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schlagende Kleinkinder

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    schlagende Kleinkinder

    Ich hab jetzt schon ewig nach einem passenden Titel gesucht, das Thema ist schon recht schwierig.
    Der 2-jährige Sohn meiner Freundin schlägt,beißt, schubst und kneift wirklich ständig.Und das nicht weil jemand mit seinem Spielzeug spielt oder etwas hat was er möchte.2 Kinder spielen im Sandkasten und er läuft drauf zu und zieht erstmal einem die Schippe über den Kopf.
    Die Mutter greift immer sofort ein, so ist es nicht.
    Wir treffen ca.3-mal die Woche auf ihn und es ist mittlerweile so schlimm, das meine Kleine nur noch auf meinem Schoß sitz, wenn er da ist.Und sie ist nicht oft mit ihm aneinander geraten.
    Was tun?
    Ich will meiner Tochter nun mal gar nicht beibringen zurückzuschlagen, im Sinne von Wehren.
    Verbale Auseinandersetzung ist mit grade 2 Jahren noch recht schwer.
    Ich hab schon überlegt dem aus dem Weg zu gehen, aber das hier ist ein Dorf und bei allen Aktionen für kleine Kinder trifft man sich.
    Jede Sportstunde, jedes Spielgruppentreffen endet in hauen und stechen, vorallem weil die Kleinen sich das ja auch abgucken.Ich geh meistens schon mit Grummeln im Bauch zu diesen Stunden.
    Wenn ich das hier so lese, denk ich, wenn es mich so stört, muß ich unseren Bekanntenkreis in einen anderen Ortverlegen.
    Wie habt ihr Euch in solchen Situationen verhalten?

    #2
    klingt wirklich harsträubend! Vielleicht wäre es gut, wenn die betroffenen Mütter mal eingreifen, vielleicht beeindruckt ihn das mehr?
    Was sagt seine Mutter dazu?
    Ich kann verstehen, dass Du den Kontakt meiden möchtest. In der Kur hatte ich auch ein agressives Kind mit am Tisch, ich habe dann unsere Essenszeiten dann so gelegt, dass wir wenig gemeinsame Zeit am Tisch hatten. Und das waren nur verbale Stichelein!

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      #3
      Hallo Chrissi,
      eine Patentlösung habe ich leider nicht,ich denke nur, es kann nicht die Lösung sein, dass Du und Dein Kind gehen. Offensichtlich reicht das Eingreifen Deiner Freundin ja nicht, um ihrem Kind das Verhalten abzugewöhnen. Könnte es vielleicht eine Lösung sein, dass sie dann mit ihrem Kind geht, wenn er sich so verhält? Gibt es einen Grund für sein Verhalten?
      Weiterhin gutes Durchhaltevermögen wünscht Dir
      Helga

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        #4
        @aquamarin- da hatten wir beide den geichen Gedanken zur gleichen Zeit!

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          #5
          Seine Mutter greift ganz klar ein, aber das hält nicht lange vor.
          Danach geht's meistens weiter.
          Neulich hat eine betroffene Mutter ihn in sein Zimmer gebracht, das hat ihn schon beeindruckt. Vielleicht ist das wirklich der Ansatzpunkt.

          @helgaha
          Er hat einen sehr wilden, wesentlich älteren Bruder.Vielleicht guckt er sich das da ab?
          Das wäre meine Vermutung.
          Zuletzt geändert von *chrissi*; 30.09.2008, 13:29. Grund: was vergessen

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            #6
            ...ich persönlich würde, wenn mein Kind sowas tut, spätestens nach der 2. Wiederholung gehen!

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              #7
              Genau

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                #8
                Sehe ich auch so. Und ich denke, Konsequenz und klare Regeln sind noch am Erfolgversprechendsten...

