Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

April 2013 - Tätowierungen

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    #16
    Ich selber finde Tattoos total geil *räusper* und habe selber welche und nicht nur die, auch habe ich einige Piercings. Mein Partner hat auch Tattoos und trägt an beiden Ohren Ohrringe.

    Das kein MRT aufgrund der Farbe durchgeführt werden kann habe ich noch nie gehört und auch noch nicht erlebt.
    Ich bin selber Arzthelferin und habe selber schon einige MRT`s hinter mir und auch aus dem alltäglichen Leben in der Praxis habe ich noch nie gehört, dass bei einem Patienten aufgrund eines Tattoos kein MRT durchgeführt wurde.
    Und auch was die Schmerzempfindlichkeit durch z. B. Blutentnahmen angeht, kann ich keinen Unterschied zwischen "mit-und-ohne-Tattoo-Personen feststellen". Allerdings bei Männlein und Weiblein

    Schmerzhaft finde ich das Stechen nicht unbedingt, es kommt auf die Körperstelle an, weiß nicht, kann ich ehrlich gesagt gar nicht so viel zu sagen. Bisher hab ich alle(s) überlebt und das Schmerzerleben hält mich auch nicht von weiteren Tattoos ab .

    Viele Grüße!

    Kommentar


      #17
      Liebe Jummitier,

      Zitat von Jummitier Beitrag anzeigen
      Das kein MRT aufgrund der Farbe durchgeführt werden kann habe ich noch nie gehört und auch noch nicht erlebt.
      Ich bin selber Arzthelferin und habe selber schon einige MRT`s hinter mir und auch aus dem alltäglichen Leben in der Praxis habe ich noch nie gehört, dass bei einem Patienten aufgrund eines Tattoos kein MRT durchgeführt wurde.
      Das hat mich ja jetzt auch mal interessiert und zum Googlen angeregt. Zu "MRT Tattoo" gibt es da durchaus einiges zu finden, vor allem Forenbeiträge. Hier vielleicht mal das Informativste, was ich auf die Schnelle gefunden habe:
      Stimmt's: Gefährliche Röhre? | Wissen | ZEIT ONLINE

      Und auch was die Schmerzempfindlichkeit durch z. B. Blutentnahmen angeht, kann ich keinen Unterschied zwischen "mit-und-ohne-Tattoo-Personen feststellen". Allerdings bei Männlein und Weiblein
      Interessant! Danke für Deine Beobachtung dazu .... die mich natürlich zur Selbstbeobachtung anregt ! Vielleicht assoziiere ich mit Tattoos wirklich zu sehr den Schmerzaspekt, dass ich in so eine Wahrnehmung "hineinrutschen" kann?

      Schmerzhaft finde ich das Stechen nicht unbedingt, es kommt auf die Körperstelle an, weiß nicht, kann ich ehrlich gesagt gar nicht so viel zu sagen. Bisher hab ich alle(s) überlebt und das Schmerzerleben hält mich auch nicht von weiteren Tattoos ab .
      Also so richtige Schmerzen scheint es gar nicht zu bereiten, wenn ich das richtig verstehe. Wieder etwas gelernt! Ich bin vielleicht in diesen Dingen auch einfach hypersensibel. Ich würde mich z.B. nie in Schuhe quetschen, die mir nicht richtig passen oder hohe Absätze haben, weil ich es als selbstquälerisch empfinde. Für viele Frauen ist es aber natürlich auch ganz normal, solche Schuhe zu tragen und sie bringen es nicht mit Qual und Schmerz in Verbindung, hmmmm......

      Ich selber finde Tattoos total geil
      Meinst Du das eher auf Deine eigenen Tattoos bezogen oder heißt das auch, dass Tattoos für Dich zur Attraktivität eines anderen Menschen in besonderem Maße beitragen können?

