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Juli---Kann man noch guten Gewissens Fleisch essen?
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Das denke ich auch, und zwar wahrscheinlich ein besseres Leben, als wenn sie in freier Wildbahn hätten leben müssen. Ich kenne mich da zu wenig aus, vermute aber, dass die meisten freilebenden Tiere früher oder später entweder an einer Krankheit, einem gebrochenen Körperteil oder an Bissen von Fressfeinden zunächst geschwächt werden und dann verenden. Da vermute ich, dass das Leben für die Tiere in einem guten Bauernhof angenehmer ist, selbst wenn am Ende der Schlachter steht.
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Hallo Mane
Hm....Ich bin auch nicht bei Facebook angemeldet und kann dieses Video trotzdem ansehen.Hallo Faszinosum,
ich bin nicht bei Facebook angemeldet und kann die Videos aus deinem Link nicht sehen
Wenn die Aufforderung kommt, melde dich bei Facebook an, dann klicke ich -jetzt nicht - an, oder das -x-, dann kann ich das Video anschauen oder etwas lesen (aber nur bei öffentlichen Facebookseiten).
Dann folge deinem Gewissen. Es zwingt dich keiner, Fleisch zu essen.deine Worte kann ich nicht nachvollziehen. Für mich gehört zur Wertschätzung der Tiere, dass ich sie nicht von anderen für mich töten lasse. Mit meinem Gewissen kann ich es nicht vereinbaren, weiterhin Fleisch zu essen.
Was soll ein Dank bewirken? Das schlechte Gewissen beruhigen?
Wertschätzung sollte doch allgegenwärtig sein. Deinem Gegenüber, den Lebewesen, der Natur im Allgemeinen und nicht zu vergessen, dich selbst.
Ein -Dank- beruhigt doch kein schlechtes Gewissen. Oder sprichst du nur einen Dank (an wem oder was auch immer) aus, weil du ein schlechtes Gewissen hast?
Isst du Milchprodukte, Eier......? Lässt du da nicht andere auch für dich die Arbeit für diese Produkte erledigen? Mal ungeachtet dessen, wie diese Tiere, welche für dich "liefern" gehalten werden, leben dürfen oder müssen.
Es gibt viele Menschen quer Beet in meinem (und in unser aller) Leben, die für mich etwas machen ( weil es ihr Beitrag zum Miteinander ist) was ich nicht selber im Stande bin zu tun..... diesen danke ich und Wertschätze sie. Wir ergänzen uns in unseren Talenten uns stellen unseren Beitrag an Wissen, Kraft, oder auch Gerätschaften zur Verfügung.
Pflanzen und Tiere sind im Kreislauf der Natur für andere "Lebensmittel" .
So wie wir auch irgendwann in den Kreislauf zurückkehren und Lebensmittel für Maden, Würmer....werden.
Das Gemüse aus dem Laden lasse ich auch von anderen für mich "abschneiden".
Leider sehen sich Veganer als diejenigen, welche "vorbildlicher" leben und blenden leider ihrerseits aus, dass sie halt genauso "töten". Sie Stufen Gemüse und Salat anders ein als Tiere um es mit gutem Gewissen essen zu können.
Noch eine Anmerkung:
meine Sichtweise zum Leben und Sterben ist, dass kein Leben stirbt ohne Einverständniss (nicht bewusst, aber in Hinblick auf das Ganze). Genau so wie jedes Leben dass in diese Welt kommt, hier her will und genau in diese Umstände in die es das Licht der Welt erblickt.
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Ich denke, bei einem teuren Stück Fleisch bezieht sich die Wertschätzung eher auf das "teure Stück", für das man mehr Geld zahlt. Kann mir jedenfalls keine Wertschätzung vorstellen, die sich darin zeigt, ein Lebewesen zu töten.Zitat von FaszinosumEin luxuriöser Gaumenschmaus. Mit spürbarer Wertschätzung allem gegenüber.
