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Vergebung schwer gemacht

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    Vergebung schwer gemacht

    Condor hat mich auf mein erstes Tehma gebracht.
    Danke Condor für den Anstubser.

    Ich fange mal klein an.

    Wir nehmen Entschuldigungen an,
    meist sind es die, die uns nahe stehen
    und diese Entschuldigung aussprechen und ehrlich meinen.

    Wir vergeben.

    ...und den anderen...

    die, die noch nichtmal wissen, das eine Entschuldigung
    angebracht währe.

    vergeben wir denen,
    oder fressen wir das in uns rein
    mistrauen, verachten, hassen ihn
    oder schlimmeres

    oder vergeben ihn
    um unseren inneren Friedens willen
    und wünschen ihn sogar noch das selbe
    Glück
    welches wir uns für unsere Familie wünschen?

    #2
    Ich muss zugeben, dass für mich Vergeben keine "Gnade" ist, die ich nur wenigen zukommen lassen würde. In aller Regel bin ich sowieso niemandem lange böse, sodass sich mir die Frage nach einem Vergeben gar nicht stellt.

    Es ist aber auch so, dass es mir nur sehr selten passiert, dass mir jemand wirklich etwas "antut", was ich vergeben müsste. Die meisten Menschen verhalten sich halt irgendwie nach ihren eigenen, persönlichen Richtlinien. Und manchmal läuft auch mal etwas so, dass ich mich vielleicht verletzt fühlen könnte. Aber bei genauem Hinsehen stelle ich meistens fest, dass das Verhalten gar nicht wirklich gegen mich gerichtet war. Meistens steckten andere Motivationsgründe dahinter. Deswegen empfinde ich negatives Verhalten anderer Menschen meistens nicht als direkten Angriff, sondern eher als ein unangenehmes Erlebnis, wie schlechtes Wetter.

    Hineinfressen tue ich deswegen auch gar nichts. Ich hege auch keinen Groll gegen irgendjemanden. Schlimmstenfalls meide ich Menschen, wenn ich spüre, dass sie mir nicht gut tun. Aber deswegen habe ich trotzdem keinen Hass gegen sie.

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      #3
      Hallo solipsist,

      Du hast recht
      im Alltag ist es selten persönlich
      z.B. Vorfahrt genommen
      man regt sich auf
      aber dann auch Schwamm rüber

      Aber in den selltenen Fälle...

      bei mir sind es zwei konkrete
      die mir und meiner Familie materiel und psychisch geschadet haben

      der eine vermeidet von sich aus den Kontakt

      den anderen konnte ich es zum Glück auch begreiflich machen
      dieses zu tun

      den seine Verwesung habe in schon in meiner Nase gerochen
      und meine Familie wieder sicher gefühlt

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        #4
        Hält man an Vergangem fest, verursacht dies selbstquälerische Schmerzen. Es kann Wut, Hass, Verlangen nach Strafe sein, die uns quält. Solange wir nicht vergeben, hat der/die Verursache weiterhin Macht über uns, weil wir nicht loslassen

        Kommentar


          #5
          @ Friedenstaube

          Die Art und Weise, wie du dich ausdrückst, wie du schreibst und darzustellen versuchst, "verlockt" mit dir zusammen tiefer zu gehen. Um das allerdings zu können, (wenn du es magst) solltest du vielleicht etwas präziser darstellen, ein paar eher konkrete Beispiele schildern und nicht wie bisher, nur andeutungsweise formulieren.
          Auch dein Zeilenvorschub mag den einen oder anderen irritieren.

          Nur meine unmaßgebliche Meinung.

          Kommentar


            #6
            Hey Shepherd,

            interesanter Gedanke...

            ich gehe nicht davon aus, das es wirklich interesant für Dich sein wird.

            Mein Tiefe ist ehr simpel und mein sprachliches Talent sehr dürftig.

            Ich bestehe nur aus Angst
            Angst erkannt zuwerden
            Angst zu versagen
            Angst ein Nichts zu sein

            das ist es auf den Punkt gebracht

            Kommentar


              #7
              Liebe Friedenstaube, das hört sich schlimm an. Versuchst du gegen deine Ängste anzugehen? Bekommst du Hilfe? Ich wünsche dir Kraft !

              Wende dein Gesicht der Sonne zuund du lässt die Schatten hinter dir.
              (Buddhistische Weisheit)

              LG Beyond

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                #8
                Hey Beyond,

                es liest sich schlimmer als es ist

                es ist nur der kleinste gemeinsame Nenner.

