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Februar 2016: Indirekte/Unklare Kommunikation

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    #31
    Ich möchte noch ein hübsches Beispiel geben für das, was ich mit indirekter/unklarer Kommunikation meinte; nach meinem Eindruck geht es gerade doch sehr allgemein um alles, was bei Kommunikation schwierig sein kann, und da gibt es ja tausendundeine Aspekte.

    Und ich habe mich gerade gestern wieder an das ursprüngliche Beispiel erinnert, das mich erstmals überlegen ließ, diesen Faden zu eröffnen, weil es das gestern nächste Telefonat zum selben Thema gab, aber wesentlich kürzer und klarer. Das nämliche Beispiel ist jetzt 4 Wochen her.

    Mein Lebensgefährte und ich hatten uns ausgemacht, am Abend zum offenen Training im Improtheater Spielen zu gehen; untertags hatten wir einen kurzen Mailwechsel, in dem er erzählte, daß er eine beschienene Nacht gehabt hatte, mit aufgrund mehrerer Bereitschaftsanrufe gerade mal 4 Stunden (unterbrochenen) Schlafes.

    Wir telefonierten also am Abend um zu klären, wann und wo wir einander treffen, seine Müdigkeit (O-Ton: Ich bin fix und fertig) war einleitend kurz Thema, und dann entspann sich folgender Dialog.

    Ich: Sag, wenn du so müde bist, willst du dann überhaupt zum Improspielen gehen?

    Er: Ich weiß nicht, ich bin echt fertig. Aber andererseits gibt das Spielen ja auch immer Energie.

    Ich: Ja, klar. Ich dachte nur, du klingst, als ob du am liebsten gleich ins Bett fallen würdest, ...

    Er: Ja eh!

    Ich: ... und Improspielen heißt halt doch, daß du frühestens in 4 Stunden im Bett bist.

    Er: Ja, ich weiß nicht, irgendwie will ich und irgendwie nicht. Ich bin schon fertig.

    Ich: ...

    Diese Schleife drehten wir sinngemäß noch ein paar Mal, bis ... ja ich vermute, daß dann meine Ungeduld zuschlug, weil ich merkte, wir kommen nirgends hin.

    Ich: Du, warte mal, anders. Wenn es dich nicht gäbe, wir uns nicht ausgemacht hätten, wir gehen, wenn ich das nur so alleine vorgehabt hätte, würde ich heute entscheiden, daß ich nicht hingehe, weil xyz, und das kann ich eigentlich sowieso unabhängig von dir entscheiden: Ich will heute nicht zum Impro, egal ob du gehst oder nicht.

    Er (deutlich munterer als zuvor): Ja klar kannst du das auch ohne mich entscheiden. Paßt, wir treffen uns also nicht, du machst in Ruhe fertig, was du machen willst und gehst dann heim, ich arbeite jetzt noch ein bißchen, dann gehe ich zum Impospielen.


    Das für ich absolut Faszinierende war, wie er, kaum daß ich in den Modus der klaren statt der versteckten, manipulativen Kommunikation gewechselt hatte, sofort wußte, was er wollte - was er die ganzen Schleifen davor nicht wußte. Weil er, wie ich vermute, nämlich wohl die ganze Zeit unbewußt schon wahrnahm, daß es mir gar nicht darum ging, ob er gehen wollte, sondern darum, ob ich gehen wollte, das aber auch nicht so richtig klar kriegte, und weil er sich unbewußt dagegen wehrte, daß ich ihm die Entscheidung zuschanzen wollte.

