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August - Entschleunigung

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    #46
    Das erinnert mich an:

    Die Entdeckung der Langsamkeit von Sten Nadolny

    Ein Buch das mich sehr berührt hat. Ich würde es noch einmal lesen.

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      #47
      Hier ein Film der heute auf ARTE gezeigt wurde.

      Schluss mit schnell | ARTE

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        #48
        ich wurde zur langsamkeit gezwungen. durch meine behinderung (seit ca. 5 jahren allmählich aber ständig wachsend) geht es garnicht mehr anders. heute hat es 10 min. gedauert, bis ich es aus die wanne schaffte. auf der anderen seite habe ich die gnade der muße, jeder regung nachzugehen. wo ich früher überflieger war, bin ich heute fußgänger, und selbst das langsam . das eröffnet mir neue dimensionen, die es absolut wert sind, erforscht zu werden. insofern bin ich für den 'körperlichen überfall' dankbar, aber als fazit...? ich wäre irgendwann freiwillig ohne behinderung zu diesem punkt gelangt, zumal ich schon früher einen hang zum 'runterschrauben' hatte. nun ist es so und ich versuche, das beste draus zu machen.

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          #49
          Zitat von Mistral1 Beitrag anzeigen
          Bewusstheit der Körperlichkeit entsteht und Stimmen im eigenen Geist werden hörbar. Z.B. die Stimmen der unterschiedlichen Persönlichkeitsanteile wie bspw. der histrionische, der depressive, der zwanghafte Anteil etc.
          Gut, wenn du deine Ich-Anteile kennst! Besser noch, wenn du "mit ihnen reden kannst", wenn du "in ihre Entscheidungen hineinsprechen kannst" und sie darauf aufmerksam machst, dass vieles von dem, was sie (in guter Absicht) für dich (für dein inneres Kind) tun, heute größtenteils obsolet ist, eher störend, ... da du als Erwachsene heute selbst für dich sorgen kannst.

          Und dennoch: Auch wenn man langsamer wird, kann man immer noch beim Gehen stolpern.
          Ich weiss, ... manche Ich-Anteile sind sehr hartnäckig und gewissenhaft ... und wir als ihre Gastgeber sind "unserer selbst oft viel zu sicher oder vieles ist uns zu selbstverständlich ", so dass wir auch oder sogar im Zeitlupentempo noch auf die Schnauze fallen können.
          Achtung, denn jetzt wird einer der von mir zuvor verpönten vollmundigen Sprüche daraus: Wenn man langsamer wird, kann man immer noch über die eigenen Gedanken stolpern. Und die eigenen Irrtümer.
          Genau so !

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            #50
            Wenn man in Zeitlupe fällt, bricht man sich leichter etwas, weil die Kraft voll auf den Knochen geht, auf den man aufschlägt.
            Fällt man aus einer Geschwindigkeit heraus, so wird die Kraft in Bewegung umgewandelt, man überschlägt sich zum Beispiel (beim Skifahren) oder rutscht weiter; da trägt man zwar blaue Flecken oder Schürfwunden davon, die Knochen bleiben aber meistens heil.

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              #51
              Wenn man in Zeitlupe fällt, bricht man sich leichter etwas, weil die Kraft voll auf den Knochen geht, auf den man aufschlägt.
              Mein Vergleich war eher bildhaft gemeint, ... und doch stimmt das, was du einwendest nicht ganz, ... denn auch der Aufschlag geschieht in Zeitlupe und somit "verzögert" sich auch die Kraft. In der Zeitlupe ändert sich lediglich die Betrachtungsweise, nicht aber die Handlung und das Geschehen als solches.

              Wenn du "die Grimasse" eines Boxers in Zeitlupe siehst, wenn er einen Kinnhaken abkriegt, dann wird der EIndruck nachhaltiger, weil du die "Gesichtsbewegung" und "den Sound" expliziter demonstriert bekommst und dementsprechend nachvollziehen kannst. Das ist dahingehend täuschend, weil es "eindrucksvoller rüberkommt", als wenn du es im "normalen Tempo" sehen würdest. (bspw. in "Rocky", wenn Stallone von Lundgren einen Hieb einsteckt. )

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                #52
                Was nicht ganz stimmt, ist der Ausdruck "Zeitlupe".
                Ich meinte das entschleunigte Fallen, also langsam, fast aus dem Stand.
                Dass dein Vergleich bildhaft gemeint war, ist mir durchaus klar.

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                  #53
                  Hm. Bei mir hat Entschleunigung eigentlich wenig mit der Zeit zu tun. Es ist eher: mindestens einen Gang, wenn nicht zwei bis fünf zurück schalten, aber nicht, um langsamer zu werden, sondern um inneren Halt zu finden. Die Zeit verläuft weiter, Gehirn, Gefühle muss man einschalten, zulassen, langsam bewusst reagieren... Es passiert fast das gleiche wie im nicht entschleunigten Modus: ein Konfliktgespräch, eine Präsentation, was auch immer... Das sieht nach außen sehr ruhig aus, nach überlegt und achtsam. Ich hole das Bestmögliche raus. Das wäre mit "wildem Aktionismus" schlechter gelaufen... Es ist nicht die Zeitlupe, sondern eine andere Handlung. Für das Bild vom Fallen finde ich kein Pendant, vielleicht am ehesten so: wenn ich schon fallen muss, dann puffere ich den Aufprall ab oder ob ich lass mich auf eine weiche Matte zu fallen... und stehe auf und gehe weiter, als wäre wenig gewesen.

                  „Je langsamer du gehst, umso früher wirst du ankommen". Cassiopeia, die weise Schildkröte.

                  Leider kostet mich das Entschleunigen oft sehr viel Kraft (weil ich neu und anders handele) und ich falle danach häufig in die alten Muster zurück.... Das Ganze wirklich nachhaltig anzugehen, ist eine große Herausforderung.

                  Entschleunigung ist jedenfalls auf alle Fälle mehr als ein gutes Zeitmanagement. Es bedeutet auch, das Gehirn von Ballast zu befreien, der einen in der Hektik nur ineffizient macht.

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                    #54
                    @sabine

                    hmmm...
                    für mich kostet die konzentration auf das wesentliche, die wegfilterung unnötiger tendenzen auch ZEIT... schon mal die frage: was ist in diesem speziellen fall wesentlich, was unnötig? das will ich ja nicht mit schnellem standardisiertem rezept lösen. vielleicht reicht dieses rezept deiner erfahrung nach und ich will zu gründlich sein? das mit dem 'neu handeln' gefällt mir gut, aber das kostet m.e. mehr aufmerksamkeit. das kann ich nicht eben mal schnell aus dem ärmel schütteln. für eine nachhaltige wirkung braucht es seine ZEIT. das ist kein management, sondern ergibt sich zwangsläufig. ja , soweit...
                    und das mit der matte ist ja wohl eher ein scherz: wenn ich beim spazierengehen mit matten um mich werfe, um mich bei stürzen zu schützen, ist das wie eine szene aus monty python...

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                      #55
                      wäre mir aber heute hilfreich gewesen

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                        #56
                        wäre, könnte, hätte...

                        wirst du das nächste mal bei unfall-trächtigem wetter einen stapel matten mit dir rumschleppen und klug auswerfen? ich sag mal: bestimmt nicht!

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                          #57
                          ...der August dauert dieses Jahr ziemlich lange...

                          Im Ernst, bitte das Dezember Thema nicht überlesen .

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