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gelangweiltes, desinteresiertes kind...

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    gelangweiltes, desinteresiertes kind...

    hallo und hilfe,

    ich habe ein problem mit meinen 10 jährigen sohn. ich weiß nicht ob es dessinteresse oder langeweile ist, auf jeden fall macht es "mich" fertig. ich kann da innerlich so richtig agressiv werden, gegenüber ihm

    was macht er? er kommt nach hause, isst macht vielleicht noch hausübung und dann geht es los. eh nicht immer, aber halt sehr oft. wenn sein bruder da ist fällt es noch weniger auf.

    aufjeden fall schleicht er dann im wohnzimmer rum, und macht nichts, absolut nichts, er schleicht rum, dann sitzt er sich wieder nieder und schaut in die luft, dann kommt er wieder und sagt hallo zu mir, obwohl wir uns schon die längste zeit im selben raum befinden. von sich aus findet er kaum eine beschäftigung. dürfte er fernsehen würde er das vermutlich machen. darf er aber unter der woche nicht. er kommt mir so gelangweilt, desinteressiert vor....

    das wirklich komische ist aber, er jammert nicht, ihm sei langweilig. und das schlimme ist, mich ärgert dieses verhalten so. während er gelangweilt im haus ist, spielt sein bruder entweder draussen, oder liest ein buch, oder oder oder....

    das sind sie sowieso grundverschieden. der große hat sich nie alleine beschäftigen können, der kleine kann das.

    jetzt frag ich mich wirklich, wer hat das problem ich oder er?

    wenn es ich bin, was kann ich dagegen tun?

    #2
    Hm mir fallen als erstes Freunde dazu ein... hat er Freunde, die vielleicht mal zu Besuch kommen könnten?

    Klingt für mich irgendwie nach Einfallslosigkeit. Vielleicht weiß er selber gar nicht, was er will.
    War er schon immer so?

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      #3
      Wenn ihm nichts fehlt und wenn es keine Probleme an irgendeiner Ecke des (öffentlichen) Lebens gibt, würde ich mir über diese "Absonderlichkeit" nicht den Kopf zerbrechen...

      Vielleicht ist eine dumme Idee, aber beobachte ihn doch einfach mal beim "Nichtstun" so wie ein Forscher ein fremdes Volk beobachten würde. Du kannst deine Beobachtungen notieren und versuchen "Muster" zu erkennen. Ich bin beinahe sicher, dass ihr darüber miteinander ins Gespräch kommt, dass ihr gemeinsam über dieses Experiment lachen könnte und vielleicht noch eine Menge voneinander lernt. Wer weiß, vielleicht macht er ja insgeheim etwas ganz ähnliches...

      Just my two cents
      von der Tintenweberin

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        #4
        Hallo,

        ja er war schon immer so, zuerst ein schreibaby, dann ist er mir immer am rock, äh hosenzipfel gehangen. kein lego spielen, kein playmobil,... sobald ich den raum verlassen habe ist er mir hinterher. bis vor zwei jahren durfte ich noch nicht einmal den müll rausbringen oder schnell für 2 minuten in die trafik ohne das er ein rießentheater gemacht hat. das ist aber jetzt nicht mehr, mittlerweile schafft er es schon bis zu einer oder zwei stunden alleine zuhause zu
        bleiben

        freunde, ja er hat freunde. zwei davon spielen aber in letzter zeit lieber mit seinem bruder, der eher die selben interessen hat. mit den anderen liegt er auch nicht immer auf gleicher wellenlänge....

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          #5
          Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
          Wenn ihm nichts fehlt und wenn es keine Probleme an irgendeiner Ecke des (öffentlichen) Lebens gibt, würde ich mir über diese "Absonderlichkeit" nicht den Kopf zerbrechen...
          ja ich hab halt angst das er zum einzelgänger wird, und er versäumt mit seinem desinteresse doch so viel interesannte sachen im leben.

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            #6
            Ich würde eine Familienpsychologen fragen, ob man sich Sorgen machen muss.
            Jedes Kind ist anders. Er will sich nicht immer mit seinem Bruder verglichen werden.

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              #7
              Hi Amira,

              ich finde den Tipp von Tintenweberin prima. Das würde deinem Sohn auch zeigen, dass er so angenommen wird, wie er ist.
              Entschuldige, aber auf mich macht es den Eindruck, als ob du mit dem einen Kind zufrieden bist, mit dem anderen nicht. Das spürt natürlich auch dein Kind.
              Kinder sind nicht so, wie wir sie gerne hätten. Sie sind so, wie sie sind. Und doch unsere Kinder. Das wichtigste ist doch, dass wir sie genau so lieben, auch wenn sie nicht unseren Vorstellungen entsprechen.
              Oder sind das mehr Sorgen, die aus deinem Brief sprechen?

              Ich habe auch zwei Kinder, und beide sind völlig verschieden in ihrem Wesen. Die Tochter musste nie angeleitet werden, fand immer selber etwas zum Beschäftigen, der Sohn das Gegenteil. Er war bloß ein Spätzünder, mehr nicht.