    Und es erschüttert mich wirklich wahrzunehmen, daß ich doch auch immer wieder in Kommunikationsmuster falle, wo ich ich vor meiner eigenen Entscheidung drücke. Das wurde mir nämlich dann danach klar: Ich war zwischen zwei Wünschen gefangen. Dem unmittelbaren Wunsch nach einem ruhigen Abend, nachdem ich in der Firma noch eine Arbeit in Ruhe beenden konnte, und dem, mein Bild - vor mir selbst und ihm - als aktives, freudvolles Wesen, das Dinge unternimmt, nicht zu verlieren. Ich war nämlich zu den letzten 2 Trainings davor, aus verschiedenen Gründen, auch schon nicht gegangen, und da gab es einen Teil in mir, der maulte "Du wirst auch immer fauler und langweiliger." Und dem wollte ich mich nicht aussetzen, oder dieses Urteil womöglich auch noch von meinem Lebensgefährten bestätigt bekommen, also habe ich versucht, die Situation zu schaffen, wo ich mir beide Wünsche erfüllen kann. Hat halt nicht geklappt.

    Gerade die Partnerschaft birgt so eine unheimliche Verführung, sich nicht selbst zu entscheiden. Da spiele ich, obwohl ich darauf achte und sicher nicht oft, aber doch auch gelegentlich dieses dämliche "was willst duuuuuu denn, Schatzi"-Spiel, das mich in zwei Urlauben mit mehreren Paaren in meiner Single-Zeit in den Wahnsinn getrieben hatte, weil ich da saß mit meiner eigenen Entscheidung und dachte "Himmel, das erlebe ich nicht mehr, daß irgendwer sagt, was er will!" Wenn da nämlich drei Paare sitzen, die dieses Spiel spielen, da kann das dauern, bis klar ist, welche(s) Tagesprogramm(e) es für diesen Urlaubstag gibt und wer daran teilnimmt. Damals ist mir das erstmalig so richtig aufgefallen - tja, und jetzt sitze ich selbst im Partnerschafts-Glashaus Übrigens mit einem Partner, der damals mit einer anderen Frau zusammen war und miterlebte, wie ich mich in meiner charmanten Art genau über dieses Pärchen-Gedöns-Nicht-Entscheidungs-Spiel mokierte. Ist dann immer besonders nett, wenn er mich bei ebendiesem Spiel ertappt.

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      #32
      gerade erst entdeckt, spannend!

      puh, alles überflogen/gelesen, ein aspekt wurde noch nicht angesprochen, etwas das mir "ständig" passiert in meiner kommunikation:

      manche dinge sind soooo selbstverständlich für mich, dass ich sie voraussetze, anstatt zu kommunizieren. dann rede ich ein bisschen mit meinem gegenüber aneinander vorbei und wenn wir glück haben kommt doch genau das raus: ich habe einen wesentlichen teil nicht kommuniziert.

      ich suche gerade nach eine beispiel, mir fällt aber kein schönes knackig kurzes ein. aber genau darum geht wohl: ich bin eine faule kommunizierin, lange vorreden liegen mir nicht.

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        #33
        Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
        Die Kommunikation, die zeitweise in dem Faden "Mutters emotionale Erpressung" stattfindet, ist für mich sehr ermüdend zu lesen. Die Beiträge sind stellenweise seeeeeeeeehr lang, dann ständig die Zitate dazwischen, die zwar den Bezug deutlich machen sollen, aber mehr verwirren (mich zumindest).
        Ich habe es deshalb aufgegeben, dort zu lesen, wenn ich feststelle, dass wieder so ein Koloss dort steht.
        Was mich auch stört, dass es sich hauptsächlich um eine Diskussion zwischen 2 oder 3 Usern handelt, von der ich mich dann ausgeschlossen fühle. Das geht mich eigentlich nichts an, was dort gepostet wird und ich komme mir voyeuristisch vor.
        buhuuu, Bonny, das ist doch "mein baby", und das soll für alle da sein ... bitte dazwischenhauen, wenn es dir so geht ...

