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Genesis Raumsonde

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    Genesis Raumsonde

    Was denkt ihr über ein solches Projekt, dass dereinst eine Raumsonde einzellige Mikroorganismen zu einem fremden Himmelskörper transportieren soll, um diesen quasi mit Leben zu "impfen"? Und zwar nicht in unserem Planetensystem, sondern weit darüber hinaus in anderen Sternsystemen.

    Dass solche Fragen bereits diskutiert werden, zeigt folgender Artikel:
    https://www.wired.de/collection/scie...aneten-bringen

    Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob nicht vielleicht auch das irdische Leben dereinst so entstanden ist, als Experiment einer anderen Zivilisation?
    Die Antwort darauf, die im letzten Kapitel gegeben wird, reicht mir irgendwie nicht als Erklärung, weil sie zu sehr von unserer Vorstellung von "Leben" ausgeht. Vielleicht erfolgte eine "Impfung" ja auf einer viel archaischeren Stufe der Entwicklungsgeschichte.

    #2
    Ich finde dieses Vorgaben toll und weil ich mich früher öfter in SF-Welten hineingelesen habe ist mir solch ein Gedanke auch schon einmal gekommen. In dem Beitrag ist die Auswahl der Organismen und der geeigneten Planeten jedoch viel weiter durchdacht worden.
    Hiermit hätte man die Möglichkeit auf fremden Welten Entwicklungen in Gang zu setzen egal ob bei uns Ökokatatstrophe, Ressourcenknappheit, ein globales Inferno oder was auch immer die Entwicklung der Welt wieder auf die Frühzeit zurückfahren.

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      #3
      Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
      Was denkt ihr über ein solches Projekt, dass dereinst eine Raumsonde einzellige Mikroorganismen zu einem fremden Himmelskörper transportieren soll, um diesen quasi mit Leben zu "impfen"?
      Ich denke, dass es total bescheuert ist, einen Planeten, den wir nicht genau genug erfassen können, um zu erkennen, ob es dort vielleicht schon eine Art von "Leben" gibt (vielleicht nach einer anderen als unserer Definition, aber durchaus "natürlich" entwicklungsfähig) mit irgendetwas zu "impfen" oder auch zu "verseuchen", dessen Entwicklung wir ebensowenig abschätzen können.

      Das ist sicher ein riesen "Ego-Hit" für alle beteiligten Forscher und Geldgeber, aber das war's dann auch schon.

      Als alter Science-Fiction-Fan amüsiert mich natürlich die Vorstellung, dass sich auf jenen Planeten eines Tages Lebensformen entwickeln könnten, die technisch hochbegabt und emotional total minderbemittelt sind (welch wunderschöne Karrikatur ihrer Erschaffer) und die sich letztendlich auf den Weg machen, die (völlig ahnungslosen) Nachfahren ihrer "Schöpfer" als Sündenbock für alles, was ihnen an ihrer Existenz nicht so dolle gefallen hat, ganz gnadenlos abzufackeln. Am Besten genau in dem Moment, in dem die Menschheit hier es endlich geschafft hat, die eigenen Probleme zu lösen, und gelernt hat, friedlich miteinander zu kooperieren und zu koexistieren. Friede, Freude, Eierkuchen und dann fällt einem die Scheiße, die "man" Jahrmillionen vorher gebaut hat, auf die Zehen. Oder diese Lebensformen schaffen es irgendwie, das komplette "kosmische Gleichgewicht" auszuhebeln und unsere Nachfahren dürfen dann dem Spektakel des kollabierenden Weltalls zuschauen, wohl wissend "wer's erfunden hat". Science-Fiction-Kurzgeschichten mit solchen "Ätsch, das hast Du in Deiner Arroganz nicht bedacht"-Wendungen habe ich als Kind geliebt.


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        #4
        @ Sunny,
        ... was hattest du heute zum Frühstück? Rasierklingen?

        Zitat von FirstSunshine Beitrag anzeigen

        Ich denke, dass es total bescheuert ist, einen Planeten, den wir nicht genau genug erfassen können, um zu erkennen, ob es dort vielleicht schon eine Art von "Leben" gibt (vielleicht nach einer anderen als unserer Definition, aber durchaus "natürlich" entwicklungsfähig) mit irgendetwas zu "impfen" oder auch zu "verseuchen", dessen Entwicklung wir ebensowenig abschätzen können.
        ... wobei wir nicht einmal unvoreingenommen in der Lage sind, unseren Heimatplaneten samt seiner "Gesetzmässigkeiten und seiner Bevölkerung" umfassend zu (er)kennen, die Fakten zu akzeptieren ... und uns an ihn anstatt ihn an uns anzupassen.

