Folgendes könnte triggern. Bitte vorsicht.
Unsere Ehe hatte sich wieder gut entwickelt. Unser Wunschkind war unterwegs. Wir sind als junge Familie in ein eigenes Haus mit Garten gezogen. Die Arbeit war nur ein paar km weg. Sie war sicher, einigermaßen ausfüllend, nicht übermäßig stressend.
Ankommen. Familie. Papa-sein.
Es ist nur 7 Jahre her.
Es hätte alles so schön sein können. „So soll es sein, so soll es bleiben“.
Ja, Ankommen.
Ich bin nun einige Tage in „meinem Haus“, seh noch an fast jedem Möbelstück eine Geschichte. Wie es war, das Haus einzurichten. Ich seh, wie meine Kinder mittlerweile groß geworden sind. Ich seh immer wieder, was ich verloren hab. Denn ich bin nur noch Gast. Nicht nur Güter hab ich verloren, sondern ein Leben, einen Lebensstil, den ich doch immer angestrebt hab. Ich hab einen Traum verloren, den Glauben daran, dass ich das Leben führen kann, dass ich mir in meinen Visionen vorstelle.
Seitdem lebe ich ein Leben, das ich eigentlich nicht leben will. 200 km weit weg von meinen Kindern. Ein Alle-Zwei-Wochen-Papa, erbärmliche 50,60,70 Tage im Jahr wenig. Viel zu wenig.
Und ich mach mir Vorwürfe. Ich hasse mich, für das, was ich verschuldet hab.
Ich trauere immer noch. Immer wieder. Ich hasse mich, für das, was ich verbockt hab. Ich hasse mich, dass ich ein Leben weggeschmissen hab, dass mir doch erstrebenswert schien
Mit dem Umzug kam auch das Internet, und meine Sucht bekam neue Nahrung, eine neue Dimension. Ein zerrissenes Leben begann. Einerseits das Vorzeigeleben, andererseits auch die Überforderung mit der neuen Situation frisch gebackener Familienpapa und als Hauseigentümer in einer noch fremden Stadt. Und die Sucht kompensierte meine Frust, meine Angst. Und das Doppelleben begann wieder, die Lüge, die Angst vor dem Entdecktwerden, das Misstrauen, die Scham, das Nicht-mehr-in-die-Augen-schauen-können. Und der Streit, die endlosen Diskussionen, bis spät in die Nacht.
Und irgendwann dann der Absturz, weil ich mit meiner Sucht in der Arbeit aufgeflogen bin, und rausgeflogen bin. So verantwortungslos, als Papa von zwei kleinen Kindern. So ein Depp!!
Irgendwann die Öffnung. Irgendwann der Neubeginn, endlich das Entdecken, dass es Wege gibt. Aber das bedingte eben auch, dass andere Menschen mit den gleichen Problemen oder den gleichen Wunden wichtiger wurden, weil es so schön war, endlich verstanden zu werden.
Dann kam „sie“.. mitten hinein in den Prozess der Heilung. Tja, und für einen Mann zu sagen, dass sie doch zuerst wollte und sie mich eben genau an der schwächsten Stelle erwischte... wer will das hören? Ich mag es auch nicht hören, denn es war ja schließlich ich, der es tat. Und eben auch ich, der was fand, was er wohl offensichtlich jahrelang vermisste.
Nein, niemals!
Ich kann es mir einfach nicht verzeihen. Ich kann es nicht sehen, dass es irgendwie ein „System“, inkl dem Verhalten meiner Frau, inkl so vielem anderen. Ich seh die Schuld bei mir. Und ich kann es mir einfach nicht verzeihen, dass ich meine Familie zerstört habe. Dass ich meine Kinder und meine Frau, für die ich doch mal was empfunden hab, in solch existenzielle Ängste gestürzt habe. Ich kann es mir nicht verzeihen, dass ich, das was mir lieb und teuer war, zerstört habe. Seitdem lebe ich ein Leben, dass ich nicht leben will. Ohne Träume, ohne Vision für mich und die Zukunft.
Wie soll sich das anfühlen, an all das zu denken, ohne in Tränen auszubrechen?
