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Wieso tu ich mir das an??

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    Wieso tu ich mir das an??

    Also, jetzt muss ich mal ein bissel ausholen.
    Mein Vater ist vor 7 Jahren gestorben, er war eigentlich meine Bezugsperson (emotional und überhaupt...).
    Das Verhältnis zu meiner Mutter war schon immer sehr angespannt.
    Dazu muss man sagen, dass sie kaufsüchtig ist und mit Geld wirklich überhaupt nicht umgehen kann. Sie hat es mitterweile schon zweimal geschafft, das ganze Geld (zuerst das von meinem Vater, dann die Erbschaft von meiner Oma - das war die Mutter von meinem Vater) durchzubringen.
    Immer hatte sie jemanden, der ihr aus der Misere geholfen hat. Sie sieht auch garnicht ein, dass sie da Fehler gemacht hat, eher ist es wohl ihr angeborenes Recht, in Saus und Braus zu leben.
    Genug böse Worte - auf alle Fälle habe ich beschlossen, mich von ihr zu distanzieren (nachdem ich wirklich versucht habe, ihr zu helfen...)
    Daraufhin wurde ich nun von der ganzen restlichen Familie (alles Brüder meiner Mutter + Anhang) zum schwarzen Schaaf erklärt.
    Das Resultat: Funkstille...
    Im letzten Jahr habe ich dann gemerkt, dass mich das Ganze doch sehr belastet, keine Familie zu haben und habe wieder (langsam) den Kontakt aufgenommen.
    Nun stelle ich aber fest, dass in dieser Familie die Fassade über alles geht, jeder lästert über jeden und ich frage mich ernsthaft: Was will ich da?
    Die Frage wollte ich mal in die Runde werfen, vielleicht habt Ihr ja Tipps, wie ich mich verhalten kann/darf/soll??

    #2
    Einen großen Haken an diese Angelegenheit machen, und sich Menschen suchen, die das eigene Leben bereichern.
    Könnte noch mehr dazu schreiben, aber muss jetzt weg...

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      #3
      Eine gute Frage als Thema!
      Warum tu ich mir das immernoch an?

      Ich möchte nicht auf die Einzeheiten eingehen, aber ich denke es ist auch höchste Zeit für mich, mich von meinen Eltern zu distanzieren.

      Ich habe alles versucht, um eine friedliche Atmosphäre herzustellen,
      habe versucht eine Aussprache herbei zu führen, ist mir nicht gelungen.

      Genug ist genug!

      Wenn mich meine Mutter das nächste Mal anruft, werde ich dafür sorgen,
      das es der letzte Anruf war.
      Welche Woret ich dazu benutze weiß ich noch nicht, bin auf 180...

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        #4
        Mensch, Softvelvet...

        ... wenn Du wüsstest, wie oft ich mir das auch vorgenommen hatte!
        Und... wie sehr ich gelitten habe, in der Zeit, als ich es durchgezogen habe...
        Auf alle Fälle wünsche ich Dir sehr viel Kraft, auch mal "Nein" zu sagen.
        Es gab doch auch mal ein Buch mit dem Titel "Sage nicht Ja, wenn Du Nein meinst", oder so.
        Liebe Grüße!

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          #5
          Wieso tu ich mir das an??

          Wenn du dir diese Frage stellst, bist du schon einen guten Schritt weiter gekommen.

          Mir hat in solchen Fällen geholfen, mich ehrlich zu fragen: Hilft es MIR in irgendeiner Weise oder zieht es mich nur runter?

          Konkret ausgedrückt: Belastet oder bereichert es mich?


          Ist eine Änderung im Verhalten zu erwarten, lohnt es sich zu warten oder sind sie stur und unbelehrbar?
          Und wenn man nicht ehrlich sagen kann, sie sind es mir wert - dann breche den Kontakt ab!

          Wenn es nur belastet, hemmt, Energien bindet und einem runterzieht - Schluss damit!
          Lieber ein Ende mit Schrecken wie ein Schrecken ohne Ende.

          Was nützt eine Familie, die wie ein Stachel im Fleisch ist - sowie man dran kommt fängt es an zu schmerzen.

          Dann lieber den Stachel entfernen - eine Zeitlang spürt man die Stelle noch aber hinterher ist man froh und erleichtert, sich davon befreit zu haben.

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            #6
            @Julchen

            ja, weiß der Geier warum ich es so lange ertragen habe...?

            @Nordwind

            die sch...Sachzwänge, seine Eltern immer zu lieben...auch noch die andere Wange hin zu halten...
            Damit ist jetzt endlich Schluß!

            Ich denke, dass meine Eltern das so lange mit mir gemacht haben, weil ich es zu gelassen habe.
            Zu jeder Auseinandersetztung gehören eben zwei, und ich entziehe mich dem jetzt.
            Schluss aus Feierabend!

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              #7
              Hallo,

              ich denke, jeder Mensch ist es wert, mit Achtung und Respekt behandelt zu werden, nicht beleidigt zu werden, nicht schlecht behandelt zu werden. Das ist eine Basis menschlicher Beziehungen in meinen Augen. Die Frage wäre dann für mich: werde ich in einer bestimmten Beziehung so behandelt oder versucht man mich zu verletzen, schlecht zu machen, zu belügen, mir die Schuld für Dinge zu geben, die ich nicht habe, mich Dinge ausbaden zu lassen, die nicht in meiner Verantwortlichkeit liegen?