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          #34
          Zitat von packs Beitrag anzeigen
          Ich muss echt sagen, dass mich dieser Satz "Wenn ich diesen Kartoffelsalat esse..." ziemlich auf die Palme bringen würde - ICH würde darin ziemlich gepfefferte indirekte Vorwürfe hören wie z. B. "dein Kartoffelsalat macht mich unzufrieden" oder "ich kann dein Essen mal wieder nicht geniessen" - also ich würde darauf wirklich "anspringen". Liegt das nur an mir? Bin ich da so schräg gepolt? Oder ginge das auch anderen so?
          Ein einfaches. "Kannst du mir den Pfeffer rübergeben?" würde mir nix ausmachen.

          Ich hoffe, ich bin mit diesem Beispiel gut genug an deinem Anliegen dran, Miss Pig?! Ich bin ein wenig verunsichert durch deinen Beitrag.
          liebe packs,

          da ticken wir beide ähnlich.

          hab gelesen, MissPig, dass es um restaurant-kartoffelsalat gehen soll in dem beispiel. ich rege mich in dem beispiel auch über das "unzufrieden" auf. also ein kartoffelsalat, der sich mit pfeffer ganz schnell und einfach pimpen lässt, kann mich nicht unzufrieden machen. total schräge vorstellung.(total verpfeffert wäre eine andere, weil nicht behebbare sache!)
          heißt das, da ist jemand enttäuscht, dass der koch nicht seinen persönlichen pfeffer-geschmack getroffen hat? da denke ich mir doch, wie oft mag diese person in ihrem leben enttäuscht werden, da scheint mir ganz viel enttäuschung und verbitterung vorprogrammiert.

          und sofort geht ein ganzer film bei mir ab!

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            #35
            @ Miss Pig: Ich finde deine Bemühungen um eine schnörkellose, direkte, möglichst nicht verletzende und manipulationsfreie Kommunikation berührend, bewunderungswürdig und inspirierend. Ich verfolge diesen Faden mit großem Interesse und nicht weniger Freude.

            Für mich persönlich habe ich entschieden, dass ich es vorläufig bei einer "weitgehend indirekten" Kommunikation belasse, meine Bedürfnisse mit mir ausmache und erst bei glaubwürdig kommuniziertem Interesse des Kommunikationspartners "direkt" werde. "Meine Wahrheit muss sich die Welt verdienen", war ein Kernsatz, der in meiner Lehrtherapie zu diesem Thema auftauchte, und der (aus diversen Gründen) immer noch gilt.

            Außerdem "lebe" ich als Autorin von der "indirekten" oder "unvollständigen" Kommunikation. Würde ich alles aussprechen (oder aufschreiben), was in den Helden meiner Geschichten vor sich geht, wären ihre Geschichten sterbenslangweilig. Der Reiz entsteht erst durch die richtigen Informationslücken, die der Leser mit seinen eigenen Erfahrungen und Fantasien füllt.

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              #36
              Gestern fiel mir auf, dass "gestörte" Kommunikation auch dadurch zustande kommt, dass Informationen selbst in kurzen Beiträgen einfach überlesen werden, was dann zu "falschen" Antworten führt, die meinerseits dann wieder korrigiert werden müssen, was nervt, vor allem wenn es mehrfach nötig ist.

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                #37
                Zum Thema direkte/indirekte, unklare Kommunikation gibt es noch einen anderen Aspekt, der im Alltag, aber besonders im Kontext einer Therapie von erheblicher Bedeutung ist, nämlich der sogenannte emotionale Bedeutungsgehalt des Gesagten.
                Es geht dann gar nicht so sehr darum, was mir jemand sagt, sondern darum, die individuell dahinter stehenden bzw. damit verbundenen Emotionen zu erkennen.
                Zuletzt geändert von Mistral1; 20.02.2016, 11:07.

