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Gedanken über Religion und Sünde, Gott und die Welt

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    Gedanken über Religion und Sünde, Gott und die Welt

    Im charismatischen Faden hatte sich eine für mich interessante Diskussion entwickelt über Sünde und ob ein bedingungslos liebender Gott denn wirklich bedingungslos liebt, wenn die Sünde zwischen ihm und dem Menschen steht, oder wenn nur der erlöst wird, der glaubt.


    Da ich der Meinung bin, dass es im charismatischen Faden langsam zu offtopic wurde (bzw ich weiss nicht, ob just me zufrieden darüber ist, wie sich der Faden entwickelt), möchte ich die Diskussion in diesen Faden hier "auslagern" und hier weiter diskutieren, denn vieles hat mich "angetriggert" und ich hoffe, durch die Beteiligung an diesem Thema, für mich darüber klar zu werden, wie ich überhaupt genau dazu stehe

    doch zunächst werd ich mal schnell die letzten Beiträge zu diesem Thema vom charismatischen Faden hier rüberkopieren für all die, die es noch nicht gelesen haben.

    #2
    Zitat von Anneliese Beitrag anzeigen
    Hallo Erich
    Auszug aus obigem Link:
    Auch eine kleine Sünde genügt um uns von Gott zu trennen - ewig.

    Auferstehung Jesu: Er hat den Tod ein für alle Mal besiegt und die Trennung zwischen uns und Gott weggenommen.

    Gott will Beziehung mit Dir!
    Wenn Du also Christ werden willst, musst Du nur an Jesus Christus glauben, daran, dass er für Deine Schuld gestorben ist und, dass Du selber nichts tun kannst um Gott zu gefallen. Er liebt Dich so wie Du bist: Ohne Einschränkung, ohne Vorbedingung. Selbst wenn Du Dich selber nicht liebst, Dich selber nicht leiden kannst, Dich sogar hasst: Jesus liebt Dich trotzdem. Es ist kein Zufall, dass Du auf der Welt bist, er hat Dich so geschaffen wie Du bist (
    Jesaja 44, 24) und er WOLLTE Dich so wie Du bist.

    Empfindest Du das nicht als Widerspruch? Einerseits soll uns eine Sünde von Gott für ewig trennen und andererseits nimmt Jesus die Trennung zwischen uns und Gott weg und Gott liebt uns so wie wir sind, wollte mich/Dich/uns so wie wir sind?

    Weißt Du wie es sich für mich anfühlt? So, als wenn ich zu meinen Jungs sagen würde "ich liebe euch so wie ihr seid, aber tut gefälligst das was ich will, benehmt euch wie ich will, befolgt meine Anordnungen!" Liebe ich sie dann tatsächlich so wie sie sind????

    Glaubst Du eigentlich an einen Gott der bedingungslos liebt?

    Sehr nachdenkliche Grüße
    Anneliese

    Zitat von Wayfinder Beitrag anzeigen
    Hallo Anneliese,
    genau Deine Fragen sind ganz wesentlich, und ganz genau das macht den Glauben an Gott und die Bibel aus.

    Die Betonung liegt darauf, dass Gott jeden Menschen liebt, genauso wie er eben ist. Er will die Beziehung zu jedem Menschen, er streckt die Hand aus, er will allen helfen "sich selbst" mit seiner Unterstützung zu helfen.

    Das einzige was Gott nicht akzeptiert und nicht akzeptieren kann ist die Sünde. Er hasst die Sünde.
    Er hasst aber nicht den SÜNDER !!!

    Die Sünde trennt aber den Menschen von Gott, und somit muss die Sünde aus der Welt geschaffen werden, sonst kann es keine Beziehung zu Gott geben.
    Das sind seine Bedingungen wenn du es so nennen willst.
    Das Problem ist aber, dass jeder Mensch ständig in irgend einer Art und Weise sündigt, es gibt nicht einen einzigen der nicht sündigt oder gesündigt hat, oder noch sündigen wird.

    Daher hat er Jesus gesandt, seinen eigenen Sohn, um alle Sünden der Menschheit zu vergeben, die Menschheit zu erretten.
    Der Mensch Jesus hat sein ganzes Leben lang nicht ein einziges Mal gesündigt, daher hatte er eine ständige Beziehung zu Gott.
    Gott hat seinen eigenen Sohn für die Errettung der Menschen gegeben, so sehr liebt er die Menschen.

    Der Unterschied zum alten Testament ist ab diesem Zeitpunkt (der Kreuzigung, dem Tod Christus bzw. der Auferstehung) dass jeder einzelne Mensch direkt mit Gott in Verbindung kommen kann. Bis dahin war dieser direkte Kontakt mit Gott, nur von ihm auserwählten möglich, wie Königen (zB David) oder Stammes bzw. Volksführern.