        Das ist sicher ein riesen "Ego-Hit" für alle beteiligten Forscher und Geldgeber, aber das war's dann auch schon.
        Ein na(r)zis(s)tisches Ziel??


        Zitat von Serafin
        Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob nicht vielleicht auch das irdische Leben dereinst so entstanden ist, als Experiment einer anderen Zivilisation? (...) Vielleicht erfolgte eine "Impfung" ja auf einer viel archaischeren Stufe der Entwicklungsgeschichte.
        Diese Möglichkeit (Die mosaische Genesis und von Däniken lassen grüßen ) ist nicht von vorneherein auszuschließen, öffnet jedoch auch den Raum für die ulkigsten Spekulationen. Die Literatur und Hollywood haben etliche bis zum Abwinken ausgeschlachtet.

        Aber vielleicht versteckt sich der wahre Geburtshelfer/Urheber ja in uns selbst und wir sehen vor lauter Bäumen (und Gottspielen-wollen) den Wald nicht mehr.

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          #5
          Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
          @ Sunny,
          ... was hattest du heute zum Frühstück? Rasierklingen?
          Ne, das Fakir-Mahl gibt's nur am Wochendende, unter der Woche muss es ein Model-Frühstück ohne Koks (sprich: ein Kaffee und ne Zigarette - ok: jeweils mehrere davon ) tun.

          Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
          Ein na(r)zis(s)tisches Ziel??
          Wenn jemand sich tatsächlich um "Leben" kümmern wollte, fände er auf der Erde genug Möglichkeiten, seine Ideen, seine Energie, seine Zeit und sein Geld zu investieren. Das kann also nicht die Motivation dahinter sein.

          Ich glaube, es ist schlicht und ergreifend das da:

          Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
          ...Gottspielen-wollen....






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            #6
            Spannend, danke für eure Beiträge!

            Ich selbst bin hin und her gerissen. Vom technischen Aspekt her ist das natürlich ein sehr interessantes Projekt. Auch die Vorstellung, als menschliche Spezies am Saum der Schöpfung herumzuflicken und unsere Einflusssphäre auf kosmische Massstäbe auszudehnen, schmeichelt natürlich dem Ego.
            Andererseits ist da auch die Stimme die sagt: "Geht's noch!" Was massen wir uns den Aufbau fremder Welten an, wenn wir ja noch nicht mal mit unseren eigenen trivialen Problemen auf diesem Planeten klar kommen.

            Zitat von FirstSunshine Beitrag anzeigen
            Wenn jemand sich tatsächlich um "Leben" kümmern wollte, fände er auf der Erde genug Möglichkeiten, seine Ideen, seine Energie, seine Zeit und sein Geld zu investieren. Das kann also nicht die Motivation dahinter sein.
            Die Vorteile liegen auf der Hand:
            - es ist ein bombastisches Projekt, welches garantiert Aufmerksamkeit generiert und dem Initiant sicher einen Eintrag in den Geschichtsbüchern beschert.
            - und er muss das Resultat nicht verantworten, wenigstens nicht in den nächsten 10 Generationen.

            Projekte auf der Erde hingegen unterliegen einer starken Konkurrenz und spätestens nach ein paar Jahren wird Bilanz gezogen.

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              #7
              Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
              Vom technischen Aspekt her ist das natürlich ein sehr interessantes Projekt.
              Das stimmt natürlich.

              Allerdings habe ich den Eindruck, dass manche Wissenschaftler den ethischen Aspekt manchmal einfach vergessen. Nicht alles, was machbar ist, sollte auch gemacht werden, zum Beispiel wenn die Auswirkungen einfach nicht absehbar sind oder weil man die Verantwortung dafür nicht auf Dauer übernehmen kann.

              Vielleicht ist das schlicht wissenschaftliche Betriebsblindheit. Ich merke ja manchmal selbst, wie der Fokus sich verschiebt. Sei es, dass man im Job nur noch "Vorgänge" verwaltet und den Menschen, um den es dabei geht, nicht mehr präsent hat oder dass man bei einem Forenupdate nur noch den technischen Aspekt von Beiträgen sieht und gar keine Inhalte mehr wahrnimmt.

              Kürzlich habe ich gelesen, dass Atom-Energie als "klimafreundliche" Energie anerkannt und gefördert werden sollte. Da frag ich mich, wer von uns den Schuss nicht gehört hat.

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