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Was ist die Bibel für Dich?

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    Was ist die Bibel für Dich?

    Was ist die Bibel für Dich?

    Die Bibel finde ich ist ein super Coup
    und als Wegweiser für die Menschen ein guter Halt.

    Aber gilt das heute auch noch
    oder war sie nur für die alte Zeit geschrieben?

    Müsste sie nicht moderner oder sogar ergänzt werden?
    Damit sie wieder als Wegweiser für die moderne Menschheit dienen kann?

    Oder ist die Menschheit einfach nicht mehr bemüht
    ihren Sinn klar zu werden?


    Was ist die Bibel für Dich?

    #2
    Zitat von Friedenstaube Beitrag anzeigen
    Was ist die Bibel für Dich?

    Ein Buch, das irgendwann vor langer Zeit fast die ganze Welt für mich war. Es war das Buch mit den vielen Geschichten, und auch das Buch, in dem Jesus vorkam, der innigste und sicherste Halt meiner Kindheit.

    Als ich ihm das Vertrauen aufgekündigt hatte, wurde das Buch zum bösen Buch, zum Feind, zum Beweis für die Bösartigkeit von Menschen, die Leid so in Wörter zu packen verstanden, daß man es nicht durchschaute und deshalb weiter aushielt.

    Lange her. Heute ist es ein Buch voller Geschichten und Bilder, mit vielen Weisheiten, die manchen meiner Gedanken einen Hintergrund bieten, wie so eine Projektionsfläche, auf der alles Platz hat. Mehr nicht. Ein Gebrauchsgegenstand für den Geist, so wie Bilder, Märchen, Tarotkarten oder die Jahreszeiten auch.

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      #3
      die Bibel und Koran dazu, war ein geniales Drehbuch, damit wir so lebten, wie wir es taten und sich das Ende / Armageddon dann auch leicht erklären lässt. Hätten man die nicht geschrieben oder wenigstens zwischen durch verbrannt, wäre die Welt, bzw. die Menschen vielleicht verantwortlicher und empathischer geblieben, so aber erzählen sie aus der Bibel und machen selbst zumindest heimlich ziemlich genau das Gegenteil. Zum Beispiel benutzt man Geld und zahlt auch noch Zinsen dafür. Man tötet, bzw. meint es ist in Ordnung, wenn andere für einen töten, die man dafür bezahlt und gibt alle Verantwortung ab, weil man ja immer noch gesetzes- und gebotstreu ist oder spielt.

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        #4
        Danke Tellerrand und mystery für eure
        Erfahrungsschilderung und Meinungen.

        Radikale findet man leider in vielen religiösen Vereinigungen.

        Ich persönlich habe die Bibel nie benutzt für private Lebensfragen.
        Versuchte sie aber zu vermitteln und verlohr den Glauben daran.
        Dennoch ist die Bibel aus meiner Sicht eine Hilfe für uns
        und wünschen allen die Hilfe darin suchen auch finden.

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          #5
          Ich habe eine Bibel geschenkt bekommen vor langer Zeit.
          Irgendwann wollte ich mal drin lesen und habe einfach eine Seite mittendrin aufgeschlagen und gelesen was da stand. Dort schrieb man von einem Bastard und wie man mit einem Bastard umgehen soll.
          Das man lieber keine Kinder haben soll als einen Bastard.

          Ich bin so ein Bastard, unehelich geboren.

          Schon witzig, dass ich genau diese Seite aufgeschlagen hatte.

          Ich habe mich nur geärgert über das was ich dort las und weiteres war so gespreitzt und in Rätseln geschrieben, dass ich nicht viel damit anfangen kann und möchte. Die Bibel wurde vor 2000 Jahren geschrieben und mag für damalige Verhältnisse einen Sinn gemacht haben.

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            #6
            Die Bibel habe ich als Kind in verschiedenen Versionen gelesen. Die von Dore' illustrierte Version fand ich beeindruckend düster.
            Ich habe immer gerne und viel gelesen und zur selben Zeit auch die griechischen und nordischen Heldensagen und Mythen, die Nibelungen, Sindbad und Ali Baba und die 40 Räuber, Märchen aus aller Welt und Texte über Anthropologie und Archäologie gelesen. Die Lebensumstände und das denken und Fühlen von Menschen aus anderen Kulturen und Epochen interessierten mich sehr.
            Im gegensatz zu meinen Mitschülern fand ich die altertümliche Sprache der Bibel und anderen Texte spannend und bereichernd.

            Für mich unterschieden sich die verschiedenen Texte nicht so sehr. Mein Wissensstand, daß es so viele unterschiedliche Vorstellungen zur Schöpfung, zum Tod und Gott/Göttern/Göttinnen/dem Göttlichen gab und mehrere Religionen Anspruch darauf erhoben, die wahre zu sein, machte es mir schwer, die Bbel für wahrer zu halten als diese anderen Vorstellungen. Die Bibel hatte nur historisch in Europa eine Sonderstellung.

