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Die Leere füllen...

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    Die Leere füllen...

    ...nur wie?

    Es ist, als würde ich mich in einem leeren Raum befinden, in dem
    jedes Geräusch so klingt, als würde es schallen. Dabei sind genau
    die gleichen Möbelstücke vorhanden, wie zuvor und ich kann es
    nicht verstehen, weshalb die Möbel und Dekorationsartikel den
    Hall der Töne nicht mehr so auffangen, wie es bisher gewesen ist.

    Es ist eine Leere, die mich einhüllt und die die Zeit stillstehen lässt.
    Ich höre zwar das Ticken der Küchenuhr, aber ihr Sekundenzeiger
    ist kurz vor der Neun hängengeblieben und bewegt sich nicht mehr.
    Wie kann ich diese Leere nur füllen? Was kann den Hall der Töne
    wieder auffangen, dass sie so klingen, wie ich es gewohnt bin?



    In meinen Träumen gehe ich von hier fort, in Länder, in denen
    ich noch nie gewesen bin und in denen sich nur ganz fremde
    Menschen befinden. Sie sind alle lieb zu mir und vermitteln
    mir ein Gefühl von Wärme, aber es ist so verworren, dass ich
    wieder zurück nach Hause möchte. Doch, ich kann den Weg,
    der mich in mein vertrautes Umfeld bringt, nicht mehr finden.

    Ich weis, wo sich mein Zuhause befindet, aber wenn ich mich
    in diese Richtung bewege, spaltet sich die Erde vor mir auf
    und ich sehe in die Tiefe hinab, in die ich nicht hinein geraten
    möchte. Riesige Schluchten entstehen und versperren mir
    den Weg. Sie scheinen mich verschlingen zu wollen und ich
    suche nach dem Rückweg, ohne sie überwinden zu müssen.
    Aber er ist nicht mehr da, sondern verliert sich im Nirgendwo.



    Wie kann ich diese Leere wieder füllen? Ist es sinnvoll, in
    die Ferne zu gehen und darauf zu vertrauen, dass ich den
    Weg zurück finden werde? Oder ist es besser, in der Leere
    zu verweilen, bis sie sich von alleine wieder füllt? Ist das
    überhaupt möglich, oder bleibt mir nur, sie anzunehmen?

    ***

    #2
    Hallo Candi,

    was flüstert draussen der Wind in den Blättern?
    Was murmelt der Bach?
    Was zwitschern die Vögel?
    Was sagt die Stille?
    Und natürlich, wie geht es deinen Farben? Ich erinnere mich gut an deine kraftvollen Bilder!

    Hier schon mal ein kleines Starter-Kit, welches dir vielleicht Lust macht auf mehr!

    Kommentar


      #3
      Welcher Teil von dir braucht Nahrung? Ist deine Seele nicht satt?
      Ich kenne diese Art von Leere auch; es ist schwer, sie zu füllen, aber es gibt Möglichkeiten. Wenn du möchtest, per PN.

      Kommentar


        #4
        Leere....

        - ist wie Stille. Eine Einladung zum Lauschen, in sich selbst hinein und in die Weite, die dort auf einmal spürbar wird.

        Das Echo der eigenen Schritte folgt einem, während man sich selbst langsam durchwandert. Es ist, als wäre das Nichts zu einem Raum geworden. Einem Raum, in dem alles gleich(en)|Gültig(keit) ist/besitzt. Ein Horizont, endloses Blau in endloser Weite. Das Nichts in blauer, klarer Luft.

        Dies ist der Urgrund. Der Urgrund für den Beginn dessen, dass alles sein darf und nichts sein muss.

        Buddisten ist dies ein heiliger (& heilender) Zustand.

        Es wäre womöglich gut, sich einfach irgendwo in die Sonne zu setzen und alles was ist in sich hineinströmen zu lassen.

        Wenn ich das tue, bin ich oft ganz plötzlich zum Bersten voll mit Freude.

        Freude darüber, dass in mir endlich genug Platz und Raum ist, für all das Schöne, das ich nun in mich einlassen kann.

        Leere...

        ist wie Stille.

        Eine Einladung.

        Kommentar


          #5
          Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
          Welcher Teil von dir braucht Nahrung? Ist deine Seele nicht satt?
          Ich kenne diese Art von Leere auch; es ist schwer, sie zu füllen, aber es gibt Möglichkeiten. Wenn du möchtest, per PN.
          Warum per PN? Es könnte doch auch für andere hilfreich sein.

