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Freut mich, wenn es dir gefällt, Bagheera :)
Zu deinem smiley noch die Geschichte *sonst vergess ich es vielleicht wieder:
Die Statue des Michelangelo
Eines Tages wurde Michelangelo von einer reichen Familie beauftragt, eine Statue von außergewöhnlicher Schönheit zu erstellen.
Er suchte daraufhin nach einem geeigneten Marmorblock. Nach einer ganzen Weile fand er in einer Seitenstraße einen fast vollkommen von Unkraut überwucherten Block, der dort vergessen worden war. Diesen Marmorblock ließ Michelangelo von seinen Arbeitern in sein Atelier bringen.
Dann begann er damit, die Statue des David aus dem Stein zu hauen. Dafür brauchte er zwei ganze Jahre. Und zwei weitere Jahre dauerte es, bis er die Statue durch Schleifen und Polieren fertig stellte.
Als die Statue feierlich enthüllt wurde, waren viele Menschen gekommen, um die unvergleichliche Schönheit des David zu bewundern. Man fragte Michelangelo, wie es ihm denn möglich gewesen war, eine so wunderschöne Statue zu erschaffen.
Der Bildhauer sprach: "Der David war immer schon da gewesen. Ich musste lediglich den überflüssigen Marmor um ihn herum entfernen."
Ich kenne diese Geschichte etwas anders, als grundlegende Herangehensweise des Meisters. Ist das nicht genial?
Toll, dass Du sie NICHT vergessen hast, sky. Danke. Ich liebe nämlich Michelangelo. Und seinen David. Seinen Moses auch. Und so weiter. * hach *
Wenn ich mir den seidig wirkenden Marmor anschaue, kann ich das Genie nicht fassen, das sowas herstellen kann.
Mullah Nasruddin wurde eines Nachts von einem Polizisten angetroffen. Nasruddin kniete vor der Straßenlaterne bei seinem Haus und suchte den Boden nach etwas ab. Er war nicht mehr ganz nüchtern. "Was suchst du denn so spät in der Nacht?" fragte der Polizist. "Ach, ich habe meinen Hausschlüssel verloren und komme ohne ihn nicht in die Wohnung", antwortete Nasruddin. Der Polizist kniete sich ebenfalls auf den Boden und so suchten beide gemeinsam den Bereich um die Straßenlaterne ab. Aber sie konnten nichts finden. Nach einer Weile fragte der Polizist: "Bist du dir denn wirklich sicher, dass du den Schlüssel hier unter der Laterne verloren hast?" "Nein, überhaupt nicht, eigentlich habe ich ihn dort hinten bei den Sträuchern verloren, aber dort ist es zu dunkel und unbequem, um zu suchen", antwortete Nasruddin.
Das ist eine ganz und gar wunderbare Geschichte, sky.
Ich suche in meinen Unterlagen nun selber nach heilsamen Geschichten... aber sieht so aus, als hätte ich vor allem Zitate gesammelt. Und die gehören in einen anderen Faden.
Und guck mal: hier finde ich einen Ausspruch von Michelangelo, der zu Deiner letzten Geschichte passt. Hoffentlich ist das nicht zu sehr OT:
"Es kann der größte Künstler nichts ersinnen, was unter seiner Fläche nicht der Marmor in sich enthielt´, und nur die Hand, die ganz dem Geist gehorcht, erreicht das Bild im Steine." (zitiert von Irving Stone).
In Jericho war eine große Arbeitslosigkeit ausgebrochen. Viele Menschen mussten auswandern und woanders nach ihrem Glück suchen. Unter ihnen war auch ein junger Mann, der sich auf die Reise nach Jerusalem machte, um dort eine neue Anstellung zu finden. Er verließ Jericho zum ersten Mal und er fühlte sich etwas unsicher und ängstlich.
Da er vorher schon etwas über die Menschen in Jerusalem erfahren wollte, fragte er unterwegs jemanden: "Kannst Du mir sagen, wie die Leute in Jerusalem sind?"
Der so Angesprochene fragte zurück: "Wie sind denn die Leute in Jericho?" Der arbeitslose Mann antwortete: "Ach, sie sind böse, hinterlistig und unsympathisch."
"Ja, genau so sind auch die Leute in Jerusalem." war darauf die Antwort.
Sehr besorgt reiste der Mann weiter und traf wenig später einen anderen Mann. Wieder fragte er: "Kannst Du mir sagen, wie die Leute in Jerusalem sind?" Und wieder stellte der andere die Frage zurück: "Wie sind denn die Leute in Jericho?"
Diesmal antwortete der junge Mann: "Die Leute in Jericho sind nett, freundlich und sehr liebenswert." Darauf bekam er zur Antwort: "Ja, genau so sind auch die Leute in Jerusalem."
Joshu unterwies die Menschen: "Wenn ich lehre, dringe ich direkt zum Herzen der Angelegenheit vor. Wenn ihr sagt, ich sollte verschiedene Techniken benutzen, um eure unterschiedlichen Bedürfnisse zu befriedigen - geht doch zu denen, die alle Methoden anwenden und alle Doktrinen lehren.
Wenn ihr nicht versteht, wessen Fehler ist das dann?"
aus: Der Kreis des Samsara. Geschichten von Meister Joshu.
"Sag mir, was wiegt eine Schneeflocke?", fragte die Tannenmeise die Wildtaube.
"Nicht mehr als ein Nichts", gab sie zur Antwort.
"Dann muss ich dir eine wunderbare Geschichte erzählen", sagte die Meise.
