Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Computersucht Trennung?

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    #16
    Meinen letzten Beitrag habe ich ganz spontan geschrieben.

    Mir ist auch klar, dass ich nicht alle Aspekte mitbekommen habe.

    Jetzt, nach Euren letzten Beiträgen habe ich doch den Eindruck, dass sich für Dich, Usara, was geklärt oder zumindest in Bewegung gekommen ist. Und das ist doch schon mal was. Ich wünsche Dir alles Gute für Deinen weiteren Weg, wie auch immer der aussieht, auch wenn ich zuletzt ziemlich schroff war.

    Zur Familienaufstellung mit Bauklötzen:
    es ist ein paar mal vorgekommen, dass ich alleine beim Healing Circle war. Dann haben wir das, was ich stellen wollte, auf dem Schreibtisch gemacht und als Stellvertreter Papierschnipsel genommen; also einen mit "Martin", einen mit "Sorgen", einen mit "Mutti", ... je nachdem, worum es geht.
    Die Schnipsel werden dann erstmal so plaziert wie ich das anfangs spüre. Dann kommt das Hineinspüren in jede Rolle, indem ich die Hand der Reihe nach auf die Zettel/Rollen lege und fühle, was ist, welche Aussagen kommen und so weiter. Karin, die Therapeutin, ist fähig, feinst Energieunterschiede wahrzunehmen und fragt dann: "Will sich diese Rolle/Person einen neuen Platz suchen? Will sie was sagen?" und manchmal gibt sie mir eine Anregung, ob ein bestimmter Satz für die Person/Rolle passen würde. Diesen spreche ich dann und schmecke mehr oder weniger, ob der wirklich passt oder nicht. Zwischendurch auch immer mit der Hand auf den Zettel, um die momentane Energie dieser Rolle/Person wahrzunehmen.

    Kommentar


      #17
      Liebe Usara,

      ich bin zwar neu hier, aber ich möchte dennoch meine Gedanken zu Deinem Thread sagen. Die vorgebrachten Vorschläge finde ich wunderbar und hilfreich.

      Ich bin seit vielen Jahren ein Co und werde es mein Leben lang bleiben.
      Vor fünf Jahren war mein Leidensdruck so groß, daß ich dankbar nach dem Strohhalm einer Selbsthilfegruppe für Kinder von Alkoholikern griff, weil ich das auch heute noch als Ursache für das, was später kam, sah.

      Der wichtigste Satz, der mich auch heute noch begleitet, ist der:
      "Bleib bei Dir selber." Egal, was passiert, bleib bei Dir selber, denn wir Co´s verlieren uns ja oft in unserem unerschöpflichen Verständnis für den Abhängigen. Wir erklären sein Verhalten wie er selbst, nämlich weil "er Stress hatte, deshalb....".
      Natürlich haben wir auch die schönen Seiten im Kopf, die sie uns gezeigt haben, von denen wir wissen, daß es sie eigentlich gibt. Wunderbare Gespräche, traumhafte Zeiten der Zweisamkeit oder aber des Familienlebens. Aber diese Zeiten sind so rar gesäht, das weißt Du selbst. Wir hoffen doch nur, daß sie wieder kommen und dann immer für uns anhalten.
      Natürlich stehen wir Co´s da und haben Angst wegen der Finanzen und der Kinder, wenn wir anfangen über Trennung nachzudenken.
      Aber auch für uns gilt der Weg der kleinen Schritte. Das Du hier im Forum geschrieben hast, ist doch schon der Anfang Deiner Veränderung, egal in welche Richtung und egal, wohin Dich Dein Weg führt.
      Ich bin mittlerweile von meinem Mann getrennt. Ich liebe ihn noch heute für die schönen Zeiten und mit den übrigen habe ich meinen Frieden geschlossen. Er konnte eben nicht aufhören und ich konnte einfach nicht mehr weiter zugucken, ausgleichen und mich immer wieder auf dieses typische Spiel einlassen.
      Natürlich habe ich oft über Trennung nachgedacht, bin von außen auch immer wieder gedrängt worden, aber so eine Entscheidung fällt, wenn es an der Zeit ist. Und dann sollten immer auch beide Richtungen offen stehen.
      Natürlich war ich auch enttäuscht von meinem Mann, war traurig, weil es kein wirkliches Familienleben mehr gab, aber irgendwann war der Punkt da, an dem ich dachte, daß dies auch mein Leben ist und ich begann für mich und die Kinder die Zeit seiner Abwesenheit positiv anzufüllen, weil ich einfach nicht mehr leiden wollte. Ich habe die Zeit für mich genutzt, nicht mehr gefordert oder gebettelt, er möge sie mit mir verbringen, sondern ganz vorsichtig angefangen, eigene Schritte zu machen, alleine spazieren zu gehen und nicht mehr darauf zu warten, daß er mit mir geht und wenn er das nicht will, dann eben nicht zu gehen. Ich habe ihm immer die Möglichkeit gegeben mit zu kommen und aber auch seine Entscheidung respektiert, wenn er nicht wollte und mir bewußt gemacht, daß es ja keine persönliche Entscheidung gegen mich ist. Ich habe mich verändert. Und natürlich ist mein Mann nicht mehr mit mir klargekommen. Und als er sich dann trennte, habe ich ihn gehen lassen können. Er hätte sich aber auch anders entscheiden können und die viele Jahre erhoffte Veränderung in seinem eigenen Leben einleiten können. Beide Möglichkeiten blieben offen, aber auch der Respekt vor seiner persönlichen Entscheidung.

