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tochter boykottiert beziehung

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    tochter boykottiert beziehung

    Hallo da draußen!

    Ich habe folgendes problem: ich bin seit 5 monaten mit einem tollen mann zusammen, der eine tochter (6 jahre) hat, die die hälfte der zeit bei ihm lebt. Ich habe einen sohn mit 10 jahren, der bei mir lebt. Das problem dabei ist, dass sich die kinder nicht wirklich leiden können und dass seine tochter mittlerweile jeglichen kontakt mit uns und auch mit mir alleine ablehnt.
    Die kinder haben einander nur zweimal getroffen (vor 3 monaten), wobei es beim letzten mal zu einem streit zwischen den beiden kam. Damals sprach seine tochter, dass sie meinen sohn nie wieder sehen will – und bleibt seitdem dabei. Dadurch hat mein freund schon zweimal treffen, die zu viert geplant waren, kurzfristig abgesagt, da sich seine tochter weigerte uns zu sehen.
    Ich durfte schon noch einige male zum gemeinsamen abendessen kommen, aber nachdem mein freund seiner tochter erzählte, dass er sich in mich verliebt habe, will sie mich auch nicht mehr sehen (seit 6 wochen). Er hat sie auch gefragt, ob es für sie ok wäre, wenn ich bei ihnen schlafen würde – sie hat natürlich mit nein geantwortet. Sie hat dann auch ihrem vater ein „ultimatum“ gestellt, dass er sich für sie oder für mich entscheiden müsse (ist ja irgendwie putzig, aber auch bedrohlich, da er nichts dagegen unternimmt).
    Naja, die situation ist nun diese, dass ich nur dann zu ihm komme, wenn seine tochter tief und fest schläft – dort schlafen, wenn seine tochter auch dort ist, ist kein thema mehr. Die treffen zu viert sind bis auf weiteres auf eis gelegt, da ich ihm klar machte, dass ich nicht möchte, dass uns so kurzfristig abgesagt wird, da ich mich gerne auf ihn verlassen können möchte. Das bedeutet, es bleibt nur, dass er zu uns kommt und bei uns schläft, denn sonst haben wir kaum die möglichkeit einander zu treffen. Nun beginnt mir das aber zu einseitig zu werden, da ich ja alles in die waagschale lege und er in meinen augen nichts.
    Sicher, wir sind erst kurz zusammen – es ist ja auch ok, wenn er sich nicht sicher über unsere beziehung ist. aber dann möchte auch ich gerne meinen sohn heraushalten, da ich auch nicht möchte, dass er verletzt wird. Allerdings würde das im klartext bedeuten: wir halten beide unsere kinder raus, sehen und treffen uns nur ohne sie und können nur 1 nacht im monat miteinander verbringen – ehrlich gesagt, ist mir das zu wenig.

    Was meint ihr? Hat die beziehung sinn, wenn er nicht vor seiner tochter damit gerade stehen kann? Ist es einfach noch zu früh und sind wir zu rasch vorgegangen? Wie würdet ihr mit seiner tochter umgehen bzw. mit dem gesamten problem? Wie können wir einander kennen lernen, wenn wichtige teile von uns beiden (die kinder) ausgeklammert bleiben? Sind die rückschritte anzeichen für ein beziehungsende oder sind es einfach nur hürden am gemeinsamen weg, die es mit geduld zu meistern gilt? Wann sollte meine geduld ein ende haben bzw. wieviel zeit brauchen er und seine tochter? Wie können wir trotz der widrigkeiten zusammen bleiben?

    So viele fragen … ich schaffe es nicht, sie zu beantworten. Bitte gebt mit euren rat!

    Alles liebe,
    tilia

    #2
    hallo tilla cordata,
    wie geht es deinem sohn mit der neuen beziehung?
    du hast ihn diesbezüglich kaum erwähnt....
    es ist eine schwierige, wenn auch für patchwork klassische- situation....
    es ist so, dass ich einerseits darauf plädiere, dass in meinen augen seine tochter auch noch zeit braucht! sie ist erst(!!!!) 6 jahre alt!
    wie lange ist die trennung ihrer eltern her?
    du darfst nicht vergessen, dass in so kleinen kinderköpfen immer der wunsch bleibt, dass die eigenen eltern wieder zusammen kommen! es ist einfach so! und bei diesem traum bist du schlicht und einfach ein "störfaktor" für sie...finde ich ganz logisch....
    und die zeit nach der trennung hat sie (wahrscheinlich?) fast nur mit ihrem vater verbracht , stand also voll im mittelpunkt.....das aufzugeben ist für eine 6 jährige schon ein starkes ding!!!!!!