"Ich saß auf dem Aste einer Fichte, dicht am Stamm, als es zu schneien anfing; nicht etwa heftig im Sturmgebraus, nein, wie im Traum, lautlos und ohne Schwere. Da nichts Besseres zu tun war, zählte ich die Schneeflocken, die auf die Äste und auf die Nadeln der Zweige fielen und darauf hängen blieben.
Genau dreimillionen-siebenhunderteinundvierzigtausend-neunhundertzweiundfünfzig waren es.
Und als die dreimillionen-siebenhunderteinundvierzigtausend-neunhundertdreiundfünfzigste Flocke niederfiel - nicht mehr als ein Nichts - brach der Ast ab."
Damit flog die Meise davon.
Die Taube, seit Noahs Zeiten eine Spezialistin in dieser Frage, sagte zu sich nach kurzem Nachdenken:
"Vielleicht fehlt nur eines einzelnen Menschen' Stimme zum Frieden auf der Welt."
Es war einmal ein Asket. Der saß schon seit Wochen meditierend in einer Höhle.
....
Da fragte die Maus: "Wie willst du dich wohl mit Gott vereinigen, wenn du nicht einmal mit mir einig wirst?"
Beim Bezahlen an der Kasse im Supermarkt schlägt die sehr junge Kassiererin einer alten Dame vor, beim nächsten Einkauf ihre Einkaufstasche mitzubringen, denn Plastiktüten seien schlecht für die Umwelt.
"Da haben Sie Recht", entschuldigt sich die alte Dame, "doch leider war ich in Eile und habe sie entgegen meiner Gewohnheit zu Hause vergessen."
Die junge Frau erwidert: "Ja, wissen Sie, unser Problem ist nämlich, dass Ihre Generation sich keine Gedanken darüber macht, in welch schlechtem Zustand sie die Umwelt uns und den zukünftigen Generationen hinterlassen. Umweltschutz ist sicherlich ein Fremdwort für Sie."
"Das stimmt. Unsere Generation kannte keinen Umweltschutz - war auch gar nicht nötig, denn Sprudel- und Bierflaschen gaben wir an den Laden zurück, in dem wir sie gekauft hatten. Von dort gingen sie an den Hersteller, der die Flaschen wusch, sterilisierte und auffüllte, sodass jede Flasche unzählige Male benutzt wurde. Die Milch holten wir beim Milchhändler in unserer eigenen Milchkanne ab.
Aber Umweltschutz kannten wir nicht.
Für unsere Gemüseeinkäufe benutzten wir Einkaufsnetze, für den Resteinkauf unsere Einkaufstaschen. Vergaßen wir sie, so packte uns der Händler den Einkauf in braune Papiertüten, die wir Zuhause für viele Zwecke weiter verwendeten, z. B. zum Einpacken der Schulbücher, die uns von der Schule unter der Auflage, dass wir sie gut behandeln, kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Nach Beendigung des Schuljahres wurden sie wieder eingesammelt und in gutem Zustand an den nachfolgenden Jahrgang weiter gereicht.
Aber Umweltschutz kannten wir nicht.
Wir stiegen Treppen hoch, denn Aufzüge oder Rolltreppen gab es nicht. Wir gingen zu Fuß die paar Schritte zum nächsten Lebensmittelgeschäft und benutzten keinen 300 PS starken Geländewagen.
Aber Umweltschutz kannten wir nicht.
Damals wuschen wir Babywindeln, weil es keine Einwegwindeln gab. Wir trockneten die Wäsche nicht in einem Strom fressenden Trockner, sondern mit Wind auf der Wäscheleine. Die Kleidung der Kinder ging stets an die jüngeren Geschwister, denn neue Kinderkleidung konnten wir uns nicht leisten.
Aber Umweltschutz kannten wir nicht.
Im Haus hatten wir ein einziges Radio und später einen kleinen Fernseher mit einem Bildschirm in Taschentuchgröße. In der Küche gab es keine elektrischen Maschinen. Als Polstermaterial für Päckchen oder Pakete benutzten wir alte Zeitungen, kein Styropor oder Plastik.
Der Rasenmäher wurde mit der Hand geschoben, machte keinen Krach und Gestank. Das war unser Fitnesstraining, weshalb wir keine Fitnessstudios mit elektrischen Laufbändern und anderem Energie fressenden Unsinn benötigten.
Aber Umweltschutz kannten wir nicht.
Das Wasser tranken wir aus der Leitung und benötigten keine Plastikflasche. Unsere leeren Schreibfüller wurden wieder mit Tinte gefüllt, anstatt neue zu kaufen.
Aber Umweltschutz kannten wir nicht.
Damals fuhren unsere Kinder mit dem Bus, der Straßenbahn, dem Fahrrad oder gingen zu Fuß zur Schule. Einen 24-stündigen Taxiservice der Mutter mit einem 50.000 Euro teuren Auto gab es nicht.
Aber Umweltschutz kannten wir nicht.
Aber bedenken Sie: Es ist traurig, wenn die junge Generation sich darüber beklagt, wie verschwenderisch wir Alten gelebt haben, nur weil wir keinen Umweltschutz kannten.
Glauben Sie, wir Alten benötigen solche Belehrung? Und dann noch von einem Mädchen, das mir nicht das passende Wechselgeld geben kann, ohne die elektronische Kasse zu befragen."
Danke Dir, sky. Diese Geschichte geistert hier schon herum. Womöglich in einer Variation. Ich hab sie vor einigen Wochen hier gelesen... aber ich weiss nicht mehr, in welchem Faden.
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