Glaube, dass Freunde und Partner sehr viel dagegen hätten, wenn man sie auf diese Art und Weise "wertschätzen" würde ggg
Evtl. wird das schöne Stück Bio-Fleisch wertgeschätzt, die Haltungsbedingungen, die dieses Bio-Fleisch ermöglichen, der Bauer, der sich darum kümmert, evtl. auch, dass es dieses Tier auf der Welt gibt, da es so gut schmeckt – das wäre wohl ehrlicher.
Aber das Tier selbst wertschätzen, indem man es tötet und es auf dem Teller landet ? – das klingt dann doch sehr schräg g
Nichtsdestotrotz ist eine artgerechte Haltungsform natürlich besser, klar.
Da einige der Hausrind- und Hausschweinerassen reine Qualzuchten sind, wäre diesen Rassen ein Überleben wohl gar nicht zu wünschen.Zitat von solipsistIch bin mir beispielsweise nicht sicher, ob Hausrinder und Hausschweine in Mitteleuropa in freier Wildbahn gute Möglichkeiten zum Überleben hätten.
Sähe die "Wildbahn" noch natürlicher aus, wäre es gesunden Rindern und gesunden Schweinen auch möglich – schließlich stammen sie von wild lebenden Rindern und Schweinen ab.
Das wäre dann natürlich und normal.Zitat von solipsistUnd auch in freier Wildbahn würden viele von ihnen wahrscheinlich im Lauf ihres Lebens "der Natur" zum Opfer fallen und vielleicht sogar bereits früher sterben als wenn sie im Stall oder auf einer Weide gehalten worden wären.
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Hier stelle ich mir generell die Frage, wie man die Prioritäten setzen sollte? Steht Natürlichkeit immer an vorderster Stelle, selbst wenn sie möglicherweise unangenehmer und belastender für die Individuen sein kann, als ein "unnatürlicher" Lebensverlauf? Diese Überlegung bezieht sich nicht nur auf Tiere und Tierhaltung, sondern eigentlich auch auf uns Menschen.Zitat von sskkyy Beitrag anzeigen
Das wäre dann natürlich und normal.
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Hallo Faszinosum,Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigenHallo Mane
Es gibt viele Menschen quer Beet in meinem (und in unser aller) Leben, die für mich etwas machen ( weil es ihr Beitrag zum Miteinander ist) was ich nicht selber im Stande bin zu tun..... diesen danke ich und Wertschätze sie. Wir ergänzen uns in unseren Talenten uns stellen unseren Beitrag an Wissen, Kraft, oder auch Gerätschaften zur Verfügung.
Pflanzen und Tiere sind im Kreislauf der Natur für andere "Lebensmittel" .
So wie wir auch irgendwann in den Kreislauf zurückkehren und Lebensmittel für Maden, Würmer....werden.
Das Gemüse aus dem Laden lasse ich auch von anderen für mich "abschneiden".
Leider sehen sich Veganer als diejenigen, welche "vorbildlicher" leben und blenden leider ihrerseits aus, dass sie halt genauso "töten". Sie Stufen Gemüse und Salat anders ein als Tiere um es mit gutem Gewissen essen zu können
demnach stehen für dich Tiere und Gemüse/ Salat auf derselben Stufe und du nimmst dir die Freiheit heraus beides mit gutem Gewissen zu verzehren? Der Fleischkonsum führt dazu, dass noch viel mehr Pflanzen „getötet“ werden, denn die Tiere leben ja nicht von Luft und Liebe.
Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen einem Tier mit Bewusstsein und Schmerzempfinden und einer Pflanze. Es stimmt, dass Pflanzen sich innerhalb ihrer Möglichkeiten dagegen wehren geerntet oder gefressen zu werden. Z.B. durch Bitter-/Abwehrstoffe. Trotzdem halten sie einem Vergleich mit Tieren nicht stand.
Zum Schlachten von Tieren gehören Transport, Treiben, Betäuben, Entbluten, Entborsten, Absetzen des Kopfes und der Unterfüße, Hautabzug. Und mehr….. Alleine die Worte wirken brutal, doch sie beschreiben die Realität, die sich nur wenige anschauen können. Warum, wenn es doch vergleichbar sein soll, wie die Ernte von Salat und Gemüse?
