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    #16
    Schade ich kann das Lied nicht finden vielleicht kennt sich jemand anders besser aus.
    Hier sollte das neue Lied von - Mary Roos- nobodys perfekt
    rein.
    Vielleicht hörst du es ja zufällig!!!

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      #17
      Liebe Hoffnungsvolle,

      Nachdem du bei mir im thread geschrieben hast, interessierte es mich was genau geschehen war und habe es mir durchgelesen. Erst einmal muss ich dir etwas sagen, was vielleicht nicht so aufbauend ist: Es wird nie reichen zu wissen - man muss spüren...und jetzt die Erklärung zu dieser Sichtweise:

      Deine Situation kommt mir so bekannt vor, dass, wenn ich deine Zeilen lese, mich in die Zeit zurückversetzt fühle, in der ich verzweifelt, wütend, traurig war. Ich war häufig in Männer verknallt (wirklich verknallt und nicht verliebt), die mich auf Abstand hielten bzw. durch eine Situation genötigt waren mich auf Abstand zu halten. Der eine Beispiel ist besonders gut, weil er mich so sehr an deinen jetzigen "Schwarm" erinnert. Er war damals 150km gefahren, nur um mit mir auszugehen. Ich war zu diesem Zeitpunkt in einer Beziehung, die sich bereits mehr oder weniger am Ende befand. Mein Onkel war gestorben und ich befand mich im gefühlschaos und siehe da - ein Mann: faszinierend, leidenschaftlich, geheimnisvoll und dann strahlte er so eine Stärke aus - das genaue Gegenteil von meinem damaligen Freund.
      Hals über Kopf tat ich es - trennte mich von meinem Freund, zog aus der Wohnung aus, krempelte alles um und nach nicht einmal einem Monat fing es an. Er meldete sich nicht mehr bei mir, zögerte hinaus - dann der Tiefschlag: Vor mir eine Affäre und diese war jetzt schwanger.
      Nachdem alles geregelt war gab ich ihm eine erneute Chance - ER hatte darum gebettelt - zwei weitere Monate später und ich machte Schluss, denn ER fand keine Zeit, ER wollte ja sooo unbedingt zu mir kommen und dann kam immerwieder was dazwischen, ER ER ER...und weißt du womit ich mir den Kopf zerschlug bevor ich endlich begriff was Sache ist? Was mache ICH falsch?
      VERGISS ES!!!
      Schon damals hatte meine Nachbar zu mir gesagt: Wenn er dich wirklich sehen oder hören will wird er sich die Zeit dafür nehmen - egal was passiert ist - und genau so ist es und NICHT anders. Ja, man soll Verständnis haben, aber nur für jene Menschen die sich behauptet haben, von denen man weiß, dass sie sonst verlässlich sind - wenn jemand 9 Mal pünktlich zu einem Treffen gekommen ist verzeiht man es ihm, wenn er beim 10 Mal zu spät kommt oder ihm etwas dazwischen kommt, wenn jemand 9 Mal nicht auftaucht wird er das 10 Mal niemanden vorfinden, wenn man sich etwas ausgemacht hat.

      Aber mal ehrlich: Am meisten hat mich schockiert, dass du geschrieben hast, dass du ihm wahrscheinlich eh nicht als Partnerin gut genug bist...in erste Linie musst du dir selbst gut genug sein!!!
      Alleine wenn ich das lese: Eine Frau die selbstbewusst auf der Bühne steht und auch sonst (und da bin ich mir sicher) ihr Leben stemmt, aber für einen Kerl soll sie nicht gut genug sein!!!

      Sei mir jetzt BITTE BITTE nicht böse, wenn ich dir das so direkt schreibe, aber der Typ ist verkorkst!
      Als ich damals merkte was gespielt wurde habe ich einen Schlussstrich gezogen, habe ihm gesagt, dass ich nicht den Nerv habe für seine Spielerein, dass ich mit ihm fliegen, genießen, leben will und nicht, dass er mir 90% der Zeit das Gefühl gibt ich wäre es nicht wert und ich bin nicht genug gut Aufmerksamkeit, Liebe und Zuneigung zu bekommen. Er hat mich verdutzt angesehen, war vollkommen vor den Kopf gestoßen und als ich ging - weißt du was er dann machte? NICHTS...er hat mich einfach gehen lassen und dann wusste ich, dass ich gerade eben genau das richtige gemacht habe. Er schmerze, ich heulte...und ich rief ihn an und sagte ihm, dass es mir leid tut, dass ICH ihn so verletzt habe und wieder sahen wir uns und wieder wollte er mich und dann erfuhr ich von dritten, dass er schon seit zwei Monaten verheiratet ist...und dann merkete ich um wieviel schöner das Leben OHNE ihn ist.