      Liebe Grüße,
      Chaja

      Kommentar


        #18
        Liebe Chaja, ich muss mich vorab entschuldigen, ich krieg das mit dem zitieren nicht hin Ich habe deine Sätze fett hinterlegt und mich mal rot darunter gesetzt... SORRY, ich lern das bestimmt noch


        Das hat mich ja jetzt auch mal interessiert und zum Googlen angeregt. Zu "MRT Tattoo" gibt es da durchaus einiges zu finden, vor allem Forenbeiträge. Hier vielleicht mal das Informativste, was ich auf die Schnelle gefunden habe:
        Stimmt's: Gefährliche Röhre? | Wissen | ZEIT ONLINE]


        Der Bericht beinhaltet für mich jetzt keine relevanten Neuigkeiten oder gar Bedenken. Zum Schluß wird ja berichtet, dass seit ca. 20 Jahren kein Eisen mehr in den Farben vorkommen Ich selber habe vor ca. 15 Jahren einen Röntgenschein gemacht und da wurde nie ein Wort über Tätowierungen und MRT verloren.


        Interessant! Danke für Deine Beobachtung dazu .... die mich natürlich zur Selbstbeobachtung anregt ! Vielleicht assoziiere ich mit Tattoos wirklich zu sehr den Schmerzaspekt, dass ich in so eine Wahrnehmung "hineinrutschen" kann?

        Naja, "Vorurteile" halten sich halt gerne in einem fest. Ich kann das schon nachvollziehen, wenn es da etwas gibt womit man so gar nichts anfangen kann und man mal eine Erfahrung gemacht hat, dass diese sich auch gerne in einem festsetzt und es schwierig ist, sich davon wieder abbringen zu lassen.
        Das ist bei mir so ähnlich wie mit Männlein-Weiblein und dem schmerzempfinden Ich gebs ja zu

        Also so richtige Schmerzen scheint es gar nicht zu bereiten, wenn ich das richtig verstehe. Wieder etwas gelernt! Ich bin vielleicht in diesen Dingen auch einfach hypersensibel. Ich würde mich z.B. nie in Schuhe quetschen, die mir nicht richtig passen oder hohe Absätze haben, weil ich es als selbstquälerisch empfinde. Für viele Frauen ist es aber natürlich auch ganz normal, solche Schuhe zu tragen und sie bringen es nicht mit Qual und Schmerz in Verbindung, hmmmm......

        Man gibt sich dem "Schmerz" freiwillig hin. Das ist was anderes, als wenn du z. B. eine spontane Blutentnahme erhälst. Da wirst du überrumpelt, hast nicht genug Zeit dich damit auseinanderzusetzen. Wenn du dich für ein Tattoo oder Piercing entscheidest, dann bewusst.
        Für mich ist das ein Unterschied.
        Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich nicht sehr schmerzempfindlich bin. Ich habe mir mein erstes Piercing mit 16 Jahren stechen lassen und dieses habe ich heute noch


        Meinst Du das eher auf Deine eigenen Tattoos bezogen oder heißt das auch, dass Tattoos für Dich zur Attraktivität eines anderen Menschen in besonderem Maße beitragen können?

        Männer die tätowiert sind, finde ich attraktiv. Allerdings nur bei Tattoos die auch meinem Geschmack entsprechen. Ich selber mag keine gewalttätigen Tattoos, oder diese Gruselschockerdinger. Auch im Gesicht muss nicht unbedingt sein, aber da kommt es einfach auf den Typ Mensch drauf an.
        Als ich noch ein Single war, da hat dieser Typ Mann mich magisch angezogen, du verstehst bestimmt was ich meine...

        Kommentar


          #19
          Liebe Jummitier,

          Zitat von Jummitier Beitrag anzeigen
          ich muss mich vorab entschuldigen, ich krieg das mit dem zitieren nicht hin Ich habe deine Sätze fett hinterlegt und mich mal rot darunter gesetzt... SORRY, ich lern das bestimmt noch
          Da gibt's doch nichts zu entschuldigen! Wenn Du zitieren willst, kannst Du entweder direkt den "Zitieren"-Button auf dem Beitrag, den Du zitieren willst, anklicken und dann die Passagen herauslöschen, die Dich nicht interessieren. Dann steht auch dabei, von wem das Zitat stammt. Ansonsten kannst Du aber auch die Passage, die Du zitieren willst, in Deinen Antworttext kopieren, sie markieren und dann die Sprechblase in der Toolleiste über dem Antwortfeld anklicken.

          Der Bericht beinhaltet für mich jetzt keine relevanten Neuigkeiten oder gar Bedenken. Zum Schluß wird ja berichtet, dass seit ca. 20 Jahren kein Eisen mehr in den Farben vorkommen


          Ja, eben! Das ist doch eine gute Nachricht für alle Tattoofreunde!