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                  #38
                  Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                  Gestern fiel mir auf, dass "gestörte" Kommunikation auch dadurch zustande kommt, dass Informationen selbst in kurzen Beiträgen einfach überlesen werden, was dann zu "falschen" Antworten führt, die meinerseits dann wieder korrigiert werden müssen, was nervt, vor allem wenn es mehrfach nötig ist.
                  Bonny, das kann ich nachempfinden. Dennoch finde ich es sehr spannend im Nachhinein zu sehen, was passiert ist bzw. was ich denke, was passiert ist:

                  Als ich meinen Beitrag raus hatte und ich beide Beiträge nochmals durchlas, sagte mir mein inneres Teufelchen: Hehe, mal wieder zu schnell geantwortet. Bonny hatte mehr geschrieben. Aber lass mal, vielleicht merkt sie es nicht. Doch ich hielt dem inneren Teufelchen den Mund zu und ergänzte schnell noch meinen Beitrag um das Edit. War zu langsam, wahrscheinlich wegen des einhändigen Getippe (Teufelchens Mund zu halten…).

                  Tja, einander ausreden lassen. Das kenne ich nur zu gut.

                  Da springt mich plötzlich etwas an, wie die 300 € für ein veraltetes Betriebssystem, lese Sonderangebot und aus wars mit Weiterlesen.

                  Da überschnitt sich ein Beitrag in meinem Hirn, wie sich Beiträge in Posts überschneiden und Wiederholungen fällig werden um die Überschneidungen wieder aneinanderzureihen.

                  Menschliches Verhalten? Ich tendiere dazu JA zu sagen, denn bewusst war mir das beim ersten Posten nicht. Erst beim Lesen danach. Absichtlich das Notebook übersehen? Nein.

                  Es fällt mir ein Spruch ein, der vor langer Zeit Einzug in mein Poesiealbum gefunden hat: „Denke zuerst, dann spitze die Feder, Blätter zerreißen, das kann ein jeder.“

                  Wie wahr, vorausgesetzt, man hat dazu die Muße und nimmt sich diese auch.

                  Ja, es wäre besser gewesen, hätte ich den gesamten Beitrag von Bonny erstmal gründlich gelesen und mir dann Gedanken gemacht. Doch so entspann sich ein Dialog jenseits der Frage, den ich hier mal etwas verallgemeinern möchte:

                  „Meinst du das wirklich, was du gesagt hast?“

                  „Öh, nein, denn ich sagte doch auch …“

                  „Ups, das habe ich ja völlig überhört. Das heißt ja dann, dass es so und so ist.“

                  „Stimmt und was hältst du davon?“

                  Usw.


                  Wenn ich nochmal zurückschaue, finde ich es ziemlich spannend zu erkennen, was in mir ablief:

                  == 300 €, Sonderangebot == Das sprang mir ins Auge.

                  Dann empfand ich eine deutliche zeitliche Dringlichkeit in dem Post, denn Sonderangebote sind meist nur von kurzer Dauer. Also los, recherchieren, denn ich habe mir noch nie zu einem alten PC ein Betriebssystem gekauft. Schnell war mir klar: 300 € für ein altes Betriebssystem? Dazu ein Sonderangebot? Nein, das kann nicht sein. Ich musste Bonny warnen. Gedacht, getan.

                  Dann die Ernüchterung: Der alte PC mit Windows XP sollte ersetzt werden. Das wurde mir einige Sekunden später bewusst. Ojeh, mein Post war demnach für die Tonne. Also noch mal ran und ein Edit drangehängt. Das kam aber zu spät, da mittlerweile die Zeit weitergelaufen war.

                  Wenn ich schon kurze Beiträge nicht richtig lese, weil mein Gehirn sich auf die Reaktion auf Schlagworte spezialisiert zu haben scheint, wie sieht es dann mit langen Beiträgen aus? Dort ist eine direkte Interaktion erst recht nicht möglich, es sei denn, ich nehme mir viel Zeit, zerschneide einen langen Beitrag in seine Einzelbestandteile und reagiere dann auf diese und bekomme dann womöglich gar nicht mit, dass sich die Diskussion mittlerweile auf einen ganz anderen Schwerpunkt verlagert hat.


