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wieviel "soziale Kontakte" braucht der Mensch?

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    wieviel "soziale Kontakte" braucht der Mensch?

    Hallo Ihr Lieben,

    ich denke über die oben genannte Frage nach, weil ich immer wieder feststelle, daß ich verglichen mit anderen einen relativ kleinen Freundes-und Bekanntenkreis habe.
    Insgesamt sind es so etwa 7 Paare oder Einzelpersonen, zu denen ich bewußt Kontakt halte und die ich auch nicht missen will. Allerdings sind diese in ganz Deutschland verteilt, so daß ich manche nur 1-2 mal im Jahr sehe und ansonsten nur Briefe /Telefongespräche / Mails austausche.
    Und schon diese Pflege ist fast mehr, als ich hinbekomme.

    Dazu kommt noch meine Kernfamilie (Mann + zwei erwachsene Kinder), meine weitverzweigte Rest-Familie (auch in ganz Deutschland verteilt) und diverse Kontakte auf der Arbeit, die sich aber auf die Arbeitszeit beschränken.
    Mehr habe ich nicht und schon das ist mir manchmal zu viel.
    Bin ich ein Einsiedler? Bin ich ein menschenscheuer Typ? Bin ich unnormal, weil ich nicht in der Lage bin, mehr Beziehungen zu pflegen?

    Liebe Grüße,
    Glühwürmchen

    #2
    Hallo Glühwürmchen,

    fühlst du dich denn einsam? Oder bist du zufrieden so, wie es ist?
    Warum interessiert es dich überhaupt, ob du ein menschenscheuer Typ bist oder gar ein Einsiedler? Hat dich jemand darauf angesprochen?
    Ich meine, wenn es bisher OKAY war, so wie es war und du schreibst ja auch selber- "mehr habe ich nicht und schon das ist mir manchmal zu viel", wo liegt dann das Problem?
    Wenn es für dich reicht, dann solltest du einen Punkt hinter die Sache setzen.
    Und ob andere dich für menschenscheu, einsiedlerisch oder gar unnormal halten, Beziehungen zu pflegen, kann dir ja echt schnuppe sein.
    (solange du dich wohlfühlst so)
    Zudem kann das wahrscheinlich niemand beurteilen, wie menschenscheu oder einsiedlerisch du im wahren Leben bist.

    Zu deiner Titelfrage: Ich denke, jeder entscheidet für sich, wieviele soziale Kontakte ihn erfüllen und wieviel Gesellschaft er braucht.
    Ich für meinen Teil, pflege nur mit denen intensiven Kontakt, die ich wirklich gerne habe und die mir auch etwas geben (ein gutes Gefühl). Den Rest kennt man halt aber mehr auch nicht. Und was die anderen von mir denken- einsiedler oder nicht- ist mir echt wurscht. Ich fühl mich wohl so. Zudem kann man ja auch Freundschaften oder mehr soziale Kontakte nicht erzwingen- und dann ist man ja auch nicht gleich menschenscheu...

    Liebe Grüße,
    Herzsprung

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      #3
      Auch ich mag kaum auf Deine direkte Frage antworten , weil es dermassen von dem Einzelnen und dem aktuellen Moment abhängt.
      Zitat von Glühwürmchen Beitrag anzeigen
      ...Bin ich ein Einsiedler? Bin ich ein menschenscheuer Typ? Bin ich unnormal, weil ich nicht in der Lage bin, mehr Beziehungen zu pflegen?...
      Und wenn es so wäre? Was würde Dich daran stören?
      Manchmal frage ich mich das ja auch, mir geht es ähnlich wie Dir: wenig intensive Kontakte und die weit weg. Und ich schwanke oft zwischen Extremen: ich liebe manchmal die Einsamkeit und dann wieder "bade" ich gern in den Beziehungen.

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        #4
        Hallo Herzsprung,

        hast schon recht, daß es jeder selbst wissen muß. Das Problem ist, daß ich nicht so viele Leute brauche und auch ganz gut eine Weile mit mir alleine klar komme. Im Gegenteil, ich wünschte mir manchmal noch etwas mehr Zeit für mich allein.
        Aber mein Mann findet, wir sollten an der Front etwas tun. Und ich bin zwiegespalten, vielleicht habe ich ja auch Freude an mehr Kontakten? Allerdings muß ich sagen, daß ich viel arbeite und manchmal recht froh bin, wenn ich keinen sehen und hören muß. Dies scheint bei meinem Mann anders zu sein.
        Wie kriegt man das unter einen Hut? Er sagt, daß er alleine keine Lust hat, wegzugehen und ich bin auch ein bisschen unsicher, ob ich ihm wirklich zureden soll. Nachher geht er weg, amüsiert sich wie Bolle und merkt, was für eine langweilige Frau er daheim hat (mal überspitzt gesagt).
        Ihr seht schon, da steckt mehr dahinter...

