Liebe Chaja!
Als ich den folgenden Absatz gelesen habe, in dem Du darauf hinweist, daß es Dir auch um quasi den Urgrund oder die Urgrundlagen jeglichen Wollens geht (von mir hervorgehoben) ...
... habe ich (wieder mal) bemerkt, daß sich für mich die Suche oder Frage nach diesem Urgrund bereits erledigt hat.
Ich bin seit bald 7 Jahren GFK-infiziert, und da bemerke ich, daß mir diese Haltung und die Prämissen der GFK mittlerweile so zur zweiten Natur geworden sind, daß ich das und mein Leben mittlerweile schon selbstverständlich unter der Bedürfnis-Prämisse betrachte - und damit bisher noch jede Frage nach dem Grund meines Redens, Schweigens, Handelns oder Unterlassens beanworten konnte.
Und im Grunde bin ich auch auf die Art dorthin gekommen, wie Du es schreibst: Ich habe meine Motive immer wieder rückwärts blickend erschlossen - und bin immer auf Bedürfnisse gestoßen. Zu behaupten, es gäbe einen einzigen oder Haupt-Antriebsmotor, greift mir viel zu kurz: Ja, es gibt Bedürfnisse, die treiben mich (zu einem gewissen Zeitpunkt) stärker an und andere, die treiben mich (gerade) seltener an. Aber es gibt vieles, was ich im Leben brauche und will, was mich zur Aktion, Reaktion oder Nicht-Reaktion bewegt.
Gerade gestern diskutierten wir in meiner buddhistischen Meditationsgruppe die GFK, und es kam die Frage auf, wie Bedürfnisse in die buddhistische Lehre passen, ob sie darin auch vorkommen. Und meine Antwort ist ganz klar: "ja".
Der Buddhismus sagt: Allen Wesen ist gemein, daß sie nach Glück streben und Leid vermeiden. Wann sind wir glücklich? Wenn Bedürfnisse erfüllt sind. Wann leiden wir? Wenn Bedürfnisse unerfüllt sind. Bedürfnisse sind für mich der Urgrund unseres Handelns - tief in uns angelegt. Manche quasi chemisch-biologisch in uns eingraviert, wie z.B. das Bedürfnis nach Nahrung, körperlicher Unversehrtheit oder Sexualität, andere mehr sozial-biologisch in uns verankert, wie Zugehörigkeit, Akzeptanz, zum Leben Anderer beitragen oder Unabhängigkeit.
Auf meinem Schreibtisch daheim steht seit mehreren Jahren meine Lieblings-Bedürfnisliste. Wann auch immer ich verstehen will, was mich antreibt oder in einer Situation angetrieben hat, wann auch immer ich eine Situation anschaue und versuche zu verstehen, was den Anderen angetrieben hat - nehme ich diese Liste her und prüfe langsam fühlend, wie sich jedes dieser Worte für die Situation anfühlt. Und wie gesagt - ich bin noch immer fündig geworden.
Und ich nehme diese Liste auch so immer wieder her, lasse meinen Blick über sie schweifen, bade in diesen Worten, spüre, welche Resonanz sie in mir hervorrufen, und habe auf diese Art und Weise gelernt, für diese inneren Motivatoren empfänglicher zu werden.
Somit ist das meine Antwort auf die Frage: "Warum will ich eigentlich manches?" - Weil mindestens eines dieser Bedürfnisse erfüllt wird. Daß z.B. der Eine sagt "ich gehe Tennis Spielen" um sich Bewegung, Luft, Spiel, Herauforderung und Gemeinschaft zu erfüllen und der Andere Golf, wiederum Andere sich die Bedürfnisse Bewegung, Luft und Herausforderung durch Laufen erfüllt, Spiel durch Computerspielen und Gemeinschaft durch das abendliche Bier mit Freunden - das sind einfach individuelle Ausprägungen und Präferenzen.
Ich habe eine Zeit lang auch Dankbarkeits-Tagebuch geführt, und am Abend geschaut, was habe ich heute freudvoll getan - und welche Bedürfnisse haben sich mir dadurch erfüllt. Und dabei noch mehr Reichtum entdeckt in dem, was ich tue.