      Dieser Mann erniedrigt dich - lass das nicht mit dir machen...aber wie gesagt, wirklich so fühlen wirst du erst, wenn die Zeit gekommen ist und wenn du gelernt hast und abgeschlossen und merkst was für ein einzigartiger und liebenswerter Mensch du wirklich bist, wird das auch der richtige Mann sehen...

      Ich wünsch dir für deinen Weg ganz ganz viel Kraft und verzeih mir bitte, wenn ich in manchen Dingen jetzt so direkt war...

      ALLES LIEBE
      Sofija

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        #18
        hallo Hoffnungsvolle, hallo Sofija,

        Sofija, mir sind schauer über den rücken gelaufen bei deinem beitrag, so intensiv und emotional find ich ihn- megagut!

        Hoffnungsvolle, es ist ein weiter steiniger weg, den du, in dem du die situation hinterfragst hast, bereits beschritten hast- den weg zu dir selbst. ich glaube, wenn wir uns selbst ein millionstel prozent mehr lieben können als alle anderen, wenn uns unser wohl am meisten am herzen liegt, dann sind wir fähig, echte nähe zuzulassen und wahre partnerschaften einzugehen. weil minderwertigkeit und abhängigkeiten nicht mehr hauptthema sind. ich denke wir werden uns dann immer noch mit unsicherheiten und schlechten tagen rumplagen müssen...aber es wird sich etwas zum positiven verändern.

        eine therapie kann hilfreich sein, dieses nähe-problem aufzuarbeiten, oder sich dementsprechende literatur zuzulegen (nah und doch so fern, sokol/carter oder ich lieb dich nicht, wenn du mich liebst, Delis z.b.).
        oder auch das forum hier empfinde ich als äußerst hilfreich, sich feedback zu holen, wie gehe ich mit mir und den situationen, die mir widerfahren, um?

        oft geht es zwei schritte vorwärts und einen zurück- aber weißt du was? ich kehr nicht mehr um, ich hab schon soviel gewonnen. es lohnt sich, so trivial das jetzt klingt...

        liebe grüße

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          #19
          Liebe Hoffnungsvolle, Liebe Fortuna,

          Ich bin froh, dass mein Beitrag genau so, wie von dir, aufgenommen wurde. Es ist nämlich meine letzte Absicht jemandem vor den Kopf zu stoßen...es sind schlicht und einfach jene Dinge die geschehen mussten bis das Fass voll war...und damit möchte ich noch einmal etwas aufzeigen:
          Ratschläge, Bücher, Gedanken...sie sind der erste Schritt und ja, man muss beginnen zu begreifen, dass hier etwas sehr schief läuft. Dazu möchte ich gerne noch einmal ein Stück weiter ausholen:
          Mein erster wirklicher Freund war sehr dominant und hatte eine große Allgemeinbildung. Nach kürzester Zeit fühlte ich mich wie eine graue Maus neben ihm und er fragte mich immer wieso ich mich nicht weiter entwickle und keine Schritte setze? Dabei fühlte ich mich neben ihm einfach nur dumm - weil er soviel wusste. Zuerst war da der Aspekts des Wettstreits. Ich wollte ihn einholen - aber als ich merkte, dass es nicht ging, gab ich auf und wurde zum Jammerlappen...das er aber 10 Jahre älter war als ich und dadurch automatisch mehr wusste als ich (vor allem, wenn man selbst 17 ist), davon war ich natürlich nie ausgegangen.
          Nach 1 1/2 Jahren begann das Tauziehen - er wollte mich verlassen, schlief aber mit mir, ich lasste es geschehen weil ich Angst hatte ihn zu verlieren. Als ich nach einem weiteren halben Jahr nicht von ihm weg kam, fragte ich mich, was da eigentlich läuft und kam mit einer Therapeutin darauf, dass die fehlende Vaterliebe aus der Kindheit und der Streit zwischen meiner Schwester und Mutter (wodurch auch ich meine Schwester als Kind verlor) Verlassensängste produzierte. Fakt war, dass ich ALLES tat um die nie gehabte Vaterliebe zu bekommen - von einem Partner...
          Beim letzten Mann, von ich oben geschrieben hatte, spürte ich Gott sei Dank schneller was da im Gange ist - das ich in mein Schema verfalle ABER es gab zwei Unterschiede zu früher.
          1. War ich durch den ersten Freund erfahrener an mir selbst geworden und spürte dadurch die Schmerzgrenze viel schneller.
          2. War ich mutiger geworden - so mutig mich zu schützen und ihm zu sagen, dass er gehen soll.

