Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Ein Leben, dass ich doch nicht wollte..

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Ein Leben, dass ich doch nicht wollte..

    Folgendes könnte triggern. Bitte vorsicht.











    Unsere Ehe hatte sich wieder gut entwickelt. Unser Wunschkind war unterwegs. Wir sind als junge Familie in ein eigenes Haus mit Garten gezogen. Die Arbeit war nur ein paar km weg. Sie war sicher, einigermaßen ausfüllend, nicht übermäßig stressend.

    Ankommen. Familie. Papa-sein.
    Es ist nur 7 Jahre her.
    Es hätte alles so schön sein können. „So soll es sein, so soll es bleiben“.

    Ja, Ankommen.




    Ich bin nun einige Tage in „meinem Haus“, seh noch an fast jedem Möbelstück eine Geschichte. Wie es war, das Haus einzurichten. Ich seh, wie meine Kinder mittlerweile groß geworden sind. Ich seh immer wieder, was ich verloren hab. Denn ich bin nur noch Gast. Nicht nur Güter hab ich verloren, sondern ein Leben, einen Lebensstil, den ich doch immer angestrebt hab. Ich hab einen Traum verloren, den Glauben daran, dass ich das Leben führen kann, dass ich mir in meinen Visionen vorstelle.

    Seitdem lebe ich ein Leben, das ich eigentlich nicht leben will. 200 km weit weg von meinen Kindern. Ein Alle-Zwei-Wochen-Papa, erbärmliche 50,60,70 Tage im Jahr wenig. Viel zu wenig.


    Und ich mach mir Vorwürfe. Ich hasse mich, für das, was ich verschuldet hab.

    Ich trauere immer noch. Immer wieder. Ich hasse mich, für das, was ich verbockt hab. Ich hasse mich, dass ich ein Leben weggeschmissen hab, dass mir doch erstrebenswert schien


    Mit dem Umzug kam auch das Internet, und meine Sucht bekam neue Nahrung, eine neue Dimension. Ein zerrissenes Leben begann. Einerseits das Vorzeigeleben, andererseits auch die Überforderung mit der neuen Situation frisch gebackener Familienpapa und als Hauseigentümer in einer noch fremden Stadt. Und die Sucht kompensierte meine Frust, meine Angst. Und das Doppelleben begann wieder, die Lüge, die Angst vor dem Entdecktwerden, das Misstrauen, die Scham, das Nicht-mehr-in-die-Augen-schauen-können. Und der Streit, die endlosen Diskussionen, bis spät in die Nacht.

    Und irgendwann dann der Absturz, weil ich mit meiner Sucht in der Arbeit aufgeflogen bin, und rausgeflogen bin. So verantwortungslos, als Papa von zwei kleinen Kindern. So ein Depp!!

    Irgendwann die Öffnung. Irgendwann der Neubeginn, endlich das Entdecken, dass es Wege gibt. Aber das bedingte eben auch, dass andere Menschen mit den gleichen Problemen oder den gleichen Wunden wichtiger wurden, weil es so schön war, endlich verstanden zu werden.

    Dann kam „sie“.. mitten hinein in den Prozess der Heilung. Tja, und für einen Mann zu sagen, dass sie doch zuerst wollte und sie mich eben genau an der schwächsten Stelle erwischte... wer will das hören? Ich mag es auch nicht hören, denn es war ja schließlich ich, der es tat. Und eben auch ich, der was fand, was er wohl offensichtlich jahrelang vermisste.

    Nein, niemals!
    Ich kann es mir einfach nicht verzeihen. Ich kann es nicht sehen, dass es irgendwie ein „System“, inkl dem Verhalten meiner Frau, inkl so vielem anderen. Ich seh die Schuld bei mir. Und ich kann es mir einfach nicht verzeihen, dass ich meine Familie zerstört habe. Dass ich meine Kinder und meine Frau, für die ich doch mal was empfunden hab, in solch existenzielle Ängste gestürzt habe. Ich kann es mir nicht verzeihen, dass ich, das was mir lieb und teuer war, zerstört habe. Seitdem lebe ich ein Leben, dass ich nicht leben will. Ohne Träume, ohne Vision für mich und die Zukunft.

    Wie soll sich das anfühlen, an all das zu denken, ohne in Tränen auszubrechen?