Somit - hier meine absolute Lieblings-Bedürfnisliste, die mich noch nie im Stich gelassen hat, die mein Leben bereichert hat, die mir geholfen hat, mich besser zu verstehen, und die ich deshalb gerne mit Euch teilen möchte. Und ja, manche Begriffe sind nahezu dasselbe anders gesagt, aber mir hat genau diese feine Nuancierung geholfen, immer wieder den Antrieb zu finden, der es in einer bestimmten Situation war oder ist.
Selbsterhaltung
Ausgeglichenheit
Balance
Berührung
Beweglichkeit
Bewegung
Emotionale Sicherheit
Entspannung
Essen
Finanzielle/Wirtschaftliche Sicherheit
Frieden
Geborgenheit
Gesundheit
Kleidung
Körperkontakt
Luft
Regeneration
Ruhe
Sauberkeit
Schutz
Sexualität
Sicherheit
Trinken
Unterkunft
Sinnhaftigkeit
Anmut
Ästhetik
Beitragen zum Leben
Besonnenheit
Bewußtsein
Effektivität/Effizienz
Entschlosseneit
Erfolg
Harmonie
Inspiration,
Klarheit
Konsistenz/Beständigkeit
Konstruktivität
Objektivität
Ordnung
Pragmatismus
Sachlichkeit
Schönheit
Sinn
Sinnvolle Arbeit
Sorgsamkeit
Sparsamkeit
Spiritualität/Glaube
Struktur
Veränderung
Vorwärts kommen
Weitblick
Zeit sinnvoll nutzen
Autonomie
Ausgleich
Distanz
Eigene Träume, Ziele, Werte selbst bestimmen
Einfluß haben/Kontrolle
Freiheit
Privatsphäre
Selbstbestimmung
Strategien zur Erfüllung selbst bestimmen
Unabhängigkeit
Spiel
Abenteuer
Abwechslung
Aktivität
Anregung
Auftanken
Einfachheit
Engagement
Feiern
Freude
Gelassenheit
Genuß
Herausforderung
Humor
Inspiration
Lachen
Leichtigkeit
Leidenschaft
Muße
Natur
Phantasie
Schönheit
Spaß
Spontaneität
Vielfalt
Authentizität
Aufrichtigkeit
Bildung
Ehrlichkeit
Entwicklung
Flexibilität
Identität
Individualität
Integrität
Kompetenz
Kongruenz
Kreativität
Leichtigkeit
Mut
Offenheit
Persönlichkeit
Selbstachtung
Selbstvertrauen
Selbstverwirklichung
Selbstwert
Wachstum
Wissen
Liebe
Akzeptanz
Anerkennung
Emotionale Sicherheit
Fairnes
Freundlickeit
Fürsoge
Geborgenheit
Gegenseitigkeit
Gerechtigkeit
Gesehen werden
Harmonie
Hilfsbereitschaft
Nähe
Präsenz
Rücksichtnahme
Sympathie
Toleranz
Unterstützung
Verbindung
Vertrauen
Wärme
Wertschätzung
Wohlwolle
Zärtlichkeit
Zuneigung
Zuversicht
Empathie
Achtsamkeit
Achtung
Aufgeschlossenheit
Einfühlung
Ernst genommen werden
Gehört werden
Höflichkeit
Interdependenz
Kontakt
Menschlichkeit
Mitgefühl
Respekt
Verstanden werden
Verständnis für andere
Zugehörigkeit
Beteiligung
Dazu gehören
Freundschaft
Führung
Geborgenheit
Gegenseitige Unterstützung
Gemeinschaft
Geselligkeit
Inspiration
Loyalität
Miteinander teilen
Unparteilichkeit
Verläßlichkeit
Werte miteinander teilen
Als ich den folgenden Absatz gelesen habe, in dem Du darauf hinweist, daß es Dir auch um quasi den Urgrund oder die Urgrundlagen jeglichen Wollens geht (von mir hervorgehoben) ...
