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Die Ehe der Eltern

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    #16
    @spunk, lady nivea:
    danke für eure antworten. das mit dem fehlenden respekt und der kälte kenne ich. meine eltern haben sich allerdings getrennt. hm.... meine mutter hasst meinen vater heute noch dafür. hm....aber wenn ich eure geschichten so höre..und die meiner freundin..und....dann geht es offensichtlich auch jahrzehnte, ohne dass ein paar lernen will..
    ich kenne gott-sei-dank auch paare, wo sich das "wegen-der-kinder" POSITIV in einer krise ausgewirkt hat und sie sich gemeinsam weiter entwickelt haben...das finde ich total schön!
    (aber wenns jahrzehntelang nicht besser wird, dann frage ich mich schon...)
    offensichtlich liegt es in jedem fall in der eigenverantwortung und im annehmen, ob eine trennung oder eine ehe "GUT" verläuft...hm...grübel...für jeden (auch für die kinder) ist etwas anderes "gut"....

    @wolfgang:
    Indem Du Dir aber Gedanken machst, wie Deine Eltern sich verhalten und sich entscheiden sollten, übernimmst Du Verantwortung für sie. Aber das geht natürlich nicht. Gleichzeitig bewirkt es noch etwas Anderes: Solange Du dies tust, werden sie nichts tun, weil Du Ihnen damit auch die Kraft nimmst, selbst in die Verantwortung zu gehen und eine Entscheidung zu treffen.
    dieser absatz gefällt mir sehr gut. den übernehm ich gleich für mein leben. danke.
    kolibri

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      #17
      Ja, so bin ich mir auch vorgekommen, wie eine Mutter für meine Eltern. Die Seiten hatten sich völlig verkehrt. Die Verantwortung hatte ich! Ich hab mich dabei völlig aufgerieben.

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        #18
        Zitat von regenbogenkolibri Beitrag anzeigen
        ich kenne gott-sei-dank auch paare, wo sich das "wegen-der-kinder" POSITIV in einer krise ausgewirkt hat und sie sich gemeinsam weiter entwickelt haben...das finde ich total schön!
        Ja, das kann gelingen, wenn die Krise früh genug angegangen wird und alle dahinter stehen, sie zu bewältigen. Und dann - da stimme ich Dir absolut zu - finde ich das auch schön!

        LG
        Spunk

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          #19
          Zitat von Mensch Beitrag anzeigen
          Ja, so bin ich mir auch vorgekommen, wie eine Mutter für meine Eltern. Die Seiten hatten sich völlig verkehrt. Die Verantwortung hatte ich! Ich hab mich dabei völlig aufgerieben.
          ick och...ich kämpf jetzt noch für meine autonomie...auch wenn meine eltern inzwischen überhaupt nicht mehr gegeneinander hetzen, sondern zufrieden damit sind, wie es ist...hat es doch tiefe spuren hinterlassen...

          gerade versuchen meine eltern, sich in den vordergrund zu drängen, mein kranker bruder wünscht meinen besuch, und meinen eltern sehen nur sich und leiden schon mal im vorraus, dass sich ihre bedürfnisse nach totalkontakt nicht erfüllen werden. hab gerade mit meinem bruder gesprochen: unsre eltern stehen hier echt mal in zweiter reihe...egal wieviel zeter und tränen sie einsetzen...

          puh, Lady Nivea, du hast auch die stimmung bei uns zuhause damals beschrieben...ich hab mich auch sehr für meine eltern geschämt und irgendwann keine freunde mehr mit nach hause gebracht, wenn es sich vermeiden ließ...

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            #20
            Hallo Olli,

            ich reihe mich auch mal ein. Hatte mir immer gewünscht, dass sich meine Mutter von meinem Vater trennt. Meinem Bruder ging es genauso. Aber beide haben sich da irgendwie arrangiert und scheinen nach ihrer Fasson zufrieden zu sein, auch wenn die Mutter mal jammerte.

            Ansonsten möchte ich mich allen anschließen. Sie haben sich gewählt und sie allein müssen damit leben, kein anderer. Und genau das sage ich (passt ja auch bei etlichen Freundinnen und deren Partnerschaften) dann auch jedes Mal fast wörtlich, falls die Jammertiraden beginnen. Ich habe mir sogar verbeten damit weiter belästigt zu werden. Ich bin schließlich kein Mülleimer, auch nicht als Kind meiner Eltern.

            "bevor von dir nichts kommt, gibts von mir keine Unterstützung mehr!".
            Damit würdest du sie nur unter Druck setzen. Da äußerst du ja konkrete Erwartungen, aber das ist Sache deiner Mutter allein. Dir stehen diesbezüglich keine Forderungen zu. Raushalten heißt komplett raushalten, also auch keine Erwartungshaltung.