    Nehmen wir nun mal das Beispiel mit zwei Jungs.
    Natürlich werden die Eltern sie immer lieben, man versucht die Kinder auch in eine bestimmte Richtung zu erziehen, man erstellt ja auch sowas wie einen Lebensplan für das Kind, schafft Rahmenbedingungen damit es auch eine Chance hat alles das was realistisch möglich ist zu erreichen.
    Doch was wenn es trotzdem schief geht, was wenn das Kind das niemals annimmt, sonder alles mit Füßen tritt ???

    Ein Beispiel wie es wohl Millionenfach im Leben vorkommt.

    Eine Mutter hat 2 Kinder, sie tut alles was nur möglich ist sie gut zu erziehen, sie spart Geld um ihnen beiden den gleichen Start ins Leben wenn sie Erwachsen sind zu erleichtern.
    Beide werden nun zB 23 Jahre alt, das eine Kind entwickelt sich genauso wie man es sich wünschen kann. Es kommuniziert, nimmt Hilfe und Unterstützung an. Es schliesst die Schulen ab, beginnt zu arbeiten findet einen Partner, ist für die Familie da.

    Das zweite Kind nimmt Drogen, stiehlt, wird zum Alkoholiker, wird Gewalttätig, schmeisst das Geld zum Fenster raus und nimmt keine Unterstützungen (ausser Finanzielle) an, lehnt die Familie ab.

    Irgendwann muss nun die Mutter zu dem einen Kind sagen...
    Liebes Kind, jetzt ist Schluss, du bekommst nichts mehr von mir, du ruinierst dich und mich wenn ich dich weiter unterstütze. Geh weg, und komm wieder mit einem Beweis, dass du dich geändert hast. Du bist jederzeit herzlichst wieder aufgenommen, aber Beweise es mir.
    Ich liebe Dich Bedingungslos, so wie Du bist, ich kann aber deinen derzeitigen Lebenswandel nicht weiter unterstützen
    .

    Gott macht es genauso, er will nur dass man sich ehrlich und innerlich zu ihm und seiner Vorstellung zu verhalten hat bekennt, weil es einfach gut so ist, für den einzelnen Menschen und für die Gemeinschaft.
    Wichtig ist, dass man ihn nicht täuschen kann.

    Man braucht nicht zu beichten
    Man braucht nicht gute Werke zu verrichten usw... um zu Gott zurückzukehren, man braucht sich nur tief innerlich zu bekennen

    Bitte niemals vergessen, Gott ist der Schöpfer von allem er kann uns auch wieder alles nehmen, er wird es tun wenn es so wie bisher weitergeht auf der Welt. Nur diejenigen die sich zu ihm ehrlich bekennen werden gerettet (errettet) sein.

    Um das zu verstehen gibt er uns auch auch ein Hilfsmittel, die Bibel. In der Bibel ist die gesamte Geschichte zusammengefasst wie es dann im neuen Testament zu dem oben beschriebenen gekommen ist.

    LG Erich
    Zitat von Anneliese Beitrag anzeigen
    [/color]
    Lieber Erich,
    hier bin ich nicht mit Deiner Meinung konform. Ich fühle mich mit Gott immer in Beziehung - egal ob ich sündige oder nicht, so wie ich immer in Beziehung bin mit meinen Jungs - egal wie sie sind, vielleicht einfach deshalb weil sie ein Teil von mir sind.

    Dann liebt er nicht bedingungslos! Außerdem: Er ist doch der Schöpfer von allem. Wenn er die 'Sünde' haßt, wieso hätte er sie dann geschaffen?
    [color=#000000]
    Warum brauche ich einen Beweis dass er sich geändert hat? Ist dann das, was ich vom Leben glaube, so wie ich lebe, das einzig Richtige? Müssten dann nicht alle Menschen so denken und handeln wie ich es gut und richtig finde um von mir 'bedingungslos' geliebt zu werden? Aber dann ist es nicht mehr 'bedingungslos'!!! 'Bedingungslos' bedeutet für mich dass jeder so leben darf wie er es für sich passend empfindet. Ich liebe einen Menschen egal was er tut, wie er etwas tut, ohne ihm eine Bedingung zu stellen. Er muss nichts beweisen um von mir geliebt zu werden. Das ist für mich bedingungslos. Alles andere empfinde ich als Augenwischerei.

