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Die Kraft der Gedanken

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  • regenbogenkolibri
    Ein Gast antwortete
    hallo fortuna,

    du hast deine "blume" sehr bewusst wahr genommen ....
    und schon kann vieles ins bewusstsein strömen, was vorher noch verborgen war...
    weisst du, dass so sätze wie "ich sollte", "ich müsste..." auf sätze hinweisen, die gar nicht zu uns gehören, sondern uns irgendwann mal als "wahr" verkauft wurden, meist von eltern oder gesellschaft und vieles mit "bewerten" zu tun haben?
    wenn wir eine liste machen mit sätzen, die mit
    ich sollte ...
    und
    ich müsste...
    anfangen, so wird es ganz besonder spannend.
    denn da können wir erkennen, wieviel wir so an uns hängen haben an gedanken, die uns mal "umgehängt" worden sind und zu glaubenssätzen in uns gewachsen sind....

    bei manchen sätzen davon bemerken wir bei genauerem hinsehen, dass wir gar nicht "müssen" sondern "dürfen"...weil ein tieferes bedürfnis erfüllt wird,..
    z.b.: ich "MUSS" heute noch einkaufen
    kann zu einem
    ich DARF heute noch einkaufen
    werden und hat somit einen ganz neuen charakter...
    in uns wächst eine neue perspektive heran ...

    bei anderen sätzen werde wir beim hinfühlen merken, dass sie längst nicht mehr zu uns gehören....
    z.b. ich "MUSS" brav und still sein...muss ich das noch??? es war vielleicht mal "überlebenswichtig" als wir ein kind waren, aber bringt es uns heute als erwachsene vielleicht mehr probleme als nutzen???

    so wie bie deinem beispiel des aufräumens:
    ich MUSS aufräumen.
    steht dahinter ein ich DARF aufräumen, weil ich es gern sauber und ordentlich um mich habe und mich so wohler fühle?
    oder ist es ein altes "MUSS" von jemand anderen und ich fühle mich in einer gewissen unordnung in wahrheit sehr wohl, aber meine unordnung wurde/wird von jemandem anderen (!) negativ bewertet?

    es ist eine spannende übung, wenn wir uns selbst zuhören, wie oft wir MUSS sagen.
    im unbewussten haben wir sogar einen widerstand gegen das wort "MÜSSEN" und doch verwenden wir es allzu oft....
    auf wie viele "muss" kommt jeder am tag? lust mit zu zählen?

    alles liebe,
    kolibri

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  • Fortuna
    antwortet
    gute idee!

    meine blume will heute faulenzen, sich treiben lassen, das leben genießen...

    mein verstand versucht mich in den allerwertesten zu treten um die wohnung zu putzen, joggen zu gehen...

    die beiden kappeln miteinander, ich beobachte es amüsiert, oft genug kriegen sie mich ja, und dann regiert schlechtes gewissen oder schlechte laune, weil ich entweder etwas mache, von dem ich denke, ich sollte es...oder weil ich mit schelchtem gewissen genieße...crazy.

    meine blume freut sich am guten kontakt mit freunden und wundert sich über schlechten kontakt mit nicht-freunden. meine blume ist derzeit sehr gelassen und bei sich, voller vertrauen in das leben und mein verstand hofft, dass das noch möglich lange anhält, am besten für den rest des lebens. weil es sich so gut anfühlt. während ich mich "treiben" lasse, merke ich, wie ich ganz (unter-) bewusst dinge tun, die mich in MEINE richtung treiben...wind und strömung sorgen schon dafür...

    so, kryptisch genug?

    schönen sonntag und viele grüße an alle lieben inneren schweinehunde da draußen!

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  • regenbogenkolibri
    Ein Gast antwortete
    na wumm!
    da hatte ich jetzt ja ganz schön viel zu lesen...
    ich freue mich über die rege und interessierte teilnahme an diesem faden ... danke euch!
    für eure gedanken und auch das fachwissen von mehreren stellen...
    wir haben hier wirklich sehr bunte perspektiven.. das macht das leben so erfrischend!

    beim lesen hatte ich folgendes bild vor mir:
    es war mir als wäre am anfang vo gedanken und gefühlen wie von einer blume gesprochen worden, die in der wiese wächst.
    und dann wurde sie analysiert wie im biologie-unterricht... da wurden sie stengel beleuchtet. die einzelnen blütenblätter, usw.. dann, warum sie genau dort wächst.. und wie sie dort hingekommen ist...
    ich analysiere auch sehr gerne...

