Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

mutters emotionale erpressung

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Zitat von Kuestenkind Beitrag anzeigen
    sprich es koennten ja doch bewegende / erschuetternde ergebnisse herauskommen, die gruppe loest sich irgendwann auf und man soll heim. oder beruhigt sich alles bereits waehrend der aufstellung?


    euer kuestenmaedel
    sorry, hab ei paar antworten vergessen, hier der nachschub:
    daran erkennt man meiner meinung nach, ob es pfuscherei ist oder ob jemand WIRKLICH gut aufstellungen LEITEN kann! bei meiner lieblingsaufstllern ist es so, das sie anbietet DA zu sein, falls was nachkommt...und einmal hab ich es tatsächlich gebraucht, als ich in einer ROLLE steckengeblieben bin...also mir war, als wäre ich nicht ich die tage nach der aufstellung, sondern würde noch immer fühlen, was dieseperson gefühlt hat, die ich gespielt hatte...und das war nicht lustig, weil es sich um eine ganz furchtbare familie gehandelt hat! meine leiterin nahm mein problem ernst, gab mir tipps, schickte mir heilenergie (man jkann es glauben oder nciht) und.....innerhalb einer halben stunde ging es mir wider gut!
    das klingt jetzt alles sehr wirr und unglaublich...ich würde mich vielleicht auch für verrückt halten, wenn ich das alles lesen würde....nun, ich habs halt einfach gespürt...und es hat gewirkt...
    mehr kann ich nicht sagen...
    OS

    Kommentar


      liebe OS,

      hmmm...ich krieg so eine ahnung davon...ich reagier ja schon bei so kleinen figürchen, wenn ich mir die aufstelle, schon sehr stark...obwohl ich ansonsten so ein ganz dickschädeliger kopfmensch bin...
      mich mit kleinen trapse-schrittchen weiter vorantaste...ich dachte mir auch gerade, zuerst mal sich als person zur verfügung stellen, erstmal angucken...hmmmhmmmm....
      ganz lieben dank!

      Kommentar


        Danke Euch für Eure Beschreibungen, ich schleiche auch schon eine Weile drumherum.... Dass eine Nachbetreuung wichtig ist, habe ich übrigens auch gehört.
        Das mit den Figürchen, Fortuna, wollte ich auch unbedingt mal ausprobieren, ist nur gerade nicht so im Fokus. Sollte ich es tun, schreibe ich meine Erkenntnisse gerne rein. Vielen Dank fürs Teilen!

        Kommentar


          au ja Nomada, unbedingt dann feedback geben wenn es so weit ist, liebe grüße

          Kommentar


            hallo ihr lieben, vor allem os, fuer eure wertvollen impulse.

            okay.. also wiederum... wenn der zeitpunkt da ist, weiss man's.
            schade... waere es wie ein bungeesprung, haette ich gesagt, wir treffen uns am x.y.z und huepfen haendchenhaltend zusammen.

            dann wuensche ich uns allen, dass wir gute aufsteller finden werden.
            glg

            Kommentar


              Vielen Dank Euch

              Liebe Fortuna und alle, die sich hier zu Wort gemeldet haben:

              ich danke für Eure bewegende Offenheit.
              Gestern bin ich wirklich aus purem Zufall auf Euch gestossen und es hat mich auf einen Schlag IMMENS GETRÖSTET Fortunas thread zu lesen.

              Ich habe ganz ganz viel nachempfinden können und zwar als Tochter und als Mutter. Ich selbst hatte große Probleme mit der Beziehung zu meinen Eltern, besonders meiner Mutter.
              Leider hat sich meine Vorahnung bestätigt: so weh (und noch mehr), wie die Schmerzen aus diesen Verletzungen tun nur wieder die durch das eigene Kind.

              Nach vielen Jahren Leid und "Selbstfindungsarbeit" kann ich nur sagen, vielleicht ist das eine unserer Lebensaufgaben. Festzustellen, dass wir alle und unsere Mütter, Väter und Kinder auf der Suche nach Nähe und Abgrenzung, Akzeptanz und Liebe gleich sind. Nähe und wahrhafte Intimität sind große Herausforderungen. Manchmal erscheint uns Isolation als wünschenswerter Schutz, weil wahre und heilende Begegnung/Wahrnehmung des Anderen nicht möglich ist/erscheint. Manchmal geschieht all dies auch absolut unbewusst und dann ist es besonders bedrohlich.