    Natürlich lasse ich ein Kind los wenn ich spüre dass es nicht anders geht - aber ich liebe es weiterhin und lasse 'nur' los damit es seinen Weg finden kann, damit es seine Erfahrungen machen kann, aber nicht um so zu werden wie ich es haben will. Ich muss es loslassen damit es seinen Weg gehen kann. Das Kind festhalten und sagen "sei und benimm Dich so wie ich es möchte" ist keine wirkliche Liebe!
    Liebe ist für mich ua auch, dass ich meinen Kindern vertraue dass sie ihren Weg finden, dass ich zwar einen Grundstock (in Bezug auf Werte) gelegt habe, aber weiß dass sie ihre Erfahrungen machen müssen um ihr Leben so zu leben wie sie es für richtig finden. [color=#000000]
    Wenn er nur die retten würde die sich zu ihm bekennen, würde er nicht bedingungslos lieben. Dann wäre er auch kein liebender Gott sondern vor allem ein Strafender quasi "sei so wie ich es möchte und Du darfst zu mir, ansonsten verstoße ich Dich".

    Die Bibel ist für viele Gläubige ein wichtiges Buch, eine Grundlage zur Ausrichtung des eigenen Lebensweges. Aber auch die Bibel kann verschieden interpretiert werden - vor allem von der 'Obrigkeit' - so wie sie es grade braucht. Ich kann Stellen so interpretieren dass ich Gott als strafenden Gott darstelle, ich kann die gleichen Stellen aber auch so interpretieren dass ich Gott als Vater hinstelle der möchte dass seine Kinder ihr Leben selbst in die Hand nehmen, eigene Erfahrungen machen und dennoch wissen dass sie immer geliebt werden.

    Ich finde es sehr schade dass Du Gott vor allem wohl als 'strafenden Gott' empfindest.

    Mir selbst ist es wichtig den Kindern - aber auch Erwachsenen - in meiner Gemeinde zu vermitteln dass Gott sie immer liebt, immer für sie da ist, was immer sie auch 'anstellen'. Er ist die bedingungslose Liebe.

    Wenn ich mich geliebt fühle und angenommen fühle werde ich nicht so leicht am Leben verzweifeln, werde ich Freude am Leben empfinden, werde ich neugierig sein was die Schöpfung alles für mich bereit hält, werde ich dankbar sein für alles was um mich ist und nicht Angst davor haben 'zu versagen' oder 'schlecht zu sein' und die Liebe zu verlieren.
    Gott als liebenden Gott zu empfinden vermittelt mir Urvertrauen - einfach so sein dürfen wie ich bin, mit meinen Fehlern und Schwächen.

    Weißt Du was mir gerade an Menschen in meiner Gemeinde auffällt die fast schon 'fanatisch gläubig' sind? Sie verurteilen andere Menschen leichter, weil sie glauben zu wissen wie Gott uns haben möchte, wie wir sein sollen. Sie richten über andere Menschen, sie reden über andere, sie stellen sich dadurch über sie indem sie sich 'besser' finden als die anderen.
    Aber haben andere Menschen wirklich das Recht zu verurteilen? Sind sie wirklich 'besser' als die anderen? Würden sie nicht dann im Grunde schon eine Sünde begehen indem sie andere verurteilen????

    Lieben Gruß
    Anneliese
    Zitat von Wayfinder Beitrag anzeigen
    Hallo Anneliese,
    ich finde es wirklich schade, dass du das so verstehst, dass ich Gott als strafenden Gott empfinde.

    LG Erich
    Zitat von Wayfinder Beitrag anzeigen
    Hallo nochmal Anneliese,
    die Sache mit dem strafenden Gott beschäftigt mich, und ich habe mir deswegen eine Geschichte ausgedacht...

    Stell dir bitte mal folgendes vor:
    Gott gibt dir ein Universum, dein ganz eigenes persönliches Universum.
    Er gibt dir Wasser damit du deinen Durst stillen kannst, er gibt dir Nahrung (Tiere die du jagen darfst) damit du nicht Hungern musst, er gibt dir Pflanzen die deine verbrauchte Luft reinigen damit du gut Atmen kannst.
    Er sagt dazu: Ab nun hast du alle Voraussetzungen um gut zu Leben, sprich mit mir wenn du etwas brauchst, und vertraue mir, ich gebe dir immer alles was du brauchst.
    Ich gebe dir auch eine Anleitung die alle die Möglichkeiten beschreibt die ich dir geben werde. Du kannst dich frei in deinem Universum das ich dir gegeben habe bewegen, du darfst es aber nicht ausbeuten, denn es ist mein Universum, und ich werde dir nicht erklären was ich mit diesem Universum vorhabe.

