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grundvoraussetzungen, bedürfnisse, erwartungen

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    grundvoraussetzungen, bedürfnisse, erwartungen

    hallo zusammen,

    dieses thema beschäftigt mich eigentlich schon länger und jetzt muss es raus

    gibt es grundvoraussetzungen für ein gemeinsames miteinander? wie haltet ihr es damit? wo sind eure grenzen?

    so viele ratgeber sprechen immer vom loslassen, keine erwartungen und bedürfnisse haben. wie soll ich mir das vorstellen?

    ich meine es ernst, ohne so grundvoraussetzungen wie respekt, ehrlichkeit, gewaltlosigkeit z.b. kann es doch gar nicht gehen, oder?

    hört ihr auf euer bauchgefühl? und wenn ja, wann macht ihr einen rückzieher? was dann wohl wieder mit den persönlichen grenzen zu tn hat, nicht?

    manchmal fühle ich mich wie ein kleines kind, dem sich mit der therapie eine neue welt eröffnet hat. jahrelang hab ich meine gefühle in mir vergraben, und jetzt kommen sie raus, und ich weiß oft nicht, wie richtig damit umgehen. dabei hilft es mir, andere menschen zu beobachten, und wirklich wie ein kind das verhalten "nachzumachen", was sich für mich am besten anfühlt...

    würde mich über antworten freuen.

    schönen gruß, Fortuna

    #2
    Eine wichtige Grundvoraussetzung für mich war,dass ich eine Vorstellung hatte,wie ich mein leben leben wollte.Da ich lange Zeit alleine gelebt habe,hatte ich diese auch verwirklicht.Dann habe ich meinen Mann kennengelernt,auch bereits mit einem eigenen Leben.
    Da waren dann zwar teilweise andre interessen da,aber im großen und ganzen konnten wir beide unser beider leben miteinander vereinbaren und ließen uns in den anderen Bereichen die Freiheiten,die eben jeder brauchte.
    Ohne Liebe geht es meiner Ansicht nach nicht,und mein Bestreben ist es auch heute noch,dass er glücklich ist.Ich erwarte aber nicht,dass er mich glücklich macht,obwohl er das tut.
    Du wirst wahrscheinlich am konkreten Beispiel Fragen stellen müssen,denn so allgemein kann ich das nur sehr schlecht erklären,wieso das bei uns so gut funktioniert.

    Liebe Grüße,Mensch-Frau

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      #3
      Für mich ist eine Grundvoraussetzung, dass beide das Ziel haben, gut für sich zu sorgen - jeder für sich selbst und dann auch immer wieder jeder für den anderen.

      Liebe Grüße
      Gerlinde

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        #4
        Gemeinsame Interessen sind eine wertvolle Bereicherung,wichtiger erscheinen
        mir jedoch gemeinsame Überzeugungen.
        Worauf ich großen Wert lege: Freundlichkeit und Verständnis.
        Und ich denke die unbewußten Faktoren, Körpergeruch und Aussehen verstärken oder mildern einige Bereiche.
        (in der Realiät/ hier im Forum ist das was aneres)

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          #5
          so viele ratgeber sprechen immer vom loslassen, keine erwartungen und bedürfnisse haben. wie soll ich mir das vorstellen?


          aus meiner erfahrung funktioniert nur das so:
          wenn du selbst deine eigenen erwartungen kennst und den mut hast, diese auch auszusprechen und den andern zu erklären warum dir diese bedürfnisse wichtig sind (werte und so), dann kannst du anfangen dafür zu sorgen, dass sie erfüllt werden. dabei geht es aber auch um konsequenz: nämlich im umgang mit der akzeptanz, dass niemand deine bedürfnisse erfüllen muss. aber niemand kann dich zwingen, dann mit demjenigen zusammen zu sein.