    und ich komme auch wieder sehr gerne auf den ursprung zurück:
    die blume auch einfach wieder zu sehen wie sie ist, mich an ihr zu erfreuen, sie anzunehmen, und dankbar zu sein, dass sie einfach da ist...

    und dazu möchte ich einige von euch einladen.. auch zum thema blumen..äh..hihi..nein, natürlich zu gedanken und gefühlen...
    ganz abgesehen davon, woher sie gekommen sind ... eure gedanken und gefühle..
    sie sind da!
    sie wachsen und leben in uns und mit uns.. und ja, sie verschmelzen oft miteinander, und beeinflussen einander...

    ich möchte euch einladen, euch auf eure eigene gedanken und gefühle einzulassen.... sie für einen moment nicht zu analysieren.. sie einfach DA sein zu lassen..
    in euch... egal, ob ihr sie als positiv (= angenehm) oder negativ (=unangenehm) empfindet ..

    für mich hat GLAUBE nichts mit einem naiven positiven denken zu tun, das alles unter den teppich kehrt, was ihm nicht passt, das ist verdrängung.. und kommt dann an anderer stelle doppelt so stark hoch... kann man vergessen.. darum gehts mir in keiner weise...

    und ja, wir sind miteinander verbunden... doch nicht nur durch unsere prägungen, gesellschaft, erziehung, usw.. es ist viiiel mehr... wir sind mit mehr um uns verbunden, als wir wahrnehmen können.. und DAS ist es, was für mich den GLAUBEN ausmacht.. es hat für mich wenig mit religion zu tun.. es IST einfach.... und für mich kann ich sagen: je mehr ich mich mit ALLEM verbunden fühle, desto größer ist mein GLAUBE..
    ich rede von keinem glauben, der sagt: "ich meine,..." ich rede auch nicht von einem "ich weiß" vom kopf her.. nein, es ist ein tieferes wissen, ein GLAUBE,der von HERZEN kommt....

    wenn du dich am abend hinlegst, ohne fernseher older andere ablenkung... was will da gesehen werden...? was geht da in dir vor? vielleicht will es ja endlich mal gesehen, gespürt, angenommen werden, um dann in frieden gehen zu können...

    wer will sich auf seine blume.. äh..gedanken und gefühle einlassen..? oder besser gesagt: wer hat den mut?

    ps:
    ach ja, für die, die gerne analysieren und wissenschaftlichen ergebnisse verfolgen, für die habe ich einen interessanten hinweis: die wissenschaft bestätigt immer mehr den einfluss unserer gedanken und gefühle, sogar auf unseren körper: früher war man der annahme, dass die dna (=genetik!!!) unveränderbar sei! weit gefehlt!!!! der zellbiologe dr. bruce lipton forscht hier seit geraumer zeit und ist auf sehr spannende ergebnisse gekommen: selbst die DNA (!!!) ist durch unsere gedanken und gefühle veränderbar...
    wen es interessiert: googlet mal rein.

    ich lass jetzt meine seele baumeln und erfreue mich im garten an meinen blumen...<3

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  • Shepherd
    antwortet
    Zitat von ariel Beitrag anzeigen
    Bis hier habe ich alles durchgelesen und in meinem Kopf herrscht mittlere Konfusion.

    aus allen Beiträgen ergibt sich bis jetzt für mich:

    die Grundlagen unseres (des Menschen) Handelns sind Gedanken und Gefühle.

    Jetzt mal abgesehen von Erziehung, sozialer Prägung usw.,
    ist es nicht so, dass die Gefühle den Gedanken vorangehen?
    Das stimmt so auch für mich.
    Für mein Dafürhalten ist zuerst ein Reiz aus der Umwelt (oder aus dem Menschen selbst). Die Wahrnehmung eines Reizes bedarf der Aufmerksamkeit, was um mich und in mir vorgeht. Die Aufmerksamkeit folgt dem Reiz und wir nehmen etwas mit unseren Sinnen wahr. Der Wahrnehmung folgt der Impuls ans Unbewusste, will sagen: sie gibt die wahrgenommene Info weiter ans Unbewusste, welches zu dem Wahrgenommenen eine Emotion parat hat, bzw. eine neue formuliert. Die Emotionen stimulieren unsere körpereigenen physiologischen Abläufe (Synapsen, Drüsen und Co). Außerdem stimulieren sie unseren Intellekt, welcher nach einer Erklärung, einer Gegenmaßnahme, einer Weiterführung dessen, was ihn erreicht - was auch immer - sucht.