    nichts desto trotz wird deinem partner nichts anderes übrig bleiben, als irgendwann stellung zu beziehen und auch seine bedürfnisse vor der tochter kund zu tun und sie auch trotz protest zu erfüllen, sonst fällt sie in die partnerersatzrolle, und das tut ihr auch nicht gut. sie bleibt die tochter, er der vater! punkt!
    in eurem fall würde ich sagen, gebt euch zeit.....
    ...und redet eines tages über eure bedürfnisse....
    kompromisse werden an der tagesordnung stehen....von jedem,auch von der tochter !!!
    schau einfach, dass es deinem sohn gut geht!

    und obendrein finde ich es schön, dass sich dein partner so um seine tochter kümmert! ich glaube, einen ignoranten a.... würdest du doch auch nicht haben wollen, oder?

    wünsch euch allen gute nerven und geduld!
    OS

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      #3
      hallo orange seahorse!

      ich kann dir nur voll und ganz zustimmen! ich verstehe seine tochter ganz und gar! natürlich hat sie angst, wie auch mein sohn angst hat.
      mein sohn kann meinen neuen freund nicht gut leiden. aber ich hab das gespräch mit meinem kind gesucht und dabei herausgefunden, dass er ihn deshalb nicht leiden kann, weil er angst hat, sich auf ihn einzulassen und ihn dann eines tages nicht mehr zu sehen. ich verstehe mein kind und natürlich darf er die entscheidung treffen, ob er jemanden mag und ob er sich auf diese person einlassen möchte. gleichzeitg hab ich ihm aber vermittelt, dass mein freund wichtig für mich ist, dass ich zeit mit ihm verbringen möchte und dass ich meinem kind ja auch nicht vorschreibe, wer seine freunde zu sein haben.
      und genau das fehlt mir bei meinem freund. meiner meinung nach gibt er seiner tochter zu viel verantwortung über sein eigenes leben. ich denke auch, dass ängste nur verschwinden können, wenn man die gelegenheit hat, sich ihnen zu stellen. und noch etwas: als elternteil sehe ich es als meine aufgabe meinem kind zu helfen/es dabei zu unterstützen probleme zu lösen und nicht, dass ich sie ihm aus dem weg räume (bzw. die "gefährlichen" situationen meide).

      und ich gebe dir auch recht, dass mein freund ein toller vater ist! er übernimmt die verantwortung und geht sehr liebevoll mit seiner tochter um. er möchte ihr nicht weh tun und sie vorsichtig heranführen - das find ich alles toll! nur eben, wie gesagt, wenn sie bestimmt, wer zu besuch kommen darf und mit wem sie sich treffen, hat sie meiner meinung nach zu viel verantwortung und entscheidungskraft ... und das find ich generell in einer eltern-kind-beziehung nicht so gut!

      feinen abend noch,
      tilia

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        #4
        "voll-und-ganz-zustimm"

        schön, dass zwischen dir und deinem sohn vieles klar ist!
        OS

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          #5
          liebe tilia,

          Zitat von tilia_cordata Beitrag anzeigen
          ich verstehe mein kind und natürlich darf er die entscheidung treffen, ob er jemanden mag und ob er sich auf diese person einlassen möchte. gleichzeitg hab ich ihm aber vermittelt, dass mein freund wichtig für mich ist, dass ich zeit mit ihm verbringen möchte und dass ich meinem kind ja auch nicht vorschreibe, wer seine freunde zu sein haben.
          ich denke auch, dass ängste nur verschwinden können, wenn man die gelegenheit hat, sich ihnen zu stellen.
          nur eben, wie gesagt, wenn sie bestimmt, wer zu besuch kommen darf und mit wem sie sich treffen, hat sie meiner meinung nach zu viel verantwortung und entscheidungskraft ... und das find ich generell in einer eltern-kind-beziehung nicht so gut!
          das wäre wohl auch mein ansatz ... und ich find das immens viel verantwortung für eine 6-jährige! viel zu viel. da kommt man als kind bestimmt total ins eiern. ich sehe das haargenau wie du, dass es aufgabe der erwachsenen ist, kindern in schwierigen situationen zu helfen und sie zu unterstützen. das kann man ja auch sanft und einfühlsam tun. vermeiden macht die ängste aber eher noch größer.

          was sagt dein freund zu diesen gedanken?

          liebe grüße

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