    #2
    Lieber Yearni,

    Du fragst "wie soll sich das anfühlen..."? Es fühlt sich einfach beschissen an!
    Ja, Du hast Deine Lebensvision zerstört!
    Ja, Du hast verantwortungslos gehandelt!
    Ja, Du hast bei einer Anderen etwas gefunden was Du wohl jahrelang vermisst hast!
    Ja, Du wirst deshalb in allen Fällen die Konsequenzen tragen müssen!
    Ja, Du darfst Dich auch dafür hassen!
    Ja, Du darfst aus Trauer und Wut auch in Tränen ausbrechen!

    Aber irgendwann muss Schluß sein mit dem Hass und dem Selbstbedauern!!!!

    Willst Du Dich 10, 20, 30 Jahre, Dein ganzes Leben lang dafür hassen weil Du irgendwann mal Fehler begangen hast?
    Oder willst Du Dein Leben lang Deine Wunden lecken - Dich selbst bedauern für das was Du verloren hast?
    Auch wenn Deine Fehler einschneidend sind, auch wenn dadurch Lebensträume zerstört sind - es sind Fehler die einfach passieren weil Du menschlich bist.
    Ja, Du musst die Konsequenzen tragen und sie sind schlimm und einschneidend für Dich, aber Du musst Dich nicht Dein Leben lang dafür hassen!

    Wem nützt der Hass?
    Ändert er etwas?
    Macht er etwas rückgängig?
    Oder wirst Du mit der Zeit dann nicht nur ein verbitterter Mann der seinen Hass auf alles überträgt - auf seine Frau, seine Kinder, seine Umgebung? Und ich bin mir sicher - das würde passieren!

    Was willst Du????
    Willst Du Dich weiter hassen?
    Willst Du Dich weiter bedauern und in Antriebslosigkeit versinken?
    Willst Du Deinen Kindern ein liebevoller Vater sein oder willst Du ein Vater sein der heult wenn er sie sieht weil er den Verlust bedauert?

    Was kannst Du tun????
    -Gibt es Möglichkeiten zB durch eine Familientherapie wieder eine Familie zu werden? Gäbe Dir Deine Frau die Möglichkeit dazu? Kann sie Dir evtl. verzeihen wenn ihr gemeinsam eine Therapie macht? Hast Du das abgeklärt? Oder braucht sie etwas Zeit um mit der Situation klar zu kommen? Oder ist sie sich 100%ig sicher dass sie nicht mehr mit Dir leben möchte?
    - Du hast Deine Kinder jedes zweite WoEnde. Was kannst Du mit ihnen tun? Wie willst Du es gestalten dass es für euch alle schön und erfüllend ist? Wie kannst Du Deinen Kindern die Liebe geben die Du für sie empfindest?
    Wenn Du Dich selbst hasst oder bedauerst kannst Du ihnen Deine Liebe nicht geben!!! Also welche Vorstellungen hast Du zB eigenes Kinderzimmer in Deiner neuen Wohnung, mit ihnen etwas unternehmen, für sie einfach da sein und ihnen zuhören und sie genießen?
    - Wie kannst Du die finanziellen Angelegenheiten regeln damit Deine Familie ohne Dich nicht existenziell Angst haben muss? Welche Möglichkeiten gibt es?
    - Was kannst Du für Dich selbst tun? Wie kannst Du den Hass auf Dich selbst verarbeiten? Wie kannst Du lernen Deine Bedürfnisse zu erkennen und dafür Sorge zu tragen sie zu erfüllen?

    Ich kann mir vorstellen wie leer sich für Dich alles momentan anfühlt. Aber gerade deshalb solltest Du Deine Aufmerksamkeit auf das richten was Du ändern kannst, nicht mehr auf das was Du nicht mehr ändern kannst. Du kannst nichts mehr ungeschehen machen, aber Du kannst mit Deinem neuen bewussten Handeln verhindern dass noch mehr Leid entsteht! Du kannst dafür sorgen dass 'der Schaden' möglichst gering ist, dass die Kinder einen liebevollen ausgeglichenen in sich ruhenden Vater erleben dürfen.
    Nutze Deine Chance JETZT etwas zu verändern - zum Positiven zu verändern! Es ist alleine Deine Entscheidung!