    Das wäre der initiale Ablauf, sozusagen die Schablone. Dort hört "die Maschinerie" jedoch nicht auf.
    Währenddem der Intellekt auf die Emotion(en) reagiert, reagiert das Unbewusste schon auf die Reflektionen des Intellektes und gibt neue Signale an den Intellekt ab, welcher seinerseits und während den laufenden Überlegungen seinerseits gleichzeitig auf die neu einströmenden Emotionen reagiert ... und wiederum das Unbewusste zu Abgaben von neuerlichen Emotion oder Motiven bewegt.

    Betrachtet man die Menge an Impulsen, Emotionen und Reflektionen, die sich wärend nur einer Reflektionssekunde in "unserem Kopf" abspielen und multipliziert man diesen komplexen Impakt mit zirka sieben Milliarden Menschen, dann erhält man einen sehr, seeehr vagen Eindruck dessen, was die kausale Vernetzung (oder: die universelle Verdichtung) darstellt und wie sie sich (weitrer)entwickelt.
    Außerdem kann jeder sich auf seine Weise vorstellen, welche immense geballte und verdichtete Energie dadurch "in Umlauf" ist >> die Kraft der Gedanken UND der Emotionen ! Um dies anschaulich zu illustrieren möchte ich auf Tintenweberins Post verweisen.
    Des weiteren wird verständlich, dass "die Erforschung der Seele und des Geistes" nicht in einem Handbuch abgehandelt werden kann. Sie sollte bestenfalls gelebt werden.

    Ich stelle mir gerade den Urmenschen vor, der nichts anderes hatte als Gefühle, noch lange vor der Sprache.
    Alles, was für ihn wichtig war, erspürte er aus Gefühlen, ob es Gefahr oder Angenehmes war.
    Ist es dann nicht so daß dieses Urzeitwissen in unseren Genen steckt und durch die heutige Lebensweise zwar verschüttet ist, aber trotzdem vorhanden?
    Und wenn ich den Gedanken weiterverfolge, komme ich für mich dahin, dass meine Gefühle wesentlicher sind als meine Gedanken.
    Du streifst mit deinen Schlußfolgerungen nicht nur das Thema des "kollektiven Gedächtnisses", sondern auch das "des mythischen und psychologischen Aspektes der Archetypen in uns", der bis heute nichts an seiner Wirkung auf uns eingebüßt hat (weshalb die Tiefen- und u.a die Gestalttherapie auf der "Arbeit mit beiden nicht verzichten)

    Und wenn ich ehrlich meinen Gefühlen folge, also sozialen oder wirtschaftlichen Überlegungen keine Beachtung schenke (ohne ins kriminelle abzugleiten natürlich ), komme ich dann endlich auf meinen Weg?
    Möglicherweise ja. Nur darfst du dabei die während deinem "den Gefühlen-folgen" die Wechselwirkung zwischen "allem" (Reiz, Emotion, Reflektion) nicht aus den Augen verlieren. "Step by step" und nicht alles auf einmal.
    Außerdem erfordert diese "Verarbeitung" ein Höchstmaß an Ehrlichkeit zu sich selbst, viel Selbstbeobachtung und das intellektuelle Vermögen (oder einen Helfer dazu) die Reflektionen bis zu Ende zu bringen.

    Die annähernd integrale Verarbeitung bedingt meist eine heilsame Einsamkeits- und Fasten-Phase. Die Suche nach den eigenen Archetypen, bzw. die tiefgreifende Einkehr in dich selbst - und das in Verbindung mit "allem" - ist einer Re-Initiation ins Leben gleichzustellen und fordert die Bereitschaft ausnahmslos alles, was aus uns zutage tritt und in uns in Bewegung kommt als "unser" zu akzeptieren und zu integrieren. Auf einer solchen "Reise" begegnen wir uns selbst und das, was wir dann sehen, kann sehr schmerzlich wirken und uns mitunter eine Heidenangst einjagen, hingegen auch eine große Freude und Befriedigung bringen.