              Dein Kind scheint ein sensibles zu sein. Die denken viel und sind in sich gekehrt. Vielleicht fühlt er sich sogar von allem unterfordert.
              Reden, reden, herausfinden, was in seinem Kopf so vor sich geht, Zuwendung und Vertrauen in den Burschen... Kinder muss man sogar als Mutter erst kennenlernen.

              Wenn er noch stiller wird, könntest du mal eine Erziehungsberatung aufsuchen, erstmal allein. Um selber Sicherheit zu bekommen.

              Liebe Grüße!

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                #8
                Du hast schon Tipps bekommen, was du machen könntest, mir fiel der Satz auf:

                ich kann da innerlich so richtig agressiv werden, gegenüber ihm

                ...das wirklich komische ist aber, er jammert nicht, ihm sei langweilig. und das schlimme ist, mich ärgert dieses verhalten so.
                Da würde ich mal nachforschen, was genau macht dich so aggressiv? Würdest du auch mal gern nur so rumsitzen, dich mit nichts befassen?
                Macht es dich aggressiv, weil er nicht so ist, wie du es dir wünschst?

                Wenn du dir darüber im Klaren bist, kannst du ihn evtl. eher so annehmen wie er ist?

                Hast du mit ihm mal drüber geredet?

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                  #9
                  hmmm...

                  danke für eure antworten. ich bin eigentlich eh überzeugt davon das es an mir liegt.

                  wenn ich nur wüsste was genau in mir vorgeht.

                  es kann schon sein das mir der bruder leichter fällt, mit ihm war schon von anfang an alles leichter, er konnte sich stundenlang alleine beschäftigen. mein großer hat als baby nur geschriehen und ist als kleinkind nur an meinen rockzipfel gehängt. und jetzt ist es halt so das er kaum interesse für etwas zeigt. ich glaube ich will nicht haben das er so wird wie ich.

                  ich kann mich zwar nicht mehr genau erinnern ob ich mich alleine beschäftigen konnte, weiß aber sehr wohl noch das mich fast alles wo ich mein wissen erweitern konnte mich nicht interessiert hat. geschichte, geografie, museen. auch aus diesem grund ist heute mein allgemeinwissen leider nicht das beste und das ist vermutlich auch das problem. ich mag nicht das er auch so dessinteressiert ist

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                    #10
                    Hallo Amira!

                    Ich habe drei Kinder (13, 15 und 21 Jahre) und kenne das von Dir beschriebene Phänomen Meine hatten das auch in dem Alter phasenweise, und während der eine dann äußert "mir ist langweilig" kommt der andere irgendwie damit zurecht einfach nichts zu tun. Einem Erwachsenen erscheint das schrecklich, furchtbar, wie kann man das nur aushalten, nichts zu tun?! (Dabei tut es einfach gut, mal "leer" zu sein, und nichts zu tun oder zu grübeln.)

                    Du kannst als Mutter versuchen die Animateurin zu spielen (was nicht mein Mittel der Wahl war, aber von vielen Eltern gemacht wird), oder sie einfach lassen. Ich habe meine Kinder allerdings auch schon aus dem Raum geschickt, wenn mir das Herumgeschleiche persönlich auf den Keks ging (O-Ton: "Geh Dich bitte woanders langweilen." - "Warum darf ich denn nicht hier sein?" - "Weil ich jetzt mal hier alleine sein möchte, und das was Du machst auch überall anders möglich ist.").

                    Alle haben schließlich Hobbys gefunden, und sind keineswegs "gestörte Persönlichkeiten". Freundschaften kommen und gehen, auch schon bei Kindern. Sie spüren, wer wann wie zu ihnen passt, und lösen sich von alleine, wenn das Verbindende weggeht. Da kann es durchaus auch vorkommen, dass auf einmal die kleinere Schwester mit der Freundin der Großen spielt (haben wir hier auch erlebt), weil dort eine neue Verbindung durch die Begegnung entstanden ist. Ist doch super so, besser als, wenn irgendwelche albernen Eifersüchteleien zwischen den Kindern ablaufen ("Das ist meine Freundin, mit der darfst Du nicht spielen!").

                    Du kannst schon fast sicher davon ausgehen, dass Dein anderer Sohn irgendwann auch so eine Phase durchmachen wird. Vielleicht ist er dann eher das Kaliber, was sich bei Dir beschwert, dass ihm soooo langweilig ist. Wart´s mal ab.

                    Was Deine Sorgen bezüglich der Allgemeinbildung angeht: das ist etwas, was Du selbst mit in der Hand hast. In der Schule wird zwar viel gemacht, aber das ist schlicht Lehrplan. Wenn Du Deinen Kinder gewisse kulturelle Dinge, oder geschichtliches, politisches, gesellschaftliches, etc. schmackhaft machen willst, dann unternimm einfach Dinge diesbezüglich mit ihnen. Geht Euch Freilichtmuseen angucken, besucht Theateraufführungen oder Konzerte, unterhaltet Euch darüber was Dich interessiert, lies Zeitung und biete sie zum Lesen an, usw., kitzle heraus, was sie neugierig macht, Deine Jungs, und dann steig darauf ein, und schubs sie ein bißchen an... mehr ist gar nicht notwendig.

                    Liebe Grüße,
                    Astrid

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