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Dezember 2018,Liebe ich mich ?

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    Dezember 2018,Liebe ich mich ?

    Ich möchte einmal mit euch im Dezember über dieses Thema diskutieren.

    Stellt euch vor ,ihr sitzt mit euch allein an einem Tisch und stellt euch diese Frage.

    Liebe ich mich ?
    So wie ich bin?
    Mit allem ,was mich ausmacht?

    Was spüre ich ,wenn diese Frage auftaucht?
    Kann ich diesen Menschen so lieben wie er ist,oder will ich ihn anders haben?
    Fühl ich mich verantwortlich für mich oder sind andere Menschen wichtiger als ich selbst?
    Das ist nämlich ein Problem von mir ,sich verantwortlich zu fühlen ,aber für andere ,weil so gelernt.
    Dabei:ich bin keinem etwas schuldig,das ist vorbei.

    Ein liebendes Gefühl für sich selbst.
    Ich möchte schon versuchen Liebe und Mitgefühl für andere zu haben ,aber auch für mich und mich nicht so oft für andere verantwortlich zu fühlen.

    Bin gespannt ,was ihr schreibt
    Rosie


    #2
    Schöne Idee Rosie!
    Ich guck mal, wo ich Flora finde und setz mich mit ihr zusammen an den Tisch

    Flora,
    die dann brühwarm berichtet

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      #3
      Na dann mach mal
      Heute beim verfassen des Textes,hörte ich ein kleines Stimmchen,die da sagte:Ich möchte mehr mit dir alleine sein.
      Hmm,musste schlucken,da es meine aktuelle Situation aufzeigt:Ein Stück sich verloren fühlen, in Mitten des für andere sorgen.
      Um die kleine Stimme zu hören,liebe ich mich?

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        #4
        Zitat von Rosie Beitrag anzeigen
        Um die kleine Stimme zu hören,liebe ich mich?
        Auf jeden Fall sorgst du für dich. Man sorgt sich um die, die man mag, schätzt, liebt.

        Kommentar


          #5
          Oh, liebe Rosie, das ist jetzt mal eine Frage.

          Und das in der Adventszeit.

          Also, ich will mich dauernd anders. Ruhiger, besonnener, liebevoller, weniger explosiv. Hübscher und belastbarer sowieso. Meine Coach sagt, macht alles nix, ist menschlich und Gemecker von mir passiert wahrscheinlich höchst selten ungerechtfertigterweise. Hm


          Ich glaube, ich liebe mich trotzdem, zumindest überwiegend. Ich kann mir das, was ich nicht so mag, auch verzeihen. Es fällt mir manchmal schwer, aber meist geht es.

          Doch, ich glaub, ich liebe mich, obwohl ich besser für mich sorgen könnte.

          LG und auch an dieser Stelle noch einmal allen morgen einen schönen 1. Advent Sabine

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            #6
            Ja. Eindeutig ja.

            Aber kritisieren tue ich mich auch. Und besser wünsche ich mich auch, obwohl das wohl oft Erwartungen von anderen sind. Schwer zu unterscheiden.

            Aber ganz klar: ich liebe mich.

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              #7
              Doch, im Grunde meines Herzens mag ich mich wohl sehr.
              Aber.... ich gönne es mir meist erst nach erbrachter Leistung es mir gut gehen zu lassen.
              Das ist eine Baustelle...... ob ich die mal fertig kriege?

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                #8
                Liebe Rosie,

                spannende Fragen(n).

                Ich glaube schon, dass ich mich, je älter ich werde, umso liebevoller betrachten kann, auch wenn ich ein ähnliches "Problem" wie Tamina habe. Ich bin ziemlich leistungsorientiert aufgewachsen und mir "einfach mal so" was Gutes zu gönnen, nicht nur als Belohnung für irgendwas sondern einfach, weil ich mich liebhabe und mir eine Freude machen will (so wie ich das bei anderen problemlos kann), klappt nicht immer aber immer öfter. Vermutlich sind viele in unserem Alter mit dem Spruch "Erst die Arbeit und dann das Vergnügen" aufgewachsen - und wenn die Arbeit immer mehr wird, bleibt für's Vergnügen irgendwann nix mehr übrig, dabei wäre genau das der passende Moment, liebevoll mit sich umzugehen und sich aufzumuntern, anstatt sich über die "Unzulänglichkeit" nicht schneller arbeiten oder mehr leisten zu können zu ärgern.