            Vielleicht hilft es, ihr in ruhigen Minuten mal klar zu machen, WAS sie da für Empfindungen in dir erzeugt, wenn sie ihr Leid mit deinem Vater bei dir ablädt.

            Alles Gute!

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              #21
              Vielleicht hilft es, ihr in ruhigen Minuten mal klar zu machen, WAS sie da für Empfindungen in dir erzeugt, wenn sie ihr Leid mit deinem Vater bei dir ablädt.
              Waldwiese, du hast mich inspiriert...mal eine frage an die mütter und väter hier...mir kam gerade der gedanke, würde ich meine ehesorgen mit meinen kindern besprechen? nicht ernsthaft....oder?

              ich mein, die lieben ja beide und sind loyal, die sind doch echt nicht die geeigneten ehetherapeutis...wendet man sich als erwachsener nicht eher/besser an seine freunde, kollegen, pfarrer, etc....?

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                #22
                Eben, Fortuna, das ist einfach zu viel von den Kindern verlangt. Sie lieben beide. Genau das gilt auch für Scheidungskinder. Niemand kann erwarten, dass sie "Stellung beziehen". Verantwortungsvolle Eltern unterlassen es daher, Kinder in Ehekriege einzubeziehen.

                Aus dem Grund ist es so wichtig, den Eltern auch mal direkt zu sagen, wie man sich dann als Kind fühlt!

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                  #23
                  Kinder als "Vertraute und Partner"

                  Hallo Fortuna, hallo Waldwiese,

                  natürlich es einsichtig, dass man Kinder damit überfordert, wenn man mit Ihnen über die Themen spricht, die man eigentlich mit dem Partner klären müsste. Ihr habt das sehr schön und treffend geschrieben.

                  Warum passiert es dennoch:
                  Nun, zum Ersten glaube ich, dass es den betroffenen Vätern bzw. Müttern einfach nicht bewusst ist, was sie da tun.

                  Und es geschieht meistens aufgrund bestimmter Ereignisse:
                  Wenn ein Paar sich trennt, und da ist zum Beispiel ein älterer Sohn oder Tochter, bezieht man die automatisch mit ein. Und Sohn und Tochter fühlen sich ja auch erst einmal klasse, wenn sie in die großen, wichtigen Dinge miteinbezogen werden. Erst einmal.

                  Oder nehmen wir den Fall, dass eine Mutter mit Ihren Kindern überfordert ist, weil der Mann sehr viel arbeiten muss. Dann wird oft das älteste Kind zum "Vater"/"Mutter" der Geschwister.

                  Und kein Kind würde da Nein sagen. Denn es handelt so aus Liebe und Loyalität. Und das hat eine nicht zu unterschätzende Wirkung.

                  Liebe Grüße

                  Wolfgang


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                    #24
                    Hast du mich nicken sehen beim Lesen, Wolfgang?
                    Ich würde jeden Satz gerne unterschreiben.
                    "Denn sie wissen nicht was sie tun..." schoss mir dabei spontan in den Kopf. Darum soooo immens wichtig, dass man ihnen die Folgen zeigt, in Worten und in Gefühlen. Damit sie dann wissen, was sie tun. Und da Eltern ihre Kinder (zumeist) lieben, hören sie dann damit von alleine auf, wenn sie hören, dass ihre Kinder darunter leiden.
                    Meistens... denn ich habe z.B. einen Vater, der derart egoistisch ist, dass er selbst da NUR an sich denken würde. Leider.

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                      #25
                      Fällt mir in dem Zusammenhang noch etwas ein: wenn Eltern dann immer weiter machen die Kinder derartig "zu quälen", zu überlasten, ist es nicht tatsächlich "nur" blanker Egoismus?
                      Ich definiere Egoismus nämlich genau damit, dass einem die Gefühle des anderen egal sind und die eigenen allein wichtig bzw. wichtiger.
                      Ich habe z.B. nicht einmal erlebt, dass mein Vater mich nach meinen Gefühlen fragte. Die Frage "wie geht es dir" erwartete seinerseits als Antwort gesundheitliche und wirtschaftliche Aspekte. Mit anderem hätte er nicht umgehen können.
                      Daraus schlußfolgere ich, dass der betreffende Elternteil auch mit Gefühlen umgehen können muss, ehe man ihn mit den eigenen erreichen könnte (und er es akzeptiert). Kann der das nicht, kann man sich jegliches Reden von vornherein ersparen.

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