              Dass es nichts bringt Bewegung zu forcieren, dass wir uns bemühen sollten zu vergeben nur ein Mensch zu sein. Dass das Muttersein von riesengroßen Mythen geprägt ist und dass man sich als erwachsenes Kind in seinem Bedürfnis nach Bestätigung und Annahme oft noch als Opfer empfindet, weil es so schwer ist sich anzunehmen und zu lieben, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und damit fehlbar zu werden.

              Eigentlich wollte ich noch viel mehr schreiben, aber ich habe Angst zu sehr von Fortunas thread auf meine eigenen Themen abzuschweifen.

              Noch einmal vielen lieben Dank. Durch dich Fortuna und die anderen konnte ich meine Tochter besser verstehen und fühle: wir sind nicht allein, es geht ja ganz vielen so (auf verschiedenen Leveln). Was für ein Paradox, da wünschen wir uns eigentlich doch alle Ähnliches und sind alle so auf der Hut.

              Kommentar


                liebe Frau Holle,

                du glaubst gar nicht wie sehr ich mich über dein feedback freue

                von mir aus kannst du ruhig hier deine gedanken posten, gerade der lebendige austausch und neue gedanken bringen uns aus unserem inneren gedankengefängnis raus und verändern etwas. von daher würde ich mich sehr freuen!

                und wenn du einen eigenen faden eröffnen möchtest, wäre das auch eine möglichkeit...

                liebe grüße

                Kommentar


                  super toll

                  Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                  die erste fassung fiel sehr blabla aus, da hab ich sie zerissen und noch mal neu gestartet.
                  es wurde ein sehr persönlicher brief, in dem ich ihr erzählte, dass ich ja keine therapie mehr mache, dafür ein forum im internet gefunden habe, in dem ich mich austausche und dass mir sehr hilft. und dass mir dabei vor kurzem aufgefallen ist, wie ähnlich wir uns sind. wie froh ich bin, darüber, wie wir uns heute austauschen können. dass ich ihr sagen möchte, dass nicht alles schlecht war in meiner kindheit, dass es auch viel gutes gab. das ich weiß, dass sie immer das beste für uns kinder wollte.

                  dass wir uns im herbst auf der hochzeit meines cousins sehen werden und ich mich auf die hochzeit freue. das es mir nicht immer gut geht, ich im großen und ganzen glücklich und zufrieden bin, mit dem was ich mache und wie ich es mache...
                  und noch so ein bisschen erzählt...

                  komisch, ich hab nicht das gefühl, etwas "gegeben" zu haben, was ich nicht geben wollte...bin bei mir geblieben...ich denke sie wird sich sehr darüber freuen...ich glaube, das ist authentisch sein...
                  Liebe Fortuna

                  das finde ich ganz toll. Ich glaube auch: das ist authentisch, anders als bei einer blabla Version. Du bist bei Dir geblieben und hast trotzdem Nähe und Liebe transportiert, ich hoffe sehr Deine Mutter gibt Dir ein positives Feedback. Ist es nicht ein schönes Gefühl unmanipuliert zu geben?

                  Alles Liebe
                  Frau Holle

                  Kommentar


                    liebe Frau Holle,

                    ich bin sehr gespannt auf das treffen, bald ist es ja soweit.
                    leider hab ich letzte woche von meiner tante gehört, dass meine mutter "plant", mich nach der hochzeit "mit nach hause zu nehmen".
                    hat tatsächlich einen tag gedauert, bis ich etwas wütend wurde...in der tat hab ich seit meinem auszug als ich 18 war keinen einzigen tag mehr bei meinen eltern übernachtet und hab das auch nicht vor. ich meine, mein vater und ich haben seit unserem großen streit vor 5 jahren kein einziges wort mehr gewechselt...spitzenvoraussetzung, die fast 40jährige tochter "mitzunehmen", 100 km in die falsche richtung, total bescheuert...