          Für jemanden, der diese Problematik nicht kennt ist das alles fremd. Der kennt das nicht, wenn im Inneren ein solcher Kampf ausgefochten wird, dass man Bauchschmerzen, Schweißausbrüche und Übelkeit bekommt - eindeutige Symptome von Angst, weil man SICH SELBST schützen MUSS.

          Es braucht, wie es aussieht, Erfahrung, Einsicht aber auch Mut und eine gewisse Härte. Interessant ist, dass ich seit diesem Zeitpunkt sukzessive Grenzen gezogen habe weil ich auch erst dann merkte wie sehr mich manche "Freunde" beeinflussten...

          Ich bewundere jeden Menschen der an sich arbeitet und auch jeden Menschen der seine Fehler zugeben kann

          VIEL ERFOLG!!!!
          Alles Liebe
          Sofija

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            #20
            Nach ein paar Tagen Pause melde ich mich zurück.

            Danke für eure Posts, die mich sehr zum Nachdenken angeregt haben und anregen. Ich weiß gar nicht genau, wie ich mich fühle. Da ist eine Traurigkeit. Da ist gleichzeitig eine Art Befreiung. Endlcih. Nach Jahren (!) des Hoffens - ja, ich habe immer eine Engelsgeduld oder verstehe erst sehr spät!

            Er und ich sind einfach zu unterschiedlich. Er erwartet (meiner Ansicht nach) immer das Besondere. Er ist und fühlt sich intelligent. Da kann (und mag) ich gar nicht mithalten. Im Alltag wird man nicht ständig "hochgeistige" Gespräche und Diskussionen führen. Wie gesagt, das ist nur meine Ansicht.

            Ja, das Erlebnis von letzter Woche war gut für mich, um "aufzuwachen". Meine Aufgabe ist es, mich erst einmal selbst zu lieben. Zu lernen, ob ich Nähe überhaupt zulassen kann und wie das geht. Momentan weiß ich zwar nicht genau, wie ich das anstellen kann. Trotzdem glaube ich, dass das gerade meine Themen sind.

            Ach ja, was mich auch interessiert: seit Jahren läuft es bei mir immer schief. Egal, wen ich kennenlerne. Irgendetwas scheint immer dazwischen zu stehen, damit es zu keiner Beziehung/Partnerschaft kommt. Da vergleiche ich mich dann mit anderen, bei denen es "schwupsdiwups" zu einer Partnerschaft kommt: gesehen, verliebt, ein Paar. Und bei mir? Immer dasselbe Schema: kurzfristiges Interesse, dann auf einmal ist alles anders ...

            Hoffnungsvolle (!?)

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              #21
              liebe Hoffnungsvolle,

              das klingt gut- irgendwie so-hoffnungsvoll

              ich finde es gut, dass du dich nicht auf einen wettstreit mit ihm einlassen magst, du scheinst ein gutes bauchgefühl zu haben, hege und pflege das bloß ordentlich!

              üben wir uns eben darin, uns genau so anzunehmen wie wir sind, mit allen macken und kanten. ich hab gerade so ne komische phase, wo ich mich selber genau beobachte und immer mehr dahinter komme: aha, das ist auch ein wesenszug von mir- warum auch nicht, ist doch voll ok...

              wenn wir uns selber im weg stehen, ist es wohl an der zeit, "dieses" gegenüber erstmal wahrzunehmen und "hallo" zu sagen...

              Kommentar


                #22
                Hallo an alle Mitlesenden und Mitschreibenden,

                @Fortuna: naja, ich glaube hoffnungsvoll ist etwas anderes. Mein Bauchgefühl sagt mir so viele verschiedene Dinge. Obwohl dieses Erlebnis ein sehr einschneidendes war, meine Gefühle für ihn sehr erkaltet sind, ist da eine riesige Traurigkeit und immer noch Enttäsuchung.

                Was fast noch schlimmer ist: ich verurteile mich schon beinah dafür, wie ich nur so "naiv" sein konnte, ewig gehofft habe, dass mehr daraus wird und eben einfach nichts erkenne ... (oder eben erst "Jahre später").

