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August 2015 - Achtsamkeit

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    #31
    Im Zusammenhang mit Achtsamkeit gibt es ein Wort, das mir sehr gut gefällt und das zudem sehr treffend ausdrückt, was Achtsamkeit meint: Anfängergeist.

    Damit ist eine Geisteshaltung gemeint, die nicht immer wieder automatisch auf bekannte Weise (wie schon in der Vergangenheit) auf Dinge/Ereignisse reagiert, sondern die sie stets in einem neuen Licht betrachtet, als würde man sie zum ersten Mal sehen /erleben. Damit erfolgt einerseits eine Loslösung von alten Überzeugungen und Schlussfolgerungen und andererseits eine Öffnung für neue Möglichkeiten.

    Es ist die bewusste Suche nach dem Neuen, das die jetzige Situation von vergangenen unterscheidet. Das ist bewusste Konzentration auf die Gegenwart (das Hier und Jetzt) und schafft neue Handlungsmöglichkeiten.

    Meiner Ansicht nach wird mit dieser Sichtweise der Begriff Achtsamkeit `alltagstauglicher´ und er wird aus der Meditations-Lotussitzecke herausgeholt.
    Von der passiven Wahrnehmung hin zur aktiven Suche nach Neuem.
    Zuletzt geändert von Mistral1; 22.11.2015, 10:48. Grund: sach ich nicht, Grins

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      #32
      Zitat von Mistral1 Beitrag anzeigen
      ...: Anfängergeist.

      Damit ist eine Geisteshaltung gemeint, die nicht immer wieder automatisch auf bekannte Weise (wie schon in der Vergangenheit) auf Dinge/Ereignisse reagiert, sondern die sie stets in einem neuen Licht betrachtet, als würde man sie zum ersten Mal sehen /erleben. Damit erfolgt einerseits eine Loslösung von alten Überzeugungen und Schlussfolgerungen und andererseits eine Öffnung für neue Möglichkeiten.

      ...
      Das gefällt mir sehr gut. Und erinnert mich an eine Aussage meines Gestaltarbeitslehrers. Der sagte sinngemäß: wenn sich zwei Menschen begegnen, tun sie das immer aufs Neue. Auch wenn man nur ein paar Stunden auseinander ist, so hat sich doch jeder in der Zwischenzeit verändert. Und so ist die Wiederbegegnung eine neue oder erste Begegnung.

      Das erinnert mich daran, nicht so viel als selbstverständlich zu nehmen.

      Danke, Mistral!

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        #33
        Ja, es besteht eine Verbindung zwischen Achtsamkeit und Gestalttherapie -wie zu Psychotherapie allgemein.
        In der Begrifflichkeit um Achtsamkeit gibt es das Wort Gewahrsein* (= spüren, wahrnehmen und gleichzeitiges Wissen, dass man spürt und wahrnimmt).
        Und in der Gestalttherapie gibt es die sogenannte `awareness´ ( = Gewahrsein). Gemeint ist in beiden Fällen eine bestimmte (ohne Bewertung und Absichtlichkeit) Art der (Selbst-) Wahrnehmung, denn dadurch wird es möglich, sich den Dingen, so wie sie sind, anzunähern.

        * Für Interessierte die Ebenen des Gewahrseins:
        - Ursprüngliches, präverbales Gewahrsein (Einsicht in körperliche und emotionale Empfindungen
        - Identitätsstiftendes Gewahrsein = Ich-Bewusstsein
        - Reflexives Gewahrsein (betrachtet das Ich aus der Distanz)

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