    Du wirst während einer solchen Re-Initiation (auch Visions-Suche genannt) deinen Archetypen begegnen, dich mit ihnen auseinandersetzen und sozusagen "in deine tiefsten Abgründe" schauen.



    Das was ich hier geschrieben habe, klingt manchem je nach Empfinden sehr dramatisch und Pathos-schwanger. Die Praxis ist zwar ernsthaft zu gewährleisten, hat aber nichts dramatisches, was man nicht selbst hineinlegt. Es ist hingegen "verdammt" spannend.
    Es ist auch noch niemand daran gestorben. Es sind jedoch schon viele daran gewachsen.

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  • Kuestenkind
    antwortet
    ja, Hubert.
    Vor allem finde ich das Schoene am Austausch, neue Blickwinkel und Sichtweisen dieses komplexen Lebensthemas am Rande aufnehmen zu koennen.
    Denn auch dies ist wohl so vielfaeltig wie die menschheit selbst.

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  • Hubert1
    antwortet
    Zitat von ariel Beitrag anzeigen

    Eine Frage leben, ohne die Antwort zu kennen, heißt doch, nach Gefühl gehen.

    ariel
    Ja, vielleicht, aber es bedeutet auch die Antwort nicht zu kennen,
    zumindest nicht vollständig auf der kognitiven, rationalen Ebene, auf der wir hier suchen.

    Ich habe diesen Ausschnitt aus den Rilke-Briefen beispielhaft genommen, auch um anzumerken, dass wir hier versuchen befriedigende Antworten zu finden, um menschliche Fragestellungen, die im Grunde uralt sind für uns endgültig zu lösen. Kann uns das gelingen?

    Aus der Antike ist bekannt, dass Demosthenes unter einem Sprachfehler litt. Er korrigierte ihn in der Weise, dass er einen kleinen Kieselstein in den Mund legte und mit diesem gegen das Meer lautstarke Sätze artikulierte, offenbar mit Erfolg. Therapieansätze von vor mehr als zweitausend Jahren, wenn man so will.

    Im "Kaufmann von Venedig" vor mehr als 500 Jahren geschrieben:

    "Wäre tun so leicht, als wissen, was gut zu tun ist, so wären Kapellen Kirchen geworden und armer Leute Hütten Fürstenpaläste.
    Der ist ein guter Prediger, der seine eignen Ermahnungen befolgt: ich kann leichter zwanzig lehren, was gut zu tun ist, als einer von den zwanzig sein und meine eignen Lehren befolgen."


    Und vielleicht noch was von Voltaire:

    "Wenn ihr glauben würdet, glücklich zu sein, dann wärt ihr es auch."

    Das sind jetzt überwiegend Ansätze aus der Literatur. Es gibt reichhaltige Weitere aus der Medizin, aus der Psychologie, aus der Soziologie und aus der Kunst. Nicht zu vergessen die Philosophie.

    Wenn wir hier das Thema diskutieren und es sind ja für meine Begriffe sehr unterschiedliche sehr schöne Beiträge zu lesen, dann, denke ich, sollten wir das weniger tun, um (endgültige) Antworten zu finden, sondern um das Thema von allen Ecken und Enden zu beleuchten und zu ventilieren.
    Dann kommen wir den Frage vom Glauben an die "Machbarkeit" des Lebens ein Stück näher. Ganz im Sinne eines nie fertigen "verfikten Handbuch fürs Leben".

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  • ariel
    antwortet
    Zitat von Kuestenkind Beitrag anzeigen

    Und wie gehst Du mit traurigen, negativen Gefuehlen um?
    die einfach da sind, ggf. ueber Tage, Wochen, Monaten.
    Ausleben ohne Steuerung, ohne Reflexion?

    Traurige Gefühle entspringen für mich der Trauer.

    Egal, ob ich Trauer über den Verlust eines Menschen empfinde (war für mich allerdings das stärkste Gefühl der Trauer ist), oder ob ich in irgendeiner Weise Lebensqualität verloren habe.

    Ich (für mich) kann Trauer nicht steuern.
    Sie ist da, überrollt mich vielleicht sogar in ihrer Intensität so stark, daß ich nicht mehr im üblichen Sinn "funktioniere", sprich, ohne Hilfe zum Leben bin ich nicht aus mir selbst heraus lebensfähig.