    Ich habe es geschaffen, und ich möchte dass es gedeiht und sich in meinem Sinne weiterentwickelt.
    Wenn Du dich in deinem Universum bewährst wirst du immer von mir unterstützt werden, und du wirst das Ewige Leben bekommen, und in ein anderes Universum eingehen. Wenn du dich nicht bewährst nicht wirst du sterben.

    Und sei ganz vorsichtig, es wird einer kommen und sagen dass ich nicht der Schöpfer bin, glaube ihm nicht, doch wenn du ihm glaubst wird alles vernichtet werden.
    Du lebst nun in dem Universum, und plötzlich passiert es, .. es kommt jemand und sagt: Es gibt den Schöpfer nicht, ich weiß wie das Universum in Wahrheit geschaffen wurde, und du kannst damit machen was du willst. Du brauchst es nur zu versuchen. Schneide mal die Größte Pflanze ab, du wirst sehen sie wächst wieder nach.
    Du sagst: Aber nein, Gott schreibt in seiner Anleitung dass ich das nicht darf. Ich frage ihn, denn er hat ja gesagt ich kann ihn fragen.

    Du fragst Gott: Darf ich die Pflanze nun abschneiden ? Ich brauche sie, denn ich würde mir gerne ein größeres Haus bauen.
    Keine Antwort kommt….
    Der andere sagt: Siehst du, er antwortet nicht, schneide sie ab, dein Schöpfer ist gar nicht da, und du wirst sehen sie wächst wieder.

    Du denkst. Naja was solls, ist ja nur eine Pflanze, es gibt sooo viele davon, und auch wenn die nicht nachwächst ist es nicht so schlimm.
    Du schneidest sie ab, und baust dir dein Haus bequemer aus. Nichts passiert. Nach einer Weile denkst du, ….hmmm ein zusätzliches Gartenhaus wäre auch gut, und fragst Gott wieder.
    Nachdem du Gott, beim letzten mal nichts gesagt hast als ich die Pflanze abgeschnitten habe wirst du bestimmt auch nichts dagegen habe wenn ich noch ein paar weitere abschneide, es gibt ja so viele davon.
    Wieder keine Antwort, du schneidest die Pflanzen ab.
    Als du beim nächsten mal jagen gehst bemerkst du, dass plötzlich viel weniger Tiere da sind, du musst länger jagen, weiter gehen als bisher,…aber das geht schon noch.
    Nach einer Weile bemerkst du, dass es insgesamt wesentlich wärmer wird, dass die Luft nicht mehr so leicht zu atmen ist, du beginnst zu husten.
    Du wendest dich wieder an Gott:
    Hallo, mir geht’s nicht gut, du hast mir doch versprochen auf mich zu achten, möchtest du wirklich dass ich krank werde, warum bestrafst du mich ?
    Keine Antwort: Das kommt dir komisch vor, du nimmst mal die Anleitung zur Hand, und plötzlich liest du, dass es eigentlich verboten ist zu viele Pflanzen abzuschneiden, denn die Pflanzen versorgen auch die Tiere mit Nahrung und Atemluft und sind unersätzlich.
    Er hat es als Gesetz niedergeschrieben, dass wenn du mehr Pflanzen als du brauchst abschneidest wirst du auch Hunger leiden, und das Klima wird immer schlechter. Du hast das zwar gelesen, - am Anfang, - aber vergessen.
    In der Anleitung steht auch:
    Du kannst das nur wieder-gut-machen, in dem zu ihm betest, er solle dir verzeihen, und wenn du diese Verfehlungen zutiefst bereust wird er dir helfen die Pflanzen wieder richtig wachsen zu lassen, und die Tierwelt wird sich auch wieder erholen. So steht es in der Anleitung.
    Du bekommst Angst, du findest das ungerecht, du bist von völlig anderen Voraussetzungen ausgegangen, und stellst nun fest dass du dich geirrt hast.


    Du sagst letztendlich. Also gut, wenn du es nicht so machst WIE ICH ES VON DIR ERWARTE dann brauche ich das nächste Universum auch nicht mehr, ich glaube dir nicht mehr, denn du hast gesagt dass du auf mich achten wirst….

    Tja, was meinst du wie die Geschichte ausgehen wird ?

    Ich weiß es
    LG Erich
    Zitat von Spunk Beitrag anzeigen
    Hallo Wayfinder,

    erst mal vorab: Deine Geschichte gefällt mir, ist ein wirklich gutes Gleichnis!

    Ohne Deinen Glauben in Frage stellen zu wollen, möchte ich aber doch anhand der Geschichte eine Frage in den Raum stellen.