    Ich wünsche Dir alles Liebe, Kraft, Stärke und Zuversicht!
    Anneliese

    Kommentar


      #3
      hallo Yearni,

      vielen dank für deine offenheit.

      das leben geht oft nicht den geraden weg, leider...ich finde es wunderbar, dass du die volle verantwortung für dein handeln übernimmst und nichts beschönigst. gut, dein bisheriges leben liegt in scherben, das ist schlimm.
      bitte mach jetzt nicht den fehler, in hoffnungslosigkeit und selbstvorwürfen zu ertrinken (welche sucht hattest du, wenn ich fragen darf?).

      du bist immer noch teil dieser deiner familie, und du hast verantwortung für deine kinder. wenn du dich jetzt liebevoll deinen kindern gegenüber zeigst, und ihnen zu spüren gibst, dass sie keine schuld trifft, und du ihnen gegenüber deine fehler zugibst, ohne dafür etwas von ihnen zu wollen (absolution), dann habt ihr eine verdammt große chance, sehr eng zusammen zu wachsen.

      du hast etwas verloren, was dich in dem moment, als du es hattest, überfordert hat. jetzt hast du die chance, es anders zu machen. dein leben neu zu gestalten. mach bitte das beste daraus und zeige deinen kindern, dass fehler machen zum leben dazu gehört. dass du wieder aufstehst, nachdem du hingefallen bist. dass das leben schön ist und wir es zusammen genießen sollten. und es tausend verschiedene möglichkeiten dafür gibt.

      hast du professionelle hilfe und unterstützung an deiner seite? dass würde ich dir auf jeden fall empfehlen. kopf hoch. und alles gute.

      Kommentar


        #4
        Zitat von yearni Beitrag anzeigen

        Ja, Ankommen.
        Du wirst wieder ankommen, aber diesmal bei Dir selbst, nicht im Außen, sondern in Deinem Innersten! Und das wird Dich heilen!

        Ohne Träume, ohne Vision für mich und die Zukunft.
        Und Du wirst sie neu finden, neue Träume, neue Visionen, aber diesmal welche, die in Dir sind, die nicht von Außen gelenkt und geführt werden, sondern die tief in Dir drin sind. Diese zu spüren, wahrzunehmen, nach außen zu zeigen und sie zu leben wird Dir inneren Frieden schenken und Du wirst eine Bereicherung sein für jeden Menschen der Dir begegnet - auch wenn vielleicht diese Bereicherung manche Menschen erst nicht erkennen können !
        Fühl Dich freundschaftlich, aber dennoch liebevoll, gedrückt!
        Anneliese

        Kommentar


          #5
          .. Es ist Zeit.. Zeit.. einen radikalen Neuanfang zu machen.. mit Dir!!!

          Ja.. du hast Dich in die sch.. reingeritten.. nun.. jetzt bist drin..

          Was glaubst Du wer jetzt die Verantwortung hat.. sich um Dich zu kümmern.. Dich da rauszuholen.. Dich aufzubauen.. Dir wieder mal bewußt "Gutes" zu tun..

          da gibt es jetzt viele Möglichkeiten..
          aber WER.. wer ist zuständig für Dich?


          Noch eine Frage.. wenn Du versuchst mal Deine Situation anzuschaun als obs die eines sehr, sehr guten Freundes wäre..
          Könntest Du ihn verstehen?.. Liebe für ihn aufbringen?

          Versuch Dir zu verzeihen.. Du bist "nur ein Mensch"..

          Nicht bei allem .. aber gerade bei zu stark aufschäumenden Schuldgefühlen.. kann es hilflich sein.. bei sich mit Selbstvergebung anzufangen..
          Es ist noch kein Allheilmittel ;o).. aber.. mich hat es zumindest aus dem großen Loch befreit..


          Liebe Grüße
          Simone

          Kommentar


            #6
            Vielleicht hat sich mein Thread ein bißchen theatralisch angehört und angefühlt.

            Diese Wut auf mich ist in den letzten Tagen hochgekommen, weil ich halt jetzt lange in meiner alten Heimat war. Und sicherlich auch der bevorstehende Umzug, der mich noch weiter weg von meinen Kindern führt.

            Ich möchte aber nicht in Selbstmitleid und Hass auf mich versinken.
            So gut es eben geht, möcht ich mit meinen Kindern die gemeinsame Zeit gut gestalten.

            Ok, irgendwann muss Schluss sein mit dem sich bedauern, aber welches Gefühl folgt dann? Versöhnt sein, mit dem was war? Das kann ich mir nur schwer vorstellen. Im Augenblick ist es nur ein Vor-sich-hin-Leben. Ja, und ob sich doch noch eine Vision, ein Sinn zeigt, für den es sich lohnt ??

            Was ich wohl auch gespürt hab bei den Antworten ist, dass ich meinen Wert nicht nur an meinem Vatersein festmachen sollte. Wahrscheinlich ist es so, dass ich meinen Kindern viel mehr mitgebe, wenn sie sehen, wofür ich mich sonst noch interessiere, wenn sie sehen, wofür ich stehe.