    Aber mein Körper hilft mir ja, mich zu schützen, er läßt in der Regel nicht zu, daß ich an der Trauer zugrundegehe.
    Langsam aber sicher wird das Gefühl der Trauer weniger, und irgendwann ist der Zeitpunkt da, das die Trauer vielleicht in Wehmut (Weh= immer noch schmerzhaft) übergeht, aber ich wieder in der Lage bin, für mich selbst einzustehen, sprich, mein Leben wieder zu leben.

    Ich habe es erlebt, liebes Küstenkind, ich habe jemanden verloren, und in dieser Trauer darüber ist mein Leben stehengeblieben.
    Ich hatte zum Glück Hilfe, die mich mit dem versorgt hat, was zum "Überleben" wichtig ist.
    Aber es gab und gibt niemanden, der mich aus der Trauer herausholen konnte.
    So banal es sich anhört, einzig die Zeit war mein Weg aus der Trauer heraus.


    Negative Gefühle sind für mich Wut, Verzweiflung, Ohnmacht.

    Ich weiß, daß sie in ihrer Intensität überwältigend sein können, aber im Gegensatz zur Trauer sind diese Gefühle für mich sehr oberflächlich.

    Diese negativen Gefühle kann ich durch mein Handeln beeinflussen.

    Vielleicht nicht sofort in dem Moment, wo sie entstehen, aber ich kann!!!!

    Je länger ich hier lese und schreibe, desto klarer wird für mich, daß meine Gefühle wesentlich größeren Anteil an mir haben als meine Gedanken.

    Wenn meine Gedanken mein Ratio sind, stehen meine Gefühle für mein Wesen, mein ICH.

    Jetzt brauche ich dringend eine Pause.

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  • Kuestenkind
    antwortet
    Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen

    ...und ich möchte Sie, so gut ich es kann, bitten, lieber Herr, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.

    (Rainer Maria Rilke in einem Brief an einen jungen Dichter)
    Das gefaellt mir.
    Es wirkt wie eine sanftere Form des Annehmens

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  • Kuestenkind
    antwortet
    Zitat von ariel Beitrag anzeigen
    Eine Frage leben, ohne die Antwort zu kennen, heißt doch, nach Gefühl gehen.

    ariel

    Liebe Ariel.

    Und wie gehst Du mit traurigen, negativen Gefuehlen um?
    die einfach da sind, ggf. ueber Tage, Wochen, Monaten.
    Ausleben ohne Steuerung, ohne Reflexion?

    Was uns als Menschen von den Tieren unterscheidet, ist die Ratio, das Denken - somit auch vom Urmensch. Gedanken sind halt nun Teil von uns - auch wen am Anfang der Evolution ggf. nur Gefuehl(?) oder jedenfalls der UrInstinkt gestanden haben mag.

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  • ariel
    antwortet
    Bis hier habe ich alles durchgelesen und in meinem Kopf herrscht mittlere Konfusion.

    aus allen Beiträgen ergibt sich bis jetzt für mich:

    die Grundlagen unseres (des Menschen) Handelns sind Gedanken und Gefühle.

    Jetzt mal abgesehen von Erziehung, sozialer Prägung usw.,
    ist es nicht so, dass die Gefühle den Gedanken vorangehen?

    Ich stelle mir gerade den Urmenschen vor, der nichts anderes hatte als Gefühle, noch lange vor der Sprache.
    Alles, was für ihn wichtig war, erspürte er aus Gefühlen, ob es Gefahr oder Angenehmes war.
    Ist es dann nicht so daß dieses Urzeitwissen in unseren Genen steckt und durch die heutige Lebensweise zwar verschüttet ist, aber trotzdem vorhanden?
    Und wenn ich den Gedanken weiterverfolge, komme ich für mich dahin, dass meine Gefühle wesentlicher sind als meine Gedanken.

    Wenn mir jemand einen Vorschlag macht oder eine Handlung begeht, erspüre ich zunächst Zustimmung oder Ablehnung, meine Gedanken verfolgen meine Gefühle und bringen sie über die Sprache zum Ausdruck.

    Und wenn ich ehrlich meinen Gefühlen folge, also sozialen oder wirtschaftlichen Überlegungen keine Beachtung schenke (ohne ins kriminelle abzugleiten natürlich ), komme ich dann endlich auf meinen Weg?

    Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
    Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.