                  Zitat von Mistral1 Beitrag anzeigen
                  Es geht dann gar nicht so sehr darum, was mir jemand sagt, sondern darum, die individuell dahinter stehenden bzw. damit verbundenen Emotionen zu erkennen.
                  Das unterschreibe ich sofort.

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                    #39
                    Zitat von Mistral1 Beitrag anzeigen
                    Zum Thema direkte/indirekte, unklare Kommunikation gibt es noch einen anderen Aspekt, der im Alltag, aber besonders im Kontext einer Therapie von erheblicher Bedeutung ist, nämlich der sogenannte emotionale Bedeutungsgehalt des Gesagten.
                    Es geht dann gar nicht so sehr darum, was mir jemand sagt, sondern darum, die individuell dahinter stehenden bzw. damit verbundenen Emotionen zu erkennen.
                    Das ist ein ungemein interessanter Gedanke und ich hab gerade etwas im Netz gelesen, das m M nach dazu passt, nämlich die Einstellung des Senders der Aussage
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                      #40
                      Zitat von Hilla123 Beitrag anzeigen
                      Bonny, das kann ich nachempfinden. Dennoch finde ich es sehr spannend im Nachhinein zu sehen, was passiert ist bzw. was ich denke, was passiert ist:

                      Als ich meinen Beitrag raus hatte und ich beide Beiträge nochmals durchlas, sagte mir mein inneres Teufelchen: Hehe, mal wieder zu schnell geantwortet. Bonny hatte mehr geschrieben. Aber lass mal, vielleicht merkt sie es nicht. Doch ich hielt dem inneren Teufelchen den Mund zu und ergänzte schnell noch meinen Beitrag um das Edit. War zu langsam, wahrscheinlich wegen des einhändigen Getippe (Teufelchens Mund zu halten…).

                      Tja, einander ausreden lassen. Das kenne ich nur zu gut.

                      Da springt mich plötzlich etwas an, wie die 300 € für ein veraltetes Betriebssystem, lese Sonderangebot und aus wars mit Weiterlesen.

                      Da überschnitt sich ein Beitrag in meinem Hirn, wie sich Beiträge in Posts überschneiden und Wiederholungen fällig werden um die Überschneidungen wieder aneinanderzureihen.

                      Menschliches Verhalten? Ich tendiere dazu JA zu sagen, denn bewusst war mir das beim ersten Posten nicht. Erst beim Lesen danach. Absichtlich das Notebook übersehen? Nein.

                      Es fällt mir ein Spruch ein, der vor langer Zeit Einzug in mein Poesiealbum gefunden hat: „Denke zuerst, dann spitze die Feder, Blätter zerreißen, das kann ein jeder.“

                      Wie wahr, vorausgesetzt, man hat dazu die Muße und nimmt sich diese auch.

                      Ja, es wäre besser gewesen, hätte ich den gesamten Beitrag von Bonny erstmal gründlich gelesen und mir dann Gedanken gemacht. Doch so entspann sich ein Dialog jenseits der Frage, den ich hier mal etwas verallgemeinern möchte:

                      „Meinst du das wirklich, was du gesagt hast?“

                      „Öh, nein, denn ich sagte doch auch …“

                      „Ups, das habe ich ja völlig überhört. Das heißt ja dann, dass es so und so ist.“

                      „Stimmt und was hältst du davon?“

                      Usw.


                      Wenn ich nochmal zurückschaue, finde ich es ziemlich spannend zu erkennen, was in mir ablief:

                      == 300 €, Sonderangebot == Das sprang mir ins Auge.