            Kommentar


              #7
              Zitat von Simone72 Beitrag anzeigen
              .. Es ist Zeit.. Zeit.. einen radikalen Neuanfang zu machen.. mit Dir!!!

              Ja.. du hast Dich in die sch.. reingeritten.. nun.. jetzt bist drin..

              Was glaubst Du wer jetzt die Verantwortung hat.. sich um Dich zu kümmern.. Dich da rauszuholen.. Dich aufzubauen.. Dir wieder mal bewußt "Gutes" zu tun..

              da gibt es jetzt viele Möglichkeiten..
              aber WER.. wer ist zuständig für Dich?


              Noch eine Frage.. wenn Du versuchst mal Deine Situation anzuschaun als obs die eines sehr, sehr guten Freundes wäre..
              Könntest Du ihn verstehen?.. Liebe für ihn aufbringen?

              Versuch Dir zu verzeihen.. Du bist "nur ein Mensch"..

              Nicht bei allem .. aber gerade bei zu stark aufschäumenden Schuldgefühlen.. kann es hilflich sein.. bei sich mit Selbstvergebung anzufangen..
              Es ist noch kein Allheilmittel ;o).. aber.. mich hat es zumindest aus dem großen Loch befreit..


              Liebe Grüße
              Simone
              Immer wieder begegnet mir der Satz, "sich selbst der beste Freund sein". Ab und an gelingt es mir, ab und an nicht.

              Aber dieses Prinzip auf genau diese Geschichte anzuwenden... mir hat sich alles verkrampft, als ich es zum ersten Mal las. Ich kann so einigermaßen meiner Ex vergeben, und sie mir.. aber ich mir?

              Kommentar


                #8
                Zitat von yearni Beitrag anzeigen
                Immer wieder begegnet mir der Satz, "sich selbst der beste Freund sein". Ab und an gelingt es mir, ab und an nicht.

                Aber dieses Prinzip auf genau diese Geschichte anzuwenden... mir hat sich alles verkrampft, als ich es zum ersten Mal las. Ich kann so einigermaßen meiner Ex vergeben, und sie mir.. aber ich mir?
                Lieber Yearni,

                da bist Du nicht alleine mit diesem Problem sich selbst nicht vergeben zu können.
                Aber Du kannst es - wenn Du willst - 'im Kleinen' schon mal ein bißchen üben. Alles was Du brauchst ist ein wenig Achtsamkeit wie Du mit Dir umgehst!

                Was passiert zB wenn Dir ein Glas runterfällt und zerbricht?
                Wie gehst Du mit Dir um?
                Schimpfst Du Dich zB "Mann, bin ich doof ..."?
                Oder kannst Du sagen "okay, es ist mir runtergefallen und zerbrochen. Punkt"?
                Wie würdest Du mit jemanden umgehen den es passieren würde? Schimpfen "Mann bist du doof..." oder sagen "es kann doch passieren"?

                An diesen Kleinigkeiten kann man üben sich selbst zu vergeben, sich selbst nicht niederzumachen, sich selbst wertzuschätzen. Und wenn es im Kleinen klappt, dann klappt es auch in großen Dingen, da bin ich mir ganz sicher

                Ich glaube es ist wichtig, mit kleinen 'Fehlern' zu beginnen und nicht gleich von sich zu erwarten sich die großen 'Fehler' verzeihen und vergeben zu können.

                Viel Spaß und alles Liebe
                Anneliese

                Kommentar


                  #9
                  Was wir haben, schätzen wir nicht. Was wir verlieren, vermissen wir.

                  Zitat von yearni Beitrag anzeigen

                  Dann kam „sie“.. mitten hinein in den Prozess der Heilung. Tja, und für einen Mann zu sagen, dass sie doch zuerst wollte und sie mich eben genau an der schwächsten Stelle erwischte... wer will das hören? Ich mag es auch nicht hören, denn es war ja schließlich ich, der es tat. Und eben auch ich, der was fand, was er wohl offensichtlich jahrelang vermisste.
                  Yearni, du bist nicht der erste und auch nicht der letzte, der solche Fehler begeht und dem so etwas geschieht! Viele Männer und Frauen begreifen erst zu spät, was sie mit ihrem Verrat an ihrer Familie anrichten und letztlich verlieren. Und sie ernten nur die Traurigkeit und Verzweiflung, die sie mit ihrem Handeln säen. Das ist die Lehre vom Bumerang des Lebens. Alles, was wir tun, kommt auf uns zurück. Dies ist etwas, was du nun begriffen hast - und für dein neues, künftiges Leben nutzen kannst. Und glaube mir, es wird nicht immer nur Schatten haben, wie es im Moment aussieht.