                    meine tante bot mir an, dass ich bei ihnen übernachten kann, und als ich sagte, ich nehme ein hotelzimmer, war das für sie völlig in ordnung (mein onkel will es sogar bezahlen).

                    bin mal gespannt, wann meine mutter mit ihren plänen rausrückt....ich weiß, sie freut sich den ast ab, mich mal wieder zu sehen. und will so viel für sich "rausholen" wie nur irgendwie geht...ehrlich gesagt graut mir gerade davor, einen ganzen tag eine heulende mutter an mir kleben zu haben (ganz ehrlich!)...aber zum glück bin ich nicht alleine, mein bruder und meine tanten beschützen mich, so blöd das auch klingt, aber ich bin sehr froh darüber...

                    ich finde, meine mutter hätte mich einfach mal fragen können, wie ich das so gedacht habe...aber so eine mutter ist sie nun mal nicht...

                    Kommentar


                      oje. Verstehe. Wir sind ja fast gleichalt, kann alles gut nachvollziehen. Habe auch noch nie bei meinen Eltern übernachtet seit meinem Auszug mit 18.... Besuchen ja, aber nie zu lang :) Obwohl ich es eigentlich mittlerweile ruhig mal machen könnte....
                      Ich glaub, ich würd ihr noch eine Karte schreiben, dass Du Dich schon auf die Hochzeit freust und, dass Du Dir schon ein nettes Hotelzimmer gebucht hast.
                      Dann weiß sie Bescheid und Du musst nicht mit IHRER eventuellen Enttäuschung klarkommen (und der Rest der Hochzeitsgesellschaft), dass du eben nicht mitkommst. Oder, wenn das zu viel von Dir kommend ist, vielleicht die Tante bitten, Deiner Mutter zu stecken, dass Du Dich in einem Hotel einquartierst (und vielleicht auch, dass das ja wohl auch angemessen ist...)?
                      Darf ich mal fragen, ob Du solo bist? Ich möcht fast wetten. Und, dass sie Dich dämlicherweise dann viellecht respektvoller behandeln würde, weil sie dann merken müsste, dass Du erwachsen bist und eine Privatsphäre hast und nicht einfach IHR Kind, dass IHR fehlt und zusteht? Von wegen Hotelzimmer und so..., zwinker. Du hast mal geschrieben, Du fühlst Dich, als ob Du in der Pubertät feststeckst. Wahrscheinlich auch, weil sie Dich nicht los- bzw. entlassen. Deswegen musst Du dies für sie mitübernehmen und Dich gleichzeitig selbst abnabeln. Das ist schwer und kein Wunder, dass es lange dauert, oder?
                      LG
                      Frau Holle

                      Kommentar


                        liebe Frau Holle,

                        das find ich ja spannend, dass du auch keine nacht mehr dort verbracht hast und mit 18 ausgezogen bist...
                        jepp, bin gerade single...
                        meine pubertät zog sich bis mitte meiner 30er jahre...ich hab das gefühl, die endete mit dem verlauf meiner therapie. weil meine therapeutin die "gute" mutter für mich "war", die ich nie hatte...die mich mit dem festen vertrauen, dass ich alles schaffen kann und alles darf, hat ziehen lassen. ein guter abschied...
                        vielleicht verfalle ich in alte muster, im kontakt mit meiner richtigen mutter, bestimmt...wobei mir immer mehr auffällt, dass meine mutter eine sehr bedürftige frau ist, die eher in den kinderschuhen stecken geblieben ist (meinte meine thera)...meine mutter versucht verzweifelt von mir zu kriegen, was ihr ihre mutter nicht gegeben hatte (ich erinnere mich sehr genau, wie distanziert der kontakt meiner mutter und oma war, wie meine mutter meine alzheimerkranke oma gequält hat...das meine oma keinen herzlichen umgang mit meiner mutter hatte, als wäre sie ihr egal...)
                        meine mutter erzählt mir heute gerne, wie unglaublich sie ihre mutter vermisst (sorry, schwer zu glauben, wenn wir von der realität ausgehen, meine oma starb als ich 16 war, meine oma verstand sich mit uns und unserem vater besser als mit ihrer tochter, meiner mutter)
                        ich kann diesen schmerz NICHT heilen!
                        ich will eine ebene finden, wo ich meine bedürfnisse nach kontakt zu meiner familie befriedigt kriege, wo ich mich selber schützen kann, wenn der andere versucht mich auszusaugen, mich für seine zwecke zu benutzen. ich hatte meiner mutter schon zu dem thema geschrieben, sie weiß von meinem bruder und meiner tante von meinem bedürfnis. aber darauf kann sie keine rücksicht nehmen... weil sie dann ja nicht bekommt was ihr wichtig ist.