                Ich glaube, ich muss noch sooo vieles lernen, bin noch so "unfertig", mache vieles falsch.

                Ist es wirklich so, dass Paare, die sich finden (also ineinander verlieben) jeder total eins ist mit sich selber und das ausstrahlt? Nicht klammert, nur bei sich selber bleibt, mit sich und der Welt zufrieden ist? Ich kann mir das manchmal kaum vorstellen ... Ich bin nur selten eins mit mir - und: ich habe den Eindruck, das wird sogar schlimmer. Nachdem all meine Hoffnungen und Wünsche auf einen Partner so lange auf sich warten lassen und es so oft schief läuft.

                Hoffnungsvolle

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                  #23
                  hallo hoffnungsvolle,


                  wieso machst du dir vorwürfe? immerhin wolltest du dem typ ja nichts antun oder zumuten, du warst mit herz bei der sache. dafür darf man sich nie selbst verurteilen! mit herz bei der sache zu sein ist doch was sehr gutes, schönes und edles! es ist überhaupt eines der größten geschenke die man jemand anders machen kann! mit herz dabei zu sein!

                  gott sei dank bist du kein stück holz und hast gefühle! dafür darfst du dich NIEMALS verurteilen, denn was wären wir, wenn wir gefühllos wären? seelenlose roboter! du bitte und was soll denn das, wenn ich jemanden um eine eintrittskarte anbetteln würde, dann weil ich wirklich dort hin will und dann bin ich aber auch anwesend! du doch auch oder? und wenn man selber so gestrickt ist, geht man natürlich automatisch davon aus, dass der andere dann auch wirklich echtes interesse daran hat zu kommen und schlußendlich anwesend ist. davon DARF man dann sogar ausgehen!

                  du hast diesen mann in seinen absichten ernst genommen und meiner meinung nach hat er sich dann durch sein verhalten dir gegenüber disqualifiziert, aber doch nicht du! bei dir war alles echt, du hast dir wirklich nichts vorzuwerfen! aber jetzt weißt du, dass du diesen mann nicht für voll nehmen kannst, das hat er dir mit seiner aktion eindeutig bewiesen! abhaken, sowas brauchst du nicht!

                  herz-menschen wie du brauchen keine aalglatte schnösel, die vielleicht äußerlich einiges darstellen und intelligent sein mögen, denen es aber eindeutig an herzensbildung fehlt! sonst kann man sich anderen gegenüber nicht so verhalten!

                  ich vermute, du bist bereit für die liebe und deshalb kam er als potientieller partner zuerst in frage für dich, weil er dir gefallen hat und einiges dafür sprach. nun weißt du es besser und ich finde, das darfst du alles nicht so eng sehen und dich deswegen selber fertig machen.

                  es ist jetzt vielleicht ein blödes beispiel, aber mal angenommen du wünschst dir eine neue kaffeemaschine und ziehst schließlich los, um dir eine zu kaufen. im fachgeschäft springst du dann gleich auf eine an, die äußerlich viel verspricht und so aussieht, als ob die bombigen kaffee brauen und was aushalten könnte, in deiner lieblingsfarbe gibt es sie auch noch. ist ja super! selbstverständlich fasst du die als erstes ins auge, ist doch logisch! bei genauerer betrachtung stellst du aber fest, dass diese kaffeemaschine doch nicht das wahre wäre und schaust dich nach der nächsten um.

                  würde einem doch niemals in den sinn kommen, sich selbst fertig zu machen, nur weil man zuerst auf die falsche kaffeemaschine angesprungen ist. nein, man denkt sich höchstens: na gott sei dank, hab ich die nicht gekauft! und damit läßt man es dann gut sein!

                  nimms locker und schau dich einfach weiter nach der passenden "kaffeemaschine" für dich um, denn die kohle (das herz) bringst du dafür ja schon mit!

                  liebe grüße

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                    #24
                    Liebe Hoffnungsvolle,

                    Zu der Frage, ob man bei sich selber bleibt kann ich dir nur erneut das schreiben, was ich in dem einen Thread geschrieben habe: Bei meinem Partner und mir was soweit, dass jeder für sich sein Leben begonnen hat zu gestalten - ohne Partner und ohne Familie einzuberechnen. Ich hatte für mich meine Ziele festgelegt an denen ICH etwas tun konnte d.h. Beruf, Freizeit, Freunde, Kernfamilie (damit meine ich meine nächsten Verwandten). Das Thema Partner und Kinder war für mich, mit nicht einmal 25 Jahren, abgeschlossen und ich konzentriert mich ganz auf mich...und dann plötzlich hat es funktioniert und ich habe einen Partner, der mich nicht umkrempeln will, der mich mich sein lässt. Jeder ist für sich schon stark, gemeinsam sind wir noch stärker.

