Vogel tot oder ist er lebendig?"
                      Daraufhin schloss der Greis seine Augen wieder. Ying und Yang wurden ganz ungeduldig und als er endlich seine Augen wieder öffnete, sprach er: "Mein Sohn. Ob der Vogel tot oder lebendig ist, das liegt ganz in deiner Hand."

                      (eine Tao-Geschichte)

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                        #86
                        Ein Bild vom Frieden

                        Es war einmal ein König, der schrieb einen Preis im ganzen Land aus: Er lud alle Künstler ein, den Frieden zu malen und das beste Bild sollte eine hohe Belohnung bekommen.
                        Die Künstler im Land machten sich eifrig an die Arbeit und brachten dem König ihre Bilder. Aber von allen Bildern, die gemalt wurden, gefielen dem König nur zwei. Zwischen denen musste er sich nun entscheiden.

                        Das erste war ein perfektes Abbild eines ruhigen Sees, in dem sich die malerischen Berge spiegelten, die den See umrandeten. Man konnte jede kleine Wolke im Wasser wiederfinden. Jeder, der das Bild sah, dachte sofort an den Frieden.
                        Das zweite Bild war ganz anders. Auch hier waren Berge zu sehen, aber diese waren zerklüftet, rau und kahl. Über den Bergen jagten sich am grauen Himmel wütende Wolkentürme und man konnte den Regen fallen sehen, den Blitz aufzucken und fast den Donner krachen hören. An einem Berg stürzte ein tosender Wasserfall in die Tiefe. Keiner, der das Bild sah, kam auf die Idee, dass es hier um den Frieden ging.
                        Aber der König sah hinter dem Wasserfall einen winzigen Busch, der auf der zerklüfteten Felswand wuchs. In diesem kleinen Busch hatte ein Vogel sein Nest gebaut. Dort in dem wütenden Unwetter an diesem unwirtlichen Ort saß der Muttervogel auf seinem Nest - in perfektem Frieden.

                        Welches Bild gewann den Preis?
                        Der König wählte das zweite Bild und begründete das so: "Lasst Euch nicht von schönen Bildern in die Irre führen: Frieden braucht es nicht dort, wo es keine Probleme und keine Kämpfe gibt. Wirklicher Frieden bringt Hoffnung und heißt vor allem, auch unter schwierigsten Umständen und größten Herausforderungen, ruhig und friedlich im eigenen Herzen zu bleiben."

                        (Autor unbekannt)

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                          #87
                          Danke für diese Geschichte,
                          Sskkyy,
                          die wieder zum Nachdenken anregt.

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