                        mir ist es gerade tatsächich wichtig, zu hören, was sie so treibt. um nicht in die gleichen muster zu fallen. meine tante hatte schlimme geschichten erzählt, meine mutter belügt und beschimpft ihre schwestern (besagte tanten), und versucht verzweifelt kontrolle über deren leben zu bekommen/behalten...sie flippt aus, wenn diese sich ohne sie treffen, wenn sie über irgendwas nicht informiert ist...das ist auch meine mutter...

                        ich wünsche mir sehr, dass ich es rechtzeitig geschafft hab, meinem kontrollwahn einhalt zu gebieten. ich war auf dem besten weg, genau so zu werden. eines der dinge, an denen ich sehr gewissenhaft arbeite, ist der punkt: ich habe keine kontrolle und keine macht über andere! ich bin nicht an allem schuld, manches, vieles entzieht sich meinem zutun.
                        ich kann nur tun,was in meiner macht steht. ich kann anderen meine freundschaft schenken, aber ich kann sie zu nichts zwingen, weder durch liebenswürdigkeit noch durch giftigkeit....

                        nein, meine mutter ist kein besonders netter mensch. und mein vater auch nicht. zusammen sind sie unausstehlich. und sie sind meine eltern. ich verstehe, warum sie so sind, sie können oder wollen nicht aus ihrer haut. und ich darf anders sein. ich darf meinen weg gehen. auch wenn er ihnen nicht passt. ich werde sehen, was passiert. ich habe keine ahnung. alles ist möglich. ich erwarte nichts. oder wenig. klarheit für mich, irgendwie...
                        sie sind wie sie sind. ich kann sie nicht ändern...

                        Kommentar


                          Liebe Fortuna

                          zwar habe ich nicht von anfang an mitgelesen, aber ich finde auch einwenig ähnlichkeit wieder. bis auf den großen unterschied, bis heute nicht so stark gewesen zu sein paroli zu bieten, dass heißt mich abzugrenzen. das will ich jetzt erst lernen.

                          Auch ich merkte meiner mutter immer ähnlicher zu werden und wusste nicht genau wie raus aus diesem strudel, aber mir hat die familienaufstellung sehr geholfen. nur ich habe sie mit figuren gemacht und bin im nachhinein froh darüber, dass keine "fremden" dabei waren. Wie meine HP das alles "gesehen" hat weiß ich nicht, aber das emotionalste erlebnis war, als ich meine schwester "fühlte". seitdem kann ich sie viel liebevoller betrachten und wir können wieder zu einander finden.

                          auch ich versuche nicht mehr über meine eltern zu urteilen, denn auch sie hatten zerplatzte träume und waren in mustern gefangen. meine mutter möchte dass ich daraus komme, aber ist selbst nicht mehr bereit. sie meint sie wäre zu alt dafür. das finde ich schade, denn ihre schwester, die 4 jahre älter ist, ist noch bereit an sich zu arbeiten, das beeindruckt mich sehr.

                          Meine Mutter ist schon ein lieber Mensch, aber leider zu negativ . während mein vater aus seinen mustern nicht rauskommt, obwohl er begeisterungsfähiger ist als meine Mutter. Beide sind vom Leben enttäuscht denke ich und suchen zu oft die "schuld" im aussen.

                          muss mal schluss machen ...zu leicht verheddere ich mich bei solchen Gedankengängen

                          eben ändern können wir sie nicht. vielleicht liebevoll betrachten bei ihrem unvermögen sich positiv zu entwickeln........mit Abstand um sich selbst abzugrenzen ohne zu verurteilen.