            Was mir außerdem Mühe machte war, warum bestimmte Aussagen metaphorisch und andere wörtlich aufgefaßt werden sollten und andere ignoriert wurden - und wer das auf welcher Basis entschied. Verschiedene christliche Kirchen und Sekten und auch individuelle Christen haben recht unterschiedliche Auffassungen was es wirklich bedeutet ein Christ zu sein.

            Auch mit den Widersprüchen zwischen verschiedenen Aussagen zum selben Thema (z.B. Schöpfung) und dem unterschiedlichen Verhalten Gottes im Alten und Neuen Testament hatte ich Probleme, die durch den Religionsunterricht eher noch verschärft wurden. Da wurde ein bärtiger Mann an die Tafel gemalt, obwohl wir gerade gelernt hatten, daß man sich kein von ihm Bild machen solle.

            Viele Widersprüche in der Bibel und zwischen verschiedenen Ausgaben sind wohl auf die Umstände zurückzuführen: viele Autoren über einen längeren Zeitraum, zuerst mündliche Überlieferung, geschrieben in mehreren Sprachen und danach in fast alle lebendigen Sprachen übersetzt. Sie kommen auch bei anderen heiligen Büchern und ergänzenden Texten vor wie z.B. dem Koran und den Hadithen.

            Die Bibel ist also für mich interessant als Dokument menschlicher Auffassungen über den Glauben und wegen ihrer wichtigen Rolle in der Geschichte, Politik und Gesetzgebung. Vieles läßt sich ohne Kenntnis der Bibel schlecht(er) verstehen.
            Ich erinnere mich z.B. noch an die Lektüre des "Faust". Goethe ließ sich durch einen echten Gerichtsfall inspirieren. Manche Schüler verstanden nicht, warum es für Gretchen ein Problem war unverheiratet schwanger zu sein - egal ob sie ihr Kind vor oder nach der Geburt getötet oder ob sie es behalten hätte, gesellschaftlich wäre sie in jedem Fall eine Ausgestoßene gewesen.

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              #7
              Zitat von Freundin der Weisheit Beitrag anzeigen
              Die Bibel habe ich als Kind in verschiedenen Versionen gelesen. Die von Dore' illustrierte Version fand ich beeindruckend düster.
              Beeindruckend düster ... (und "wahnsinnig toll gezeichnet") ... trifft es sehr gut ... und passt ja eigentlich auch zu den unzähligen Leidens- und Märtyrergeschichten.

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                #8
                Ich danke allen für ihre Einträge und freue mich eure Schilderungen erfahren zu dürfen.

                Schade das ich mich nicht so redestark mit einbringen kann, dennoch sind mir von anderen die Meinungen hilfreich. Hilfreich mich zu hinterfragen und ander Blickwinkel kennen zu lernen.

                Dank dafür.

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                  #9
                  Hallo Friedenstaube,

                  manchen fällt es leichter sich schriftlich auszudrücken als anderen.
                  Und das kann besonders stark der Fall sein, wenn sie sich schon lange und intensiv mit einem Thema beschäftigt haben.

                  Es freut mich, daß Du aus unseren Texten Denkanstöße mitnehmen kannst.

                  Ich hoffe, daß Du Dich von den Lang- oder Vielschreibern wie mir nicht "an die Wand geredet" fühlst - und falls doch, melde Dich bitte. Es wäre schade, wenn Deine Stimme überhört würde.

                  Liebe Grüße,
                  Freundin der Weisheit

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                    #10
                    Nein, alles gut. Ich bin ja froh das dich dieser Faden annimiert hat.

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                      #11
                      Die Bibel ist für mich ein sehr interessantes Geschichtenbuch, das ein paar gute Erzählungen bereithält. Allerdings kenne ich von der Bibel nur die "gängigen" Geschichten und alles, was man so aus einer Kinderbibel kennt. Ich nahme mir schon seit Ewigkeiten vor, die Bibel zu lesen, bin aber bislang noch nicht dazu gekommen.

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                        #12
                        Für mich ist die Bibel ein religiöses Legendenbuch, das eine wichtige Basis für unser kulturelles Gedächtnis bildet.

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                          #13
                          Aus meiner Sicht wird die Bibel überbewertet. Wenn ich mir die Religionen ansehe, die aus ihr zitieren, ohne den Inhalt aber je verstanden zu haben (gemessen an der Sehnsucht), wie kann das dann ein Leitfaden sein? Ist man denn Gottgleich wenn man sich in Metaphern ausdrückt, ohne aber zu wissen was man eigentlich sagen will?

                          Ich selbst habe die Bibel nie gelesen und halte es auch nicht für notwendig um etwas vom Leben zu lernen. Dazu genügt es meiner Meinung nach vollkommen, sein Herz stets offen zu lassen und bereit zu sein alles anzunehmen, was nicht vermieden werden will.

                          Allerdings stehen zweifellos echte Wahrheiten in der Bibel, deren Interpretation oft anspruchsvoll erscheint. Dabei ist es so leicht zu verstehen wenn man mit Kinderaugen liest.

                          Ich drücke mich auch in Metaphern aus, weiß aber wovon ich spreche, ich kann nicht anders. Macht mich das göttlich?

                          sinnliche Yasinee

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