    Er sagt dazu: Ab nun hast du alle Voraussetzungen um gut zu Leben, sprich mit mir wenn du etwas brauchst, und vertraue mir, ich gebe dir immer alles was du brauchst.

    Du kannst dich frei in deinem Universum das ich dir gegeben habe bewegen, du darfst es aber nicht ausbeuten, denn es ist mein Universum, und ich werde dir nicht erklären was ich mit diesem Universum vorhabe.

    Wie würde Gottes Antwort lauten, wenn ich darauf sagen würde: „Das ist lieb von Dir Gott, und Dein Angebot klingt verlockend, aber ich würde gerne in ‚meinem’ Universum bleiben, ich fühle mich wohl hier, obwohl ganz sicher nicht alles so ist, wie es sein sollte. Ich weiß, daß mir hier nichts geschenkt wird, aber ich möchte mich gerne mit meiner Kraft dafür einsetzen, daß es – wenigstens in den kleinen Dingen, die ich regeln kann – ein wenig besser wird. Für mich und für Andere.“

    In Deiner Geschichte sprichst Du davon, daß ich das Angebot bekomme, ein „eigenes“ Universum geschenkt zu bekommen. Wenn da „eins“ ist, dann scheint es ja mehrere zu geben, sonst könnte er mir kein weiteres (oder anderes) anbieten.

    Wenn ich ein Angebot bekomme, dann habe ich die Wahl. Ich kann annehmen, oder ablehnen.

    Auf Deine Geschichte bezogen, befinden sich Menschen in unterschiedlichen Universen. Die einen fühlen sich hier wohl, die anderen dort und wieder andere leben eine Zeitlang in dem einen Universum und entscheiden sich dann vielleicht, ihr Leben zu ändern und ein anderes aufzusuchen.

    Wichtig bei all dem ist für mich, daß ich die Menschen, egal in welchem Universum sie leben, annehmen kann. Und wenn ich das Christentum richtig verstanden habe, ist genau das von Gott gewollt.

    Oder?

    LG
    Spunk
    Zitat von Wayfinder Beitrag anzeigen
    Hallo Spunk,
    es freut mich wenn dir dieses Gleichnis gut gefällt, nur gibt es offenbar ein Missverständnis.

    Ich meine natürlich nicht, dass jeder Mensch sein eigenes Universum hat oder haben sollte, sondern ich wollte mit der Geschichte einfach nur klarer machen dass die Menschen manches als "Strafe Gottes" empfinden, obwohl sie sich selber die Lebensgrundlage nehmen, indem sie die Regeln die in der Bibel niedergeschrieben sind brechen.
    Wenn dann eine Katastrophe passiert sind sie der Überzeugung dass Gott sie bestraft hat, oder meinen, dass es keinen Gott geben kann, denn er würde die Katastrophe verhindert haben.
    Manche Menschen tun es bewusst, manche tun es unbewusst. Und viele brechen die Regeln auch weiterhein obwohl sie immer wieder ermahnt werden es nicht zu tun. Es wird einfach negiert.
    Viele Glauben auch gar nicht dass es Gott gibt, und dass er der Schöpfer ist, sie beschäftigen sich auch nicht mit der Bibel.
    Viele beschäftigen sich sogar mit der Bibel und sagen dass das was drinnen steht erstunken und erlogen ist, - oder nichts anderes als eine Täuschung.

    Wir alle Leben in Gottes geschaffenen Universum, er hat die Regeln für alles was im Universum passiert aufgestellt. Wenn die Regeln gebrochen werden dann haben wir das selbst zu verantworten (siehe in meiner Geschichte die Pflanzen die abgeschnitten werden obwohl sie gar nicht gebraucht werden).
    Die Pflanzen hat nicht er abgeschnitten, sondern der der in dem Universum lebt. Er schneidet die Pflanzen ab obwohl er weiss dass er sie zum atmen braucht. Er hat die Anleitung einfach nicht ernst genommen.

    Ich habe noch ein ähnliches Gleichnis parat.
    Es stammt von Charles C Ryrie, einem Theologen.

    LG Erich
    Zitat von Mikamu Beitrag anzeigen
    hallo Anneliese,
    ich gebe dir in vielem recht, denn ähnlich fühle ich auch

    @Erich und Anneliese: Es ist ein interessantes Thema, das ihr gerade besprecht (u.a. Sünde und was bedingungslose Liebe ist), aber ich zögere derzeit noch, hier mitzumischen, weil ich das Gefühl habe, dass es sich zu weit vom ursprünglichen Thema wegbewegt. Vielleicht eröffnet ihr einen eigenen Faden dazu (natürlich nur, wenn noch Gesprächsbedarf besteht)
    Zitat von Spunk Beitrag anzeigen
    OT:



    Hallo Wayfinder,

    wenn Du sagst, daß wir selbst dafür verantwortlich sind, wenn wir "die Regeln" brechen (wer auch immer sie aufgestellt hat), dann gibt es kein Mißverständnis, denn da stimme ich absolut mit Dir überein.