      Laß Dir Zeit und habe Verständnis für Dich, sorge für Dich und bleib bei Dir selber.

      Titiana66

      Kommentar


        #18
        Hallo Titiana,

        danke für Deine Worte, es hat gutgetan sie zu lesen. Ich denke auch, dass man weiß, wenn man gehen m u s s, aber wenn ich sehr gut für mich sorge, möchte mein Mann plötzlich wieder ganz viel mit mir machen. Er macht selber Vorschläge und wird sehr aktiv. Ich nehme auch nicht dann jeden seiner Vorschläge an, sondern bleibe bei mir und mache nur das, wozu ich wirklich Lust habe. Früher habe ich dann alles stehen und liegengelassen, um etwas mit ihm zusammen erleben zu können, auch aus Angst, wenn ich nicht ja sage, fragt er mich nicht mehr. Das ist heute nicht mehr so, ich entscheide ob ich das möchte oder nicht. Das respektiert er auch und in dieser Hinsicht hat sich unsere Beziehung tatsächlich verändert, ich fühle mich schon lange nicht mehr so fremdbestimmt. Insofern habe ich auch Hoffnung, daß sich die Dinge weiter entwickeln werden.

        Liebe Grüsse

        von Usara

        Kommentar


          #19
          Liebe Usara,

          das ist der Weg, Du bist auf dem richtigen Weg. Ich freue mich so für Dich.
          Wandel ist es wunderbares und hält viele Überraschungen bereit.
          Und die Dinge werden sich weiter entwickeln, wenn Du die Entwicklung zuläßt.
          Schön ist doch, daß Du das Tempo bestimmen darfst, in dem du ent-wickelst.

          Ich wünsche Dir ganz viel Freude und Glück beim Entdecken, was denn da alles zum Vorschein kommt.

          Liebe Grüße,
          Titiana

          Kommentar


            #20
            Hallo Ihr Lieben,

            brauche doch noch einma Euren Rat, da es heute morgen bei uns richtig Stress gegeben hat. Zwei Dinge beschäftigen uns momentan. Wir leben zu viert in einer Dreizimmerwohnung, die ca. 96 qm groß ist. Unsere beiden Söhne, 9 und 12 teilen sich ein Zimmer, das recht groß ist, aber wenn man es teilte, für beide zu klein. Bis jetzt ging es noch, aber nun werden die Streitereien immer heftiger, Aufräumen etc, das was uns an die Wohnung bindet ist die schöne Lage und die extrem nette Nachbarschaft. Im Wohnzimmer steht der PC meines Mannes, der wir ich ja geschrieben habe, eigentlich momentan non-stop davor sitzt, d.h. es ist für mich immer sichtbar. Schon öfters haben wir über eine größere Wohnung überlegt auch Sachen angeguckt, die uns aber nie zusagten oder aber einfach zu teuer waren. Wir hocken im Moment einfach zu eng aufeinander, ich kann nirgendwo mal eine Tür zumachen und für mich aufatmen, meinen Mann stört das weniger, er kann uns völlig ausschalten, wenn er computert. Während um ihn das pralle Leben tobt, kann er in Ruhe spielen. Da ja auch Trennung bei uns ein Thema war und auch immer mal wieder ist, war die Überlegung da, wie es wäre, wenn wir einfach die Möglichkeit hätten uns zurückzuziehen, dass man nicht notgedrungen aufeinander hockt und dass man um Luft zu holen, immer die Wohnung verlassen muss. Wenn ich daran denke, im Wohnzimmer zu sitzen, ohnen meinen Mann spielen zu sehen und ohne seinen Zigarettenrauch mitzukriegen, stellt sich bei mir ein sehr entspanntes Gefühl ein. Gestern haben wir ein großes Haus besichtigt, dass uns beiden sehr gut gefiel, den Kindern auch und vom Preis war es auch o.k. Natürlich kostet ein Umzug Geld und der Makler auch und wir müssten ans "Eingemachte". Aber wir hoffen einfach, dass es für uns noch einmal eine Chance darstellt.

