Auf der Suche nach einem Ratgeber möchte ich mich gern an euch wenden, denn irgendwie bin ich wohl eher bewusst und absichtlich in eine Sackgasse geraten und flehe nun nach Hilfe. 


Mein Freund und ich haben uns vor drei Jahren ineinander verliebt, es war und ist die pure Leidenschaft. Er kommt nicht aus Deutschland, lebt Dank eines Visumkampfes mit Behörden und Botschaft fast ein Jahr bei mir. Nun sitzt mir die Zeit im Nacken, denn Ende August läuft sein Visum aus. Einzige Möglichkeit, dass wir weiterhin glücklich zusammen leben können, ist eine Hochzeit.
Dieser Gedanke macht mich panisch, da ich mir damit „Probleme“ aufbürge, die mich mit einem Deutschen wohl eher nie erwartet hätten. Er ist mittellos, da er alles in seinem Land hinter sich ließ. Alles, was er nun hat bin ich und seine neue Lebensmitte hier in BRD, seine mittlerweile guten Deutschkenntnisse und eine bisher ungewisse Zukunft.
Was mich vordergründig belastet, sind diese imaginären Zeigefinger, die bei einer positiven Entscheiden FÜR UNS auf mich zukämen. Diese Zeigefinger sind sowohl die Meinigen als auch die meiner Angehörigen. Sie sprechen über das Risiko, was ich mir aufbürge – für ihn zu 100 % da zu sein, alle Wege mit ihm gemeinsam zu bestreiten, mich nicht einfach mal zurücklehnen zu können, alle Verantwortung auf mich zu nehmen, auch die Finanzielle…falls er keinen Job findet. Wenn es ganz und gar schief geht, werde ich diejenige sein, die ihn „durchfüttern“ muss – Vater Staat springt für ihn nicht in die Presche. Gerade diese ewige Verpflichtung des "worst case" dominiert mich, ich werde melancholisch, zurückhaltend und unsicher.
Wir lieben uns, wir fantasieren, wie lernen voneinander und wir ergänzen uns. Wir tun uns meistens gut. Probleme haben wir natürlich auch, die wir bisher immer gemeinsam angegangen sind, auch wenn man sich in den schwierigen Momenten oft unsicher ist, ob eine Trennung nicht doch auf Dauer sinnvoller wäre und mich dieser Gedanke fast auffrisst. Mein Schatz spricht mich nun nicht mehr an – hängt sozusagen in den Seilen und wartet auf mich und meine Entscheidung. Ich habe mich ihm vor einigen Monaten anvertraut, über meine Ängste gesprochen, er hat Vorschläge gemacht…aber das rettet mich nicht vor der Verpflichtung.
Was ist mit mir los? Da wollte ich endlich diesen Menschen an meiner Seite haben und dann kneife ich, weil ich nicht einfach mal mutig und gelassen sein kann, evtl. andere Menschen enttäusche oder mich nicht verstehen. Die Zukunft lässt sich nicht kontrollieren, eine Garantie gibt es auch für mich nicht – da sind diese vielen Vorurteile, die mich annagen wie kleine Parasiten…ich bin so übertrieben vorsichtig bei allem und mach mir dadurch das Leben schwer und zwei Menschen unglücklich.
Jetzt bin ich hier in diesem Forum, wo so viele weisen Worte stehen, die logisch klingen, mich kurz beruhigen, aber nicht nachwirken, weil schon wieder die Nager neuen Stoff produzieren. Wie mache ich es richtig? Wisst ihr Rat?



Mein Freund und ich haben uns vor drei Jahren ineinander verliebt, es war und ist die pure Leidenschaft. Er kommt nicht aus Deutschland, lebt Dank eines Visumkampfes mit Behörden und Botschaft fast ein Jahr bei mir. Nun sitzt mir die Zeit im Nacken, denn Ende August läuft sein Visum aus. Einzige Möglichkeit, dass wir weiterhin glücklich zusammen leben können, ist eine Hochzeit.
Dieser Gedanke macht mich panisch, da ich mir damit „Probleme“ aufbürge, die mich mit einem Deutschen wohl eher nie erwartet hätten. Er ist mittellos, da er alles in seinem Land hinter sich ließ. Alles, was er nun hat bin ich und seine neue Lebensmitte hier in BRD, seine mittlerweile guten Deutschkenntnisse und eine bisher ungewisse Zukunft.
Was mich vordergründig belastet, sind diese imaginären Zeigefinger, die bei einer positiven Entscheiden FÜR UNS auf mich zukämen. Diese Zeigefinger sind sowohl die Meinigen als auch die meiner Angehörigen. Sie sprechen über das Risiko, was ich mir aufbürge – für ihn zu 100 % da zu sein, alle Wege mit ihm gemeinsam zu bestreiten, mich nicht einfach mal zurücklehnen zu können, alle Verantwortung auf mich zu nehmen, auch die Finanzielle…falls er keinen Job findet. Wenn es ganz und gar schief geht, werde ich diejenige sein, die ihn „durchfüttern“ muss – Vater Staat springt für ihn nicht in die Presche. Gerade diese ewige Verpflichtung des "worst case" dominiert mich, ich werde melancholisch, zurückhaltend und unsicher.
Wir lieben uns, wir fantasieren, wie lernen voneinander und wir ergänzen uns. Wir tun uns meistens gut. Probleme haben wir natürlich auch, die wir bisher immer gemeinsam angegangen sind, auch wenn man sich in den schwierigen Momenten oft unsicher ist, ob eine Trennung nicht doch auf Dauer sinnvoller wäre und mich dieser Gedanke fast auffrisst. Mein Schatz spricht mich nun nicht mehr an – hängt sozusagen in den Seilen und wartet auf mich und meine Entscheidung. Ich habe mich ihm vor einigen Monaten anvertraut, über meine Ängste gesprochen, er hat Vorschläge gemacht…aber das rettet mich nicht vor der Verpflichtung.
Was ist mit mir los? Da wollte ich endlich diesen Menschen an meiner Seite haben und dann kneife ich, weil ich nicht einfach mal mutig und gelassen sein kann, evtl. andere Menschen enttäusche oder mich nicht verstehen. Die Zukunft lässt sich nicht kontrollieren, eine Garantie gibt es auch für mich nicht – da sind diese vielen Vorurteile, die mich annagen wie kleine Parasiten…ich bin so übertrieben vorsichtig bei allem und mach mir dadurch das Leben schwer und zwei Menschen unglücklich.
Jetzt bin ich hier in diesem Forum, wo so viele weisen Worte stehen, die logisch klingen, mich kurz beruhigen, aber nicht nachwirken, weil schon wieder die Nager neuen Stoff produzieren. Wie mache ich es richtig? Wisst ihr Rat?

. Ja, ich kenne das auch, alles für ihn zu erledigen - den ganzen nervigen Behördenkram, endloser Briefwechsel, und immer kommt wieder etwas Neues, es hört niemals auf...
. Aber vielleicht ist es auch so, dass du vorbehaltlos sagen kannst, dass Ihr eine tolle Beziehung habt und euch auch genug kennt und respektiert sowie kommuniziert, um damit eine Basis zu haben auftauchende Probleme zu lösen. Dann kannst du dich mit der Frage beschäftigen, ob das ausreicht, diese evtl. materiellen Probleme, die auf dich zukommen könnten (aber ggf. durch Ehevertrag zu reduzieren sind) zu meistern.
- halt uns auf dem Laufenden!
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