                    Nachdem all meine Hoffnungen und Wünsche auf einen Partner so lange auf sich warten lassen und es so oft schief läuft.
                    Genau dieser Satz sollte dir zu denken geben. ...auf sich warten lassen...warte nicht auf sie! Nimm dein Leben in die Hand! Mache was dir Freude bereitet, entwickle dich weiter. Mach etwas kreatives, schau auf deinen Körper, verwöhne dich...so brutal es klingt: Hab unverbindlichen Sex. Genieße es einfach ohne diesem Warten, ohne Wünsche und Hoffnungen.
                    Richte dich einmal her und gehe mit dem Gedanken raus "Ich bin eine tolle einzigartige Frau" - du wirst es ausstrahlen und die Männer werden das sehen und ihre Blicke werden dir schmeicheln...
                    Auf gut deutsch: Werde ein wenig eingebildet und sei stolz auf dich.

                    Und nun noch ein etwas harter Endsatz: Der glänzende Prinz auf dem weißen Ross, welcher dich errettet....der wird nicht auftauchen! Niemand wünscht sich einen Partner der nicht mit sich im reinen ist sondern jemand der sein Leben im Griff hat und stolz auf das ist, was er bis jetzt erreicht hat und was er, nach harter Arbeit aus sich gemacht hat.

                    Ein kleiner Anstoß zum Grübeln...

                    Herzlichst und mit vielen Grüße
                    Sofija

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                      #25
                      liebe Hoffnungsvolle,

                      nein, nicht nur die menschen, die mit sich im reinen sind, finden einen partner. es finden sich auch die süchtigen und die co-abhängigen, die unselbstständigen und die macher, usw...

                      ich bin co-abhängige auf weg der heilung, und ich bin froh, dass ich es heute immer öfter schaffe, mich nicht selbst dafür zu verurteilen, wenn ich auf mein alte beuteraster reinfalle- das kenne ich nämlich auch gut. wie kann man nur so blöd sein...
                      nein, wir sind auf dem weg raus aus den alten mustern, die uns nicht gut tun. und dafür brauchen wir unsre volle rückendeckung und viel verständnis.
                      mach mal eine inventur, wie deine partner und angebeteten waren und was du dir eigentlch wünschst. veränderung ist eine wunderbare sache, wenn wir erkannt haben, dass es so wie es bisher war, nicht gut für uns war.

                      muss leider los, sonst hätte ich ausführlicher geschrieben, war mir aber ein bedürfnis, dass kurz loszuwerden- bleib bitte dabei und sei sanft mit dir selber...

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                        #26
                        Hallo,

                        irgendwie scheint mir mein Leben manchmal total aus den Fugen geraten zu sein ... Oft fühle ich mich verloren.

                        Das ist jetzt ein ganz anderes Thema als anfangs: vor 1,5 Jahren bin ich von einem Mann sehr verletzt worden. Er wohnt ganz in der Nähe von mir. Selten haben wir uns - glücklicherweise - gesehen. Anfangs hätte ich ... ja, ich weiß nicht was. Das letzte Mal sind wir uns im Dezember begegnet. Er lief auf der anderen Straßenseite, ich habe gerade einen Glühwein für mich selber genossen. "Damals" hat er - meiner Meinung nach - bewusst weggeschaut. Heute: wir sind im Auto aneinander vorbeigefahren, das heißt, ich stand an der roten Ampel, er ist in diese Straße eingebogen. Und was glaubt ihr, was passiert ist: das erste Mal (!) seitdem: er hat mich gegrüßt, gewunken ... Vor lauter wusste ich gar nicht was ich machen sollte. Ich glaube, ich habe nur ihn sein Auto reingestarrt. Und: ich fühle, dass da immer noch ein Schmerz ist, wenn ich ihn sehe, ein ganz merkwürdiges Gefühl. Ich hatte mich hoffnungslos verliebt in ihn damals. Und er war nicht frei. Obwohl wir miteinander am Anfang einer Beziehung standen, er sich mir gegenüber so verhalten hatte, war er von einem Tag auf den anderen weg. Noch nie in meinem Leben hat mich etwas so tief verletzt.