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Mane schrieb
Gibt es Stufen? Wer hat sich herausgenommen, diese Stufen festzulegen? Ist der Mensch mehr als ein Tier und eine Pflanze weniger als beides.demnach stehen für dich Tiere und Gemüse/ Salat auf derselben Stufe
Der Mensch hat sich angeeignet zu trennen, einzustufen, abzuspalten. Alles ist doch Eins. Nichts ist mehr oder weniger Wert. Alles besteht aus bewusster Energie.
Ja, wenn die Rahmenbedingungen für meine "Lebensmittel" meinem Empfinden, meiner Werteskala nach gut sind und waren.und du nimmst dir die Freiheit heraus beides mit gutem Gewissen zu verzehren?
.Der Fleischkonsum führt dazu, dass noch viel mehr Pflanzen „getötet“ werden, denn die Tiere leben ja nicht von Luft und Liebe.
Nicht zu vergessen, die Milchprodukte, für die die Tiere zwar nicht getötet, aber gehalten werden. Pflanzen sind nun mal die "Lebensmittel" für Pflanzenfressende Tiere.
Du denkst bei deinem Hinweis an konventionelle Massentierhaltung?!
da für mich alles aus bewusster Energie besteht, gibt es für mich keinen Unterschied. Dann hat also dMn eine Pflanze also kein Schmerzempfinden.Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen einem Tier mit Bewusstsein und Schmerzempfinden und einer Pflanze
warum haltensie einem Vergleich nicht stand? sind die Ängste der Pflanzen nicht ernst zu nehmen, nur weil wir diese Art nicht nachempfinden können. Sie wehren sich, warum? Weil sie um ihr Leben ?fürchten?. Warum machen wir Unterschiede? Warum ist eine Pflanze mit ihren Ängsten nicht ernst zu nehmen? Weil wir sie dann ohne schlechtes Gewissen essen können?Es stimmt, dass Pflanzen sich innerhalb ihrer Möglichkeiten dagegen wehren geerntet oder gefressen zu werden. Z.B. durch Bitter-/Abwehrstoffe. Trotzdem halten sie einem Vergleich mit Tieren nicht stand.
Weil wir uns mit Tieren identifizieren können? Sie uns in die Augen schauen können. Da kommt die Moral ins Spiel. Pflanzen eine andere "Art" sind?Zum Schlachten von Tieren gehören Transport, Treiben, Betäuben, Entbluten, Entborsten, Absetzen des Kopfes und der Unterfüße, Hautabzug. Und mehr….. Alleine die Worte wirken brutal, doch sie beschreiben die Realität, die sich nur wenige anschauen können. Warum, wenn es doch vergleichbar sein soll, wie die Ernte von Salat und Gemüse?
Was ist mit den Tieren in den Versuchslaboren, in Zoos und Zirkussen in Delphinarien....? Affen, Hunde, Mäuse, Delphine..... wo bleibt da der Aufschrei, wo bleibt da die Moral?
Du redest von konventioneller Massentierhaltung, oder auch Biolandwirten, welche ihre Tiere zum Schlachter fahren lassen müssen. Kleinschlachtern wurden politisch durch unerfüllbare Auflagen, der Betrieb genommen und somit den Tieren der Transport zugemutet. Alles auf zentrale Großbetriebe hin getrimmt. Und warum....billig,billig,billig. Die Masse will halt in Massen billig.
Darum geht es hier in diesem Faden ja, bewusstes hinschauen, wenn man gelegentlich guten Gewissens Fleisch konsumieren möchte, welche Bedingungen gegeben sind und waren.
Und was die Einzelheiten "nach" dem töten angeht, die sind für das Tier und die Pflanze nicht mehr relevant. Sie sind durch den Schnitt vom Leben abgeschnitten /tot.
Kopf ab, Wurzel weg....das ist dann Lebensmittel-Verarbeitung.
So wie es uns Menschen nicht mehr tangiert, ob wir nach dem "Schnitt" seziert, verbrannt oder beerdigt werden.Organspender werden ausgenommen. Oder hast du da dann auch bedenken das es zu brutal klingt, es aber trotzdem der Realität entspricht. Es ist Materie die übrig bleibt? Das was uns ("Alles") ausmacht bleibt bestehen: >Bewusste Energie.
