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Juni: Harmoniebedürftigkeit oder konfliktscheu ?

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    #16
    Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen
    Wenn man in Harmonie mit sich selbst ist, ist man automatisch mit anderen in Harmonie.

    Man zieht das an, was man ausstrahlt.
    So wie man in den Wald hinein ruft, so kommt es zurück.
    Wenn ich dich so lese, frage ich mich, ob du und ich in derselben Welt zu Hause sind...
    Und der Wald, in den du hinein rufst, hat der auch andere Bewohner? So welche mit eigenen Stimmen, Stimmungen und ohne Heiligenschein?

    Gibst du eigentlich Kurse? So richtig alltagstaugliche?
    Ganz im Ernst: Ich würde bei dir buchen! - Aber nur mit "Wenn's nicht echt ist, will ich mein Geld zurück"!

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      #17
      Ich würde bei dir buchen! (Zitat Pitti)

      Ich hab gelesen: Ich würde bei dir brechen.

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        #18
        Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
        Ich würde bei dir buchen! (Zitat Pitti)

        Ich hab gelesen: Ich würde bei dir brechen.
        .... vielleicht auch das! Weiß man's? ...

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          #19
          Zitat von Pitti Beitrag anzeigen
          Wenn ich dich so lese, frage ich mich, ob du und ich in derselben Welt zu Hause sind...
          Wir sind in der kollektiven gemeinsamen Welt zuhause.
          Aber wir leben, jeder für sich, in seiner eigenen Welt.
          Und diese persönliche Welt, gestaltet sich eben jeder selber, aufgrund seiner Erwartungen, welche aus Gedanken und Gefühlen entstehen. Welche sich wieder zu Gruppierungen zusammenschließen. Somit ist auch jeder für das kollektive Geschehen mitverantwortlich. Der Fokus ist der Motor für Veränderung.

          Und der Wald, in den du hinein rufst, hat der auch andere Bewohner?
          Er hat die kollektiven und individuellen Bewohner, so wie deiner auch.

          So welche mit eigenen Stimmen, Stimmungen und ohne Heiligenschein?
          klar doch

          Gibst du eigentlich Kurse?
          nein

          So richtig alltagstaugliche?
          Ganz im Ernst: Ich würde bei dir buchen! - Aber nur mit "Wenn's nicht echt ist, will ich mein Geld zurück"!
          wie schon des Öfteren erwähnt, habe ich meine Erkenntnisse aus den Seth-Büchern.
          Und die sind sowas von alltagstauglich.
          Im Ernst, das was ich hier mitunter lese, könnte ich zum Teil unterzeichnen, weil es auch mal mir so erging.
          Meine Einstellung hat sich verändert, ich habe mich verändert und somit hat sich mein Umfeld verändert.

          Es geht darum, es auszuprobieren und dranzubleiben. Denn es geht nicht von heute auf morgen. Ich kann aus Erfahrung nur sagen "es funktioniert"!!!

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            #20
            Ihr Lieben,

            ein spannendes Thema! Danke dafür, liebe Kaktusine!

            Harmoniebedürftig bin ich ganz sicher! Mir ist noch nie langweilig geworden, wenn es in der Wahrnehmung anderer "zu" harmonisch zuging Ich finde Konflikte extrem anstrengend, unabhängig davon, ob ich sie selbst austrage oder sie nur im näheren Umfeld mitbekomme. Konfliktuöse Stimmungen stressen mich einfach und rauben mir Energie. Ich habe keinen Spaß an Kämpfen, auch nicht an freundschaftlichen Balgereien, Streitgesprächen oder Wettkämpfen.

            Deswegen vermeide ich Konflikte in Punkten, die mir nicht so wichtig sind; und das können durchaus Punkte sein, von denen andere denken, dass sie mir einen Konflikt wert sein müssten. Ich würde mich z.B., solange ich finanziell klarkomme, nie wegen eines höheren Gehaltes oder mehr Urlaubstagen in einen Konflikt begeben. An solchen Stellen ist es für mich wesentlich stressärmer, mich mit dem, was ich habe, zu arrangieren. Aber wenn mir etwas wirklich wichtig ist, wenn es in irgendeiner Weise ums Prinzip oder um meine Liebsten geht, gehe ich einer Auseinandersetzung nicht aus dem Weg.

            Wenn ich mich auf einen Konflikt einlasse, bedeutet das für mich demnach aber auch, dass es mir um so viel geht, dass ich alles andere als kompromissbereit bin. Das überrascht andere gelegentlich. Wenn ich einen Konflikt zu so etwas Grundsätzlichem austrage, können mich allenfalls bessere Argumente umstimmen; und ich bin darauf gefasst, bei anhaltenden Differenzen die Beziehung zu opfern.

