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darf man seine kinder verlassen?

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    #16
    Zitat von D'rStier Beitrag anzeigen
    ...
    Zu den anonymen Alkoholikern sollte eher dein Mann selber gehen. Du bist nicht für ihn verantwortlich. Er selber ist es.
    ...
    Klar sollte er das. Nur hast Du, Reni, sehr beschränkten Einfluss darauf.
    Für Dich selber kannst Du gerade in einer solchen Gruppe was tun.

    Die Anonymen Alkoholiker sind ja auch für die Angehörigen/Partner von Alkoholsüchtigen da.
    (Insofern ist das keine Frage von "entweder ... oder".)

    Reni, Du könntest Dir da sehr gut Unterstützung holen!

    Und damit übernimmst Du Verantwortung für Dich, nicht für Deinen Mann.

    Das andere ist die Co-Abhängigkeit. Wenn man so lange mit einem Süchtigen zusammenlebt, ist man co-abhängig.

    Gut, Reni, dass Du Dich daraus befreien willst!
    Hole Dir jede Hilfe, Die Du bekommen kannst!

    Insofern kann ich Rübenigels Tipp nur ganz dick unterstreichen!

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      #17
      Liebe reni62,

      ja,

      Du darfst Deine Kinder verlassen.

      Du darfst alles auf dieser Welt.

      Aber Du mußt auch mit den Konsequenzen leben können - müssen.

      Sorry, ich klinge sehr hart aber ich war so ein verlassenes Kind von Mutter und Vater.
      Gruß, Margit

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        #18
        Zitat von Margit Beitrag anzeigen
        Liebe reni62,

        Sorry, ich klinge sehr hart aber ich war so ein verlassenes Kind von Mutter und Vater.
        Gruß, Margit
        Es gehört nicht ganz hier inden Faden vielleicht nur am Rande.
        Eine Bekannte von mir, steht seit ihrer Jugend auf eigenen Beinen, da sich die Eltern getrennt haben.
        Ich kenne sie jetzt einige Jahre und stelle eine gwisse Bindungsunfähigeit fest.
        Die Partner wechseln sehr schnell, sie sagt immer es liegt an ihr.
        Margit, glaubst Du aus Deiner Sicht, das es da einen Zusammenhang gibt?

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          #19
          Hallo Margit, ich nehme deinen Satz auf und ich ändere ihn ein wenig ab, denn für mich sind es die Kinder, die mit den Konsequenzen leben müssen!

          Hallo Hubert1, ich bin ein verlassenes Kind, bei mir war es der Vater, er ist gegangen als ich sechs war. Ich habe das bis jetzt nicht überwunden. Es bereitet mir enorme Schwierigkeiten mit dem anderen Geschlecht, es entstehen keine "normalen" zwischenmenschliche Beziehungen. Ich bin mir sicher, dass diese Probleme (bei mir) durch das Verhältnis zu meinem Vater entstanden sind.

          Liebe Reni,es hätte aber auch kein Sinn gemacht wenn er geblieben wäre nur wegen uns Kindern!!!

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            #20
            Hallo Lockenkopf,

            klar leben in erster Linie die Kinder mit den Konsequenzen. Dennoch auch die Eltern. Es kann garnicht funktionieren, daß ein Mensch, der seine Kinder verlässt und so tut als gäbe es sie nicht, glücklich ist. Mein Vater ist sehr unzufrieden mit sich und er hat sein Fett weg gekriegt. Übrigens hat mein Vater heute Geburtstag. 61 ist er jetzt. Ich habe nie versucht den Kontakt zu halten, denn sein Verhalten war dermaßen destruktiv. Es hätte mich irgendwann in die Klappsmühle gebracht oder ins Grab.

            @Hubert
            So wie Du Deine Bekannte beschreibst, kann ich super gut nachvollziehen, wie es ihr geht. Ist schon ein ganz schöner Beschiß wenn man die "falschen" Eltern "zugeteilt" bekommt.
            (bischen off topic)
            Ja, ich weiß auch, daß es an mir liegt, daß ich alleine bin. Ich habe kein Vertrauen und kann mich nicht bei einem Mann entspannen. Ich habe vor ein paar Wochen ein Techtlmechtl mit einem Mann begonnen, mit dem es eh keine Zukunft hat. Darin bin ich ganz gut. Er will auch nicht mehr, also paßt doch mal wieder. Wir sehen uns höchstens am WE und selbt das ist mir zur Zeit schon fast zu viel. Er ist nach einer ziemlich enttäuschenden Beziehungen auch noch nicht ganz auf dem Damm. Ich krieg immer die enttäuschten Typen. Die in Krisen stecken und sich auch auf nix festes einlassen wollen. Außerdem ist er sehr gebildet, ein Dr. Ing. und ich bin Bürokauffrau. Sowas paßt eh nicht und der Sex mit ihm ist eigentlich ok aber wenn ich ehrlich bin, gefällt es mir nicht, wie er mich berührt. Ist immer zu fest für mich. Ich sage dann, nein so nicht und so nicht sondern so. Das ist zu 99% bei mir so. Nie macht es mir einfach so Spaß. Wir wollen evtl. ein paar Tage wegfahren und ich habe jetzt schon schiß, daß wir dann tagelang im selben Zimmer wohnen und ich es nicht aushalten kann...........blablabla. Ich kann ihm das sagen aber irgendwie können wir es auch gleich lassen, oder?