          Ich selber habe vor ca. 15 Jahren einen Röntgenschein gemacht und da wurde nie ein Wort über Tätowierungen und MRT verloren.
          Wobei MRT-spezifische Fragen natürlich auch nicht zum Röntgenkurs gehören würden....
          Naja, "Vorurteile" halten sich halt gerne in einem fest. Ich kann das schon nachvollziehen, wenn es da etwas gibt womit man so gar nichts anfangen kann und man mal eine Erfahrung gemacht hat, dass diese sich auch gerne in einem festsetzt und es schwierig ist, sich davon wieder abbringen zu lassen.
          Das ist bei mir so ähnlich wie mit Männlein-Weiblein und dem schmerzempfinden Ich gebs ja zu


          Naja, ich denke gewisse Schmerzempfindungsunterschiede der Geschlechter sind vor uns schon ein paar anderen Menschen aufgefallen

          Man gibt sich dem "Schmerz" freiwillig hin. Das ist was anderes, als wenn du z. B. eine spontane Blutentnahme erhälst.
          Da wirst du überrumpelt, hast nicht genug Zeit dich damit auseinanderzusetzen. Wenn du dich für ein Tattoo oder Piercing entscheidest, dann bewusst.
          Für mich ist das ein Unterschied.


          FÜr mich auch. Aber bei diesem Vergleich würde es mir genau anders herum gehen: Eine Blutentnahme hieße für mich: der Pieks hat einen sinnvollen Zweck. Ich bin ja wegen irgendwelcher Beschwerden beim Arzt, will wissen, woher die kommen und was man dagegen tun kann. Also lasse ich (und das ist ja, solange ich bei Bewusstsein bin, auch eine völlig freiwillige Angelegenheit) eine Blutentnahme durchführen. Da geht es um meine Gesundheit. Aber so rein zum "Vergnügen" Schmerzen? Nee, dass passt für mich nicht. Aber das ist natürlich einfach meine persönliche Sicht.


          Männer die tätowiert sind, finde ich attraktiv. Allerdings nur bei Tattoos die auch meinem Geschmack entsprechen. Ich selber mag keine gewalttätigen Tattoos, oder diese Gruselschockerdinger. Auch im Gesicht muss nicht unbedingt sein, aber da kommt es einfach auf den Typ Mensch drauf an.
          Als ich noch ein Single war, da hat dieser Typ Mann mich magisch angezogen, du verstehst bestimmt was ich meine...
          Vielen Dank für Deine offene Antwort! Was die Geschmacksfrage anbelangt: Gibt es eigentlich bei Tattoos bestimmte Stilrichtungen, die man kennen sollte? Wie Du siehst, ist das für mich wirklich Neuland!

          Liebe Grüße,
          Chaja

          Kommentar


            #20
            Zitat von A*star Beitrag anzeigen
            ...und wenn ich dann daher komme, mit meinem selbstgemalten Bildchen... *hüstel*
            Und genau da schlägt mal wieder ein neuer Modetrend zu:
            Bildchen, die aussehen wie im Kindergarten gemalt, sind grade total in.


            Scarlett Johansson: Tattoo Looks A Bit Jailhouse | WebProNews

            Entworfen hat diese Scheußlichkeit angeblich ein bekannter Künstler.

            Ich kann grade über diese Modeerscheinungen im Tattoo-Bereich nur den Kopf schütteln. Vor einigen Jahren waren "Arschgeweihe" in, heute genieren sich viele Trägerinnen dafür, weil es eben inzwischen "out" ist, so einen "Schlampenstempel" zu tragen. So ein Pech, man hat ja "lebenslänglich".

            Dieser Artikel gibt ziemlich genau wieder, was ich über Tattoos denke:

            Silke Burmester über Tattoos: Ihr habt doch einen Stich! - SPIEGEL ONLINE

            Früher waren Tattoos ein Zeichen von Individualität.
            Heute ist es ein Zeichen von Individualität, kein Tattoo zu haben .