Zitat von Chaja
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Ich bin seit bald 7 Jahren GFK-infiziert, und da bemerke ich, daß mir diese Haltung und die Prämissen der GFK mittlerweile so zur zweiten Natur geworden sind, daß ich das und mein Leben mittlerweile schon selbstverständlich unter der Bedürfnis-Prämisse betrachte - und damit bisher noch jede Frage nach dem Grund meines Redens, Schweigens, Handelns oder Unterlassens beanworten konnte.
Und im Grunde bin ich auch auf die Art dorthin gekommen, wie Du es schreibst: Ich habe meine Motive immer wieder rückwärts blickend erschlossen - und bin immer auf Bedürfnisse gestoßen. Zu behaupten, es gäbe einen einzigen oder Haupt-Antriebsmotor, greift mir viel zu kurz: Ja, es gibt Bedürfnisse, die treiben mich (zu einem gewissen Zeitpunkt) stärker an und andere, die treiben mich (gerade) seltener an. Aber es gibt vieles, was ich im Leben brauche und will, was mich zur Aktion, Reaktion oder Nicht-Reaktion bewegt.
Gerade gestern diskutierten wir in meiner buddhistischen Meditationsgruppe die GFK, und es kam die Frage auf, wie Bedürfnisse in die buddhistische Lehre passen, ob sie darin auch vorkommen. Und meine Antwort ist ganz klar: "ja".
Der Buddhismus sagt: Allen Wesen ist gemein, daß sie nach Glück streben und Leid vermeiden. Wann sind wir glücklich? Wenn Bedürfnisse erfüllt sind. Wann leiden wir? Wenn Bedürfnisse unerfüllt sind. Bedürfnisse sind für mich der Urgrund unseres Handelns - tief in uns angelegt. Manche quasi chemisch-biologisch in uns eingraviert, wie z.B. das Bedürfnis nach Nahrung, körperlicher Unversehrtheit oder Sexualität, andere mehr sozial-biologisch in uns verankert, wie Zugehörigkeit, Akzeptanz, zum Leben Anderer beitragen oder Unabhängigkeit.
Auf meinem Schreibtisch daheim steht seit mehreren Jahren meine Lieblings-Bedürfnisliste. Wann auch immer ich verstehen will, was mich antreibt oder in einer Situation angetrieben hat, wann auch immer ich eine Situation anschaue und versuche zu verstehen, was den Anderen angetrieben hat - nehme ich diese Liste her und prüfe langsam fühlend, wie sich jedes dieser Worte für die Situation anfühlt. Und wie gesagt - ich bin noch immer fündig geworden.
Und ich nehme diese Liste auch so immer wieder her, lasse meinen Blick über sie schweifen, bade in diesen Worten, spüre, welche Resonanz sie in mir hervorrufen, und habe auf diese Art und Weise gelernt, für diese inneren Motivatoren empfänglicher zu werden.
Somit ist das meine Antwort auf die Frage: "Warum will ich eigentlich manches?" - Weil mindestens eines dieser Bedürfnisse erfüllt wird. Daß z.B. der Eine sagt "ich gehe Tennis Spielen" um sich Bewegung, Luft, Spiel, Herauforderung und Gemeinschaft zu erfüllen und der Andere Golf, wiederum Andere sich die Bedürfnisse Bewegung, Luft und Herausforderung durch Laufen erfüllt, Spiel durch Computerspielen und Gemeinschaft durch das abendliche Bier mit Freunden - das sind einfach individuelle Ausprägungen und Präferenzen.
Ich habe eine Zeit lang auch Dankbarkeits-Tagebuch geführt, und am Abend geschaut, was habe ich heute freudvoll getan - und welche Bedürfnisse haben sich mir dadurch erfüllt. Und dabei noch mehr Reichtum entdeckt in dem, was ich tue.