        Liebe Grüße,
        Glühwürmchen

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          #5
          Zitat von Glühwürmchen Beitrag anzeigen
          ...Wie kriegt man das unter einen Hut? Er sagt, daß er alleine keine Lust hat, wegzugehen und ich bin auch ein bisschen unsicher, ob ich ihm wirklich zureden soll. Nachher geht er weg, amüsiert sich wie Bolle und merkt, was für eine langweilige Frau er daheim hat (mal überspitzt gesagt)....
          Oder vielleicht er stellt fest, dass a) er einfach gut drauf ist und b) auch seine Frau viel fröhlicher und ausgeglichener ist, weil sie etwas Zeit für sich hatte. Wenn er allein wegginge (bzw. mit Freunden, die das vielleicht auch brauchen?), hättest du auch etwas mehr Luft: das ist ja unter einen Hut gebracht. Ist doch toll, dass Ihr beide so ein gutes Gefühl dafür habt, was Ihr braucht! Also nichts wie ran.

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            #6
            Hallo Glühwürmchen, kann Nomada nur zustimmen.

            Bei uns ist es umgekehrt, ich muß leider vieles allein machen, es sei denn, wir gehen/radeln in die Natur. Mein Mann braucht die Menschen nicht so wie ich. Wenn ich was machen will, sagt er immer: Mach, immer machen. Klar wünsche ich mir manchmal, dss er mitginge, aber was will ich mit einem (unzufriedenen) Partner neben mir, der nur mir zuliebe mitgeht?
            Und ich bin sehr froh, dass er mich läßt und mir vertraut!

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              #7
              Hallo Glühwürmchen,

              Zitat von Glühwürmchen Beitrag anzeigen
              Das Problem ist, daß ich nicht so viele Leute brauche und auch ganz gut eine Weile mit mir alleine klar komme. Im Gegenteil, ich wünschte mir manchmal noch etwas mehr Zeit für mich allein.
              Aber mein Mann findet, wir sollten an der Front etwas tun. Und ich bin zwiegespalten, vielleicht habe ich ja auch Freude an mehr Kontakten?
              erschlag mich, aber ich glaube herauszulesen, dass das Problem doch noch wo ganz anders liegt. Du schreibst ja schon, dass DU soviele Kontakte gar nicht brauchst (also wozu noch mehr hinzufügen? Um Deinem Mann einen Gefallen zu tun?).

              Was mich aufmerksam gemacht hat war der Satz "... ich wünsche mir noch mehr Zeit für mich". Kann es sein, dass Du mit dem, was eh schon läuft (Familie, Arbeit, Freunde) sowieso schon irgendwo überlastet bist und eigentlich jetzt schon nicht genug Zeit für Dich hast? Kann es sein, dass Dein Bedürfnis nach Ruhe einfach dem Wunsch entspringt, mehr Zeit für Dich zu haben und weniger für andere - es vielleicht auch nicht immer anderen Recht machen zu müssen?

              Du bist nicht langweilig, nur weil Du nicht das "Action-Bedürfnis" Deines Mannes teilst. Wenn er sich mehr Kontakte wünscht, dann ist das ja ok, aber Du musst das nicht teilen. Und Du hast eben andere Stärken und Qualitäten, die er sicher an Dir sehr zu schätzen weiss. Er könnte sich doch ein Hobby suchen, wo er neue Freunde findet. Über Deine Angst (zu langweilig sein) kannst Du ja mit ihm reden, damit er diese Bedenken entkräftigen kann.

              Achte Dein Bedürfnis nach Ruhe bzw. nach "nicht sovielen Kontakten". Du musst niemandes Erwartungen erfüllen.

              Die Frage nach der Anzahl sozialer Kontakte kann ich Dir nicht beantworten. Es ist doch so, dass es Menschen gibt, die locker auf 100 Bekannte und Freunde kommen (naja, echte Freunde hat man eh nur wenige) und die ständig unterwegs sein müssen und es gibt Menschen, die nur wenige Kontakte haben. Solange man damit glücklich ist, ist alles in Butter! Wenn ich drunter leiden würde, weil ich zu wenig Kontakte hätte, dann würde ich versuchen das zu ändern. Es kommt halt immer auf das eigene Empfinden an und auf das ureigene Bedürfnis nach viel oder wenig. Da gibts kein richtig und kein falsch.

