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Das Leben - verschiedene Grundauffassungen

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    Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen

    Aus dem "System".
    schon klar, ich wollte nur wissen wie du das konkret meinst, Beispiele z.B., weil Worte sind da schnell benutzt, die Umsetzung ist oft etwas anderes.

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      Zitat von viva58 Beitrag anzeigen

      schon klar, ich wollte nur wissen wie du das konkret meinst, welches System und Beispiele z.B., weil Worte sind da schnell benutzt, die Umsetzung ist oft etwas anderes.

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        Vielleicht kann ich ein paar Ideen beitragen, die diese Diskussion nicht in Hoffnungs-, Rat- oder Sinnlosigkeit erstarren lassen ...

        Ich bin vor vielen Jahren der Seneca-Prophezeihung von den sieben Welten in der Nacherzählung von Jamie Sams begegnet, die mir Hoffnung macht. Wenn diese Geschichte wahr ist (und so lange mir keiner beweisen kann, dass sie nicht wahr ist, halte ich sie einfach für wahr) leben wir gerade in der Schwellenzeit zwischen der vierten Welt der Trennung und der fünften Welt der Erleuchtung. Wenn ich diese Geschichte richtig verstanden habe, hat die Menschheit zum ersten Mal in ihrer Geschichte die Möglichkeit, den Übergang von einer Welt in die andere willentlich herbei zu führen (die früheren Welten wurden alle durch verschiedene Katastrophen ausgelöscht, um Großmutter Erde zu reinigen und Platz für die wenigen Überlebenden zu schaffen). Unsere Aufgabe in dieser Schwellenzeit besteht darin, möglichst viel über den Wert und die Gefahren des Trennens, Aufspaltens, Aufdröselns zu lernen und die schmerzlichen Widersprüche, die sich daraus ergeben, zu integrieren.

        In dieser Geschichte ist sogar Platz für die Gewalt, die alle Dämme der Zivilisation niederzureißen und unser aller Leben zu überschwemmen scheint. In der fünften Welt gibt es keine Gewalt mehr, und jede Seele (oder Seelenfamilie), die noch irgendwelche Gewalterfahrungen machen muss, um mit diesem Aspekt der menschlichen Natur abschließen zu können, muss diese Erfahrung JETZT machen. Schließlich weiß niemand genau, wieviel Zeit uns noch bleibt, um uns vor dem, was Menschen halt auch sind, zu gruseln ...

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          Danke Tintenweberin für diesen Gedankenanstoß. Für mich ist das schwer verdauliche Kost. Nichts desto trotz könnte ich mich damit mal näher beschäftigen und mich mal auf ein ganz anderes Terrain einlassen.

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            Zitat von viva58 Beitrag anzeigen

            schon klar, ich wollte nur wissen wie du das konkret meinst, Beispiele z.B., weil Worte sind da schnell benutzt, die Umsetzung ist oft etwas anderes.
            Unter anderem: indem ich meine Wahrnehmung und die Interpretationen meiner Wahrnehmung "entgifte". Damit will ich sagen, dass ich mir Mühe gebe, weit(est)gehend wertfrei zu schauen, zu empfinden und zu re-agieren. Damit verhindere ich oft schon von vorneherein solche "Gedankenkonstrukte" wie sie @Tamina erwähnt - Gedankenkonstrukte, die oft unflexibel und unbewusst "festhalten" werden und dadurch das befreiende "Loslassen" verhindern ... und auf Dauer die eigene Sicht auf die Welt und auf sich selbst verhärten.

            Auf meine Weise stieg ich aus einer meist frustrierenden Sicht auf die Welt aus, ohne dafür in die euphorisierende Weltsicht einzusteigen. Das heisst: weniger Tiefschläge, aber auch weniger Höhenflüge.
            Zuletzt geändert von Shepherd; 10.08.2017, 11:46. Grund: Genauigkeit

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              Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
              Unter anderem: indem ich meine Wahrnehmung und die Interpretationen meiner Wahrnehmung "entgifte". Das heisst: weniger Tiefschläge, aber auch weniger Höhenflüge.
              ja, ein langer Weg, ich arbeite auch daran...

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                Nun, die letzten paar Tausend Jahre jedenfalls war es auch nicht besser, sondern eher schlechter und zwar oft um einiges schlechter..

                Bezogen auf das Leben insgesamt fände ich Hoffnungslosigkeit irreal.

                Die Frage ist, wie viele Millionen und Milliarden Menschen bis dahin noch und zwar völlig unnötigerweise (!!) werden leiden müssen, bis es mal anders wird.

                Ich kann jede düstere (Ver)stimmung angesichts der heutigen Lage sehr gut verstehen.
                Sie hat mit den Gefühlen des Einzelnen zu tun.
                Diese Einzelnen können/sind vielleicht viele Millionen oder gar Milliarden.

                Aber über die zukünftigen Aussichten sagen sie gar nichts aus.

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                  Zitat von Blumendelfin Beitrag anzeigen
                  Nun, die letzten paar Tausend Jahre jedenfalls war es auch nicht besser, sondern eher schlechter und zwar oft um einiges schlechter..
                  Es fand und es findet noch immer Entwicklung statt. Über die zukünftigen Aussichten wissen wir mit Sicherheit nur, dass sie im Detail anders sein werden als gestern und jetzt.


                  Willkommen an Bord.

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                    Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                    Es fand und es findet noch immer Entwicklung statt. Über die zukünftigen Aussichten wissen wir mit Sicherheit nur, dass sie im Detail anders sein werden als gestern und jetzt.
                    Die 'Zukunft' hängt vom verstehen des JETZT ab.