                Die Sache mit der Verantwortung treibt mich stellenweise auch noch um. Glücklicherweise habe ich eine Freundin, die ähnlich gestrickt ist wie ich und wenn eine von uns mal wieder in "die Falle" tappen will, liest ihr die andere entsprechend die Leviten, meist mit dem Abschluss "und du weißt GANZ genau, dass du mir dasselbe erzählen würdest, wenn ICH an deiner Stelle wäre!!!" Und ja: das weiß ich, deshalb kann ich es von ihr auch annehmen. Wenn meine Energie nicht für alle reicht, für die ich Verantwortung übernehmen könnte (!), dann kann ich mir inzwischen zugestehen, dass ich sie am nötigsten brauche und auch mal andere zurückstehen lassen. Früher hätte lieber ich zurückgesteckt, bis ich auf der Felge daherkomme. Und ja: das ist manchmal auch ungerecht und wenn ich mir "ein bisschen mehr Mühe geben" würde, könnte ich das auch noch schaffen... aber das Universum ist nun mal nicht gerecht und es ist meine Zeit und meine Energie, die darf ich ganz und gar nach meinen Maßstäben ein- und verteilen, auch wenn andere es anders machen würden. Dabei habe ich inzwischen auch kein schlechtes Gewissen mehr (ganz im Gegensatz zu früher). Letztendlich bin ich in erster Linie für mich verantwortlich.

                In einigen meiner früher ungeliebten Eigenschaften habe ich inzwischen auch die positive Seite entdeckt. Ich kann ziemlich aufbrausend sein. Das ist nicht mädchenhaft und es gibt sogar Menschen, die behaupten, deshalb Angst vor mir zu haben - aber die Wut ist auch eine unglaubliche Energiequelle, die mir schon manches Mal die Kraft oder den Antrieb gegeben hat, etwas "Gutes" zu bewirken, also ist sie keineswegs, wie ich füher geglaubt habe, per se "schlecht" und damit nicht "liebenswert". Und überhaupt habe ich heute einen viel weniger "wertenden" Blick auf mich. "Es ist wie es ist, sagt die Liebe" hat Erich Fried geschrieben und mit dieser Liebe kann ich mich inzwischen betrachten und mir sagen "ich bin wie ich bin", ohne jeden Aspekt in positiv oder negativ einteilen zu müssen.

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                  #9
                  Hallo ihr Lieben,
                  danke für all eure Rückmeldungen.

                  Den liebevollen Blick auf mich verliere ich dann,wenn es darum geht für andere zu sorgen,dann bin ich praktisch "weg".
                  Dann ist das Sorgen für andere wichtiger als ich selbst.

                  Gott sei Dank ist mein Körper dann so schlau und sagt,nä so nicht.

                  Mich selbst zu vergessen ,zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben.
                  Mal kann ich den "Faden "anschauen ,manchmal verliere ich ihn wieder.

                  First ,das auf Felgen daher kommen,kenne ich auch.
                  Dieses verdammte Verantwortungsgefühl ,ätzend.

                  Shep hatte mir mal den Satz an die Hand gegeben:Du bist Niemandem etwas schuldig!!!!!!!

                  Seufz,das Leben halt ,voller Abenteuer.

                  Rosie

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                    #10
                    Flora und ich stolpern immer über den Begriff "Liebe", liebe ich mich. Es ist so ein tiefes, umfassendes Wort, mit dem ich nicht so leichtfertig umgehen mag.

                    Es gibt viele Eigenschaften und Gefühle, die damit verbunden sind, die die Liebe schmälern, einschränken, verzerren, verbuddeln, verunsichern

                    Wie in einer Beziehung: ich liebe meinen Mann ganz tief und innig, aber es gibt Eigenschaften an ihm, da krieg ich manchmal ganz andere Gefühle

                    Eine Therapeutin fragte mich vor einigen Jahren mal, wie ich zu mir stehe und da kam spontan die Antwort:
                    "ich find mich gut!"
                    Und immer wieder denke darüber nach, betrachtet mich von der Warte aus und kann es
                    immer wieder bestätigen, aber es gibt, wie die anderen auch schon schrieben, so viele aber(s): ich bin extrem ungeduldig, hab kein Durchhaltevermögen, quassel zuviel, kann laut werden, verstehe Politik nicht, kann dieses oder jenes nicht undsoweiterundsofort.......
                    Aber auch das mag ich im Grunde (erstmal), denn das bin ich.
                    Was die ganze Sache schwierig macht, sind die, die gesagt haben: sei nicht so, Selbstlob stinkt, sei nicht egoistisch, das macht man nicht, das gehört sich nicht (für ein Mädchen), sei brav und anständig und dieser ganze Quatsch.
                    Diese Kritiker/innere Richter sitzen da in meinem Hinterkopf, teilweise auf meiner Schulter und quasseln mir dauernd dazwischen, urteilen, lenken mich ab und nicken selbstgefällig, wenn ich mich selbst mal wieder runtermache.



                    Flora,
                    meistens in love










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                      #11
                      Habt vielen Dank für all eure interessanten Rückmeldungen.
                      Mich wird das Thema noch weiter begleiten.

                      Rosie

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                        #12
                        Hallo Rosie,
                        ist dieses Thema noch aktiv?

                        Hätte da nämlich ne ganze Menge dazu zu sagen, wenn's dich interessiert...