Somit - hier meine absolute Lieblings-Bedürfnisliste, die mich noch nie im Stich gelassen hat, die mein Leben bereichert hat, die mir geholfen hat, mich besser zu verstehen, und die ich deshalb gerne mit Euch teilen möchte. Und ja, manche Begriffe sind nahezu dasselbe anders gesagt, aber mir hat genau diese feine Nuancierung geholfen, immer wieder den Antrieb zu finden, der es in einer bestimmten Situation war oder ist.
Selbsterhaltung
Ausgeglichenheit
Balance
Berührung
Beweglichkeit
Bewegung
Emotionale Sicherheit
Entspannung
Essen
Finanzielle/Wirtschaftliche Sicherheit
Frieden
Geborgenheit
Gesundheit
Kleidung
Körperkontakt
Luft
Regeneration
Ruhe
Sauberkeit
Schutz
Sexualität
Sicherheit
Trinken
Unterkunft
Sinnhaftigkeit
Anmut
Ästhetik
Beitragen zum Leben
Besonnenheit
Bewußtsein
Effektivität/Effizienz
Entschlosseneit
Erfolg
Harmonie
Inspiration,
Klarheit
Konsistenz/Beständigkeit
Konstruktivität
Objektivität
Ordnung
Pragmatismus
Sachlichkeit
Schönheit
Sinn
Sinnvolle Arbeit
Sorgsamkeit
Sparsamkeit
Spiritualität/Glaube
Struktur
Veränderung
Vorwärts kommen
Weitblick
Zeit sinnvoll nutzen
Autonomie
Ausgleich
Distanz
Eigene Träume, Ziele, Werte selbst bestimmen
Einfluß haben/Kontrolle
Freiheit
Privatsphäre
Selbstbestimmung
Strategien zur Erfüllung selbst bestimmen
Unabhängigkeit
Spiel
Abenteuer
Abwechslung
Aktivität
Anregung
Auftanken
Einfachheit
Engagement
Feiern
Freude
Gelassenheit
Genuß
Herausforderung
Humor
Inspiration
Lachen
Leichtigkeit
Leidenschaft
Muße
Natur
Phantasie
Schönheit
Spaß
Spontaneität
Vielfalt
Authentizität
Aufrichtigkeit
Bildung
Ehrlichkeit
Entwicklung
Flexibilität
Identität
Individualität
Integrität
Kompetenz
Kongruenz
Kreativität
Leichtigkeit
Mut
Offenheit
Persönlichkeit
Selbstachtung
Selbstvertrauen
Selbstverwirklichung
Selbstwert
Wachstum
Wissen
Liebe
Akzeptanz
Anerkennung
Emotionale Sicherheit
Fairnes
Freundlickeit
Fürsoge
Geborgenheit
Gegenseitigkeit
Gerechtigkeit
Gesehen werden
Harmonie
Hilfsbereitschaft
Nähe
Präsenz
Rücksichtnahme
Sympathie
Toleranz
Unterstützung
Verbindung
Vertrauen
Wärme
Wertschätzung
Wohlwolle
Zärtlichkeit
Zuneigung
Zuversicht
Empathie
Achtsamkeit
Achtung
Aufgeschlossenheit
Einfühlung
Ernst genommen werden
Gehört werden
Höflichkeit
Interdependenz
Kontakt
Menschlichkeit
Mitgefühl
Respekt
Verstanden werden
Verständnis für andere
Zugehörigkeit
Beteiligung
Dazu gehören
Freundschaft
Führung
Geborgenheit
Gegenseitige Unterstützung
Gemeinschaft
Geselligkeit
Inspiration
Loyalität
Miteinander teilen
Unparteilichkeit
Verläßlichkeit
Werte miteinander teilen



): Ich denke - ganz im Sinne von MissPigs Liste -, dass es nicht die eine innere Motivation gibt, sondern viele Motivationen, die zu ganz unterschiedlichen Handlungen führen können. Deswegen sehe ich auch bei allen Menschen um mich herum innere Motivationen, teilweise auch solche, die gar nicht "aberziehbar" wären. Aber beim Einzelnen kann natürlich schon einiges verloren gegangen sein.
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