                      Dann empfand ich eine deutliche zeitliche Dringlichkeit in dem Post, denn Sonderangebote sind meist nur von kurzer Dauer. Also los, recherchieren, denn ich habe mir noch nie zu einem alten PC ein Betriebssystem gekauft. Schnell war mir klar: 300 € für ein altes Betriebssystem? Dazu ein Sonderangebot? Nein, das kann nicht sein. Ich musste Bonny warnen. Gedacht, getan.

                      Dann die Ernüchterung: Der alte PC mit Windows XP sollte ersetzt werden. Das wurde mir einige Sekunden später bewusst. Ojeh, mein Post war demnach für die Tonne. Also noch mal ran und ein Edit drangehängt. Das kam aber zu spät, da mittlerweile die Zeit weitergelaufen war.

                      Wenn ich schon kurze Beiträge nicht richtig lese, weil mein Gehirn sich auf die Reaktion auf Schlagworte spezialisiert zu haben scheint, wie sieht es dann mit langen Beiträgen aus? Dort ist eine direkte Interaktion erst recht nicht möglich, es sei denn, ich nehme mir viel Zeit, zerschneide einen langen Beitrag in seine Einzelbestandteile und reagiere dann auf diese und bekomme dann womöglich gar nicht mit, dass sich die Diskussion mittlerweile auf einen ganz anderen Schwerpunkt verlagert hat.




                      Das unterschreibe ich sofort.
                      Hilla, dir war das zwar passiert, das lasse ich ja noch hingehen beim 1. Mal; aber nach dir kam eben noch jemand, der nicht vollständig gelesen hatte, was eigentlich nach unserem neuerlichen Austausch nicht hätte passieren dürfen.

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                        #41
                        Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                        Hilla, dir war das zwar passiert, das lasse ich ja noch hingehen beim 1. Mal

                        Kommentar


                          #42
                          Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                          Hilla, dir war das zwar passiert, das lasse ich ja noch hingehen beim 1. Mal; aber nach dir kam eben noch jemand, der nicht vollständig gelesen hatte, was eigentlich nach unserem neuerlichen Austausch nicht hätte passieren dürfen.
                          Also ich geb ehrlich zu, dass ich es auch so verstanden hatte, dass das Betriebssystem auf dem alten Rechner ersetzt werden soll, aber wegen des günstigen Angebots zusammen mit einem neuen Laptop gekauft wird. Dass also quasi ein Rechner dazu kommt, dessen Windows aber auch (zusätzlich) auf den alten Rechner installiert werden soll.

                          Liegt vielleicht am Fachidiotenblickwinkel?

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                            #43
                            Also soooooo schlimm, dass wir jetzt hier seitenweise drüber diskutieren müssen, wa es ja auch nicht.
                            Ich wollte lediglich dazu anregen, Beiträge aufmerksam zu lesen.

                            Kommentar


                              #44
                              Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                              Also soooooo schlimm, dass wir jetzt hier seitenweise drüber diskutieren müssen, wa es ja auch nicht.
                              Ich wollte lediglich dazu anregen, Beiträge aufmerksam zu lesen.
                              Warum schlimm? Im Gegenteil, ich finde es sehr spannend zu sehen, dass und wie ich mal wieder in eine meiner Kommunikationsfallen oder, wie FirstSunshine so treffend schreibt, Fachidiotenblickwinkel, getappt bin.

                              Ich wette, dass ich mir fest vornehmen kann jeden Beitrag aufmerksam zu lesen und dass während des Lesens eines Beitrags es dann doch früher oder später "schwupp" macht und meine Kommunikationsfalle wieder zuschnappt.

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                                #45
                                Irgendwie hatte ich den Faden wohl nicht gut verfolgt... Ein verspätetes DANKE MissPig - ok, wenn der Kartoffelsalat im Restaurant verzehrt wurde, ist es wirklich was anderes.
                                Und doch fand ich es wirklich spannend, was da bei mir ablief... Der innere Wolf...

                                Danke, Fortuna, für deine Gedanken dazu (also zum Kartoffelsalat) - Schwester! Eindeutig...

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