Unsere Ehe hatte sich wieder gut entwickelt. Unser Wunschkind war unterwegs. Wir sind als junge Familie in ein eigenes Haus mit Garten gezogen. Die Arbeit war nur ein paar km weg. Sie war sicher, einigermaßen ausfüllend, nicht übermäßig stressend.
Ankommen. Familie. Papa-sein.
Es ist nur 7 Jahre her.
Es hätte alles so schön sein können. „So soll es sein, so soll es bleiben“.
Ja, Ankommen.
Ich bin nun einige Tage in „meinem Haus“, seh noch an fast jedem Möbelstück eine Geschichte. Wie es war, das Haus einzurichten. Ich seh, wie meine Kinder mittlerweile groß geworden sind. Ich seh immer wieder, was ich verloren hab. Denn ich bin nur noch Gast. Nicht nur Güter hab ich verloren, sondern ein Leben, einen Lebensstil, den ich doch immer angestrebt hab. Ich hab einen Traum verloren, den Glauben daran, dass ich das Leben führen kann, dass ich mir in meinen Visionen vorstelle.
Seitdem lebe ich ein Leben, das ich eigentlich nicht leben will. 200 km weit weg von meinen Kindern. Ein Alle-Zwei-Wochen-Papa, erbärmliche 50,60,70 Tage im Jahr wenig. Viel zu wenig.
Und ich mach mir Vorwürfe. Ich hasse mich, für das, was ich verschuldet hab.
Ich trauere immer noch. Immer wieder. Ich hasse mich, für das, was ich verbockt hab. Ich hasse mich, dass ich ein Leben weggeschmissen hab, dass mir doch erstrebenswert schien
Mit dem Umzug kam auch das Internet, und meine Sucht bekam neue Nahrung, eine neue Dimension. Ein zerrissenes Leben begann. Einerseits das Vorzeigeleben, andererseits auch die Überforderung mit der neuen Situation frisch gebackener Familienpapa und als Hauseigentümer in einer noch fremden Stadt. Und die Sucht kompensierte meine Frust, meine Angst. Und das Doppelleben begann wieder, die Lüge, die Angst vor dem Entdecktwerden, das Misstrauen, die Scham, das Nicht-mehr-in-die-Augen-schauen-können. Und der Streit, die endlosen Diskussionen, bis spät in die Nacht.
Und irgendwann dann der Absturz, weil ich mit meiner Sucht in der Arbeit aufgeflogen bin, und rausgeflogen bin. So verantwortungslos, als Papa von zwei kleinen Kindern. So ein Depp!!
Irgendwann die Öffnung. Irgendwann der Neubeginn, endlich das Entdecken, dass es Wege gibt. Aber das bedingte eben auch, dass andere Menschen mit den gleichen Problemen oder den gleichen Wunden wichtiger wurden, weil es so schön war, endlich verstanden zu werden.
Dann kam „sie“.. mitten hinein in den Prozess der Heilung. Tja, und für einen Mann zu sagen, dass sie doch zuerst wollte und sie mich eben genau an der schwächsten Stelle erwischte... wer will das hören? Ich mag es auch nicht hören, denn es war ja schließlich ich, der es tat. Und eben auch ich, der was fand, was er wohl offensichtlich jahrelang vermisste.
Nein, niemals!
Ich kann es mir einfach nicht verzeihen. Ich kann es nicht sehen, dass es irgendwie ein „System“, inkl dem Verhalten meiner Frau, inkl so vielem anderen. Ich seh die Schuld bei mir. Und ich kann es mir einfach nicht verzeihen, dass ich meine Familie zerstört habe. Dass ich meine Kinder und meine Frau, für die ich doch mal was empfunden hab, in solch existenzielle Ängste gestürzt habe. Ich kann es mir nicht verzeihen, dass ich, das was mir lieb und teuer war, zerstört habe. Seitdem lebe ich ein Leben, dass ich nicht leben will. Ohne Träume, ohne Vision für mich und die Zukunft.
Wie soll sich das anfühlen, an all das zu denken, ohne in Tränen auszubrechen?

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