Hallo an alle,
kann mir jemand helfen, ich weiß nicht mehr weiter!!!!!
Ich habe seit längerer Zeit Probleme und weiß nicht wie ich damit fertig werden soll. Mein Problem ist, ich kann mich selbst nicht finden und darunter leide nicht nur ich, sondern auch die Beziehung zu meinem Verlobten.
Die Identitätsentwicklung ist ein Prozess, der in der Pubertät ins Rollen kommt indem man herumexperimentiert, neue Sachen ausprobiert, "extremer" wird und evtl. gegen die Ansichten seiner Eltern rebelliert. Genau hier, so vermute ich, ist der Knackpunkt, denn genau das habe ich NICHT gemacht.
Es ist aber nicht so, dass ich mir im vornherein bewusst gesagt habe: "hm...mit passt die Meinung meiner Eltern nicht, aber egal, ich möchte ihnen nicht wehtun und deswegen mache ich das was sie sagen". Nein, das alles ist unbewusst passiert!!! Und das alles ist mir erst in den letzten Monaten richtig klar geworden ist. Nur irgendwie kann ich es nicht ändern. Diese innere Abhängigkeit kann ich nicht loswerden...teilweise habe ich so große Schuldgefühle meinen Eltern gegenüber. Es muss für euch vermutlich witzig klingen aber als ich mich verlobt habe kam nach der Freude die Panik, dass meine Eltern mir das nicht "erlauben" werden, dass sie mir Gegenargumente bringen und es mir schlichtweg verbieten!!! Das Schlimmste ist, dass ich das wirklich gedacht habe, ich habe geglaubt, sie können es mir verbieten! Ich bin sehr sehr glücklich mit diesem Mann, er bereichert mich seelisch jeden Tag und ich wünsche mir ein Leben mit ihm als ein Ehepaar aber es gibt da immer diesen großen Brocken an Schuldgefühlen den ich nicht loswerden kann...
Ich sehe mich immernoch als ein Kind und ich weiß, dass es daraus resultiert, dass meine Eltern mich auch irgendwie als Kind sehen wollen und mich in meiner Identitätsfindung eingeschränkt und sehr gelenkt haben. In der Pubertät konnte ich z.B. nie mir meine Kleidung selbst kaufen, ich bin teilweise bis zu meinem 20 Lbj. mit meiner Mutter einkaufen gegangen und hab das gekauft was sie "abgesegnet" hat. Die Dinge dir mir gefallen haben, wurden als unpassend oder schlichtweg schrecklich abgestempelt...aber es hieß dann teilweise auch: naja, wenn dir das soooo gefällt dann kauf das aber es sieht schrecklich aus und passt überhaupt nicht zu deinem Typ. Dies führte dazu, dass ich mich so angezogen habe wie meine Mutter es wollte. Selbst, wenn ich mir später alleine Kleidung gekauft habe, dann nur solche, die auch meiner Mutter gefallen könnte. ...bis ich dann meinen jetzigen Verlobten kennengelernt habe...Vor ihm hatte ich keine Beziehung, als ich mich mit 13 in einen Jungen verliebt habe und wir "miteinander gehen" wollten, hat mir meine Mutter dies verboten (JA, sie hat das Wort verboten benutzt!), die Begründung war folgende: was soll Papa dazu sagen, wenn ich ihm erzähle, dass du mit 13 schon jemanden geküsst hast?! Danach hat sie mir gesagt ich soll diesen Jungen anrufen und Schluss machen!!! Was ich auch als brave Tochter gemacht habe!!! Das Resultat dieser Sache ist, dass ich meinen Verlobten noch immer nicht vor meiner Mutter verteidigen kann, wenn es darauf ankommt
Das sind nur zwei kleine Beispiele (es gibt tausende wie diese, glaubt mir!!!) So habe ich über die Jahre gelernt das zu machen was meine Eltern für mich als richtig gesehen haben, sei es Freunde, Kleidung, Liebe....naja, und so ist das irgendwie bis heute geblieben, zwar sagen meine Eltern mir nicht mehr, was ich anziehen soll, wer der richtige Umgang für mich ist und wer nicht und wie ich mich verhalten soll aber ihr Denken habe ich mir ankonditioniert und beibehalten. Das Schlimmste ist, ich bin mir dessen teilweise nicht bewusst, ich reagiere automatisch...erst im Nachhinein wird mir alles klar und dann kommt dieser schreckliche Ekel und die Abneigung aber auch die damit verbundenen Schuldgefühle hoch, weil sie es ja eigentlich nicht böse meinen und nur das Beste für mich wollen.
Mein Verlobter hält das nicht mehr aus...er sagt, er kann diese Abhängigkeit nicht mehr ertragen (vor mir war er in einer siebenjährigen Beziehung, die angeblich aus dem gleichen Grund scheiterte), er liebt mich, möchte mir helfen aber langsam sieht er dass seine Bemühungen zu nichts führen. Er denkt, dass meine Mutter bei mir nochimmer an ersten Stelle steht und dass ich mich wie sie verhalte und er somit nicht mir, sondern mit ihr zusammen ist...
Ich weiß nicht was ich tun soll...
Bin für jeden Kommentar dankbar
Liebe Grüße
Wasserfall
PS: sagt bitte nicht, ich soll mich räumlich von ihnen distanzieren...ich lebe schon in einem anderen Land (was mir am Anfang große Schuldgefühle eingebrockt hat)
kann mir jemand helfen, ich weiß nicht mehr weiter!!!!!