          die ganzen probleme aus meiner sicht entstehen lediglich aus folgendem:
          - die meisten sind sich über ihre erwartungen und bedürfnisse nicht ganz im klaren, sie verstehen gar nicht warum sie das und nicht was anderes erwarten
          - viele meinen das sind ihre persönlichen erwartungen, dabei sind sie die der "norm" des "man"
          - und deshalb sprechen sie auch nicht drüber, weil "man" das doch weiss! (klar, sind ja alles hellseher und alle haben die gleichen werte und erfahrungen gemacht wie ich in meinem kleinen mittelpunkt meiner welt)
          - und wenn sie dann ihre erwartung mal adressieren dann meist als vorwurf "das weiss man doch! (du depp)" das ist dann ein schöner angriff auf das selbstwertgefühl des andern, der dann erst mal diesen persönlichen angriff (auf seine werte) abwehrt und gar nicht mehr auf die sache eingehen kann


          ohne so grundvoraussetzungen wie respekt, ehrlichkeit, gewaltlosigkeit z.b. kann es doch gar nicht gehen, oder?
          das ist so ein "pauschal man dings".
          solche dinge sind immer in einer situation zwischen den parteien anzuschauen und zu bewerten. die frage ist hier auch wieviel davon erwarte ich? 100% oder reichen auch mal 80% oder sind auch 20% noch ein akzeptabler wert?

          so massive über-ansprüche ohne die dazugehörende situation sind schwierig abzuhandeln.

          my 5 cents
          keraldar

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            #6
            hallo zusammen,

            vielen dank für eure beiträge. es geht mir um beides, den umgang in der partnerschaft, aber auch den mit anderen. so arg verschieden ist es dann ja doch wieder nicht.
            obwohl, bei mir schon, unverständlicherweise (für mich). meine freunde finde ich wunderbar, da habe ich anscheinend ein ganz gutes händchen, mir liebevolle, ehrliche, offene menschen zu suchen. ok, ich hab da auch ziemlich "ausgedünnt" in den letzten jahren. ich hatte lange zeit einfach einen helferkomplex und von daher auch viel mit menschen zu tun, die nicht viel geben konnten oder wollten. freundschaften, die mir irgendwann einfach zu unausgewogen waren. jetzt fang ich schon wieder an mich zu rechtfertigen. muss ich nicht, oder?
            es fällt mir schwer, die waage zu finden zwischen: meine verantwortung deine verantwortung. die schuld dem anderen zuzuschieben ist zu einfach. aber alles auf meine kappe zu nehmen- weigere ich mich...

            ich hab gerade ein schönes buch gelesen. ich suche mir partner, die beziehungsunfähig sind, damit ich meine eigene unfähigkeit nicht spüren muss- da ist viel wahres dran. da kommt man gut unschuldig raus aus der sache- scheinbar. und so drücke ich mich seit jahren "erfolgreich" vor nähe in beziehungen. aber das kann ich so annehmen. beide haben ihren teil beigetragen, und ich habe mir meinen partne ausgesucht und nicht auf die ersten zeichen gehört/reagiert, und ihn genau so idealisiert wie er mich.

            keraldar, ich fühl das, was zu schreibst. keiner ist verpflichtet, meine bedürfnisse zu erfüllen. aber sie dürfen sein, und ich bin dafür verantwortlich, wo ich die erfüllung suche, oder ob ich sie "unter den tisch" fallen lasse...

            ich liege also richtig, ihr habt grundvoraussetzungen, eure werte. wußte ich es doch....

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              #7
              ICH habe mein problem erkannt!

              ich muss es in die welt hinausschreien, ich könnte hüpfen vor freude, ich bin meinem problem auf die spur gekommen, und wie meistens, ist es so einfach, dass ich es nicht fassen kann. aber so geht mir das meist. wenn ich es weiß, versteh ich nicht, wieso nicht schon früher.

              es ist wie es ist, und anscheinend brauchte es eben noch mal so eine richtig schlimme beziehung, so einen richtigen tiefpunkt, um tausend bücher zu lesen und um mir tausend gedanken zu machen: ich suche mir beziehungsunfähige männer, um mein problem mit nähe nicht spüren zu müssen! richtig, die männer haben ein problem damit, aber sie haben es mir immer in den ersten wochen des kennenlernens deutlich gezeigt, und DANN war das für mich der startschuss, ja, hier kann ich ohne gefahr so tun, als hätte ich kein problem, nähe zuzulassen!
              ich habe mir die beziehungen aktiv gesucht!!!!
              dann kann ich es in zukunft auch aktiv sein lassen!

              ganz so einfach wird es nicht sein, aber jetzt, wo ich das weiß und fühle und dabei bin, es zu verinnerlichen, kann es sich verändern. ich will nähe, und ich will mir alle zeit der welt lassen. ich bin ein ganz normaler mensch mit allem was dazu gehört, ich brauche keine angst zu haben! ist das nicht ganz wunderbar?:propeller:

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                #8
                Gratulation!! Wow was für eine Erkenntnis!!

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