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            #6
            Weil mir das zu privat ist.

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              #7
              Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
              Hallo Candi,

              was flüstert draussen der Wind in den Blättern?
              Was murmelt der Bach?
              Was zwitschern die Vögel?
              Was sagt die Stille?
              Und natürlich, wie geht es deinen Farben? Ich erinnere mich gut an deine kraftvollen Bilder!

              Hier schon mal ein kleines Starter-Kit, welches dir vielleicht Lust macht auf mehr!

              Hallo Serafin,

              Das sind gute Fragen und ihr vermittelt mir genau die
              Wärme, die ich in meinen Träumen in der Ferne finde.

              Die Geräusche draußen klingen ganz gewohnt klar,
              besonders das Zwitschern der Vögel zaubert mir ein
              Lächeln ins Gesicht. Dieser Hall der Töne ist nur hier
              drinnen zu hören, bis die Stille alles überdeckt. Die
              Stille teilt mir momentan nur den Schmerz mit, den
              die Trauer um einen Verstorbenen mit sich bringt.

              Ich danke dir vielmals für deine lieben Worte
              und das tolle Starter-Kit! Mal sehen ob/wann
              die kreative Lust wieder zurück kommen wird.

              LG Candi

              ***

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                #8
                Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                Welcher Teil von dir braucht Nahrung? Ist deine Seele nicht satt?
                Ich kenne diese Art von Leere auch; es ist schwer, sie zu füllen, aber es gibt Möglichkeiten. Wenn du möchtest, per PN.
                Das ist lieb von dir, Bonny!

                Es ist, als ob ein Teil von mir mit dem Verstorbenen gegangen ist,
                den ich in den letzten Monaten beim Sterben begleitet habe. Diese
                Leere zu füllen, dürfte sehr schwierig sein, denn der Tod ist ja leider
                Endgültig. Aber ich weis, dass es mit der Zeit besser werden wird,
                auch wenn ich nichts dagegen unternehme, sondern meine Trauer
                zulasse und auslebe. Aber wenn du einen guten Rat für mich hast,
                wie es leichter werden könnte, bin ich dir natürlich Dankbar dafür.

                ***

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                  #9
                  Zitat von FrauMond Beitrag anzeigen
                  Leere....

                  - ist wie Stille. Eine Einladung zum Lauschen, in sich selbst hinein und in die Weite, die dort auf einmal spürbar wird.

                  Das Echo der eigenen Schritte folgt einem, während man sich selbst langsam durchwandert. Es ist, als wäre das Nichts zu einem Raum geworden. Einem Raum, in dem alles gleich(en)|Gültig(keit) ist/besitzt. Ein Horizont, endloses Blau in endloser Weite. Das Nichts in blauer, klarer Luft.

                  Dies ist der Urgrund. Der Urgrund für den Beginn dessen, dass alles sein darf und nichts sein muss.

                  Buddisten ist dies ein heiliger (& heilender) Zustand.

                  Es wäre womöglich gut, sich einfach irgendwo in die Sonne zu setzen und alles was ist in sich hineinströmen zu lassen.

                  Wenn ich das tue, bin ich oft ganz plötzlich zum Bersten voll mit Freude.

                  Freude darüber, dass in mir endlich genug Platz und Raum ist, für all das Schöne, das ich nun in mich einlassen kann.

                  Leere...

                  ist wie Stille.

                  Eine Einladung.

                  Ich verstehe sehr gut, was du meinst, liebe FrauMond,
                  und ich weis, dass ich nur draußen in der Natur wieder
                  neue Energie auftanken kann. Die Stille ist so tief, wie
                  die Schluchten, die sich in meinen Träumen auftun und
                  sie ist auch genauso unergründlich. Aber ich lausche ihr
                  und erlaube mir das traurige Gefühl dieser Leere, bis sie
                  sich wieder mit der Liebe gefüllt hat, die mich ausmacht.

                  Der Zustand des Nichtsein, den die Buddhisten anstreben,
                  ist nicht der, den ich für mich persönlich als den richtigen
                  ansehe, bzw. empfinde. Ich glaube, dass das vollkommen
                  bewusste Sein, der Zustand ist, der mir die Erfüllung gibt,
                  die ich mir für mich, mein Leben und mein Dasein wünsche.

                  ***

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