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Guten Abend, Faszinosum,Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigenZum ThemaFleisch essen, eine Geschichte von Dahlke
https://m.facebook.com/ruedigerdahlk...113835382&_rdr
über deinen Link konnte ich die Videos nicht sehen, es gibt weder , wie von dir vorgeschlagen, die Möglichkeit „Jetzt nicht“ oder ein „x“ anzuklicken. Nun habe ich das erste Video „Eine besondere Geschichte nur für dich! – Tiere essen? Entscheide selbst!“ gegoogelt und mir angesehen.
Es gefällt mir gut.
Rüdiger Dahlke war lange Jahre Vegetarier und ernährt sich mittlerweile vegan. Er propagiert eine pflanzlich vollwertige Kost.
Er spricht von unserer Verantwortung den Tieren gegenüber und fragt: "Wie ist es möglich, dass Tierfreunde, die für ihren Dackel durchs Feuer gehen, überhaupt kein Problem haben, Schweine und andere Tiere zu essen?" Darüber habe ich bereits in diesem Thread geschrieben. Sie werten die Tiere, die sie essen, ab und jene, die sie nicht essen wollen, werten sie auf.
Er spricht von der "Dumpfbackenebene", auf der manche Menschen leben, die z.B. Babytiere essen und spricht von Rationalisierung: "Die kriegen das hinrationalisiert!"
Gerade Schweine sind sehr intelligent, in vielerlei Hinsicht intelligenter als Hunde. Sie sind reinlich, aufgeweckt, leben im Verbund, wo sie zusammenarbeiten (wenn man sie lässt).
Ich werde schauen, ob ich die anderen Videos auch finde.
Mane
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Hallo Mane
Es freut mich, dass du den Link nun doch sehen könntest und dass er dir gefallen hat.
Wir zwei drehen uns im Kreis.
Ich für meinen Teil, esse was ich aus meiner persönlichen Sicht für mich verantworten kann.
Und Veganer, sorry, töten ebenfalls, auch wenn sie es rational noch nicht verstanden haben. Das ist meine Ansicht. Kann jeder sehen wie er will.
Und ich weiß es nicht, wieso die Masse kein Problem damit hat Massentierhaltungsfleisch zu essen, oder Treibhausgemüse aus der Wüste.
Erziehung? Geiz ist geil?
Bio (egal welche Bioprodukte) kostet um einiges mehr als Massenware.
So mancher möchte gerne nachhaltiger leben, kann es sich aber nicht leisten. Vielleicht liegt es am Einkommen oder an sportlichen Herausforderungen wo man was am günstigsten einzukaufen kann. Ich weiß es nicht.
Solange es "billig" gibt, wir es gekauft und es ändert sich nichts.
die Abwertung Dumpfbacke fand ich ehrlich gesagt daneben. gerade von Dahlke, er, welcher alle "Lebensprinzipen" verstanden haben will. Provokante Aussagen lassen halt aufhorchen. Scheppern gehört zum Handwerk, wie es so schön heißt.
wem steht es zu, über ander zu "werten/urteilen"? Alles hat seine Berechtigung, auch wenn wir es nicht gutheißen und noch nicht verstehen können.
kurz, ich bin auf deiner Seite, was die Massentierhaltung anbelangt. Aber ich finde Biolandwirtschaft, so wie ich sie schon erwähnt habe, für jene, welche ab und an Fleisch genießen wollen, okay.
Allgemeine Frage zum Töten von Tieren:
Wie haltet ihr es mit Mücken, Zecken und den sogenannten Schädlingen?
Töten Ja oder Nein.
Wenn Ja warum?
Zuletzt geändert von Faszinosum; 26.07.2020, 08:42.
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Hallo Faszinosum,
ich habe mich für eine vegetarische Ernährungsweise entschieden, weil ich das Schlachten von sogenannten „Nutztieren“ nicht weiter unterstützen will.