    (Rainer Maria Rilke in einem Brief an einen jungen Dichter)

    Ich finde, dieses Zitat beschreibt genau das:

    Eine Frage leben, ohne die Antwort zu kennen, heißt doch, nach Gefühl gehen.

    ariel

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  • Shepherd
    antwortet
    Für die Seele des Menschen gibt es (noch) kein "fucking manual" Der, welcher es hätte schreiben können/sollen/müssen, macht auf abwesend. Und der, welcher es (im eigenen Interesse) nachreicht, der Mensch, hinkt zwangsläufig seinen eigenen Erkenntnissen hinterher.
    Das Manual wird noch immer geschrieben und das schon Festgeschriebene dabei manchmal überholt, übersehen, falsch interpretiert, usw. ... nach menschlichen Ermessen für gut befunden oder verworfen.
    Es ist Entwicklung, genau wir wir Entwicklung sind > auf alten backups aufgebaut, mit neuen Modulen aufgerüstet usw.
    Dass im Eifer der Aufrüstung die Basis aus dem Gesichtsfeld verschwindet, wird gerne oder ungerne in Kauf genommen: Fortschritt anstatt Entfaltung. Wir schreiten "fort von etwas" anstatt das vorhandene "Etwas" zu entfalten.

    Für die praktische Umsetzung der Entfaltung (mit oder ohne Hilfe) braucht es zwei: den Betroffenen und seinen Helfer. Letzterer kann der Betroffene selbst sein, wenn er sich neben sich neben sich zu stellen und zu beobachtet vermag/in der Lage ist ... Wenn seine Selbstbetrachtung befangen ist, sollte er vielleicht einen unbefangenen Helfer hinzuziehen. Allein, ohne sich als Helfer und ohne Helfer von außen (welchem von beiden auch immer) wird er nichts erreichen.

    edit:
    Zitat von Hubert1
    ... es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.
    Genauso stelle ich mir das Wachsen des Manuals vor.

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  • Hubert1
    antwortet
    Zitat von Kuestenkind Beitrag anzeigen

    Das Jetzt ist wohl Anfang und Ziel gleichermassen
    ja, das denke ich auch

    ...und ich möchte Sie, so gut ich es kann, bitten, lieber Herr, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.

    (Rainer Maria Rilke in einem Brief an einen jungen Dichter)

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  • Kuestenkind
    antwortet
    Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
    Mmmja...jein. Wer auf "die Zeit baut" oder seine Entwicklung von ihr abhängig macht, seine Entwicklung an sie bindet oder durch sie rechtfertigt, bringt seiner Entwicklung dadurch keinen Nutzen ... wiewohl alles seine Zeit braucht, um zu wirken.
    Für den Anfang gibt es nur das Jetzt.
    Andersherum.
    Nicht auf die Zeit bauen als Ausrede - sondern im Rueckblick feststellen, was sich in der eigenen Wahrnehmung bei der Arbeit veraendert hat.

    Das Jetzt ist wohl Anfang und Ziel gleichermassen

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  • windfrau
    antwortet
    Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
    Je nach Situation oder Gegebenheit ist das sehr nützlich, weil auch das Betriebssystem (die Blockaden [die, wie du sagst nicht per se nur "hinterhältig" sind]) möglicherweise veraltet ist und neue Software ablehnt, bzw. nicht darauf reagiert.

    mhm... alles besser als ein total-crash... was (um im bild zu bleiben) hieße: alte speichersysteme genau durchforsten, nichts vorschnell löschen, absichern, nach und nach die komponenten adjustieren, und darüber wenn möglich die geduld nicht verlieren und die nerven nicht wegschmeißen

    (lieber zur not auch mal nen netztechniker befragen und "das fucking manual" doch nochmal ausgraben und lesen)

    denkt die windige,

    die grade auf einer sehr realistischen ebene genau das durchmachte ... nun läufts wieder, das system

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  • Shepherd
    antwortet
    Zitat von Küstenkind
    ob Gedanken oder GEfuehle - die Entwicklung im Umgang mit ihnen bedarf mE auch einer Zeitachse des wachsenden BeWusstSeins.
    Mmmja...jein. Wer auf "die Zeit baut" oder seine Entwicklung von ihr abhängig macht, seine Entwicklung an sie bindet oder durch sie rechtfertigt, bringt seiner Entwicklung dadurch keinen Nutzen ... wiewohl alles seine Zeit braucht, um zu wirken.
    Für den Anfang gibt es nur das Jetzt.

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