            Echte Versöhnung finde ich schwer. Ein Streit hinterlässt immer Spuren und es gibt nur sehr wenige Menschen auf der Welt, zu denen ich trotz dieser Spuren eine Beziehung haben möchte.

            Deswegen ist für mich deeskalierendes Verhalten so wichtig: Solange man bestehende Differenzen noch ohne latenten oder offenen Konflikt lösen kann, ist für mich die Beziehung noch nicht "beschädigt". Über vieles hilft Humor hinweg, finde ich. Ich weiß, dass andere Menschen besser mit solchen Konfliktvorstufen zurechtkommen, wenn der Konflikt wirklich provoziert wird und man ihn dannn austragen kann. Da ich Konflikte aber als so einschneidend und irreversibel empfinde, sinken meine Humor- und Toleranzschwelle ziemlich, wenn ich den Eindruck bekomme, dass mein Gegenüber auf einen Konflikt hindrängt.

            Soweit meine ersten Gedanken dazu.

            Liebe Grüße!
            Chaja

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              #21
              Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
              .......

              Wenn ich mich auf einen Konflikt einlasse, bedeutet das für mich demnach aber auch, dass es mir um so viel geht, dass ich alles andere als kompromissbereit bin. Das überrascht andere gelegentlich. Wenn ich einen Konflikt zu so etwas Grundsätzlichem austrage, können mich allenfalls bessere Argumente umstimmen; und ich bin darauf gefasst, bei anhaltenden Differenzen die Beziehung zu opfern.

              Echt spannend, wie verschieden wir wirklich alle "ticken".... Was du, liebe Chaja, im obigen Absatz schreibst, hat für mich richtig "Power"; das ist für mich "für sich einstehen, ohne faule Kompromisse", und ohne erpressbar zu sein. Wow!

              Echte Versöhnung finde ich schwer. Ein Streit hinterlässt immer Spuren und es gibt nur sehr wenige Menschen auf der Welt, zu denen ich trotz dieser Spuren eine Beziehung haben möchte.

              Noch mal "wow": Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich gerade mit Menschen, mit denen ich diese gemeinsamen Spuren habe und die ich als in sich "präsent" und auch mich wahrnehmend erlebt habe, die klarsten Beziehungen lebe. Erstaunlich, hm?

              Danke für deine Gedanken!


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                #22
                Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen

                Im Ernst, das was ich hier mitunter lese, könnte ich zum Teil unterzeichnen, weil es auch mal mir so erging.
                Meine Einstellung hat sich verändert, ich habe mich verändert und somit hat sich mein Umfeld verändert.

                Es geht darum, es auszuprobieren und dranzubleiben. Denn es geht nicht von heute auf morgen. Ich kann aus Erfahrung nur sagen "es funktioniert"!!!
                Deine Worte machen mich neugierig und nachdenklich..... (kann ja nicht schaden )

                Ich bin dabei so "hin und her": Im "always-Omm" zu sein, hat sicher was, und doch zweifelt etwas in mir, ob ich das wirklich lebendig finden würde... Etwas in mir ist (noch) überzeugt, dass da ein paar Farben der Gesamt-Menschen-Palette fehlen würden....

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                  #23
                  Zitat von Pitti Beitrag anzeigen
                  Ich bin dabei so "hin und her": Im "always-Omm" zu sein, hat sicher was, und doch zweifelt etwas in mir, ob ich das wirklich lebendig finden würde... Etwas in mir ist (noch) überzeugt, dass da ein paar Farben der Gesamt-Menschen-Palette fehlen würden....
                  So geht es mir auch.

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                    #24
                    was steckt denn hinter harmonie? man will sich vom anderen nicht getrennt fühlen, man möchte die bindung fühlen, man will sich sicher und angenommen in der beziehung fühlen. ich glaube, da sind sich die meisten einig, dass an harmonie wenig schlechtes dran ist.

                    und bedürftigkeit ... ist nur die überzeichnung von bedürfnis. harmonie darf ein bedürfnis sein, find ich nichts schlimmes. und bedürftigkeit, ja mei, ...

                    konfliktscheu. auch erstmal normal. warum sollte ich die beziehung zu einem anderen riskieren? die gründe hierfür machen das ganze schon deutlich spannender. ich denke dabei zuerst an: gemeinsam eine lösung für ein problem finden. für mich steht hier nicht an erster stelle: ich will etwas haben und der andere muss dafür ein opfer bringen oder sich mir unterordnen.
                    wenn zweiteres, dann bin ich konfliktscheu. wenn der andere hungern muss, weil ich das zweite stück kuchen auch dringend noch essen muss, dann lasse ich mich gern konfliktscheu beschimpfen, dann nenn ich moralischen grundwert.