              Julchen: natürlich ist es sehr schwer, sich von einer Familie zu distanzieren. Aber es gibt Grenzen und Deine Familie scheint nicht fähig zu sein, achtsam miteinander umzugehen bzw. mit Dir. Ich könnte mir vorstellen, daß eine sehr klare Grenze für beide Seiten hilfreich wäre. Damit meine ich, daß Du nicht mehr versuchst, Deiner Mutter zu helfen, denn Suchtkranke neigen dazu sich und andere zu belügen und ihre Sucht zu verdrängen. Den Weg raus müssen sie alleine finden bzw. die ersten Schritte dazu. Man kann Hilfe anbieten, aber wenn sie nicht gewollt ist, sollte man loslassen.

              Oft ist es so, daß wenn man eine Grenze zieht und auch konsequent bleibt, sich nicht nur das eigene Verhalten und das eigene Selbstbild ändert (das man sich befreiter fühlt und auch merkt, daß man sich nicht länger als Mülleimer und Opfer für die Beleidigungen anderer zur Verfügung stellt), sondern auch oft das der anderen. Wenn sie merken, daß Du für ihre Angriffe einfach nicht mehr zur Verfügung steht, daß Du wirklich sagst: so geht Ihr mit mir nicht mehr um, und auch dabei bleibt, dann kann es sein, daß auch sie irgendwann Dinge ändern, ihnen Dinge bewußt werden und sie aus ihrem Verhaltensmuster etwas aussteigen.

              Das kann sein, muß natürlich nicht. Ich würde so eine Grenze nun auch nicht als lebenslang betrachten, sondern für eine gewisse Zeit, solange bis sich etwas geändert hat. Vielleicht könntest Du ihnen einen sachlichen Brief schreiben, ihnen sagen, daß Du Dich unangemessen behandelt fühlst, daß Du Dir zu schade bist für Intrigen, daß Du aber gerne bereit bist auf einer menschlichen Ebene zu kommunizieren, ohne Beleidungen.

              Nur weil man eine Familie hat, muß man sie nicht zwangläufig lieben. Das ist vielleicht in vielen Fällen so, aber es ist nicht naturgegeben, wenn man sehr schlecht behandelt wird.

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                #8
                Hallo Julchen,

                ich empfinde Deine Lage als ganz schöne Zwickmühle. Da ist zum einen die emotional nahe stehende Familie, die sich gleichzeitig als ziemlich neurotisch zu gerieren scheint.

                Und dann ist noch die Gewohnheit. Ursprünglich hast Du ja sicher sehr positive Gefühle mit dieser Nähe verbunden, sonst wäre es Dir egal.

                Ich kenne eine vergleichbare Situation nicht, aber was mir selber in Konfliktsituationen immer wieder hilft, ist das schriftliche Ausformulieren. Damit bekomme ich erste Klarheit im Kopf und die Trennung von Gefühl und Verstand.

                Was Du beschreibst, ist deiner Mischpoke nicht zu helfen. Du kannst nur Dir selber helfen. Vielleicht langsam, vielleicht schnell solltest Du aus diesem Beziehungsdilemma aussteigen. Dass es schmerzhaft ist, merkst Du gerade, aber mit einigem Abstand wirst Du sicher aufatmen.

                Viel Glück und viele Grüße

                Thomas

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                  #9
                  Danke!

                  Vielen Dank für Eure Worte!
                  Ich hatte ja schon eine Zeit, in der ich absolut keinen Kontakt mehr hatte.
                  Aber da habe ich auch gelitten wie Hölle!
                  Jetzt versuche ich ja, auszuloten, wie weit mir der Kontakt gut tut und stelle fest, dass eigentlich nur Enttäuschungen und Verletzungen auf mich warten. Jedenfalls bei diesen Menschen.

                  Nichtsdestotrotz werde ich mich morgen aufmachen und auf dem Geburtstag meiner Mutter aufkreuzen. Warum? Weil ich nicht anders kann!!! Bleibe aber nur höchstens 2 Stunden und dann verkrümle ich mich wieder. Gibt dann zwar nur Stoff für neue Lästereien, aber das gäbe es sowieso!
                  Drückt mir bitte die Daumen!

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                    #10
                    Hallo Julchen,
                    ich hoffe, du überstehst den Geburtstag gut. Ich lebe schon seit Jahrzehnten nach dem Motto: wenn man zufällig nahe verwandt ist, bedeutet das noch lange nicht, dass man Kontakt halten muss. Man gewöhnt sich daran, mir fehlen die Personen an sich gar nicht, eher Familie allgemein. Ersatz für Familienleben sind mir einige liebe, langjährige Freunde.
                    Herzliche Grüße
                    Leonora

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                      #11
                      Danke für Eure Worte....

                      .... werde morgen berichten, wobei bei mir sich mal wieder der Fokus verschoben hat, mein eines Meerschweinchen ist Mama geworden (ich wusste garnicht, dass sie schwanger ist...) und jetzt bin ich Babypäppelnde Oma....

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                        #12
                        Dem kann ich nur beipflichten, kommt mir
                        auch bekannt vor.
                        Nachdem ich von diversen, nahen Familienmitgliedern nur ausgenutzt und als
                        Blitzableiter mißbraucht wurde habe ich den Kontakt ganz abgebrochen und mir geht es
                        seitdem viel besser.

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