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Wann existiert etwas?

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    Wann existiert etwas?

    So, wie gerade in einem anderen Faden angekündigt, schicke ich jetzt mal diesen Faden in den Forums-Äther.

    Eure Beiträge zum Thema "Existiert etwas erst, wenn ein Mensch es gesehen hat? Ist der Baum erst umgefallen, wenn ein Mensch Zeuge dieses Ereignisses war?" erwarte ich hier mit Spannung!

    #2
    Ich glaube nicht, dass das Universum für seine Existenz der Anwesenheit eines Menschen oder Zeugen bedarf.

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      #3
      Die Frage die dahinter steht ist: "Was kann ich (mit absoluter Sicherheit) wissen?"

      Ich kann definitiv nicht "wissen", ob das Universum für seine Existenz meiner Anwesenheit bedarf... aber ich glaube eher nicht

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        #4
        Entsteht eine nicht entdeckte, unbewohnte Insel erst in dem Moment, wenn sie gefunden wird?
        Das würde bedeuten, dass der Mensch oder ein beobachtendes Instrument in der Lage wäre, etwas zu erschaffen.

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          #5
          Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
          Ich glaube nicht, dass das Universum für seine Existenz der Anwesenheit eines Menschen oder Zeugen bedarf.
          Ja, was ist in Deinen Augen Wirklichkeit?
          Was können wir wirklich wissen?
          Und wenn wir doch alle in der Matix leben?
          Es kann alles Illusion sein, oder nicht?

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            #6
            Also ich finde nicht, dass diese Fragestellung nur auf den Menschen bezogen ist. Auch Tiere nehmen wahr, und wahrscheinlich auch anders wahr.
            Das was Hubert versuchte zu erklären, war die "Erkenntnis", dass die Realität in unserem Kopf entsteht und die Frage ob es eine Objektive Realität gibt nicht hinreichend geklärt werden kann. Weil ohne einen Beobachter, keine Realität. Oder anders, um Realität überhaupt wahrzunehmen, bedarf es einem Beobachter.

            Die Fragestellung kann mit den Quantenphänomenen untermauert werden:

            Quantenphysik 1 3 - YouTube

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              #7
              Oh je. Bei Quantenphysik muss ich passen!

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                #8
                @Mensch es ist in dem Video auch für den Laien gut erklärt.

                Es sind 3 Teile.

                Kommentar


                  #9
                  Zitat von irrer
                  ... dass die Realität in unserem Kopf entsteht und die Frage ob es eine Objektive Realität gibt nicht hinreichend geklärt werden kann. Weil ohne einen Beobachter, keine Realität.
                  Von der Logik her ist deine Schlußfolgerung nicht korrekt. Ein Beobachter setzt an sich schon dessen Realität voraus, ohne die eine andere Realität nicht betrachtet werden könnte.

                  Wenn ich davon ausgehe, dass Realität als Dinghaftigkeit, bzw. als das Ansichsein von Dingen dieselben dem Betrachter offenbart, muss ich nach metaphysisch-erkenntnistheoretischem Kriterien im Sinn des Realismus anerkennen, dass wirkliches Seiendes unabhängig von unserer Erkenntnis(Betrachtung) "an sich" ist, bzw. besteht, bzw. bezogen auf einen Vorgang, stattgefunden hat, da es sich - formal-logisch betrachtet - als Nicht-Seiendes sich mir ergo nicht hätte offenbaren können . Entsprechend dieser Erkenntnis gibt es eine reale Dingwelt, auch wenn sie nicht durch den Betrachter bestätigt wurde. Das wirklich Seiende ist demnach nicht bloß eine Setzung des denkenden Subjekts(Mensch).

                  Der transzendentale Realismus nach Kant erklärt unsere zeitliche und räumliche Erscheinungswelt als Wirklichkeit, die unabhängig davon existiert, ob wir sie sinnlich wahrnehmen.

                  Der naive Realismus postuliert, dass die Dingwelt annähernd so sei, wie wir sie wahrnehmen.