                  Kommentar


                    #10
                    Hallo Yearni,

                    .. jaja.. die Selbstvergebung.. ein ganz schon heißes Eisen glaub ich!!

                    Das geht jetzt nicht unbedingt an Dich persönlich Yearni..

                    etwas Offtopic obendrauf.. aber es muss raus.. (irgendwie)

                    Ich sags mal so.. schon in der Bibel steht.. geschrieben: "liebe Deinen Nächsten, WIE...dich selbst............ (ja wie denn..?? wenn ich mir selbst schon nicht vergeben kann.. wie kann ich mich denn da lieben?)

                    wenn ich selbst mich immer niedermache.. mich in Bescheidenheit übe..
                    WIEEEEEEE kann ich dann jemals glücklich sein??

                    wie kann ich ein neues Leben beginnen.. zu hoffen.. das mich jemand liebt.. wenn ich es selbst gar nicht hinbekomme.. wenn ich mich verachte.. will ich von Gott/anderen Menschen/Universum etc.pp. erhört werden???

                    für mich einfach nur unlogisch!


                    LG
                    Simone


                    P.S... ich übe mich in Selbstvergebung und in Selbstliebe.. und so bin ich Gott komischerweise.. sehr, sehr nahegekommen..
                    Merkwürdig..oder?

                    P.P.S.
                    natürlich.. klingt/liest sich das jetzt wieder mal sehr theatralisch..
                    aber.. es soll auch meine Stimmung wiedergeben.. es verletzt mich geradezu.. wie sich Menschen immerwieder selbst schlecht machen.. und dann aber erwarten.. es soll Besserung in irgendeiner Form eintreten.. oder besser noch.. ANDERE sollen verzeihen..!
                    Geht gar nicht..!

                    Es fängt alles erst in einem Selbst an.. mit Selbstanerkennung.. Selbstliebe.. und hat absolut nix mit Egoismus zu tun..

                    jetzt aber sorry.. für langsam Offtopic..

                    Kommentar


                      #11
                      Zitat von Avvenenza Beitrag anzeigen
                      Yearni, du bist nicht der erste und auch nicht der letzte, der solche Fehler begeht und dem so etwas geschieht! Viele Männer und Frauen begreifen erst zu spät, was sie mit ihrem Verrat an ihrer Familie anrichten und letztlich verlieren. Und sie ernten nur die Traurigkeit und Verzweiflung, die sie mit ihrem Handeln säen. Das ist die Lehre vom Bumerang des Lebens. Alles, was wir tun, kommt auf uns zurück. Dies ist etwas, was du nun begriffen hast - und für dein neues, künftiges Leben nutzen kannst. Und glaube mir, es wird nicht immer nur Schatten haben, wie es im Moment aussieht.
                      Ja, alles hat seinen Preis... sehr banal

                      Es hätte auch seinen Preis gehabt, nicht offen für jemand anders sein zu wollen.

                      Kommentar


                        #12
                        Ich möchte euch sehr danken für eure Feedback und Eure Anregeungen zum weiterdenken und weiterfühlen.

                        Mir ist in den Tagen die Erinnerung wieder präsent gewesen, wie ich mal mit einer Beraterin über früher gesprochen hab... über die Kindheit, über die damaligen Bedürfnisse des kleinen Yearni, und er sich so manche Verhaltensweisen und Einstellungen angeeignet hat, die auch heute noch prägen.

                        Und der Gedanke war, dass es damals seine Bedürfnisse waren, um die es ging und um die er sich auf seine Art kümmerte und es letztlich sein Weg zu (Über-)Leben war.

                        Und damals vor ein paar Jahren war es wohl auch so: meine Bedürfnisse, mein Weg, wie ich mich drum kümmerte, und letztlich mein Weg zu (Über-)Leben.
                        Und damit letztlich, jenseits aller Moralvorstellungen auch von mir gewollt. Und deshalb trag ich auch jetzt die Konsequenzen.

                        Es hatte seinen hohen Preis.

                        Es so zu sehen.. das ist wohl die Selbstanerkennung.. ein Wort, auch gefallen ist und das mir gut gefällt. Es fühlt sich stimmiger an als das heroische Selbstvergebung.