                        Günter

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                          #13
                          Zitat von Rhoenbayer Beitrag anzeigen
                          Hallo Rosie,
                          ist dieses Thema noch aktiv?

                          Hätte da nämlich ne ganze Menge dazu zu sagen, wenn's dich interessiert...

                          Günter
                          Hallo Günter,ja dieses Thema treibt mich noch um.
                          Schreib nur,bin gespannt.
                          Rosie

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                            #14
                            Hallo Rosie,

                            du stellst hier die absolute Kardinalfrage...
                            Zitat von Rosie
                            Stellt euch vor ,ihr sitzt mit euch allein an einem Tisch und stellt euch diese Frage.

                            Liebe ich mich ?
                            So wie ich bin?
                            Mit allem ,was mich ausmacht?
                            Ja wer bin ich denn überhaupt?
                            Gehe ich nach dem, was man mir beigebracht hat, ist das für mich unmöglich!
                            Ich bin streng religiös und in einem Stil erzogen worden, der von den Nazis probagiert wurde. Ich hatte trotzdem eigene Ideen und Vorlieben, schaffte, konnte und wollte viele Dinge nicht, habe es nicht wirklich zu was gebracht, habe gesündigt...
                            Wie du siehst, bin ich ein einziger lebender Fehler, der nur noch die Chance hat Gott auf den Knien um Vergebung zu bitten.

                            Nun ist halt Liebe auch so ein Ding...
                            Ist es das, was ständig besungen wird, das was in der Kirche gepredigt wird, was um alles in der Welt???

                            Andererseits tun wir aber alles was wir tun letzten Endes nur um geliebt zu werden. Wir wollen dauernd was, von dem wir gar nicht so genau wissen was das ist???
                            Deine Frage kann ich dir also nur beantworten, wenn ich aus dem Nähkästchen plaudere und spirituell werde. Mit der Religion hab ich's nicht, da da Institutionen dahinter stehen, was für mich nicht passt.
                            Nun muss ich auch dazu sagen, dass ich aus Not zur Spiritualität kam, nämlich durch psychosomatische Kliniken. Es ging um Achtsamkeit, Meditation, Phantasiereisen... Anfangs hat es mich tierisch genervt, bis ich merkte, dass es hilft. Ich konnte gar nicht anders, als mir Aufmerksamkeit zu schenken, ich wollte ja eine Verbesserung...
                            Es ist irgendwo komisch, wenn du mit der Achtsamkeit mal anfängst, kommst du von einem zum anderen.
                            Mir ging als erstes auf, dass ich alles andere als autonom bin. Ich brauche die Sonne, die Erde, die Gravitation, die Luft, das Wasser, die Pflanzen, die Tiere, meine Mitmenschen, es ist ein riesiger Rattenschwanz, bei dem ich eigentlich nichts wirklich ausschliessen kann. Alles was ist, ist im Grunde eine Symbiose, die perfekt zusammenspielt. Schau dir Berge, einen See, das Meer, einen Sonnenuntergang an, schau in die Sterne, ist das nicht wunderschön?
                            Oh, oh, ja was ist dann Mord, Totschlag, Raub, Krieg, Erdbeben, Taifun, Krankheit, Siechtum???
                            Tja, die berühmte duale Welt, wozu ist sie gut?
                            Woher weißt du, was Jugend bedeutet? Wenn du alt bist und nicht mehr kraudern kannst.
                            Woher weißt du, was liebevolle Beziehung bedeutet? Wenn du deinen Partner auf den Mond schiessen könntest.
                            Woher weißt du, was Licht ist? Wenn die Glühbirne durchbrennt und du dir den Kopf...
                            Aus diesem Blickwinkel heraus betrachtet bin ich äußerst liebenswert, mit all meinen Fehlern, Schwächen, Ecken und Kanten, denn sie dienen ja nur zum Lernen.
                            Das gilt aber nicht nur für mich, sondern für alles was ist.

                            Es war ein ziemlich langer Weg, mir das vom Verstand her klarzumachen, das auch zu fühlen ist eine ganz andere Nummer, von der ich meilenweit entfernt bin.
                            Gehe ich alleine für ein paar Stunden in die Natur, weg von Handy, Werbung, Motoren, dann werde ich ruhiger. Ich denke mal, das liegt daran, dass ich näher bei mir bin. Ich bin halt ein Teil des Großen Ganzen und das für immer.

                            Ehrlicherweise muss ich sagen, dass das nicht auf meinem Mist gewachsen ist. Ich habe einfach das übernommen, was mich ansprach, wo meine Intuition ja sagte und stelle fest, dass es mir im täglichen Leben hilft.

                            Grüße aus der Rhön
                            Günter

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                              #15
                              Hallo Günter,wollte dir Zeichen geben ,das ich dich gelesen habe.
                              Danke dafür.
                              Ich kann im Moment nur über Smart-Phon tippeln,ist mir zu anstrengend.
                              Gruß Rosie

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