                  Oder anders, um Realität überhaupt wahrzunehmen, bedarf es einem Beobachter.
                  Du merkst sicher, dass dieser Satz, den du inhaltlich für sinngleich zum obigen hälst, dem nicht entspricht. Die Rethorik der Aussage ist eine andere.
                  Zuletzt geändert von Shepherd; 19.10.2011, 20:22. Grund: Zusatz

                  Kommentar


                    #10
                    Das habe ich irgendwie anders im Sinn.... ich denke da an Das Sein und das Nichts... Phänomenologie.... Husserl? (vielleicht werf ich da jetzt auch was durcheinander)
                    How ever... ganz aus der Nähe betrachtet... was bleibt da schon übrig...?(außer immer noch Betrachtung )Wir können uns der Fragestellung annähern, aber können wir zur Erkenntnis gelangen? Was kann ich wirklich wissen....?

                    Kommentar


                      #11
                      Zitat von A*star Beitrag anzeigen
                      Was kann ich wirklich wissen....?

                      Das ist der ganze Jammer:

                      Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.
                      Bertrand Arthur William Russell

                      englischer Philosoph und Mathematiker (1872 - 1970)

                      Trotzdem: Ich denke, bei Deiner eigenen Existenz bist Du Dir sicher, oder?

                      Kommentar


                        #12
                        Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
                        Trotzdem: Ich denke, bei Deiner eigenen Existenz bist Du Dir sicher, oder?


                        Ja, auch wenn ich nicht weiß, was für ein Ding ich bin.

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                          #13
                          @ A*star

                          Wenn ich Husserl richtig verstanden habe (?), vertritt er - beeinflusst von Brentano (Bewusstsein ist immer Bewusstsein von etwas) - die Ansicht, dass Realität nicht allein von Erfahrung/Wahrnehmung bestätigt wird (ergo dem Betrachter) sondern, dass sie dem Betrachter "bewusst" sein muss um wirklich als solche auch erkannt zu werden.

                          Das Bewusstsein (er)kennt Dinge "bewusst" allerdings nur dann, wenn sie (zu welchen Zeitpunkt auch immer schon) durch Wahrnehmung aufgenommen wurden. Es (er)kennt sie allerdings nur deswegen, ist sich ihrer nur deswegen "bewusst", weil es sich als solches seiner Existenz in seinem Träger bewusst ist, so wie der Träger sich als bewusst lebende Person wahrnimmt. Das impliziert, dass sowohl der Träger als auch das Bewusstsein "wirklich" sind, da sie sich sonst nicht gegenseitig wahrnehmen und inter-aktiv werden könnten. Die Huhn-und-Ei-Frage drängt sich auf und wird dadurch beantwortet, dass ohne die Präsenz einer WIrklichkeit keine Wahrnehmung und keine Bewusstwerdung derselben möglich wäre (Realismus).
                          Zuletzt geändert von Shepherd; 20.10.2011, 08:24.

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                            #14
                            Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
                            Entsteht eine nicht entdeckte, unbewohnte Insel erst in dem Moment, wenn sie gefunden wird?
                            Falsche Rhetorik: eine nicht entdeckte, unbewohnte Insel kann nicht entstehen ...
                            Formal (und paradox) gesehen, existiert sie, sonst könnte sie nicht als nicht entdeckt und unbewohnt bezeichnet werden.

                            Existiert eine nicht ..." wäre die bessere Frage gewesen.
                            Antwort: Faktisch ja. Bevor sie entdeckt wurde, war sie im Wissen der Menschen inexistent, auch wenn sie als Insel schon vorher bestanden hat. (was impliziert, dass sie irgendwann entstanden ist.)
                            Das würde bedeuten, dass der Mensch oder ein beobachtendes Instrument in der Lage wäre, etwas zu erschaffen.
                            Diese Schlußfolgerung wird (im Zusammenhang mit dem eigentlchen Thema) durch eine korrekte Fragestellung überflüssig.

                            Dennoch zu deiner Eingangsfrage: Natürlich nicht.
                            Zuletzt geändert von Shepherd; 20.10.2011, 08:31.

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                              #15
                              Die Frage die dahinter steht ist: "Was kann ich (mit absoluter Sicherheit) wissen?"

                              Ich kann definitiv nicht "wissen", ob das Universum für seine Existenz meiner Anwesenheit bedarf... aber ich glaube eher nicht
                              Ist das wichtig zu wissen? Bzw. muss ich (man) das wissen wollen?

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