            Kommentar


              #21
              Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
              Aber das alles war für mich hier eher ein Nebenaspekt: Mir ging es vielmehr um den Schmerzaspekt beim Tätowieren und was er vielleicht für einzelne Menschen im Besonderen bedeutet, ob man z.B. vielleicht auch gerade den Schmerz sucht.
              Auf mich trifft da das gleiche zu, wie auf die Tintenweberin und auch ihre Erfahrung bezüglich der tatsächlichen Schmerzen beim Stechen und danach, decken sich mit meinen.
              Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
              Ich gehe jedem Schmerz für gewöhnlich großräumig aus dem Weg. Meine beiden Tattoos wollte ich unbedingt tragen, deshalb habe ich ihn billigend in Kauf genommen. Es war nicht schlimmer, als Augenbrauenzupfen und die Verletzung (ähnlich wie eine Hautabschürfung nach einem leichten Fahrradunfall oder wie ein Sonnenbrand) war nach einer Woche komplett verheilt.
              Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
              Was ist das Besondere an einem bzw. Deinem Tattoo, was macht es so begehrenswert?
              Grundsätzlich fand ich Tattoos schon als Kind so faszinierend, dass ich mir zunächst mit Wasserfarbe den Körper bemalt habe und später auch Ritzungen vorgenommen habe (die allerdings alle spurenlos verheilt sind). Als Teenager habe ich mit Henna experimentiert, das wächst ja bekanntlich wieder raus.
              Meine Eltern hätten einer echten Tätowierung niemals zugestimmt, und als ich dann volljährig war, war das Thema zunächst in Vergessenheit geraten, anderes war wesentlich wichtiger und stand im Vordergrund. Ü30 kam der Wunsch wie aus dem Nichts zurück und damit auch die Motivsuche. Es hat dann sechs Jahre gedauert, bis ich "mein Motiv" in der Form gefunden bzw. entwickelt hatte, wie ich es dauerhaft an mir sehen wollte.
              Für mich war eine klare und starke Aussagekraft, ein eindeutiger, lebenslanger Symbolcharakter wesentlich, und an zweiter Stelle die möglichst (für mich) perfekte gestalterische Ausführung. Ein Motiv "von der Stange" wäre da niemals in Frage gekommen.

              Zitat von Schnucke Beitrag anzeigen
              Und genau da schlägt mal wieder ein neuer Modetrend zu:
              Bildchen, die aussehen wie im Kindergarten gemalt, sind grade total in.
              Über dieses Stadium bin ich - wage ich mal großspurig zu behaupten - zeichnerisch dann doch hinweg

              Mein "Problem" ist, dass die Tätowierer, die ich kenne, und denen ich vertraue, was das Können anbetrifft, inzwischen fast nur noch ihre selbstentworfenen Bilder stechen und darüber hinaus, der traditionell japanischen Schule folgen oder nur "Old School" Tattoos stechen. Beides ist nicht das, was ich machen lassen möchte.
              Aber es brennt ja nix an, das wird sich schon finden.


              Es gibt noch etwas, was ich dazu sagen kann: mein Körper trägt diverse Narben, vor allem auch solche, die ich mir nicht selbst zugefügt habe, sondern die von Unfällen und Operationen stammen. Sie alle gehören zu meiner Geschichte, erinnern mich besonders intensiv an Erlebnisse und Zeitabschnitte und machen meinen Körper zu einer Art Träger für Lebensinformationen, so wie ich mein Tagebuch vollschreiben kann, nur eben symbolisch. In dieselbe Kategorie gehören für mich auch Tattoos.


              Natürlich gilt das nicht für jeden Tattooträger, und für manche ist es wohl wirklich eine reine Modeerscheinung, sich eines stechen zu lassen, wie der Kauf einer neuen Kette.
              Die Argumentation mit der Schwierigkeit des Entfernens ist für mich so weit weg, wie wenn man mir zur Abschreckung während ich den Motorradführerschein mache einen schwer verunfallten Menschen zeigen würde, der nach diversen OP´s und voller Metall-Gestelle gerade das Laufen neu erlernen muss...

              Kommentar


                #22
                Zitat von Schnucke Beitrag anzeigen
                (...)
                Dieser Artikel gibt ziemlich genau wieder, was ich über Tattoos denke:
                Silke Burmester über Tattoos: Ihr habt doch einen Stich! - SPIEGEL ONLINE
                Sehe ich auch so.
                Tattoo? Bloß nicht. Nein, danke.