    Und das wir eigentlich alle in einem Universum leben, ist auch richtig. (Gerade deshalb kann mir ja auch gar kein anderes angeboten werden.)

    Wenn Du aber sagst, daß Gott das Universum geschaffen und die Regeln aufgestellt hat, dann ist das Deine Sicht der Dinge (was für mich auch völlig in Ordnung ist); aber es ist nicht meine.


    Mikamu, Du hast Recht: das hat sich jetzt schon sehr weit von just_me's Eingangsposting entfernt (sorry!), und von mir jetzt hier deshalb auch

    OT-Ende

    LG
    Spunk

    Kommentar


      #3
      ich finde ja das Konzept vom Karma (=Ursache und Wirkung) auf gewisse Weise schlüssig, allerlerdings dauert es da EWIG bis man vorwärts kommt. Der Grundlegende Gedanke überzeugt, aber in seiner Verwendung hat es so seine tücken...

      Aber wenn man es jetzt mal praktisch sieht.. es war sicher nicht der liebe Gott, der mich gestern ärgern wollte. wenn ich mich so in Hektik begeben um 10 Minuten eher an meiner Diss zu schreiben, und desewegen meinen Rucksack nicht richtig zumache um die Bahn zu erreichen und dan mein Portmoniae rausfällt ist es eine logische Ursach-Wirkungsgeschichte. Ok, vll hätte der liebe Gott statt einem Klauer einen ehrlichen Finder vorbeischicken können

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        #4
        Das einzige was Gott nicht akzeptiert und nicht akzeptieren kann ist die Sünde. Er hasst die Sünde.
        Er hasst aber nicht den SÜNDER !!!

        hmmmm.... ich persönlich glaube nicht, dass Gott die Sünde hasst. Durch mein ganzes bisheriges Leben hindurch hab ich Gott immer als einen liebenden Gott kennengelernt. Vielleicht besteht Gott einfach nur aus reiner purer Liebe. Auf jeden Fall kann ICH mir nicht vorstellen, dass Gott überhaupt irgendetwas hasst.

        Ich glaube, dass Gott uns immer gleich liebt, egal wieviel Mist wir bauen. (vielleicht liebt er uns sogar mit jedem Mist, den wir bauen mehr. Frei nach dem Motto: ein Kind braucht deine Liebe dann am meisten, wenn es sie am wenigsten verdient (von Erma Bombeck) )
        Wahrscheinlich braucht er eine "Engelsgeduld", um weiterhin abzuwarten und zuzusehen, wie wir ganz alleine uns immer mehr von einem Schlamassel in den nächsten hineinmanövrieren, und zu hoffen , dass wir irgendwann erkennen, dass das der falsche Weg ist und umkehren. Manchmal gibt er uns sogar kleine Hinweise oder stößt uns förmlich mit der Nase auf den richtigen Weg.

        Aber die Sünde macht nicht etwas mit Gott, sondern immer nur mit uns. Nicht er hasst die Sünde, sondern wir tun das. Weil sie uns von Gott entfernt, bzw. wir dadurch das Gefühl haben uns von Gott zu entfernen oder seine Nähe dadurch nicht mehr verdient zu haben.


        es ist sehr schwer, das richtig auszudrücken.

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          #5
          In dem bisschen, was ich vom Hinduismus mitbekommen habe, gibt es dort auc für dunekle Aspekte eigene Gottheiten, das finde ich gut. Denn Kali repräsentiert eigentlich die Naturkräfte von vergehen und Tod in der Natur. oh, mein kaffe kocht über...

          Kommentar


            #6
            und in irgendeinem Esoterik Buch las ich, dass es erst dann schlimm wird, wenn man sich diesen Kräften mit negativem eigenen Willen anschließt, dann enstehen Kräfte, die in das Sünden_Konzept passen. Kali als solche ist gewissemaßen neutral (Hoffend, dass ich es nicht falsch verstanden habe..)

            Kommentar


              #7
              Hallo Mikamu,
              ich möchte dir gerne eine "Orientierungsfrage(n)" stellen, da es sonst möglicherweise Missverständnisse meinerseits geben könnte.

              Glaubst du an den Biblischen Gott, und seinen Sohn Jesus Christus, und dass Jesus Christus "Gott, Mensch, und Heiliger Geist" ist ?

