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Juli---Kann man noch guten Gewissens Fleisch essen?

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    Juli---Kann man noch guten Gewissens Fleisch essen?

    Es ist bekannt, und ich glaube auch, dass Menschen es nicht erst jetzt erfahren, warum Fleisch so billig ist. Weil es u.a. billig erzeugt wird und die meisten Menschen es gerne kaufen. Schweine und andere Tiere aus konventioneller Haltung leben zusammengepfercht in engen Ställen und werden am Ende ihres traurigen Lebens in eine Großschlachterei á la Tönnies gekarrt. In solchen Schlachtereien enden übrigens auch die meisten Bio-Schweine, auch wenn sie wenigstens vorher ein schöneres Leben gehabt haben.
    Aber, es gibt noch weitere Gründe, vegan, vegetarisch oder zumindest mit weniger fleischlicher Kost zu leben.

    Die Einsteller des Videos sind keien Veganer, sie versuchen jedoch, sich in weiten Zügen vegetarisch zu ernähren und sprechen einige, für mich nachvollziehbare Gründe an, bewusster mit Tieren/Fleisch umzugehen.


    https://www.youtube.com/watch?v=XS3z_PEkMMw

    Was meint Ihr dazu?
    Zuletzt geändert von Mane; 26.06.2020, 09:51.

    #2
    Wir essen schon seit (eigentlich immer) nicht oft und viel Fleisch. Wir sind keine Griller......Aber so ab und zu schmeckt es eben doch sehr gut.

    Bisher habe ich das Fleisch beim Metzger gekauft, doch nun haben wir eine Bio-Metzgerei in einer Nachbarstadt gefunden und dort gleich etwas mehr eingekauft und alles eingefroren.
    Das erste Nackenkotelett, das ich gebraten habe, ist tatsächlich genauso groß auf dem Teller gelandet wie es in die Pfanne hineingelegt wurde. Und es roch wunderbar nach Schweinefleisch.
    Das ist nun schon 10 Tage her und vllt. gibt es am Wochenende mal Frikadellen.

    Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass die Tiere auch nicht in diesen großen Anlagen geschlachtet werden.

    Ich bin natürlich auf jeden Fall dafür, die Fleischpreise so angemessen zu erhöhen, dass die Tiere gut leben und auch die Bauern entsprechend ihren Lohn erhalten können.
    Dieses Geschrei von Leuten, die sich dann benachteiligt fühlen, weil sie sich nun nicht mehr täglich Fleisch leisten können, geht mir nur auf die Nerven. Ich kann es mir auch nicht leisten bzw ich will es auch gar nicht, und uns geht es gesundheitlich wahrscheinlich sogar besser, als würden wir täglich Fleisch essen.

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      #3
      Hallo Tamina,

      danke für deine Antwort.

      Ich muss gestehen, dass ich gerne Fleisch (etwa zweimal wöchentlich, bei Einladungen und zum Grillen mehr, keine Wurstwaren) esse und durch die Geschehnisse bei Tönnies und anderen Großschlachtereien ans Nachdenken gekommen bin. Außerdem habe ich mir einige Videos angeschaut, wo es um das große Leid der Nutztiere geht.

      Aus Gesundheitsgründen habe ich mehrere Jahre ausschließlich Rohkost gegessen, danach vegan gelebt und letztendlich einige Jahre vegetarisch. Körperlich ging es mir dabei nicht besser, so dass ich mittlerweile, wie oben beschrieben esse.
      Ganz weglassen möchte ich das Fleisch nicht (besonders in Gesellschaft oder bei Restaurantbesuchen), aber stark reduzieren und mehr darauf achten, dass das Tierwohl weitgehend gewahrt wird.

      Weniger Fleisch und dafür das Teurere bei einem guten Metzger kaufen, halte ich für eine gute Lösung.

      Gruß Mane

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        #4
        Ich finde das ist die Lösung: gutes Biofleisch essen, teurer aber dafür eben seltener.
        So wie früher der übliche Sonntagsbraten

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          #5
          Das Resümee des eingestellten kurzen Films: "Fleisch zu essen macht uns nicht zu schlechten Menschen!" Es ist jedoch wichtig, sich mit diesem Dilemma zu beschäftigen. Es ist unrealistisch, dass die ganze Weltbevölkerung in absehbarer Zeit vegan wird und auch nicht überall machbar. Es würde schon helfen, wenn die meisten Menschen, vor allem auch in Deutschland, weniger Fleisch und Co. essen würden. Eine bewusste Ernährung ist nicht nur Verzicht.