                Warum muss es denn lebenslänglich sein? Reicht nicht auch das gute alte Abziehbildchen, das sich mit Wasser auf die Haut kleben lässt?
                Drum prüfe, wer sich ewig bindet...

                Kommentar


                  #23
                  ich bin auch überrascht, dass hier Leute, die es unnatürlich finden, sich aus ästetischen Gründen, meiner Meinung und meinem Gefühl nach, wirklich störende, abturnende Achsel und Schambehaarung zu entfernen, tatsächlich aber ein lebenslanges Tattoo machen lassen. Das macht für mich ja gar keinen Sinn. Fast alle meine Kumpels liesen sich vor 20 Jahren irgendwo irgend ein Bildchen tätowieren, aber das wäre mir niemals eingefallen. Auch nicht im grössten Suff und bestimmt auch nicht wegen irgendwelchen Schmerzen.
                  Mich würde interessieren, wie manche damals gestochene Gesichter oder Figuren heute lang drein schauen.

                  Kommentar


                    #24
                    Zitat von Mistral Beitrag anzeigen
                    Warum muss es denn lebenslänglich sein? Reicht nicht auch das gute alte Abziehbildchen, das sich mit Wasser auf die Haut kleben lässt?
                    Drum prüfe, wer sich ewig bindet...
                    Muss es ja nicht, jeder wie er mag

                    Aber es hat durchaus einen ganz eigenen Reiz eine sehr bewußte "Entscheidung für´s Leben zu treffen" ...

                    Kommentar


                      #25
                      Mh, faszinierend fand ich es auch immer, bin aber froh, es gelassen zu haben, weil ich mittlerweile dann schon- aufgrund persönlichen Paradigemwandels- einen Haufen unterschiedlicher Tatoo-Motive haben müsste... Also, ich glaube, ich würde mir derzeit lieber ein persönliches oder Familien-Wappen malen, als mich selbst zu Symbolträger zu machen.

                      Kommentar


                        #26
                        Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                        Du schreibst, dass Du Deine Tattoos unbedingt tragen wolltest. Kannst Du beschreiben, warum dieser Wunsch so groß war, dass Du dafür auch Schmerzen billigend in Kauf genommen hast? Was ist das Besondere an einem bzw. Deinem Tattoo, was macht es so begehrenswert?
                        Meine Tattoos sind Symbole, also materielle Darstellungen einer geistigen Qualität, die ich durch die Tätowierungen in meinem Körper geankert habe.

                        @ Mystery: Ich finde es auch immer wieder sehr erstaunlich, wie unterschiedlich die Geschmäcker der Menschen sind: Watt dem ien sien Uhl, es dem annern sien Nachtigall ...

                        Kommentar


                          #27
                          Wenn ich jetzt das Gelesene richtig erinnere, sprechen die meisten hier von einzelnen Tattoos mit einem ganz bestimmten Symbol.
                          Kann ich nachvollziehen, selbst wenn ich es persönlich nicht machen lassen würde.
                          Ich frage mich aber, wieso man sich z.B. einen ganzen Arm vollständig tätowieren lässt, so dass man einzelne Zeichen gar nicht mehr erkennen kann.
                          Dann wäre es doch wesentlich einfacher, den Arm gleich in diesem schmutzigen Blau komplett einfärben zu lassen.

                          Kommentar


                            #28
                            Liebe A*star,

                            vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Sie hilft mir bei der Beantwortung meiner Fragen wirklich sehr weiter!