              Lg
              Lane

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                #8
                Zitat von Glühwürmchen Beitrag anzeigen
                Wie kriegt man das unter einen Hut? Er sagt, daß er alleine keine Lust hat, wegzugehen und ich bin auch ein bisschen unsicher, ob ich ihm wirklich zureden soll. Nachher geht er weg, amüsiert sich wie Bolle und merkt, was für eine langweilige Frau er daheim hat (mal überspitzt gesagt).
                Ihr seht schon, da steckt mehr dahinter...
                Vielleicht mal gemeinsam eine Veranstaltung besuchen. Wann warst Du denn das letzte Mal im Theater, Konzert oder auch auf einem Dorffest?
                Das ist schon wichtig, man kann nicht die Abende nur zu Hause verbringen.
                Ich werde manchmal von einer Bekannten angerufen, deren Mann auch zu nichts oder wenig Lust hat; wir gehen dann in ein Restaurant, oder besuchen eine Veranstaltung. Ich merke dann, das da was fehlt in der Beziehung. Das ist nicht immer einfach, aber ich glaube, Du hast das Problem erkannt.

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                  #9
                  Hallo Glühwürmchen,

                  also auf mehr Freunde komm ich auch nicht. 2 ganz dolle feste Freundinnen und noch 3 Päärchen. Das reicht mir auch. Natürlich gibt es nohc weitere Bekannte die man schon mal trifft aber so richtige Freundschaften sind das nicht eher Bekannte.
                  Alleine schon durch Sportarten wie Tauchen, Motorradfahren, Rad fahren, Malkurs und viele andere Aktivitäten habe ich/wir sehr viele Bekannte, aber das sind nicht unbedingt Freunde.
                  Wir sehen, treffen öfter Bekannte, gehen auch viel weg und unter Leute aber die richtige Freundschaft und die Treffen die ich mit meinen 2 wahren Freundinnen habe, reichen mir vollkommen aus.
                  Auch ich bin froh wenn ich mittlerweil meine 2 Abende in der Woche habe and denen mein Mann alleine was unternimmt (Sport) und ich den Abend voll und ganz für mich habe. Endlich hab ich mal die Fernbedienung zum zappen in der Handkann mit total schnulzige Filme anschauen die man Mann gar nicht mag, oder ich geh mit eine meiner Freundinnen ins Kino und schau mir dort so einen "Frauenfilm" an oder sonstiges.
                  Früher war das anders. Heute bin ich soooo froh diese 2 Abende alleine für mich zu haben und mein Mann ebenso er mag es nicht ständig alles gemeinsam zu machen und das ist für uns beide gut so.
                  Und wenn ich zu Hause es mir gemütlich mache, eine Glas Sekt, dazu ein schönes Buch, keiner stört mich, ich genieße die Ruhe (keine laute Rammstein Musik oder...) oder ich male ganz selbstvergessen....
                  dann gehts mir "sauwohl" auch alleine.
                  Also wenn du alleine sein magst und Ruhe brauchts. VOILA tu es! und fühl dich wohl dabei. Ist gaaaaaaaaaaaanz normal. Es gibt keine Norm.

                  Wünsche dir einen geruhsamen Abend
                  LG
                  Melinda

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                    #10
                    Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
                    ... Ich merke dann, das da was fehlt in der Beziehung. Das ist nicht immer einfach, aber ich glaube, Du hast das Problem erkannt. ...
                    Da steckt doch letztlich hinter: kann EINE Beziehung ALLES erfüllen?

                    Wohl kaum.

                    Da geht nur eins: sich gegenseitig den notwendigen Freiraum zu geben.

                    Das fällt mir auch nicht immer leicht, denke dann schon mal, dass meine Frau und ich zu wenig gemeinsam hätten, aber im Endeffekt lieben wir uns.

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                      #11
                      Hallo Glühwürmchen,

                      Zitat von Glühwürmchen Beitrag anzeigen
                      Bin ich ein Einsiedler? Bin ich ein menschenscheuer Typ? Bin ich unnormal, weil ich nicht in der Lage bin, mehr Beziehungen zu pflegen?
                      die bedürfnisse nach kontakt oder nach ruhe sind individuell verschieden. Unnormal ist das meiner meinung nach nicht. Möglicherweise wendest du dich den einzelnen intensiver zu, als Leute mit vielen Freunden.

                      ich finde es auch anstrengend, mit vielen leuten zusammen zu sein, z.b. verwandtenbesuche. Oberflächliche kontakte stressen mich.
                      Es gibt nur sehr wenige, mit denen ich mich wirklich gut verstehe.
                      ich bin nicht gesellig, würde mich als menschenscheu/introvertiert bezeichnen.