            Hat alles keinen richtigen drive
            Taj Hubert, schönen Gruß an Deine Bekannte von mir. Hoffentlich haben wir Bindungsunfähigen irgendwann mal die Chance auf eine bischen Seelenfrieden.
            Liebe Grüße, Margit
            P.S. @Hubert, wenn wir weiter schreiben wollen zum Thema dann machen wir ein neues Thread auf. Ok!

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              #21
              Off-Topic

              Hallo Margit, ich muss echt schmunzeln, mein Vater wird heute 48.

              Er tut so als, wenn es uns nicht gäbe und hat sich als Ersatz noch zwei Kinder adoptiert. Ich bezweifle, dass er sehr unglücklich ist.

              Ich kann mir aber inzwischen beim besten Willen nicht mehr vorstellen mit ihm aufzuwachsen. Es ist so wie es ist und nun ist es meine Aufgabe aus meinem Muster rauszukommen, dass ich es nicht schaffe, kann ich ihm ja nicht vorwerfen.

              Kurz zu dir: Vielleicht solltest du dieses schlechte Gefühl in seiner (körperlichen) Nähe nicht ignorieren sondern darauf reagieren? Vielleicht ist das eine Reaktion, die durch das Erkennen deines Musters ausgelöst wird und dich "warnt"?

              Ich wünsch dir, dass du das richtige für dich tust!!

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                #22
                Ich habe jetzt alle Antworten zu diesem Thema gelesen und während des Lesens stellte sich mir plötzlich eine Frage, über die ich gerade nachdenke:

                Ohne werten zu wollen, ohne jemanden oder eine Meinung be- / oder abwerten zu wollen, ohne alle Männer über einen Kamm scheren zu wollen... einfach nur die Frage:

                Wie wären die Antworten gewesen, wenn es sich nicht um eine Frau und Mutter handeln würde, die diese Frage gestellt hat, sondern um einen Mann und Vater?

                Warum müssen Frauen noch immer die "besseren" Argumente finden, um - sicher nicht immer ganz einfach nachvollziehbare - Entscheidungen zu begründen / erklären?

                Nachdenkliche Grüße
                und ganz viel Kraft für Dich, liebe Reni62, egal wie Du Dich entscheidest!

                Spunk

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                  #23
                  Und, Reni, bist Du schon weitergekommen mit Überlegungen?

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                    #24
                    Ja, bin ich wirklich. Und ich möchte mich herzlich bei allen bedanken, die sich die Mühe gemacht haben, sich mit meinem Gefühlschaos zu beschäftigen.

                    Leider ist die Diskussion zwischendurch abgedriftet. Und nicht von allen fühlte ich mich verstanden, was aber wohl auch an meinen möglicherweise unklaren Schilderungen lag. Denn das Hauptproblem ist nicht so sehr der Alkoholismus meines Mannes. Sondern sein Verhalten mir gegenüber. Aber ich bin froh darüber, Eure Ansichten gelesen zu haben. Sie helfen mir in jedem Fall weiter bei Auseinandersortieren von Gedanken, von Gefühlen. Danke!

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                      #25
                      Zitat von reni62 Beitrag anzeigen
                      Denn das Hauptproblem ist nicht so sehr der Alkoholismus meines Mannes. Sondern sein Verhalten mir gegenüber. Aber ich bin froh darüber, Eure Ansichten gelesen zu haben. Sie helfen mir in jedem Fall weiter bei Auseinandersortieren von Gedanken, von Gefühlen. Danke!
                      Hallo Reni62,
                      vielleicht wäre aber das Verhalten deines Mannes ohne Alkohol anders - ich meine jetzt nicht nur während einer akuten Betrunkenheit, sondern auch sonst?
                      Ich wünsch dir jedenfalls viel Erfolg beim Sortieren und eine gute Entscheidung.
                      Leonora

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                        #26
                        Liebe Reni,

                        hab erst heute das Thema gelesen.

                        Meine Gedanken dazu:

                        Wenn niemand von der Alkoholsucht deines Mannes weiss, dann hast du auch deinen Anteil dran, d.h. du bist Co- abhängig, du brauchst also auch Hilfe. Wenn er sie sich nicht holt, ist es sein Problem. Wenn du sie dir nicht holst, wirst du irgendwann ein ähnliches Problem wieder bekommen....
                        Denn das Hauptproblem ist nicht so sehr der Alkoholismus meines Mannes. Sondern sein Verhalten mir gegenüber.
                        Ich glaube, dass man das nicht trennen kann! Ein "nasser" Alkoholiker ist ein ganz anderer Mensch, als wenn er trocken ist! Ich weiss es aus Erfahrung und aus der Ausbildung!

                        Wenn deine Kinder bei ihm bleiben wollen, dann ist das ihre Entscheidung, obwohl ich mir das schwer vorstellen kann. Der Vater von den Kindern meiner Freundin ist auch alkoholkrank, sie waren froh, dass die Mutter sich getrennt hat und wollen heute nicht unbedingt was mit ihm zu tun haben...
                        Das Pflegekind ist sicher da nicht mehr gut aufgehoben.
                        Ich würde keinen verurteilen, der merkt, dass es nicht mehr geht und seinen eignen Weg finden muss... Man kann es nicht jedem Recht machen, und leicht machst du dir die Entscheidung ja nicht!

                        Na, das war halt meine Meinung noch dazu! Vielleicht lässt du uns teilhaben an deinen Entscheidungen, wenn du magst?

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