              Ja oder nein ?

              Wenn nein, woran glaubst du ?

              Wenn ja, ....
              Du meinst Gott hasst die Sünde nicht.
              Akzeptiert er die Sünde, Liebt er die Sünde, oder mag er sie nur nicht ?
              Wie beschreibst du es, wie geht Gott mit der Sünde um ?

              Liebe Grüße
              Erich
              Zuletzt geändert von ; 19.09.2009, 09:59. Grund: Noch eine Frage eingefügt

              Kommentar


                #8
                Ich glaube an einen Gott und für mich ist Jesus das Bindeglied zwischen Gott und mir. Er hat eine Art Brücke gebaut, so dass ich Gott besser empfinden und erfühlen kann, ihn mir überhaupt vorstellen kann. Denn sonst wäre er zu weit weg und zu unvorstellbar.
                Bei dem Begriff "Sohn Gottes" bin ich ambivalent eingestellt. Dadurch finde ich Gott zu sehr "vermenschlicht". Teil Gottes gefällt mir besser. Oder noch besser: er ist Gott und Mensch.

                aber um kurz auf den eigentlichen Sinn deiner Frage zurückzukommen: ich bin nach christlichen Glaubenssätzen erzogen worden und glaube daher im großen und ganzen an diese Grundvorstellungen, wie sie auch in der Bibel stehen. Nur dann, wenn ich das Gefühl habe, dass Gott den Menschen zu sehr ähnlich gemacht wird, dann sträubt sich etwas in mir. Ich sehe ihn gern als eine Art Vater an, bei dem ich mich geborgen fühle. Aber nicht nur. Das ist nur ein Aspekt, etwas das ich glauben und fühlen will. Gleichzeitig ist er für mich auch eine große Kraftquelle (vielleicht eine Beschreibung für heiliger Geist?), die einfach da ist und fließt, ganz unabhängig davon, ob sie jemand anzapft.

                Ich finde es nicht gut, Gott mit zu vielen menschlichen Eigenschaften zu behaften, denn er ist so viel mehr. Gott ist für mich grenzenlos. Hass, Angst, Wut dagegen beengt.

                Kommentar


                  #9
                  Meine Meinung über Gott und sicher keine allgemeingültige!

                  Zitat von Wayfinder Beitrag anzeigen

                  Wenn ja, ....
                  Du meinst Gott hasst die Sünde nicht.
                  Akzeptiert er die Sünde, Liebt er die Sünde, oder mag er sie nur nicht ?
                  Wie beschreibst du es, wie geht Gott mit der Sünde um ?

                  Liebe Grüße
                  Erich
                  angenommen, du hast deinem Kind (weiss gar nicht, ob du überhaupt eines hast, aber egal) 500x gesagt, dass es nicht auf einem hohen Ast balancieren soll, weil es dann hinunterfällt.
                  Angenommen, du beobachtest dann, wie dein Kind es doch tut und unweigerlich abstürzt und sich verletzt.
                  Hasst du dann den Ast, auf dem das Kind balanciert ist? Hasst du den Sturz? Hasst du dein Kind, weil es doch getan hat, was du ihm "verboten" hast?

                  ich würde weder den Ast hassen (er kann nichts dazu), noch den Sturz (er ist nur unmittelbare Folge, des Balancierens), ich hasse auch nicht das Balancieren an sich und erst recht nicht das Kind (hab übrigens noch keine).Ich bin vielleicht erschrocken und verarzte das Kind, tröste es. Aber ich hasse nichts dabei

                  Gott hat diese Welt mit ihren Naturgesetzen geschaffen (ja, daran glaube ich, auch wenn ich ihn mir nicht mit Spaten, Beton und Maurerkelle dabei vorstelle, sondern eher, dass Dinge durch diese Schaffenskraft einfach so entstanden sind, wie sie sind) und er hat uns Menschen die Freiheit gegeben, tun und lassen zu können, was wir wollen. Wir sind nicht seine Marionetten. Wir haben die Freiheit, an ihn zu glauben oder nicht an ihn zu glauben. Gott lässt uns auf Ästen balanciern und unsere Geschicklichkeit testen, ohne uns da herunterzureissen und uns ne Standpauke zu halten. Aber er fängt uns auf, wenn wir abstürzen.
                  (wie gesagt, dass ist nur mein Empfinden. Wissen kann ich es nicht. Aber ich will es glauben)

                  Kommentar


                    #10
                    Gleichzeitig ist er für mich auch eine große Kraftquelle (vielleicht eine Beschreibung für heiliger Geist?), die einfach da ist und fließt, ganz unabhängig davon, ob sie jemand anzapft.