          Beleuchtet werden Auswirkungen des Fleischgenusses/der Nutztieraufzucht u.a. auf die Gesundheit und die Umwelt. Außerdem werden ethische Fragen angeschnitten.

          Kommentar


            #6
            Liebe Mane,danke für das Julithema.
            Mein Mann und ich essen sehr wenig Fleisch.
            Wir sind auch keine Griller.
            Wurst essen wir schon garnicht mehr.
            Mein Mann und ich sind ja in der Zeit groß geworden ,da war der Sonntagsbraten noch das normale.
            Ich bin in einer Jogagruppe,in der ich noch die Einzige bin ,die etwas Fleisch isst.
            Du siehst,für viele ist Fleischverzicht das Normale.
            Ich bin gespannt ,wie sich das alles noch entwickeln wird.
            Das so meine Überlegungen.
            Gruß Rosie

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              #7
              Hallo,


              Ein sehr guter Link, Mane :)

              Das Resümee des eingestellten kurzen Films: "Fleisch zu essen macht uns nicht zu schlechten Menschen!"
              Nun, zu Ende gedacht, ist das nicht abwegig und ich würde es zum heutigen Stand für die Vielkonsumierer hierzulande schon unterschreiben.
              Denn wenn man alles mal zusammenzählt, kommt am Ende ein wahnsinnig egoistisches und rücksichtsloses Verhalten dabei raus, das vielleicht so nicht jeder will, aber eben immer noch unterstützt.

              Wer mag, hier auch noch 1,2 Links mit vielen Infos und guten Grafiken:

              Fleischatlas 2018 - (pdf 52 Seiten, Heinrich-Böll-Stiftung)

              Iss was ?! 2016 - (pdf, 69 Seiten, Heinrich-Böll-Stiftung)

              Ich esse auch noch ab und zu Fleisch.
              Vegetarisch wäre evtl eine Option, aber vegan für mich definitiv nicht.

              Wenn man sieht, was derzeit als Ersatzprodukte für Veganer in die Verkaufsregale kommt - grauslich.
              Bei der Ernährung sind es Ersatzschnitzel und andere Ersatzprodukte, die mehr Zucker und Kalorien haben. Warum muss man Veganern ein Ersatzschnitzel mit angeglichener Schnitzel- oder Wurst-Optik und -Konsistenz anbieten ?
              Und bei Kleidung irgendwelche Kunstfasern, die wieder nicht abbaubar sind - Plastik als Ersatz ist für mich keine Lösung.

              Genauso grauslich finde ich es aber auch, dass immer noch argentinisches Rindfleisch auf Speisekarten steht - hier wird Regenwald dafür abgeholzt ! :((
              Leider geben die Asiaten ihre gesunde Ernährungsweise auch immer mehr auf und gleichen sich dem Westen an (Fleisch, zucker,- und fettreich). Davon, dass sie auch alles essen, egal, ob es auf der Roten Liste steht, mal ganz abgesehen.
              In China wird sehr gerne Schwein gegessen - übrigens mit ein Grund, warum hier die Preise hochgingen, da in China wegen der Scheinepest viele hundert Millionen Schweine getötet wurden bzw teilweise auch lebendig begraben wurden (utube-Link).

              Aber man kann auch vor die eigene Tür gucken: die Bedingungen hier sind ebenfalls schrecklich, das Tierleid ist riesig und das Tierschutzgesetz wird hierzulande ausgehebelt.

              Fleischkonsum bringt sehr viele Nachteile mit sich.
              Und dass jetzt endlich einige Menschen darüber nachdenken und hoffentlich auch Druck entsteht, ist einfach nur überfällig.
              Ich hoffe nur, dass es am Ende nicht nur um eine saubere Lösung für die Arbeiter, sondern auch um bessere Bedingungen für die Tiere geht !