            Gestern abend waren wir auf dem Geburtstag meiner Mutter und mein Bruder, der von der Problematik weiß, fragte meinen Mann, ob er noch Computerspiele mache und dieser antwortete: "Kaum noch." Was die Antwort zu bedeuten hat, ist mir klar, ich hab es auch an dem Abend nicht weiter thematisiert, nur wahrgenommen, aber diese Antwort heute morgen aufgegriffen. Er hat verbal wild um sich geschlagen, ich falle ihm in den Rücken, ich wolle, dass er sich meinem Bruder ausliefere, der ja sowieso seine Meinung dazu habe und ich antwortete, dass ich seine Reaktion vom Abend verstehe, aber dass es mir aufzeigt, dass er doch selber nicht so locker mit den Theme umginge, wie er mir immer vormachen will. Es entbrannte ein handfester Krach, in dem er mir wieder mal vorwarf, er säße soviel am Computer, weil ich so negativ sei und ihn abends nach der Arbeit nicht auffange, sondern ihn auch noch mit meinen Problemen belasten würde, die ich selber nicht geregelt bekäme. Also, im Klartext, ich soll schuld sein, dass er nicht davon loskommt. Das Thema Trennung ist jetzt wieder aktuell, wir haben nämlich beide Angst, Geld in den Umzug zu investieren, der sich dann doch nicht als die Hilfe herausstellt, die er sein soll, In meinem Kopf ist es momentan ziemlich durcheinander, manchmal kann ich aufgrund der engen Aufeinanderhockerei nicht mehr unterscheiden, ob wir einfach Abstand brauchen, um wieder aufeinander zugehen zu können, oder aber auch räumliche Entzerrung nichts bringt. Auf jeden Fall, etwas muss passieren, das merke ich ganz deutlich. Umzug ist sicher, nur ob alle oder getrennt, das ist für mich noch nicht geklärt! Danke für Euer Zuhören und vielleicht hat ja der eine oder andere wieder mal einen guten Tip.

            Liebe Grüsse

            Usara

            Kommentar


              #21
              Hallo Usara,
              da ihr doch schon einmal gemeinsam in Therapie wart, wäre das nicht eine Möglichkeit, zu einem Coach oder Mediator zu gehen (der Ausdruck Therapeut würde deinen Mann vielleicht gleich zum Blockieren bringen?). Ich denke, das schon die anwesenheit eines neutralen Dritten die Diskussionen auf eine sachlichere Ebene bringen könnte.
              Und zum Umzug vielleicht meine Geschichte: ich habe unser Haus hier gefunden, als ich die Immobilienanzeigen eigentlich studierte, um auszuziehen und meinen jetzigen Mann zu verlassen. Binnen eines Tagen hatten wir das Haus gekauft - und ich war einige Zeit völlig von der Rolle, wie ich ein Haus mit einem Mann kaufen kann, von dem ich mich eigentlich trennen will. Doch das Hausprojekt hat uns gerettet - wir wohnen jetzt über 20 Jahre hier. Es kann also sehr nützlich sein!
              Herzliche Grüße
              Leonora

              Kommentar


                #22
                Hallo Leonora,

                danke für Deinen Beitrag, ich denke auch immer noch, dass wir eine Chance haben, wenn wir endlich den Platz haben, den wir brauchen, aber trotzdem ist immer Angst dabei. An einen Mediator habe ich auch schon einmal gedacht, denn die songennannte Ehetherapie hat uns nicht wirklich weitergeholfen, da geht es immer sehr um die Verhaltensweisen,die man ändern soll, und das ist sehr schwer, wenn das jemand nicht möchte. Wir werden heute abend noch einmal reden, wie wir uns das Miteinander weiter vorstellen, mal sehen!