Dass Veganer/Vegetarier ebenfalls dafür verantwortlich sind, dass Tiere getötet werden, streite ich nicht ab, halte diese Aussage aber für ein Ablenkungsmanöver, wenn einem Fleischesser die Argumente ausgehen. Ebenso die Frage nach dem Töten von Mücken, Zecken usw…
Wie hältst du es denn mit diesen „sogenannten Schädlingen“?
Bei mir ist es so: Wer mich sticht, der muss so schlau sein, abzuhauen, bevor ich ihn erwische. Es ist reiner Selbstschutz.
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Eine spannende Frage.Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigenTöten Ja oder Nein.
Wenn Ja warum?
Im Universum ist fressen und gefressen werden eines der Grundprinzipien, wie komplexere System entstehen. Aus einfachen Bausteinen und Organismen entstehen über die Nahrungskette immer komplexere Gebilde. Pflanzen "fressen" Sonnenlicht, CO2, Wasser und Nährstoffe und synthetisieren daraus Kohlenhydrate, Fette und anderes. Sterne entstehen, indem sie Wasserstoffgas ansammeln und zu Helium fusionieren. Ja ganze Galaxien verschmelzen zusammen zu einem grösseren, komplexeren Gebilde. Usw.
Für das Individuum ist das Gefressenwerden natürlich dramatisch, weil es in seiner Individualität aufhört zu existieren. Aber dafür gehen seine Bestandteile in etwas Grösserem, Komplexerem auf. Was natürlich nur ein kleiner Trost aus der Perspektive des Opfers ist, aber so funktioniert das Universum.
Tiere haben ebenfalls kein Problem damit, andere zu fressen, wenn es ihrer Natur entspricht.
Beim Menschen hingegen mit seinem Verstand wird die Sache kompliziert, weil wir das Konzept von Gut und Schlecht kennen und alles daran messen; jede Handlung, jeder Gedanke bekommt ein solches Etikett umgehängt.
Das hilft uns einerseits zwar beim Zusammenleben und Aufbau einer komplexen Gesellschaftsstruktur, weil wir alle verinnerlicht haben, was zu tun ist und was nicht. Die Kehrseite ist, dass uns dieses Bewertungsschema in ein Dilemma stürzt, z.B. wenn es um die Frage der Ernährung geht und ob Töten opportun ist. Diese Frage lässt sich deshalb auf dieser Ebene schlicht nicht beantworten.
Einerseits muss der Mensch essen um zu überleben, das heisst er kommt gar nicht ums Töten herum, seien es nun Pflanzen oder Tiere. Andererseits ist da das Dogma, dass Töten schlecht ist!
Ein Ausweg, um mit diesem Widerspruch umzugehen ist die Einteilung in höheres oder niederes Leben, also indem wir Tieren aufgrund der grösseren Nähe ein lebenswerteres Leben zugestehen, als z.B. Pflanzen und Insekten, die uns ferner sind. (Auch die Unterteilung in Freunde und Feinde im Krieg gehört dazu)
Ein anderer Ausweg um sein Gewissen zu beruhigen kann darin liegen, auf eine Art Wiedergutmachung oder Kompensation zu setzen, z.B. indem man sich für das Tierwohl einsetzt, Freilandhaltung unterstützt oder sich für ein Bio-Label entscheidet. Eine Art Ablasshandel sozusagen.
Und die dritte Strategie ist, das Dilemma einfach zu ignorieren.
Dieses ganze Dilemma bleibt weitestgehend unbewusst. Deshalb kann auch sehr emotional auf der verstandes- und gefühlsmässigen Ebene über Fleischkonsum und vegetarische Ernährung gestritten werden, ohne zu einer Lösung zu kommen, denn es gibt auf dieser Ebene keine Lösung!
Nun, wie gehe ich selber damit um?
Ich bin der Meinung, dass wenn schon das Dilemma des Tötens nicht gelöst werden kann, egal ob es nun um pflanzliche oder tierische Nahrung geht, dass sehr wohl die Auswirkungen auf "die Würde der Kreatur", wie es im Amtsdeutsch heisst, minimiert werden können und sollen. Sprich unnötiges Leiden nach Kräften vermeiden! Damit kommt Massentierhaltung z.B. nicht mehr in Frage. Auch bei der konventionellen Landwirtschaft setze ich ein Fragezeichen und kaufe lieber das Biogemüse auf dem Markt oder regionale, saisongerechte Produkte.