                    Das Jetzt ist ein fortlaufendes/immerwährende Jetzt, welches Vergangenheit und Zukunft zugleich ist. Es gibt keinen anderen Punkt. Die Zeit (Vergangenheit/Zukunft) ist eine künstliche Kreation.

                    Wie der persönliche/kollektive Fokus ausgerichtet ist, wird somit zur künstlichen 'Zukunft' und 'Vergangenheit'

                    Somit kann sich 'gestern' immer wieder annähernd wiederholen, wenn wir unsere Gedanken (welche auch immer) hegen, pflegen und festhalten.

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                      Zitat von Blumendelfin Beitrag anzeigen

                      Aber über die zukünftigen Aussichten sagen sie gar nichts aus.
                      naja, zumindest scheinst du an eine Zukunft zu glauben, da bin ich skeptischer.

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                        Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                        Es fand und es findet noch immer Entwicklung statt.
                        das stimmt, aber entwickelt es sich nach unten oder nach oben oder in beide Richtungen, was würdest du sagen.?

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                          Zitat von viva58 Beitrag anzeigen

                          naja, zumindest scheinst du an eine Zukunft zu glauben, da bin ich skeptischer.

                          Ich halte diesen, also diesbezüglichen Skeptizismus für zu kurz gedacht oder besser gesagt, für gar nicht durchdacht.
                          Er entsteht, weil man sich zu sehr von dem beeinflussen lässt, was schlecht läuft, gar nicht läuft usw.

                          Dieser Skeptizismus besagt ja eben nicht, dass man "es" nicht wissen kann, nein, er äußert sich in einem "Ton", der das Ganze eher in eine pessimistische Ecke zieht bzw. will eher sagen, dass es wenig Hoffnung gibt.

                          Spricht man die Leute dann darauf an, dann hört man so was wie "Nein, nein, Skepsis heisst ja, dass ich eben nicht sicher bin, dass es eines Tages gut wird.." und doch ist der "Ton", in dem dieser Skeptizismus geäußert wird ein anderer.

                          Natürlich kann man nicht wissen, wie es in der Zukunft werden wird.
                          Vom Wissen braucht man hier gar nicht zu reden.
                          Man kann nur glauben, annehmen, vermuten usw.

                          Ich finde, man reflektiert zu wenig oder jedenfalls nicht ausreichend und umfassend über die eigene Meinung, wenn man diesbezüglich seine Skepsis äußert.
                          Diese Skepsis basiert ja darauf, wie sich die Menschheit bis heute entwickelt (oder nicht entwickelt) hat und auch wie es heute ist und daraus leitet man was ab.
                          Und dieses Letztere ist für mich unbegründet: Was der Mensch in seiner kurzen Geschichte bis heute "vollbracht" hat, hat nichts zu sagen.
                          Wir sind von der Steinzeit nur einen Steinwurf entfernt.
                          Das ist so, als würde man beim Anblick eines gerade erst Neugeborenen annehmen, dass dieser Mensch später als Erwachsene eine Heulsuse sein wird.

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                            Zitat von viva58 Beitrag anzeigen

                            das stimmt, aber entwickelt es sich nach unten oder nach oben oder in beide Richtungen, was würdest du sagen.?
                            Entwicklung folgt dem Kausalprinzip ...„Alles, was entsteht, entsteht durch etwas, aus etwas und als ein gewisses Etwas“ (Aristoteles)
                            Entwicklung wirkt (entfaltet sich) nicht nur ein eine Richtung, sondern vernetzt in alle möglichen und denkbaren Richtungen. Bildhaft dargestellt "vermehrt/erweitert sich ein Entwicklungsimpuls" mengenmäßig etwa so wie die Weizenkörner auf Sissa ibn Sahirs Schachbrett (Weizenkornlegende) . Wenn du irgendwann die Entwicklung anhalten und eine Zwischenbilanz ziehen könntest, wärest du erstaunt, wo der Entwicklungskuckuck überall seine Eier hinterlegt hat.

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                              Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                              wärest du erstaunt, wo der Entwicklungskuckuck überall seine Eier hinterlegt hat.

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                                Zitat von Blumendelfin Beitrag anzeigen


                                Ich halte diesen, also diesbezüglichen Skeptizismus für zu kurz gedacht oder besser gesagt, für gar nicht durchdacht.
                                Er entsteht, weil man sich zu sehr von dem beeinflussen lässt, was schlecht läuft, gar nicht läuft usw.

                                Dieser Skeptizismus besagt ja eben nicht, dass man "es" nicht wissen kann, nein, er äußert sich in einem "Ton", der das Ganze eher in eine pessimistische Ecke zieht bzw. will eher sagen, dass es wenig Hoffnung gibt.

                                Spricht man die Leute dann darauf an, dann hört man so was wie "Nein, nein, Skepsis heisst ja, dass ich eben nicht sicher bin, dass es eines Tages gut wird.." und doch ist der "Ton", in dem dieser Skeptizismus geäußert wird ein anderer.
                                Der Ton, den du hörst beziehungsweise wie du ihn zu hören glaubst, entsteht in dir. Er bildet sich jeweils aus deinen Erfahrungen und Erinnerungen.
                                Ein O-Ton ist keine sensorische Wahrnehmung, sondern eine (wie beispielsweise die Skepsis) "Empfindung" und demnach immer relativ zu dem Menschen, der sie erfährt und wie er sie aufgrund seiner Prägung interpretiert und qualifiziert.


                                Was der Mensch in seiner kurzen Geschichte bis heute "vollbracht" hat, hat nichts zu sagen.
                                Wir sind von der Steinzeit nur einen Steinwurf entfernt.
                                Diese Äußerung erlebe ich immer mit einem leichten Unbehagen. Was genau willst du damit ausdrücken?

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