                        Kommentar


                          #13
                          Hallo yearni,

                          weißt du, wir tun immer das Beste, das uns aufgrund unserer Denkens, Fühlens, aufgrund unserer unbewussten inneren Überzeugungen möglich ist!
                          Noch nie hat jemand etwas Besseres getan als ihm möglich war, das kannst du mir glauben!
                          Hast du nicht damals auch genau das getan, was dir im Rahmen deines Denken, deines Fühlens, deiner inneren Überzeugungen am Besten für dich erschien!


                          Viele Menschen entscheiden sich, wenn sie etwas verbockt haben, sauer auf sich selbst zu sein - weil sie sich und anderen hierdurch beweisen wollen, dass das was sie durch ihr Verhalten verloren haben, für sie wertvoll und wichtig war. -> Aber musst du dich wirklich selber hassen, um zu wissen was dir wichtig ist und war???

                          Viele Menschen entscheiden sich, wenn sie etwas verbockt haben, sauer auf sich selbst zu sein - weil sie meinen, sie könnten dadurch verhindern, ähnliches noch einmal zu tun. -> Doch hast sich schon jemand durch Frust oder Zwang erfolgreich motivieren können?
                          Ist es nicht Erfolgversprechender, sich selbst aus einem glücklichen und freien inneren Zustand heraus allein mit seinen Wünschen, seiner Liebe zu dem, was man gerne erreichen möchte, zu motivieren?!?!
                          Ist es nicht so, dass wir aus einem inneren Zustand der (Selbst-)Liebe und des Glücklichseins ab Besten mit Intuition und Weisheit verbunden sind, dass wir dann die besten Entscheidungen treffen?

                          Viele Menschen entscheiden sich, wenn sie etwas verbockt haben, sauer auf sich selbst zu sein - weil sie meinen, sie könnten Andere auf diese Weise beschwichtigen kann. -> Dies ist der einzige dieser 3 Punkte, der manchmal wirklich einen Nutzen bringen kann. Allerdings ist der Preis sehr hoch! Willst du wirklich dein Leben eingeschränkt und eng machen, die Welt aus einem eingeschränkten Tunnelblick betrachten, statt dich gut zu fühlen.

                          Ich finde, "gut mit sich selbst umzugehen" kann man garnicht wichtig genug bewerten. Denn dies ist der einzige Zustand, in dem wir frei von jedem Tunnelblick, wirklich das Beste für uns tun können.

                          Grüße Glueckswahl

                          (Sorry, bin neu hier und hab mich noch nicht vorgestellt. Hole ich bei Gelegenheit noch nach!)

                          Kommentar


                            #14
                            Hallo Glückswahl,

                            ich fühle mich da als Mensch auch irgendwie angesprochen..

                            ich halte persönlich von dieser Einstellung nicht so viel.. denn wir Menschen machen nun mal auch Fehler..
                            Und Einsicht ist auch nicht falsch.. wenn ich aber alles einfach nur entschuldige.. ich konnts nicht besser (damals) dann brauch ich mich auch nie ändern.. oder was anders machen..

                            Nein.. wichtig ist doch auch die Einsicht.. !!
                            Und der Wille.. es nächstes Mal besser/anders zu machen!!

                            evtl. mit mehr Weitblick und nicht nur von jetzt auf Nachher denken..

                            bzw. den Weg des geringsten Widerstandes!!

                            Es ist auch so.. wir müssen (oder besser dürfen) verantwortung für unser Leben übernehmen. Und uns selbst bewußt werden. ;o)
                            D.h. für mich nicht nur ein Fluch sondern auch ne Chance..!


                            LG
                            Simone

                            Kommentar


                              #15
                              hallo glückswahl,

                              danke für deine gedanken! ich sehe das genauso. wie oft zerfleischt man sich selbst und verheddert sich in selbstvorwürfen und schuldgefühlen ... man hat dann soviel damit zu tun, sich selbst klein zu machen, dass das eigentliche, das konstruktive erstmal für einige zeit untergeht. und dann total mühsam wieder hervorgekramt werden muss. davon hat doch keiner etwas.

                              Zitat von glueckswahl Beitrag anzeigen
                              Ist es nicht so, dass wir aus einem inneren Zustand der (Selbst-)Liebe und des Glücklichseins ab Besten mit Intuition und Weisheit verbunden sind, dass wir dann die besten Entscheidungen treffen?
                              jawoll!


                              liebe grüße

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X