                    Ich nenne diese Kraftquelle nicht Gott oder heiliger Geist, aber das es eine Kraftquelle gibt, voller positiver Energien, die einfach da ist und fließt, ganz unabhängig davon, ob sie jemand anzapft... da stimme ich ganz und gar mit Dir, liebe Mikamu, überein.


                    Und danke für diesen Satz, für diese Sichtweise:

                    Gott lässt uns auf Ästen balanciern und unsere Geschicklichkeit testen, ohne uns da herunterzureissen und uns ne Standpauke zu halten.

                    Ich glaube, das, was Du Gott nennst, würde auch "Heidenkindern" das Balancieren auf den Ästen nicht verwehren.

                    LG
                    Spunk

                    Kommentar


                      #11
                      Zitat von Spunk Beitrag anzeigen

                      Ich glaube, das, was Du Gott nennst, würde auch "Heidenkindern" das Balancieren auf den Ästen nicht verwehren.

                      LG
                      Spunk
                      der Gott, wie ich ihn wahrnehme, liebt alle seine Kinder, auch die, die nicht an ihn glauben.
                      Immerhin kann er bei den "Heidenkindern" sicher sein, dass sie nicht nur gute Taten aus Berechnung vollbringen, um dann später den zugang zum Himmel einzufordern, hihi


                      Ich bin sowieso der Überzeugung, dass die Religion nicht Gott dient, sondern allein uns Menschen dient.
                      Für mich ist die Religion eine Art Wegweiser zur Quelle in einer Wüste. Man kann den Wegweiser benutzen, um zur Quelle zu finden. Oder man lässt es bleiben. Der Quelle wird es recht herzlich egal sein, ob man die Wegweiser benutzt und wie man zu ihr gefunden hat. Aber für uns Menschen ist so ein Wegweiser sinnvoll, sonst ist die Wahrscheinlichkeit größer, uns zu verlaufen
                      Es gibt auch Menschen, die sich anders orientieren als an Wegweisern. Vielleicht anhand der Sterne, oder sie können die Himmelsrichtung in der Wüste durch die Form der Dünen erkennen oder sie folgen ihrem Instinkt. Dadurch sind sie keine schlechteren Menschen, auch wenn sie die Wegweiser nicht nutzen. wenn sie auf ihrem Weg zur Quelle kommen, so wird die Quelle auch ihren Durst stillen, ohne danach zu fragen, wie diese Menschen überhaupt zu diesem Ort finden konnten

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                        #12
                        Liebe Mikamu,

                        Deine geschriebenen Gedanken über Gott drücken in einer wunderschönen Weise aus wie auch ich Gott empfinde.

                        Hab vielen Dank dafür!
                        Anneliese

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                          #13
                          Hab was vergessen

                          Danke für die Eröffnung dieses Fadens!

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                            #14
                            Zitat von Mikamu Beitrag anzeigen
                            Der Quelle wird es recht herzlich egal sein, ob man die Wegweiser benutzt und wie man zu ihr gefunden hat.

                            wenn sie auf ihrem Weg zur Quelle kommen, so wird die Quelle auch ihren Durst stillen, ohne danach zu fragen, wie diese Menschen überhaupt zu diesem Ort finden konnten
                            Wobei das natürlich kein Freifahrtsschein dafür ist, unterwegs sämtliche Wasservorräte der Erde zu plündern und sich dann anschließend an dieser Quelle laben zu wollen... Ich denke, da sind wir uns einig.

                            (Tut gut, Dich zu lesen...)

                            LG
                            Spunk

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                              #15
                              Zitat von Spunk Beitrag anzeigen
                              Wobei das natürlich kein Freifahrtsschein dafür ist, unterwegs sämtliche Wasservorräte der Erde zu plündern und sich dann anschließend an dieser Quelle laben zu wollen... Ich denke, da sind wir uns einig.

                              (Tut gut, Dich zu lesen...)

                              LG
                              Spunk
                              Liebe Spunk,

                              auch für mich ist es wichtig die Schöpfung zu schützen, zu achten und zu bewahren.
                              Was mir allerdings beim Lesen Deiner Zeilen spontan kam - bitte nicht als Kritik auffassen, sind einfach nur so Gedanken:
                              Sind wir Menschen vielleicht strenger mit unseren Mitmenschen als Gott es jemals wäre? Vertrauen wir zu wenig darauf dass Andere auch spüren und wissen könnten was 'richtig' ist?
                              Traut Gott uns mehr zu als wir selbst uns gegenseitig?

                              Lieben Gruß
                              Anneliese

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