                Liebe Grüssen

                von Usara

                Kommentar


                  #23
                  Liebe Usara!

                  Ich wünsche Dir und Deinem Mann ein gutes Gespräch und, was auch immer passiert, Dir alles alles Gute!

                  Nur Mut!

                  Martin

                  Kommentar


                    #24
                    Hallo Martin,

                    10000 Dank

                    Liebe Grüsse

                    von Usara

                    Kommentar


                      #25
                      Hallo Ihr Lieben,

                      unser Gespräch war nicht so toll ,es gab gleich am Anfang wieder Misstimmung und ich denke manchmal, dass es in unserer Beziehung etwas unlösbares gibt, für uns unlösbar, was immer wieder dann spürbar wird, wenn eigentlich eine Lösung ansteht, in diesem Falle jetzt das Haus. Dann kommt wieder etwas dazwischen, dass dann so schwer gewertet wird, dass lieber gleich von Trennung die Rede ist, als sich mal konstruktiv mit dem Gedanken zu befassen. Ich habe das Gefühl auf der Stelle zu treten, wenn ich etwas sage, was mit meinen Empfindungen und Wünschen zu tun hat, bekomme ich indirekt als Antwort, das das "falsch" ist. Ich glaube, meinem Mann wäre es das Liebste, wir blieben alle hier auf den drei Zimmern, er mitten im Wohnzimmer mit dem Computer, die Kinder unzufrieden,weil sie sich das Zimmer teilen und es immer wieder Stress gibt, den er gut überhören kann. Ich habe heute abend konkret meine Hoffnung in Bezug auf das Haus angesprochen, dass ich hoffe, dass es einfacher entspannender wird, wenn jeder von uns die Möglichkeit hat, sich mal für sich zurückzuziehen, er sagt, er weiß, dass wir uns dann auseinanderleben. Das kommt immer sehr agressiv. Und sein Wunsch ist es nicht auszuziehen. Er macht es, weil es meiner ist, er findet meine Aussage "ehrenrührig", dass ich es deprimierend finde, dass er ständig im Wohnzimmer computert, und ich ihn sozusagen dabei nicht immer sehen möchte. Möchte ich auch nicht, ich möchte einfach die Möglichkeit haben, in einem Raum außer Küche und Schlafzimmer nur mal für mich zu sein. Es ist auch sehr seltsam, seine körperliche Anwesenheit verleitet auch dazu, ihn immer wieder anzusprechen, er reagiert jedoch nicht oder völlig unpassend, weil er ja mit völlig anderen Dingen beschäftigt ist, er kommuniziert mit Leuten in diesem Spiel und ist geistig nicht bei mir und den Kindern. Ich hatte mir von dem Haus gewünscht, dass wir einen Raum haben, in dem wir uns ohne irgendwelche Ablenkung durch PC oder Fernsehen treffen um uns zu unterhalten oder Musik zu hören, kuscheln oder lesen.

                      Das ist bei uns im Wohnzimmer eben nicht möglich. Aber ich habe eben erfahren, dass er das nicht wirklich möchte und dass er das nur wegen mir macht, aber damit fühle ich mich nicht wohl, ich fnde so etwas ist von vornherein zum Scheitern verurteilt, bin ziemlich traurig und durcheinander.

                      Gute Nacht

                      wünscht Usara

                      Kommentar


                        #26
                        Liebe Usara!

                        Ich denke einfach ein bischen an Dich.
                        Tut Dir bestimmt gut!

                        Martin

                        Kommentar


                          #27
                          Lieber Martin,

                          ja das stimmt, hab' vielen Dank, manchmal brauchts eben keine Worte mehr.

                          Ein "guts Nächtle"

                          von Usara

                          Kommentar

                          Lädt...
                          X