Auch auf den ganzen Convenience-Food verzichte ich, weil die gewachsenen Zutaten zu reinen Rohstofflieferanten degradiert werden. Auch das hat etwas mit "Würde" zu tun.
Da ich wie alle anderen nicht ums Essen herum komme, versuche ich wenigstens, meine Wertschätzung und Dankbarkeit für die Mahlzeit in einem kurzen, stillen Moment vor dem Essen auszudrücken. Einfach einen Augenblick innehalten und allen dafür danken, dass sie einen ernähren; eine andere Form des klassischen Tischgebetes halt.
Ich stelle mir vor, dass ich durch die Wertschätzung wieder etwas zurückgeben kann, vielleicht so wie ein Steinzeitjäger, der einem erlegten Tier in einem Ritual seinen Respekt zollt.
Dieses Dilemma, töten zu müssen, um selber leben zu können, hat mich lange und intensiv beschäftigt, bis hin zur Frage, ob ich überhaupt noch essen darf!
In einer Meditation habe ich darauf eine für mich passende Antwort bekommen. Es ist ok zu Essen und ein Lebewesen zu töten, wenn es dazu dient, mich zu ernähren und es in Dankbarkeit und Wertschätzung geschieht. Mit dieser Richtschnur habe ich einen für mich stimmigen Weg gefunden.

Bei Mücken, Zecken, Schädlingen, aber auch Krankheitserregern fackle ich aber auch nicht lang, sondern verteidige mich selbst. Aber die esse ich in der Regel auch nicht, selbst wenn sie ein Bio-Label tragen.
Serafin
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Hallo Mane
Töten ist töten, da beißt die Maus keinen Faden ab.Dass Veganer/Vegetarier ebenfalls dafür verantwortlich sind, dass Tiere getötet werden, streite ich nicht ab, halte diese Aussage aber für ein Ablenkungsmanöver, wenn einem Fleischesser die Argumente ausgehen. Ebenso die Frage nach dem Töten von Mücken, Zecken usw…
Wie hältst du es denn mit diesen „sogenannten Schädlingen“?
Bei mir ist es so: Wer mich sticht, der muss so schlau sein, abzuhauen, bevor ich ihn erwische. Es ist reiner Selbstschutz.
Ich finde es schlichtweg inkonsequent, für das eine Leben zu plädieren und anderen sozusagen Moralpredigten zu halten, aber im Gegenzug ungeniert andere (mindere?) Tiere zu töten. Sorry, aber das verstehe ich absolut nicht.
Mücken, Zecken.....Schädlinge können sich in meiner Nähe ihres Lebens sicher sein. Ich sehe absolute keine Notwendigkeit, sie zu töten.
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Hallo Serafin
Ich kann deinen Ausführungen nur zustimmen
In einer Meditation habe ich darauf eine für mich passende Antwort bekommen. Es ist ok zu Essen und ein Lebewesen zu töten, wenn es dazu dient, mich zu ernähren und es in Dankbarkeit und Wertschätzung geschieht. Mit dieser Richtschnur habe ich einen für mich stimmigen Weg gefunden.
Da stimme ich dir nur zu Teil zu.Bei Mücken, Zecken, Schädlingen, aber auch Krankheitserregern fackle ich aber auch nicht lang, sondern verteidige mich selbst. Aber die esse ich in der Regel auch nicht, selbst wenn sie ein Bio-Label tragen.
Bei Krankheitserregern werde ich wohl auch nicht Fackeln, sollte ich eventuell damit konfrontiert sein.