                        Seit dem "rödle" ich rum, vieles läuft schief, vieles scheine ich nicht zu erkennen. Meine Hoffnung ist wieder groß, jemanden Liebes zu finden; anscheinend bin ich noch nicht so weit (denke ich mir dann). Wie ihr schreibt, vielleicht muss ich nun erst einmal wieder mein Leben in die Hand nehmen, es für mich genießen. Es fällt mir oft sehr schwer.

                        Diese Geschichte mit dem Mann, der mich versetzt hat zu dem Konzert, hat mich um "100 Jahre" zurückgeworfen ... Selbstzweifel, Traurigkeit, ach was weiß ich, alles miteinander. Und dann das heute!

                        Gute Nacht an euch alle!

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                          #27
                          liebe Hoffnungsvolle,

                          du wirst jemand finden! vielleicht ist es JETZT wichtig, erstmal nur für dich zu definieren, wie du möchtest, dass andere mit dir umgehen dürfen?

                          vielleicht sollte frau auch mal "unmögliches" tun, mir fiel gerade spontan ein, richtig lustig wäre doch gewesen, dem mann im auto die zunge rauszustrecken oder den stinkefinger zu zeigen er hat dich verletzt, und denkt, wenn er jetzt so tut, als wäre nichts gewesen, wirst du auch so tun...du darfst aber tun, wonach du dich fühlst...
                          du bist keine marionette. du brauchst nicht reagieren. du darfst agieren, wenn du das möchtest. sag, wenn dich etwas verletzt, wenn du etwas nicht haben möchtest und wenn du dir etwas wünschst.
                          du wirst auf widerstand stoßen und das wird wehtun, und du wirst auf wohlwollen stoßen und menschen, die dich ernstnehmen und dir deine wünsche erfüllen. dich als mensch respektieren. diese erfahrungen können wir aber nur machen, wenn wir ein risiko eingehen und uns "ganz" zeigen. auch mit unseren gefühlen, grenzen und sehnsüchten.

                          ich glaube inzwischen, liebe wächst, die ist nicht einfach nur da. wir lernen jemand kennen und merken, da ist eine wellenlänge. da ist jemand, der uns nicht versetzt weil er davon ausgeht, dass uns das nichts ausmacht. jemand der interesse an uns und unserem leben zeigt und umgekehrt. das wir eines tages passieren. wenn wir in uns ruhen und wissen, was uns gut tut und was wir brauchen.

                          lieben gruß

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                            #28
                            Hallo Fortuna und @all,

                            heute abend sind zum ersten Mal seit diesem Konzert, wo mich dieser Mann "versetzt" hat, Tränen geflossen. Ein romantischer Film war der Auslöser. Irgendwie bin ich froh, dass ich weinen konnte. Es war schon länger angestaut!

                            Neulich war ich sehr wütend auf ihn. Heute habe ich ihn nochmals gesprochen: er meinte, meine Reaktion war sehr hart. So sein Urteil. Ich habe versucht ihm nochmals zu erklären, wie enttäuscht und traurig ich war, dass er nicht dabei war. Wieder glaube ich, dass es nur teilweise bei ihm angekommen ist. Zumindest gibt er es nicht zu erkennen ...

                            Tja, es tut total weh. Es tut weh, wieder einmal erkennen zu müssen, dass ich "alleine zurück bleibe". Es tut weh, in was ich mich da anscheinend verrannt habe. Es schmerzt, es tut weh. - Und: ich sehe ihn fast jeden Tag ...! Keine Ahnung wie damit umgehen.

                            Liebe Grüße an euch alle!

                            Kommentar


                              #29
                              liebe Hoffnungsvolle,


                              und die sind für dich:


                              tränen, den schmerz zulassen, ist gut. der weg führt leider leider durch den schmerz. dann können wir heilen, wenn wir sehen, wie schlimm es so für uns ist. dann können wir es ändern. nachhaltig.

                              deine reaktion war ehrlich, herzlich. du warst enttäuscht. wenn er das schon nicht ab kann...du hast jemand verdient, der dich versteht. dem es wichtiger ist, deine gefühle nicht zu verletzen, anstatt so blöde darüber zu urteilen- das macht mich gerade wütend- sorry!

                              du hast alles richtig gemacht. kopf hoch! der erste weg ist, jetzt dafür zu sorgen, dass du liebevoll zu dir selbst sein kannst...

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                                #30
                                Danke Fortuna, danke. Mehr fällt mir heute abend nicht dazu ein. Ich glaube, er versteht rein gar nichts von dem was ich versuche zu sagen.

                                Hoffnungsvolle

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