                      Zitat von Glühwürmchen Beitrag anzeigen
                      Im Gegenteil, ich wünschte mir manchmal noch etwas mehr Zeit für mich allein.
                      Aber mein Mann findet, wir sollten an der Front etwas tun. Und ich bin zwiegespalten, vielleicht habe ich ja auch Freude an mehr Kontakten? Allerdings muß ich sagen, daß ich viel arbeite und manchmal recht froh bin, wenn ich keinen sehen und hören muß. Dies scheint bei meinem Mann anders zu sein.
                      mein eindruck ist: In deinem streben, es deinem mann recht zu machen und einer gesellschaftlichen norm zu entsprechen verlierst du leicht den kontakt zu dir selbst, zu deinen eigenen bedürfnissen.

                      Stehe zu deinen Bedürfnissen. Es ist ok, auch mal zeit für sich allein haben zu wollen (auch wenn das in der gesellschaft nicht immer gern gesehen wird).

                      liebe grüße
                      naranja

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                        #12
                        Zitat von naranja Beitrag anzeigen
                        Es ist ok, auch mal zeit für sich allein haben zu wollen (auch wenn das in der gesellschaft nicht immer gern gesehen wird).
                        Macht mich gerade nachdenklich. Einerseits reagiert die Gesellschaft teilweise mit Unverständnis auf Menschen, die sich einen Rückzug "gönnen", andererseits wird "Urlaub im Kloster" immer beliebter. Es scheint also mehr Menschen zu geben, die Zeit für sich brauchen, und ich finde das überhaupt nicht unverständlich. Geht mir auch oft so.

                        LG
                        Spunk

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                          #13
                          hallo zusammen
                          ich habe meinen freundeskreis die letzten 2 jahre auch sehr verkleinert, ganz selten
                          unternehme ich noch was mit bekannten/kollegen. ich war aber schon immer eher der
                          einzelgänger und als single kann ich das sehr gut praktizieren. stosse aber auch öffters
                          auf unverständnis, ist mir aber inzwischen sowas von egal!

                          in einer beziehung/ehe ist's wohl nicht so einfach, wenn nicht beide die selben vorlieben
                          in diesem punkt haben. sehe das gerade bei meiner schwester, die seit einem jahr in
                          einer beziehung ist und er ist voll der unternehmungslustige. sie war vorher jahrelang
                          single und konnte tun und lassen, wie sie es wollte. jetzt hat sich natürlich ihr bekannten-
                          kreis vergrössert und ab und zu wirds ihr auch einfach zuviel.

                          man sollte wohl den goldenen mittelweg finden... nicht ganz einfach!
                          liebe grüsse
                          ps: also Glühwürmchen, dreimal im jahr ne woche urlaub im kloster und deine ruhebedürfnisse sind gestillt!

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                            #14
                            Zitat von Glühwürmchen Beitrag anzeigen
                            Mehr habe ich nicht und schon das ist mir manchmal zu viel.
                            Bin ich ein Einsiedler? Bin ich ein menschenscheuer Typ? Bin ich unnormal, weil ich nicht in der Lage bin, mehr Beziehungen zu pflegen?
                            Hallo Gluehwuermchen,

                            mache Dir nicht so sehr einen Kopf: ich finde, genau das: Beziehung zu Freunden & Verwandten ueber Distanz zu pflegen eine Leistung! Und bereits darauf darfst Du wirklich stolz sein

                            Vielleicht waechst ja in Deinem Mann das Beduerfnis nach mehr Austausch - hat er denn einen guten Freund zum Reden? Oder fehlt ihm eine Aktivitaet wie z.B. Sport?
                            Ich denke naemlich, nicht Du musst Deine Beduerfnisse hinterfragen, sondern er - und dann aktiv werden. Und wer weiss, vielleicht findest Du dann ja auch Geschmack an einer neuen Aktivitaet; oder geniesst die Zeit fuer Dich, wenn er seinem neuen Hobby nachgeht. Das waere wohl auch ein WinWin fuer alle

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                              #15
                              Zitat von naranja Beitrag anzeigen
                              Oberflächliche kontakte stressen mich.
                              Wie gut zu wissen, dass es nicht nur mir so ergeht...

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