              sky

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                #8
                Zitat von Rosie Beitrag anzeigen
                Liebe Mane,danke für das Julithema.
                Mein Mann und ich essen sehr wenig Fleisch.
                Wir sind auch keine Griller.
                Wurst essen wir schon garnicht mehr.
                Mein Mann und ich sind ja in der Zeit groß geworden ,da war der Sonntagsbraten noch das normale.
                Ich bin in einer Jogagruppe,in der ich noch die Einzige bin ,die etwas Fleisch isst.
                Du siehst,für viele ist Fleischverzicht das Normale.
                Ich bin gespannt ,wie sich das alles noch entwickeln wird.
                Das so meine Überlegungen.
                Gruß Rosie
                Liebe Rosie,
                danke für deine Überlegungen.
                In meiner Kindheit, ich bin Jahrgang 1950, gab es häufig Fleisch. Meine Eltern sind beide auf einem Bauernhof aufgewachsen, wo es viele Tiere gab, welche dann auch verzehrt wurden. In den Kriegsjahren änderte sich das, die Lebensmittel wurden knapper. Nach der Flucht aus der Heimat lebten sie anfangs sehr bescheiden, aber was die Nahrung betraf, wollten sie wahrscheinlich nachholen, was es während der letzten Jahre so selten gab.
                Yoga habe ich auch viele Jahre gemacht, zuletzt nur noch eingeschränkt, was meine Gelenke noch zulassen. Ich habe mich einer Gruppe angeschlossen, die Sitz-Yoga auf dem Stuhl praktiziert, was ganz gut klappt.
                Gruß Mane

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                  #9
                  Zitat von sskkyy Beitrag anzeigen
                  Hallo,

                  Ein sehr guter Link, Mane :)

                  Nun, zu Ende gedacht, ist das nicht abwegig und ich würde es zum heutigen Stand für die Vielkonsumierer hierzulande schon unterschreiben.
                  Denn wenn man alles mal zusammenzählt, kommt am Ende ein wahnsinnig egoistisches und rücksichtsloses Verhalten dabei raus, das vielleicht so nicht jeder will, aber eben immer noch unterstützt.

                  Wer mag, hier auch noch 1,2 Links mit vielen Infos und guten Grafiken:

                  sky
                  Liebe sky,

                  danke für die Links, die ich mir bei Gelegenheit anschauen werde.


                  Wenn es um die Ernährung geht, erhitzen sich die Gemüter schnell mal, besonders wenn sich so konträre Gruppen gegenüberstehen, wie die der Veganer und der Fleischesser. Sie stellen die Lebensweise der anderen in Frage, und das ist ein ziemlich grundsätzlicher Angriff. Darum haben die Ersteller des Videos versucht, keine der beiden Gruppen zu verärgern, nehme ich an. Will man sein Gegenüber erreichen und zum Nachdenken anregen, sollte eine Sprache verwendet werden, durch die der andere sich weder angegriffen noch missioniert fühlt. Den Erstellern des Videos ist das recht gut gelungen.

                  Wichtig ist eine Sensibilisierung der Menschen, die gerne wegschauen und der Industrie glauben, die ihnen eine Welt mit glücklichen Tieren vorgaukelt.
                  Ob das mit der Doku „Dominion“ gelingen kann, die ich gerade begonnen habe, anzuschauen? Zwei Stunden wird hier die harte Wahrheit über den industriellen Umgang mit Tieren gezeigt, stellvertretend am Beispiel von Australien. Mit Drohnen und versteckter Kamera decken die Filmemacher Missstände und Tierquälerei auf.
                  Den Film kann man sich auf YouTube anschauen, muss sich aber dafür anmelden.

                  Hier sind die einleitenden Worte aus der Doku:
                  „Von Tieren, die wir als seelenlos verachten, ersteigt von Wald, Feld und Höhle ein Schrei und bezeugt die Seelenlosigkeit der Menschen mit dem Wissen, was in der Massentierhaltung und insbesondere in den Großschlachthöfen passiert.“


                  Wir lieben Hunde und Katzen, doch Nutztiere sind nur Nummern. Da sehen wir weg, blenden aus, dass das Produkt auf unserem Teller einmal ein Lebewesen war. Wie ist das möglich?
                  Mane

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                    #10
                    Zitat von Mane Beitrag anzeigen

                    Wir lieben Hunde und Katzen, doch Nutztiere sind nur Nummern. Da sehen wir weg, blenden aus, dass das Produkt auf unserem Teller einmal ein Lebewesen war. Wie ist das möglich?
                    Mane
                    Hunde und Katzen sehen wir nahezu täglich, fast jeder kennt zumindest jemanden, der Katze oder Hund hat, manchmal sind es auch Kaninchen oder Meerschweinchen. Durch das Zusammenleben mit diesen Tieren erkennen wir hautnah, dass es sich um Lebewesen handelt.

                    Viele von uns kommen mit Kühen, Schweinen, Schafen, Hühnern etc. doch gar nicht mehr in Kontakt. Meine Tochter hat von jetzt auf gleich ihren Fleischkonsum erst eingeschränkt, kurze Zeit später eingestellt, nachdem sie bei einem Tag der offenen Türe unseres Hofladens einer Kuh in die Augen geschaut hat. "Was für seelenvolle Augen - so etwas kann man doch nicht essen!" Vorher kannte sie Nutztiere nur von weitem oder bereits verarbeitet in der Fleisch- bzw. abgepackt in der Kühltheke.