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                  #9
                  Aber es scheint so das ich wenig tun kann.
                  Es sind die Eltern gefragt.
                  Wobei das ja schwierig ist wenn's vom großen Bruder kommt.
                  Wenn er andere pisakt kriegt er sie drüber und mit seinem Bruder tobt er dann weiter.
                  Unser Großer hat die Kleine mal aus Spaß gebissen, ganz sanft und vorsichtig.Er konnt meinen Protest auch gar nicht verstehen. Bis sie mitgespielt hat...Autsch! Das ist ein ähnlicher Fall.

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                    #10
                    Hallo,

                    ich habe diese rabaukigen Kleinen im Alter von 10 - 16. Oft kommen wir erst dann drauf, dass das Kind Wahrnehmungsstörungen hat und z.B. seinen eigenen Körper nur unzulänglich spürt.

                    Hast du schon mal mit deiner Freundin darüber gesprochen - es muss ja eigentlich für sie auch schlimm sein.

                    Eigentlich müsste sie gehen, wenn ihr Kind es nicht schafft.

                    Wenn sie schon viel ausprobiert hat, wäre meiner (leidvollen) Meinung nach der Weg zum Kinderarzt angesagt. Manche Störungen wachsen sich nicht aus, ganz im Gegenteil - Pubertierende sind dann fast nicht mehr zu therapieren und der Scheck ganzer Klassen oder Wohnviertel.

                    Hoffe für euch alle, auch für das Kind, dass sich in der Sache was tut!!

                    LG
                    Amelie

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                      #11
                      Hallo Chrissi,

                      Eine schwierige Situation, die du da beschreibst - da schließe ich mich meinen Vorrednern uneingeschränkt an.

                      Vielleicht eine, die sich nicht in der Art lösen lässt, dass alle restlos zufrieden sind. Es ist vielleicht schon ein kleiner Schritt in Richtung Lösung, sich von der Vorstellung zu verabschieden, dass es zu einer Klärung kommt, ohne dass jemand "verletzt" oder in seinen Rechten beschnitten wird.

                      Nüchtern betrachtet ist es sehr klar: wer sich nicht in einer Gruppe einfügen kann, fliegt raus. Welchen grund sollte es geben, dass die Opfer sich zurückziehen? Sachlich betrachtet ist es für mich sehr klar, was zu tun ist.

                      Naja - aber wie du trefflich beschreibst - es geht hier um mehr als eine nüchterne Klärung. Die Verbindungen sind auf mehreren Ebenen gegeben und "erhaltenswert". Zudem geht es hier um ein Kind und ich kann gut verstehen, dass eine solch "harte" variante nicht passend ist/ erscheint.

                      Ich habe auch immer wieder mit kleiner Rebellen zu tun und ich kann dir nur sagen, dass Aggression eine Reaktion auf eine subjektiv empfundene Bedrohung ist. Der betreffende fühlt sich in die Enge getrieben und reagiert mit Aggression, als patscherten Lösungsversuch. Das muss aber gar nicht mit der unmittelbarern Situation zusammenhängen, sondern kann auch ganz wo anders herkomen. Z.B.: er möchte gar nicht turnen gehen, aber die vielleicht überforderte Mutter nötigt ihn dorthin, weil sie vermutet, dass er sich endlich mal ausTOBT - ja und das macht er dann auch. Er erfüllt ihren Auftrag ziemlich unmittelbar - allerdings auf Kosten anderer. Um bei diesem mutmaßlichen Beispiel zu bleiben, missbraucht euch aber nicht das Kind, sondern die Mutter, die dieses Ansinnen nonverbal kommuniziert. Das Kind führt es nur aus. Die anderen spielen schön brav mit, indem sie mit einer unguten Schwingung auf den "Störenfried" reagieren und somit auch gleich einen für das Kind rechtzufertigenden Grund liefern, die anderen zu triezen.