                          Gruß
                          Cosmo

                          Kommentar


                            Zitat von cosmo Beitrag anzeigen
                            Auch ich merkte meiner mutter immer ähnlicher zu werden und wusste nicht genau wie raus aus diesem strudel, aber mir hat die familienaufstellung sehr geholfen.

                            auch ich versuche nicht mehr über meine eltern zu urteilen, denn auch sie hatten zerplatzte träume und waren in mustern gefangen.

                            Meine Mutter ist schon ein lieber Mensch, aber leider zu negativ . während mein vater aus seinen mustern nicht rauskommt, obwohl er begeisterungsfähiger ist als meine Mutter. Beide sind vom Leben enttäuscht denke ich und suchen zu oft die "schuld" im aussen.

                            eben ändern können wir sie nicht. vielleicht liebevoll betrachten bei ihrem unvermögen sich positiv zu entwickeln........mit Abstand um sich selbst abzugrenzen ohne zu verurteilen.
                            liebe Cosmo,

                            das freut mich sehr, dass meine gedanken bei dir genau so angekommen sind, wie ich sie fühle...das du damit genau das gleiche (oder ähnliches) draus machst...ich plane ja auch eine aufstellung, es ist nun zeit dafür.

                            irgendwie hab ich das gefühl, als wären diese hoffnungen auf die liebe, die ich als kind nicht ausreichend bekam, in frieden von mir gegangen, umbemerkt. und auf einmal stehe ich ohne diesen riesenschmerz da, ganz verwundert, aha, so kann es sich auch anfühlen, hmhm....

                            ja, meine eltern sind leider auch oft negativ. und ich will mich da nicht mit hinein ziehen lassen. früher dachte ich, ich müsste das ertragen, abwehren, irgendwas machen!
                            das einzige, was ich machen muss, ist gut für mich zu sorgen...ich denke auch, ich kann sie so lassen wie sie sind...ich muss es nicht schönreden, und nicht verurteilen. und ein kleiner rest wehmut darf mitschwingen...

                            liebe grüße

                            Kommentar


                              Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                              ..ich muss es nicht schönreden, und nicht verurteilen. und ein kleiner rest wehmut darf mitschwingen...
                              Da hast du mitten in Herz getroffen....Wehmut,...Sehnsucht nach liebevoller Verbundenheit....kommt schon noch des öfteren hoch........doch bin ich zuversichtlich, dass ich für mich klarer werde, um für mich selber liebevoll zu sorgen.

                              Kommentar


                                großes familientreffen

                                hallo zusammen,

                                der titel passt zwar nicht mehr sooo richtig, aber ich möchte euch gerne von meinem wiedersehen mit meinen eltern am wochenende bei der familienfeier erzählen...

                                tja, mein bruder hat mich zusammen mit meinen eltern vom bahnhof abgeholt...wie erwartet hat mich meine mutter in ihre arme gerissen und wollte mich nicht mehr loslassen...ich hab sie dann sanft aber bestimmt von mir weggeschoben...
                                dann mein vater...wir hatten nach dem großen streit nichts mehr miteinander zu tun, so circa 5 jahre lang...der mann weinte und war völlig gerührt, getroffen...da brauchte ich keine entschuldigung mehr...ich merkte, ER hat das problem, nicht ich...ich konnte es hinter mir lassen...ich muss seine meinung nicht ändern, ich muss sie nicht gutheißen, aber ich kann sie ihm einfach lassen und schwamm drüber. auch wenn ich sie immer noch nicht teile und es nie tun werde (thema: kleine kinder muss man brechen)
                                im auto dann absurde oberflächliche gespräche, mene eltern waren so aufgeregt dass sie mir fachgespräche über mähmaschinen und chiffon aufdrückten...so sind sie...das geflügelte wort des wochenendes: sie sind eben sehr speziell...

                                mein bruder war mir eine große stütze und wir waren uns nah wie noch nie, aber auf eine natürliche liebevolle weise. dafür bin ich sehr dankbar. ich hatte viel spaß mit meinen cousinen und meinem cousin, meinen tanten und onkels. war mir auch wichtig, diese menschen zu sehen, weil ich sie mag.