                    konflikte gehe ich ein, wenn jemand ein unrecht geschieht. dann kann ich auch laut und dominant werden. und wenn ich den anderen böse finde, lege ich auch gar keinen wert drauf, dass der mich mag.

                    aber der alltag ist ja eher geprägt von den harmloseren konflikten. heute passiert: ein kollege stellt sich gern doof, weil er keine lust auf bestimmte arbeiten hat. meine kollegin war schon völlig verzweifelt, weil er alles abschmetterte, auf kosten der qualität, die uns wichtig ist ... auch hier kann ich sehr bestimmt auftreten, und dem anderen klar machen, dass ich sein verhalten nicht akzeptabel finde ... aber: ich versuche es immer erst mit freundlichkeit. ich erkläre gerne, warum etwa wichtig ist. aber nicht endlos ...

                    ok, ich bin nicht konfliktscheu. aber harmoniebedürftig.

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                      #25
                      Ich hab ja auch nicht behauptet, dass was Schlimmes ist ... nicht in jedem Fall.
                      Und einen gewissen moralischen Konsens gibt es auch ... bis zu einem bestimmten Grad.

                      Aber z.B. in der Diskussion um das bedingungslose Grundeinkommen gehen die Meinungen über Moral auseinander.

                      Was hier auch oft O-Ton war/ist, dass Depressive die moralisch besseren Menschen sind. Sie stecken zurück, sie stellen die eigenen Bedürfnisse zurück, sind zurückhaltend/zurückgezogen, verletzen niemals andere Menschen, sind arbeitssam gewesen und haben sich überfordert, wollen nie Kollegen im Stich lassen, streiten sich nicht usw....

                      Ganz im Gegensatz zu Menschen, die z.B. diverse Persönlichkeitsstörungen haben. So sind z.B. Borderliner streitlustig, manipulativ, erpressen emotional, suchen nur Aufmerksamkeit, benutzen andere um sich selbst zu spüren .... usw...

                      doch vieles liegt wohl im Auge des Betrachters ... ist subjektiv sozussagen. Ja mei ....

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                        #26
                        liebe Kaktusine,

                        ich finde gut, dass du das thema aufgegriffen hast, nicht falsch verstehen. für mich wird es immer dann interessant, wenn ein thema "weh tut". wenn es tatsächlich reibungspunkte gibt.

                        lass uns genau hingucken. auf die gründe und in die abgründe ...

                        ich will nicht gefällig sein. ich will klar sein. ich will, dass mein gegenüber weiß, woran er mit mir ist. dazu gehört harmonie und konflikt. ich nehme auch gern harmonie ohne konflikt. aber niemals nur konflikt ohne harmonie ...

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                          #27
                          Klar ist alles subjektiv, Kaktusine. Aber Krankheitszustände (Depression und Persönlichkeitsstörungen) sind wohl hier in der Diskussion nicht die Maßstäbe für Konfliktscheu bzw. Harmoniebedürfnis.

                          Ich selbst befinde mich gerade in einem Prozess des "Wandels" in diesem Bereich. Werde ich etwas lauter, halten mich manche Leute plötzlich für "unheil" - "ach... Sie waren doch mal so ausgeglichen ..." hehe... - sag ich nichts, schwelt es in mir weiter...
                          Aktuell üb ich und üb ich...
                          Aber es fühlt sich so an, als würden neue Kräfte freigesetzt. Und damit meine ich heilvolle Kräfte. Das fühlt sich gut an.

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                            #28
                            Zitat von Bagheera Beitrag anzeigen
                            Klar ist alles subjektiv, Kaktusine. Aber Krankheitszustände (Depression und Persönlichkeitsstörungen) sind wohl hier in der Diskussion nicht die Maßstäbe für Konfliktscheu bzw. Harmoniebedürfnis.
                            Das seh ich anders. Viele Menschen leiden an einer Konfliktscheu - ob das jetzt nur ein Symptom ist, oder ursächlich, mag ich nicht beurteilen.
                            jemand, der an Depressionen leidet, richtet Ärger und Wut oft gegen sich, anstatt sich offen in einen Konflikt zu begeben.
                            Aber auch gesunde Menschen können konfliktscheu sein. Das hat nicht zwingend was mit Krankheit zu tun. Nicht jeder Mensch, der ein Trauma erlebt hat, wird krank z.B.

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                              #29
                              Ich gebe Dir Recht, Kaktusine. Meine unglückliche Formulierung ist mir erst aufgefallen, als ich in anderen Fäden unterwegs war. Ich hab nochmal am Anfang des Fadens nachgeguckt.
                              Ganz klar. Sorry.

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                                #30
                                ok !

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