Alles andere darf nach Lust und Laune seiner Bestimmung nachgehen. Ich stehe zumindest nicht im Wege und ich werde von ihnen auch nicht belästigte. Eine Art Übereinkunft
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weis man das so genau ob es absolut Bio zugeht?Zitat von solipsist Beitrag anzeigenDas denke ich auch, und zwar wahrscheinlich ein besseres Leben, als wenn sie in freier Wildbahn hätten leben müssen. Ich kenne mich da zu wenig aus, vermute aber, dass die meisten freilebenden Tiere früher oder später entweder an einer Krankheit, einem gebrochenen Körperteil oder an Bissen von Fressfeinden zunächst geschwächt werden und dann verenden. Da vermute ich, dass das Leben für die Tiere in einem guten Bauernhof angenehmer ist, selbst wenn am Ende der Schlachter steht.
wird z.b. der Tierarzt gebraucht der dann Antibiotika verordnen muß wird das wohl oder übel hingenommen
und was ist mit der anderen Nahrung?
Landwirte dürfen frei mit Glyposat umgehen obwohl es unter verdacht steht Krebs zu verursachen das wird hingenommen um sich keinen Ärger mit den Bauern und den Gross-Konzernen einzuhandeln
ihr denkt und handelt nach Öko Sicht aber im Grunde ist längst alles verloren den die mächtigen dieses Landes machen ungehindert weiter die Werbetrommel für Bio Vegan u.s.w wird durch die Medien gerührt aber im Grunde ist nichts Bio das ist ein Schein-Denken weil es einfach im großen Stil nicht funktioniert
Bio ist nur was man selbst Anbaut und da kaufe ich auch Pflanzen von einen Biohof mit den Gedanken das sie ohne Chemie aufgezogen werden für den doppelten Preis einer Normalen Pflanze!
Corona zeigt denen jetzt "wie der Hase läuft"den dagegen ist der mächtigste ein Winzling!
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https://www.youtube.com/watch?v=JHd0V6FmfVQRichard David Precht diskutiert in der SRF Sternstunde Philosophie mit Yves Bossard über Tiere und Fleischkonsum. Ob auf dem Teller, im Labor oder im Zoo. Wir nutzen Tiere für unsere Bedürfnisse. Lässt sich dieser Umgang rechtfertigen? Oder gehören Tiere vielleicht nicht uns, sondern sich selbst? Der deutsche Philosoph Richard David Precht fordert ein radikales Umdenken und appelliert an unser Mitgefühl.
Die Diskussion beginnt mit der Frage, ob Richard David Precht bereits in einem Schlachthof gewesen sei.
Er hatte sich bereits 1996 Massentierhaltungsbetriebe und Legebatterien angeschaut, er spricht von dem verstörenden Geruch und plädiert dafür, dass sich alle Menschen einmal im Leben ansehen sollten was in Schlachthöfen passiert.
Es folgt eine kurze (2 ½ Min.) Sequenz aus einem kleinen Schlachthof in Gelterkinden/Baselland, wo der Bauer seine Tiere noch selber hinbringt. Die Anfahrtswege sind kurz, die Tiere stammen alle aus artgerechter Haltung.
Der Metzgermeister spricht von Respekt gegenüber den Tieren und von einer schmerzlosen Tötung.
„Ist denn das respektvoll, was da passiert?“, fragt Yves Bossard.
Precht: „Die Menschen sind unglaublich begabt darin, was sie mit moralischen Rechtfertigungen versehen, weil sie sich sonst nicht gut fühlen und so werden sie sich einreden, dass das respektvoll ist…. Ich kann diesen Respekt nicht sehen.“
„Tiere sind sehr sensibel, die kriegen mit, dass es ein Ort des Todes ist, die haben einen sehr feinen Geruchssinn. Die können ihre toten Artgenossen, das Blut usw. riechen und wittern. Die merken in dem Moment, dass etwas ganz Furchtbares passiert, dass etwas, was sie mit ihrem Verstand vielleicht nicht greifen können, aber was sie ganz tief empfinden.“
„Das was mit den Tieren geschieht, ist nicht in Ordnung. Wir verdrängen diese Realität. Auch wenn man sich diesen kurzen Film anschaut, wird es innerhalb kurzer Zeit wieder verdrängt und in ein zwei Tagen schmeckt ihnen das Fleisch wieder.“
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