                                was komisch war und was mich beschäftigt...meine eltern saßen die ganze zeit da und konnten den blick nicht von mir abwenden. als ich beim abendessen an einen anderen tisch per sitzordnung bestellt wurde, wollten sie mich umsetzen: du kommst zu uns...nein, ich möchte an diesem anderen tisch sitzen, das ist abgesprochen...
                                ich konnte mich durchsetzen, ohne diskussion, einfach so. ich vermute, meine tante bekommt dafür noch ordentlich ärger. aber schließlich kennt sie meine mutter schon doppelt so lange wie ich (lustige vorstellung, oder?) und weiß worauf sie sich einlässt....
                                meine eltern können sich nicht an einem "normalen" gespäch beteiligen...sie sind sehr egozentriert...jedes gespräch wird in ihre richtung gelenkt (allgemeines gespräch über italienurlaub- mein vater redet nur davon, was er für seine reisen bezahlt hat. meine mutter fragt mich, ob ich koche...) einwände hören sie nicht bzw übergehen sie...das ist ermüdend, nervig, langweilig...
                                ich hatte damit gerechnet, das wir uns nicht viel zu sagen haben...ich fand es sehr interessant, sie im größeren rahmen zu sehen, zu sehen, wie sie auch mit anderen menschen umgehen, bzw nicht umgehen...dieser druck, dem ich gut standgehalten habe, diese mich besitzen wollen...das hängt mir nach...ich kann ihnen nicht geben, was sie von mir wollen...
                                ich muss da durch, dass es sie enttäuscht, das sie nicht von mir bekommen, was sie sich wünschen...ich kann nicht so tun, als wären wir eine herzliche liebevolle familie...waren wir nie...werden wir nicht mehr...
                                ich kann mir gut vorstellen, ab und an auf genau solchen festivitäten aufzulaufen und dort mitzukriegen, wie es allen so geht. es interessiert mich, ob es ihnen gut geht. aber zuviel nähe ertrage nicht. oder was da auch immer für nähe gehalten wird. ich will nicht in besitz genommen werden. ich kann etwas smalltalk machen, aber wenn sich nichts weiter an gespräch ergibt, dann ist es wie es ist...ich will mich nicht länger verbiegen. das tut mir nicht gut.

                                bestimmt wollen sie mich jetzt bald mal besuchen kommen, mein vater meinte zum abschied, sie könnten ja mal mit meinem bruder zusammen...was mich sofort ärgerte, ich aber zunächst wegschob...seit 13 jahren sage ich, ich möchte euch nicht zu dritt da haben, das ist mir zu angstrengend und zu viel...auf mich hört keiner...wenn es einem anderen zum vorteil ist...außer ich werde sehr bestimmt...ok...das kann ich inzwischen...auch wenn es nicht schön ist...mein bruder darf mich gerne besuchen kommen. ich würde meine eltern treffen, wenn sie auf der durchreise wären. aber ich will sie nicht 2 tage oder mehr um mich haben, mit tränen verhangenen augen mir dubiose geschichten erzählend...

                                spektakulär ist, dass es so undramatisch war...ich ein bisschen einen blick von außen auf die situation werfen konnte. ich bin etwas traurig, dass ich mit den meisten aus meiner familie wirklich gut und über sovieles reden kann (wir haben schon während der feier die situation reflektiert, meine tanten, onkels, mein bruder und ich...)...aber meine eltern sind eben sehr speziell. und es hat sich nicht viel geändert...früher hab ich nicht gerne freunde und freundinnen mit nach hause gebracht, weil meine eltern so merkwürdig unkommunikativ sind (und sich dort ja auch anschreien und so, das fiel glücklicherweise im rahmen der feier auch komplett weg. ich weiß von den anderen familienmitgliedern, dass das aber nach wie vor alltag ist).
                                ich glaub, ich kann da einen weg finden...einen sehr oberflächlichen...aber warum auch nicht...herzlichkeit lässt sich nicht herbeizaubern...es ist wie es ist.

                                und ich habe erkannt, dass familie mehr ist als nur eltern. ich liebe meinen bruder, meine cousinen, meine zwei tanten und 3 onkels...das ist doch so schön. dafür bin ich dankbar.

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X