Hallo altes Mädel,
stimmt schon, es ist wahrscheinlich nicht sehr diplomatisch, den Ärger so rauszulassen. Es geht wohl nicht beides gleichzeitig, einerseits seine Gefühle zum Ausdruck bringen und andrerseits trotz der Wut damit angenommen zu werden. Ist wohl zuviel verlangt... und ich kann es auch nicht, wenn ich ehrlich bin.
Jedenfalls habe ich, bis mein Mann kam, versucht, ruhig zu werden, hab ja hier auch geschrieben, um ein bißchen was loszuwerden. Als er aber da war, habe ich gemerkt, dass ich kein bißchen ruhig war. Ich konnte nicht so tun, als sei nichts gewesen, was ich oft mache, damit nicht der ganze Tag im Eimer ist, denn das ist mesit noch viel unangenehmer als mal eine vermeintliche (?) Kleinigkeit zu schlucken.
Und ganz ehrlich: selbst wenn ich reine Ich-Aussagen mache, ausschließlich von mir und meinen Gefühlen spreche - er würde genauso reagieren.
Es gibt bestimmte Bereiche bei ihm, da geht gar nichts, einer davon ist das Thema Absprachen. Er wird sofort ungehalten, wenn ich da etwas klären will.
Ich muss dazu sagen, dass er im Prinzip schon zuverlässig ist, aber manchmal klappt es einfach nicht...
Hallo Felix,
das mit der Trennung ist mir dann doch zu kurz gegriffen. Ich habe ja irgendwo auch meinen Anteil an der Sache, also etwas, das ich zu lernen habe, um mich weiter zu entwickeln. Davon bin ich überzeugt.
Hallo Sonnenfell,
schön, dass du mich verstehen kannst! Ich würde manchmal auch am liebsten ausrasten, mal so richtig, und dann den Kleinen schnappen und nächsten Zug in meine Heimatstadt nehmen... einfach mal wirklich reagieren, dass mein Mann mal etwas merkt und vor allem, damit ich mich nicht mehr so ohnmächtig fühle.
Tja, aber irgendwie fühl ich mich gefangen in der ganzen Situation hier...
Ach, liebe Fortuna,
klar könnte ich ihn auch verlassen, das ist in meinem gedanklichen Notfallkoffer auch als Plan B vorhanden
, aber jetzt kommt's: wir passen unglaublich gut zueinander, ist jetzt in der Kürze nicht zu erklären, ich liebe diesen Mann wirklich und wir haben auch sehr viele schöne Zeiten miteinander. Ich sag immer: entweder richtig wunderschön, leicht und locker oder richtig superanstrengend.
Mit Macht meine ich, dass es mir so geht, dass er es so in der Hand hat, wie es mir geht. Ich kann Streitsituationen oder vielmehr die "kalte Phase" danach nur schwer aushalten. Obwohl es schon wesentlich besser geht als am Anfang.
Nein, eine Familie ist nicht wie ein Sportclub, den man ab und an besucht. Jetzt wird's noch komplizierter:
Er kommt aus einer sehr zerrissenenen Familie, so erlebt er es jedenfalls. Jeder macht sein Ding für sich allein, zieht sich irgendwie zurück. Ich sage, er erlebt es so, ich sehe es noch anders, soweit ich das beurteilen kann.
Er ist auf einem Bauernhof großgeworden, da läuft ds Familienleben vielleicht anders, ich weiß es nicht.
Jedenfalls scheint er große Schwierigkeiten damit zu haben, was ich mir unter Familie vorstelle, dieses Miteinander, zusammen Spaß haben etc. Ich habe ja noch zwei große Söhne und er kommt nicht klar damit, wie wir miteinander umgehen.
Das ist das eine. Das andere ist, dass wir uns letzten August räumlich getrennt haben, weil ich in dem Dorf, wo er schon immer gelebt hat, fast eingegangen bin. Ich lebe jetzt in einem größeren Ort in der Nähe.
Und zwangsläufig entsteht so etwas wie eine "Besuchssituation".
.................................................. .................................................. .
Es hat aufgehört zu schneien, ich werde jetzt erstmal mit dem Kleinen an die frische Luft gehen und schreibe später weiter.