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                      #11
                      Das ist sicher ein Grund, liebe elandi,

                      Ein anderer nennt sich in der Psychologie „kognitive Dissonanz“. Da Menschen nicht gerne widersprüchlich handeln wollen, also einerseits lieben sie ihre Haustiere und andererseits essen sie das Fleisch von Tieren, schwächen sie ihr Mitgefühl ab indem sie unbewusst eine Begründung für ihr Verhalten suchen. Die Strategie besteht vor allem darin, dass sie den Tieren, die sie essen, geistige Fähigkeiten, eine Leidensfähigkeit und eine Ähnlichkeit zum Menschen absprechen. Somit empfinden sie ihr Verhalten widerspruchslos und sie müssen sich keinem inneren Konflikt stellen. Quelle: https://www.swissveg.ch/fleisch_paradoxon

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                        #12
                        Ja, Mane, das kann ich mir gut vorstellen.

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                          #13
                          wer Körperlich schwer Arbeitet muß Fleisch Essen das ist mit nur Obst und Gemüse undenkbar
                          würden die Löhne angepasst wäre man nicht gezwungen Billig einzukaufen
                          genau so würde man nicht den "Scheiss"aus China Kaufen
                          es ist eine "Teufelskreis"der bewußt so gewollt von der Regierung ist also wären Merkel und Konsorten in der Pflicht daran was zu ändern!

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                            #14
                            Zitat von rose54
                            wer Körperlich schwer Arbeitet muß Fleisch Essen das ist mit nur Obst und Gemüse undenkbar
                            Halte ich für Quatsch in Anbetracht dessen, dass Hochleistungssportler ohne Fleisch auskommen.
                            Und "schwer arbeiten" ist bei den meisten Menschen hier auch nicht mehr angesagt.

                            Zitat von rose54
                            würden die Löhne angepasst wäre man nicht gezwungen Billig einzukaufen
                            Gezwungen wird auch niemand.
                            Es ist schlicht eine Frage der persönlichen Prioritäten, was einem wichtiger ist.
                            Eher jeden Tag Billigfleisch auf dem Tisch oder 1x pro Woche teureres Bio-Fleisch oder eben fleischlos. Da Fleisch eher teuer ist, würde es sich durchaus rechnen, Fleisch wegzulassen.

                            Zitat von rose54
                            genau so würde man nicht den "Scheiss"aus China Kaufen
                            Auch dazu wird niemand gezwungen und wir haben hier zum Glück viele Alternativen.

                            Zitat von rose54
                            es ist eine "Teufelskreis"der bewußt so gewollt von der Regierung ist also wären Merkel und Konsorten in der Pflicht daran was zu ändern!
                            Gewollt scheint es mir eher von Manchen zu sein, die Schuld immer auf andere zu schieben.
                            Natürlich hat die Politik auch einen großen Anteil daran und könnte manches vereinfachen.
                            Aber wir sind in der Regel ja keine unmündigen Babys mehr, die gezwungen werden und keine Wahl haben - sondern aus dem Riesenangebot auch entsprechende Alternativen heraus suchen könnten...

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                              #15
                              Zitat von Mane Beitrag anzeigen
                              In meiner Kindheit, ich bin Jahrgang 1950, gab es häufig Fleisch.
                              In meiner Kindheit war das auch so (Jahrgang 1965). Deswegen weiß ich auch nicht genau, wo und in welchen Familien der so häufig zitierte Brauch mit dem Sonntagsbraten (und ansonsten fleischlos) tatsächlich eingehalten wurde. Bei uns jedenfalls nicht, denn es gab sehr regelmäßig tierische Produkte zum Essen (Wurst, Schinken, Fisch, etc.). Im Gegenteil, ausgerechnet am Sonntag gab es bei uns meistens keinen Braten, weil das der Tag war, an dem wir Ausflüge gemacht haben.

                              An einen anderen Unterschied erinnere ich mich noch: im Gegensatz zu heute wurden wesentlich mehr Bestandteile der Tiere verwertet und gegessen, zum Beispiel Innereien. Eines der häufigsten Gerichte in meiner Kindheit war beispielsweise das "Lüngerl", also kleingeschnittene, marinierte und gekochte Lunge. Das hat es bestimmt fast jede Woche gegeben.

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