                            Zitat von A*star Beitrag anzeigen
                            Grundsätzlich fand ich Tattoos schon als Kind so faszinierend, dass ich mir zunächst mit Wasserfarbe den Körper bemalt habe und später auch Ritzungen vorgenommen habe (die allerdings alle spurenlos verheilt sind). Als Teenager habe ich mit Henna experimentiert, das wächst ja bekanntlich wieder raus.
                            Meine Eltern hätten einer echten Tätowierung niemals zugestimmt, und als ich dann volljährig war, war das Thema zunächst in Vergessenheit geraten, anderes war wesentlich wichtiger und stand im Vordergrund. Ü30 kam der Wunsch wie aus dem Nichts zurück und damit auch die Motivsuche. Es hat dann sechs Jahre gedauert, bis ich "mein Motiv" in der Form gefunden bzw. entwickelt hatte, wie ich es dauerhaft an mir sehen wollte.
                            Das ist wirklich eine spannende Geschichte mit einem weit zurückliegenden Anfang! Sie hat mich auch darauf aufmerksam gemacht, dass es bei mir als Kind genau anders herum war: Alles, was sich nicht ohne weiteres von meiner Haut entfernen ließ, habe ich immer gemieden. Ich hatte nie ein Problem damit, mich beim Spielen tüchtig "einzusauen", aber Farben auf der Haut oder ähnlich "Dauerhaftes" hat mich immer sehr gestört. Einmal hatte uns eine Kindergärtnerin einen Wollfaden um ein Handgelenk gebunden, weil wir die rechte von der linken Hand unterscheiden lernen sollten. Wir sollten es drei Tage lang tragen. Dass ich es nicht abnehmen durfte, hat mich drei Tage leiden lassen, obwohl mich das Fädchen selbst bei nichts gestört oder behindert hat. In der Teenage-Zeit haben mich Eintrittsstempel davon abgehalten, auf Parties oder sonstwie zum Tanzen zu gehen. Ich wollte so etwas nicht auf mir haben und wenn man den Stempel nicht stattdessen auf eine Karte bekommen konnte, bin ich lieber wieder gegangen.
                            Für mich war eine klare und starke Aussagekraft, ein eindeutiger, lebenslanger Symbolcharakter wesentlich, und an zweiter Stelle die möglichst (für mich) perfekte gestalterische Ausführung. Ein Motiv "von der Stange" wäre da niemals in Frage gekommen.
                            Danke für diese Antwort! Damit kann ich wirklich etwas anfangen, auch wenn es nicht meine Kunstform ist.

                            Es gibt noch etwas, was ich dazu sagen kann: mein Körper trägt diverse Narben, vor allem auch solche, die ich mir nicht selbst zugefügt habe, sondern die von Unfällen und Operationen stammen. Sie alle gehören zu meiner Geschichte, erinnern mich besonders intensiv an Erlebnisse und Zeitabschnitte und machen meinen Körper zu einer Art Träger für Lebensinformationen, so wie ich mein Tagebuch vollschreiben kann, nur eben symbolisch. In dieselbe Kategorie gehören für mich auch Tattoos.
                            Das ist für mich ebenfalls ein sehr interessanter Aspekt! Geht es damit dann für Dich auch um ein Gefühl des "Mitgestaltens" Deines Körpers, sozusagen in Kooperation mit dem Leben, das seine Spuren hinterlässt und mit dem zusammen Du dann etwas gestaltest bzw. künstlerisch / ästhetisch ergänzt? Ich weiß nicht, ob ich diesen Gedanken schon klar genug ausdrücken kann, aber vielleicht verstehst Du trotzdem, was ich meine?

                            Liebe Tintenweberin,

                            Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
                            Meine Tattoos sind Symbole, also materielle Darstellungen einer geistigen Qualität, die ich durch die Tätowierungen in meinem Körper geankert habe.
                            Auch Dir vielen Dank für Deine Antwort! Ich würde gerne noch verstehen, was diese körperliche Verankerung für Dich bedeutet, bin mir aber gerade nicht sicher, ob ich Dich nicht schon zu sehr mit Fragen gelöchert habe.

                            Liebe Grüße in die Runde!
                            Chaja

                            Kommentar


                              #29
                              Mir gefallen fast keine Tattoos bei anderen Menschen. So ganz kleine auf der Schulter vllt, das sieht bei manchen jungen Frauen ganz nett aus.
                              Prinzipiell empfinde ich Tattoos eher als Verunstaltung des Körpers, sie wirken auf mich 'billig' und eher einer bestimmten Gesellschaftsschicht zugehörig.
                              Ui, ich sehe schon die Beschimpfungen auf mich niederpasseln... ich gehe in Deckung
                              Das mag sicherlich an meinem fortgeschrittenen Alter liegen, früher trugen meist die Seeleute in unserer Stadt Tattoos und die benahmen sich nicht immer 'ladylike'.

                              Kommentar


                                #30
                                Keine Bange, Tamina, hier wird nicht beschimpft.
                                Mir gefallen auch nur Einzeltattoos, aber keine fast komplett bedruckte Körperteile.

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X