Liebe Grüße
Shiva
stimmt schon, es ist wahrscheinlich nicht sehr diplomatisch, den Ärger so rauszulassen. Es geht wohl nicht beides gleichzeitig, einerseits seine Gefühle zum Ausdruck bringen und andrerseits trotz der Wut damit angenommen zu werden. Ist wohl zuviel verlangt... und ich kann es auch nicht, wenn ich ehrlich bin.
Jedenfalls habe ich, bis mein Mann kam, versucht, ruhig zu werden, hab ja hier auch geschrieben, um ein bißchen was loszuwerden. Als er aber da war, habe ich gemerkt, dass ich kein bißchen ruhig war. Ich konnte nicht so tun, als sei nichts gewesen, was ich oft mache, damit nicht der ganze Tag im Eimer ist, denn das ist mesit noch viel unangenehmer als mal eine vermeintliche (?) Kleinigkeit zu schlucken.
Und ganz ehrlich: selbst wenn ich reine Ich-Aussagen mache, ausschließlich von mir und meinen Gefühlen spreche - er würde genauso reagieren.
Es gibt bestimmte Bereiche bei ihm, da geht gar nichts, einer davon ist das Thema Absprachen. Er wird sofort ungehalten, wenn ich da etwas klären will.
Ich muss dazu sagen, dass er im Prinzip schon zuverlässig ist, aber manchmal klappt es einfach nicht...
Hallo Felix,
das mit der Trennung ist mir dann doch zu kurz gegriffen. Ich habe ja irgendwo auch meinen Anteil an der Sache, also etwas, das ich zu lernen habe, um mich weiter zu entwickeln. Davon bin ich überzeugt.
Hallo Sonnenfell,
schön, dass du mich verstehen kannst! Ich würde manchmal auch am liebsten ausrasten, mal so richtig, und dann den Kleinen schnappen und nächsten Zug in meine Heimatstadt nehmen... einfach mal wirklich reagieren, dass mein Mann mal etwas merkt und vor allem, damit ich mich nicht mehr so ohnmächtig fühle.
Tja, aber irgendwie fühl ich mich gefangen in der ganzen Situation hier...
Ach, liebe Fortuna,
klar könnte ich ihn auch verlassen, das ist in meinem gedanklichen Notfallkoffer auch als Plan B vorhanden
, aber jetzt kommt's: wir passen unglaublich gut zueinander, ist jetzt in der Kürze nicht zu erklären, ich liebe diesen Mann wirklich und wir haben auch sehr viele schöne Zeiten miteinander. Ich sag immer: entweder richtig wunderschön, leicht und locker oder richtig superanstrengend.Mit Macht meine ich, dass es mir so geht, dass er es so in der Hand hat, wie es mir geht. Ich kann Streitsituationen oder vielmehr die "kalte Phase" danach nur schwer aushalten. Obwohl es schon wesentlich besser geht als am Anfang.
Nein, eine Familie ist nicht wie ein Sportclub, den man ab und an besucht. Jetzt wird's noch komplizierter:
Er kommt aus einer sehr zerrissenenen Familie, so erlebt er es jedenfalls. Jeder macht sein Ding für sich allein, zieht sich irgendwie zurück. Ich sage, er erlebt es so, ich sehe es noch anders, soweit ich das beurteilen kann.
Er ist auf einem Bauernhof großgeworden, da läuft ds Familienleben vielleicht anders, ich weiß es nicht.
Jedenfalls scheint er große Schwierigkeiten damit zu haben, was ich mir unter Familie vorstelle, dieses Miteinander, zusammen Spaß haben etc. Ich habe ja noch zwei große Söhne und er kommt nicht klar damit, wie wir miteinander umgehen.
Das ist das eine. Das andere ist, dass wir uns letzten August räumlich getrennt haben, weil ich in dem Dorf, wo er schon immer gelebt hat, fast eingegangen bin. Ich lebe jetzt in einem größeren Ort in der Nähe.
Und zwangsläufig entsteht so etwas wie eine "Besuchssituation".
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Es hat aufgehört zu schneien, ich werde jetzt erstmal mit dem Kleinen an die frische Luft gehen und schreibe später weiter.
Liebe Grüße
Shiva


ich empfing sie total fröhlich, was sie verwunderte...
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