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                  #9
                  Zum Thema Vergebung:

                  Mir hilft es, klar zu unterscheiden zwischen Vergebung und Versöhnung.

                  Vergebung ist etwas, das ich "für mich" tue, das in mir abläuft. Ich vergebe jemandem und damit bleibe ich nicht innerlich hart und lasse nicht zu, dass Rachegedanken und Hass mich innerlich zerfressen.
                  Nicht vergeben tut nämlich der eigenen Seele ganz und gar nicht gut.

                  Versöhnung meint: ich gehe wieder auf den anderen zu und wir versöhnen uns miteinander, fangen wieder neu an, haben wieder Kontakt etc.
                  Ich möchte mich nur mit jemandem versöhnen, wenn ich mir sicher sein kann, dass der andere sich geändert hat oder dass ihr wenigstens bewusst ist, wie sie oder er mich verletzt hat und es ihm/ ihr leid tut. Wenn nicht, wäre Versöhnung ja masochistisch: Ich würde mich einer neuen Verletzung wieder ausliefern.

                  Vielleicht hilft die Unterscheidung, um sich auf die Vergebung einzulassen - nicht für den anderen, sondern für mich.

                  Kommentar


                    #10
                    Liebe Friedenstaube,

                    meine persönliche Erfahrung mit Vergebung.

                    In meiner Familie gab es viel gegenseitige Verletzungen, manche absichtlich andere unabsichtlich einander zugefügt.

                    In einem Fall konnte ich nach einer Weile vergeben. Das ging schrittweise und nicht immer bewußt. Wir sind miteinander im Gespräch geblieben, erkannten die verschiedenen Erinnerungen an und haben über die Jahre ein gutes Verhältnis zueinander aufgebaut.

                    In einem anderen Fall war das Bedürfnis der anderen Person nach meiner Vergebung so stark, daß ich mich dadurch blockiert fühlte. Ich denke, daß es für diese Person und mich besser wäre, wenn ich irgendwann vergeben kann, aber ich habe beschlossen abzuwarten. Ich will nicht unter Druck meine Gefühle ändern und ich denke, daß das auch nicht funktionieren würde.

                    Was ich damit sagen will: der Wunsch zu vergeben muß aus Dir selbst kommen und braucht Zeit, um umgesetzt zu werden. Vielleicht gelingt es, vielleicht auch nicht. Ein "um des Lieben Friedens willen" steht dem wahrscheinlich im Weg. Das klingt für mich nach den Erwartungshaltungen anderer, der Gesellschaft, der Nachbarn, der Familie, aber nicht nach Deiner gefühlten Überzeugung.

                    Alles Liebe,
                    Freudin der Weisheit

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                      #11
                      Danke packs,

                      sehe ich auch so.

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                        #12
                        Danke Freudin der Weisheit,

                        für Deinen Eintrag

                        "um des Lieben Friedens willen"
                        für ein oder mehere wichtigen Menschen...
                        !?

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                          #13
                          Also sollte man vergeben
                          um seine Lebensqualität und
                          daduch die seiner Familie zu verbessern?


                          Auch wenn es,
                          wie einen eingebläut wurde,
                          der Totfeind ist?


                          Setz ich mich mit dem Teufel an einem Tisch um des Friedenswillen?
                          Bin ich der Teufel eines Anderens oder gar meines eigenen Teufels?

                          sorry, ich glaube das gehört jetzt hier nicht hin.

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                            #14
                            Ich kann das so nicht beurteilen, da müsste ich schon Genaueres wissen.
                            Wer ist der Todfeind, wer der Teufel, was ist vorgefallen?
                            Mit manchem "Feind" würde ich mich an einen Tisch setzen, mit anderen nicht.
                            Vergebung muss von innen kommen, nicht "um des lieben Friedens willen", das finde ich halbherzig.

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                              #15
                              Zitat von Friedenstaube Beitrag anzeigen
                              Setz ich mich mit dem Teufel an einem Tisch um des Friedenswillen?
                              Bin ich der Teufel eines Anderens oder gar meines eigenen Teufels?
                              Um im Gegenüber den Teufel zu erkennen, muss man des Teufels Zeichen kennen. In dem Anderen sehen wir auch immer Zeichen von uns selbst.

                              Indem wir uns vergeben, vergeben wir auch den/dem Anderen > du lässt dein Spiegelbild zu und kannst es als eines deiner anderen Ichs akzeptieren und integrieren.

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