Ich habe seit längerer Zeit Probleme und weiß nicht wie ich damit fertig werden soll. Mein Problem ist, ich kann mich selbst nicht finden und darunter leide nicht nur ich, sondern auch die Beziehung zu meinem Verlobten.
Die Identitätsentwicklung ist ein Prozess, der in der Pubertät ins Rollen kommt indem man herumexperimentiert, neue Sachen ausprobiert, "extremer" wird und evtl. gegen die Ansichten seiner Eltern rebelliert. Genau hier, so vermute ich, ist der Knackpunkt, denn genau das habe ich NICHT gemacht.
Es ist aber nicht so, dass ich mir im vornherein bewusst gesagt habe: "hm...mit passt die Meinung meiner Eltern nicht, aber egal, ich möchte ihnen nicht wehtun und deswegen mache ich das was sie sagen". Nein, das alles ist unbewusst passiert!!! Und das alles ist mir erst in den letzten Monaten richtig klar geworden ist. Nur irgendwie kann ich es nicht ändern. Diese innere Abhängigkeit kann ich nicht loswerden...teilweise habe ich so große Schuldgefühle meinen Eltern gegenüber. Es muss für euch vermutlich witzig klingen aber als ich mich verlobt habe kam nach der Freude die Panik, dass meine Eltern mir das nicht "erlauben" werden, dass sie mir Gegenargumente bringen und es mir schlichtweg verbieten!!! Das Schlimmste ist, dass ich das wirklich gedacht habe, ich habe geglaubt, sie können es mir verbieten! Ich bin sehr sehr glücklich mit diesem Mann, er bereichert mich seelisch jeden Tag und ich wünsche mir ein Leben mit ihm als ein Ehepaar aber es gibt da immer diesen großen Brocken an Schuldgefühlen den ich nicht loswerden kann...
Ich sehe mich immernoch als ein Kind und ich weiß, dass es daraus resultiert, dass meine Eltern mich auch irgendwie als Kind sehen wollen und mich in meiner Identitätsfindung eingeschränkt und sehr gelenkt haben. In der Pubertät konnte ich z.B. nie mir meine Kleidung selbst kaufen, ich bin teilweise bis zu meinem 20 Lbj. mit meiner Mutter einkaufen gegangen und hab das gekauft was sie "abgesegnet" hat. Die Dinge dir mir gefallen haben, wurden als unpassend oder schlichtweg schrecklich abgestempelt...aber es hieß dann teilweise auch: naja, wenn dir das soooo gefällt dann kauf das aber es sieht schrecklich aus und passt überhaupt nicht zu deinem Typ. Dies führte dazu, dass ich mich so angezogen habe wie meine Mutter es wollte. Selbst, wenn ich mir später alleine Kleidung gekauft habe, dann nur solche, die auch meiner Mutter gefallen könnte. ...bis ich dann meinen jetzigen Verlobten kennengelernt habe...Vor ihm hatte ich keine Beziehung, als ich mich mit 13 in einen Jungen verliebt habe und wir "miteinander gehen" wollten, hat mir meine Mutter dies verboten (JA, sie hat das Wort verboten benutzt!), die Begründung war folgende: was soll Papa dazu sagen, wenn ich ihm erzähle, dass du mit 13 schon jemanden geküsst hast?! Danach hat sie mir gesagt ich soll diesen Jungen anrufen und Schluss machen!!! Was ich auch als brave Tochter gemacht habe!!! Das Resultat dieser Sache ist, dass ich meinen Verlobten noch immer nicht vor meiner Mutter verteidigen kann, wenn es darauf ankommt
Das sind nur zwei kleine Beispiele (es gibt tausende wie diese, glaubt mir!!!) So habe ich über die Jahre gelernt das zu machen was meine Eltern für mich als richtig gesehen haben, sei es Freunde, Kleidung, Liebe....naja, und so ist das irgendwie bis heute geblieben, zwar sagen meine Eltern mir nicht mehr, was ich anziehen soll, wer der richtige Umgang für mich ist und wer nicht und wie ich mich verhalten soll aber ihr Denken habe ich mir ankonditioniert und beibehalten. Das Schlimmste ist, ich bin mir dessen teilweise nicht bewusst, ich reagiere automatisch...erst im Nachhinein wird mir alles klar und dann kommt dieser schreckliche Ekel und die Abneigung aber auch die damit verbundenen Schuldgefühle hoch, weil sie es ja eigentlich nicht böse meinen und nur das Beste für mich wollen.
Mein Verlobter hält das nicht mehr aus...er sagt, er kann diese Abhängigkeit nicht mehr ertragen (vor mir war er in einer siebenjährigen Beziehung, die angeblich aus dem gleichen Grund scheiterte), er liebt mich, möchte mir helfen aber langsam sieht er dass seine Bemühungen zu nichts führen. Er denkt, dass meine Mutter bei mir nochimmer an ersten Stelle steht und dass ich mich wie sie verhalte und er somit nicht mir, sondern mit ihr zusammen ist...
Ich weiß nicht was ich tun soll...
Bin für jeden Kommentar dankbar
Liebe Grüße
Wasserfall
PS: sagt bitte nicht, ich soll mich räumlich von ihnen distanzieren...ich lebe schon in einem anderen Land (was mir am Anfang große Schuldgefühle eingebrockt hat)


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