                      Was du/ihr VIELLEICHT versuchen kannst/könnt, ist dem Kind eine Alternative zum Auftrag der Mutter (ausTOBEN) anzubieten. Klar zu machen, dass ihr hier einen entspannten Nachmittag verbringen wollt und SPASS haben wollt. Dass es euch darum geht MITeinander etwas zu erleben.
                      Ausgang sehr ungewiss, aber vielleicht lohnt sich ein letzter Versuch. So blöd das klingen mag, aber am schwächsten ist immer der "Täter" und wenn es einen anderen Ausweg geben soll, als die Auflösung dieser Konstellation, dann muss zuerst das schwächste Glied gestützt werden, das ist vermutlich die Mutter (das zu klären ist vermutlich unmöglich) und erst in zweiter Linie das betreffende Kind, aber vielleicht ist es ja möglich den kleinen Rabauken so weit zu unterstützen, dass er eine Alternative entwickeln kann. Ob du/ih das auch tun wollt, ist eine andere Frage.

                      lg
                      stillalive

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                        #12
                        Danke für Eure Antworten.

                        Die Eltern sind beruflich aus dem pädagogischen Bereich(ich weiß Lehrers Kinder, Müllers Vieh gedeihen selten oder nie) und sie versuchen seinem Verhalten auf den Grund zu gehen. Es ist also nicht so, daß sie ihre Augen davor verschließen.
                        Vor kurzem ist die Situation so eskaliert, das ein Kind eine dicke Beule davongetragen hat. Ich hab mich jetzt dazu entschlossen, das als Aufhänger zu nehem,um mit der Mutter zu sprechen.Vielleicht findet man ja gemeinsam einen Weg ohne das sie sich ausgeschlossen fühlt.

                        ...ich persönlich würde, wenn mein Kind sowas tut, spätestens nach der 2. Wiederholung gehen!
                        Obwohl ich ihr das Verhalten von Sonnenfellan's Herz legen werd.

                        Lieben Gruss

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                          #13
                          Wenn die aus dem pädagogischen kommen, kann es evtl. sein, dass sie sich scheuen Hilfe von außen zu suchen bzw. wirklich mal außerhalb der rein möglichen Erziehungsprobleme?

                          Ich würde bei der Schilderung wirklich auf Wahrnehmungsstörungen o.ä. schließen - also etwas, das nicht durch reine Verhaltensbeeinflussung zu steuern ist.
                          Meine Devise: jeder Mensch möchte friedlich sein - aber manche können es nicht und brauchen Hilfe.

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                            #14
                            Ich wünsche mir ganz fest, dass es bald einen Weg gibt.

                            Für mich ist dieser Weg nicht das Wegsperren!! Aber die Einsicht, dass viele Kinder heute anders sind als wir in unserer Kindheit und wir mit den von uns geschaffenen Lebensbedingungen heftig dazu beigetragen haben.

                            Ich wünsche mir von Herzen ganz viel Möglichkeiten und Unterstützung für alle unsere Kinder - und allen die so besondere Kinder in ihrem Umfeld haben, viel Geduld und Kreativität!!

                            Ja manchmal haben wir auch dadurch Anteil, dass wir einen Teil von uns nicht leben - die Kinder tun es dann aber für uns - die Frage ist, ob das auch so junge Kinder tun.
                            Will die Mutter eigentlich überhaupt selber auf den Spielplatz, oder hat der nur eine Funktion.
                            Bei uns ging immer alles besser, wenn ich es auch gerne tat und nicht nur meinem Kind zuliebe. grübel!!!

                            Viele Grüße
                            von einer sehr nachdenklichen Mutter und Sonderpädagogin
                            Amelie

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                              #15
                              Zitat von *chrissi* Beitrag anzeigen
                              Ich hab mich jetzt dazu entschlossen, das als Aufhänger zu nehem,um mit der Mutter zu sprechen.Vielleicht findet man ja gemeinsam einen Weg ohne das sie sich ausgeschlossen fühlt.



                              Obwohl ich ihr das Verhalten von Sonnenfell an's Herz legen werd.

                              Lieben Gruss
                              Liebe *chrissi*, find ich ganz klasse, wenn du mit der Mutter direkt redest!!! Erzählst du uns hier, was das Gespräch gebracht hat?

                              Alles Gute dir und den Kindern!!!

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